Die Natetruppen rücken gegen O n e g a vor und' hoben das Dorf Kirillowka besetzt. In der Gegend von Archangelsk wurden auch französische Sol baten festgestellt. ,
Tic Voft'chcwiki siegen auch in Sibirien.
In Vordersibirien, wo sonst der Großfürst Michael '"ne gegenrevolutionäre Tätigkeit entfaltet, haben die Bolschewik^ sich dnrchgesetzt. Die militärische Lage Sibiriens klärt sich ans. Nach der Konzentration der Noten Armee, die mit Begeisterung kämpft, herrscht die allgemeine Meinung, daß die militärische Situation für die R ä t e r e g i e r u n g s e h r a u s s i ch t s r e i ch sei. In den zuletzt in Moskau abgehaltenen Riesenversainmlnn gen sprachen, enthusiastisch empfangen, Lenin. Zwerd low und Trotzki. Meldungen über die Ernte aus allen Gebieten Rußlands berichten von einer ausgezeichneten und guten Ernte. Das günstige Wetter hält an.
Auch diesseits des Ural.
Seit einigen Tagen steht Kasan (der wichtige lieber gangsort von Rußland nach Sibirien), das nach heftigen Kämpfen den Tschecho-Slowaken durch die Rote Garde entrissen wilrde, unter dem schweren Feuer der tschecho-slowakischen Artillerie. In der Stadt finb große Brände ausgebrochen, die bereits ganze Stadtteile vernichtet haben. Es besteht tvenig Hoff nnng. Kasan vor dem Untergang durch Feuer brunst zu retten.
Rußlands Kriegserklärung an die „Verbündeten". Die bolschewiki-osfiziöse „Prawda" vom 10. Aua schreibt: Die Sowsetregierung wird den Verbündeten l cii K r i e g erklären. Große Kriegsoperationen werden sowohl an der tschecho-slowakischen wie an der v.nrmanfront erwartet. Gleichzeitig fertigt der Sow N't ein M a n i f e st aus:
Tie Lage Rußlands sei beunruhigend, Rußlands erneute Einmischung in den Krieg sei not wendig, daher wäre die Verlegung der Regierung an einen ungefährdeten Ort beschlossen und Kronstadt hierfür bestimmt worden. Alle Vorbereitungen seien getroffen.
Tic Freilassung der Zarin wahrscheinlich.
Während der letzten im Kreml abgehaltenen Beratungen wurde auch das vom katholischen Metropoliten Freiherrn Tr.^ Repp überbrachte Gesuch des Pap- ' e -° linf Freilassung der Zarin nebst ihren vier Töchtern in Erwägung gezogen. Tie bolschewistischen Volkskommissare sprachen sich grundsätzlich, dafür ans. daß dem Wunsche des Papstes unter gewissen, noch nicht formulierten Bedingungen entspro chen werden solle. Der Widerstand gegen die Frei las,ung der Zarin ist fast gänzlich gebrochen.
Allgemeine Kriegsnachrichten.
Ludeudorsf letzte Instanz?
m "Leipziger Abendzeitung" veröffentlicht einen
Buef. den die Vertreter des litauischen Staatsrats ” l .^Erlin an General Ludendorff gerichtet haben. In die,em Briefe sagen die Litauer zunächst, daß ihre amtlichen Gesuche um eine Audienz beim Reichskanzler wie beim Staatssekretär des 2leußeren abschlägig' be- ^chieden worden seien. Sie nehmen dann für sich c,aS Recht in Anspruch, die Herrscherfrage und ähn- prägen selbst zu lösen, und zwar auf Grund des Selbst b e st immu ngsrechts . auf dessen Grundlage \a auch die Kurländer den Deutschen Kaiser zu ihrem .Herrscher erwählt hätten. Damit die Tarvba nicht weiter beschuldigt werde, daß sie Litauen an Deutschland verkaufe, habe sie es für geboten. erachtet, zur Kvnigswahl zu schreiten. Unter keinen Umständen sverde sie diesen Schritt rückgängig machen. Die Unterzeichneten Vertreter Litauens bäten Ludendorff, eine Abordnung zu empfangen, die Bericht erstatten solle.
Keine „Ferienkinder" mehr nach Holland.
In Holland hat der Lebensmittelmangel einen solchen Umfang erreicht, daß fremde Kinder zur Erholung nicht mehr ausgenommen werden können.
Pro Kopf des Tentschen 2.50 Frcs.
Nach der Mitteilung eines Kriegsberichterstatters haben französische Gefangene bekundet, daß ihnen von ihren Vorgesetzten für jeden gefangenen „Boche" eine Belohnung von 2a0 Francs ausgesetzt und außer- EM Urlaub von 12 Tagen versprochen worden - Sre behaupten, daß bei anderen Truppenteilen ® c {o$mmß foflar bis auf 1000 Francs erhöht Worden fei — Immerhin steht der deutsche Gefangene danach in Frankreich höher im Preise, als daß
welche die Fran-
^o,en nach leder ihrer Offensiven gemeldet haben, ihren ^o^aten glaubhaft erscheinen könnten. Wie sonst die Geschichte bezahlen?! Italienische Deserteure z. B. stehen unvergleich viel ^Edrrger im Kurse, denn jeder Franzose, Soldat oder ^Er Emen desertlerendeu Italiener abfäßt erhalt nur 2 bis höchstens 5 Francs als Belohnung
ui, f '' Ter NcichstagsauSschuß sollte, so wurde von der Linken unter dem Widerstand von rechts verlangt, zur Stellungnahme m den Ostfragen znsammenberufen werden. In der „Germania" wird zil dieser Angelegenheit bemerkt:
„Nach Erkundigungen der Zentral-Parlaments- Korrespondenz ist in Parlamentarischen Kreisen durch- Auffassung vorherrschend, daß der Haupt- Schutz Ende nächster oder Anfang übernächster Woche wieder Zusammenkommen wird. Man nimmt an. da.ß auch der neue Staatssekretär v. Hintze das Bedürfnis haben wird, nach den Beratungen im Großen Haupchuartier mit der Volksvertretung in Fühlung
Die Germania" sagt dazu noch, daß diese Auffassung parlamentarischer Kreise der Entwicklung der Dinge gerecht loerde.
, Ji. Zusammen,chiutz der kattiolischeu A»s-
5“!* wfXSÄ*? "Vorbereitender Ausschuß" ein.
Ausschuß erläßt einen Aufruf, in dein er betont daß er mit den anderen katholischen und intcrkon- semonellen Verbanden, die ähnliche Ziele nerfolaen zusainmenarbeiten will. Der Mindestbeitraa soll vier ^otjre betragen. Die Anmeldung der Mit- qliedichatt nimmt Domkapitular Dr. Bnchberaer in München entgegen.
. U.^^'^wcrkschaftssckrctärc wurden von der Groß- und Schwerindustrie bisher nicht als berechtigte Vertreter der Arbeiter anerkannt. Darin scheint 'nun bei der chemischen Industrie ein Wandel eingetreten zu semi ^er Verein der chemischen Industriellen erklärte sich bereit, setzt die Gewerkschaftssekretäre als Vertreter^ der organisierten Arbeiterschaft anznerkennen. ^on den Werken sollen den Organisationsbestrebnnqen narben 1 et t lU C11 e i Schwierigkeiten mehr gemacht
:: Veil» Mittellandkanal Hannover-Elbe setzt nun- mehr der Streit zwischen den Interessen der 9loi£>= w Südlinie lebhaft ein. Interessen
der Mittellinie sind Perne. Braunschweig und Maqde- burg Bie Aiagdcburger Handelskammer macht in einer Stellungnahme geltend: „Gegenüber der Südlinie sei sie die kürzere, wohlfeilere, für den SchissghrtSbetrieb günstigere, betriebssichere Linie und stelle daher dre bessere Verbindung mit dem östlichen Kanal- s v st e in dar. so daß ihr für den großen Durchgangsverkehr vom Westen zum Osten Deutschlands der Vorzug einznräumen sei."
:: Eine Erzberger-Kouserenz? Nach einer Mel- oun6. des „Journal de Geneve" soll in Luzern eine pazlflstlsche Konferenz abgehalten werden, an der auch -^lbg. Erzberger teilnehmen werde.
'^*1- Erzberger ist das Komturkreuz des Deutschen Ritterordens verliehen worden.
c ^^ heute sehr zahlreichen Veamtenstellvertretcr
sollen nach einem Schreiben des Kriegsministeriums owelt sie hierfür in Betracht kommen, mit überzäh- Ugen HilfSbeamtenstellen unter Beibehalt ihrer bis- herrgen Gebührnisse beliehen werden
?r lf , 9fc l “*ro(toa»fcrFfeiier tritt am nächsten Mo- natAvechsel, am 1. September in Kraft. Vom 1 v e t)teiuber ab unterliegen nach dem Gesetz vom 26'. v \iili 101 K über die Besteuerung von Mineralwässern u,w. gewerbsmäßig abgefüllte natürliche Mineralwässer serner künstliche Mineralwässer. Limonaden und an- b e ue f u ix ft 1 1 tj) bereitete Getränke sowie konzentrierte Knnstllmonaden und Grundstoffe zur Herstellung von konzenttierten Knnstllmonaden einer Reichssteuer und zwar sowohl Hersteller als Vertreiber.
Auch die Weinstener tritt dann' in Kraft Beide, vorhandene Weine und vorhandene Mine- ralwafser, unterliegen einer Nachsteuer.
:: Grippe und ßritülmiiM jr* s;,. cm«;
Aus aller Welt
die Waldweide wird jetzt die Werbetrommel gerührt. So wird in der Berliner Presse geschrie-
errielten^fs (?) als die hierdurch (Rapsbau)
pflanzlichen Fette ist die (Gewinnung der tieri- M/? ourch Wiedereröffnung der langverschlossenen ber Wa^ldweide. Außer Rind und xty! ^ e v r . n f Schaf und Gans in reichem Maße pett' und diese Tiere sind ganz ohne Körnerfntter letztere nur mit Rüben zur Mast zu bringen. Was ?*? n x ÖOr ?^^fung der Waldweide für Schaf- und Ganseherden in den Gemeinden mit Waldweideberech- trgung gehabt! Verde sind verschwunden. Daß wir wie- ^ er emer Zahl von 28 Millionen Schafen wie öur Zeit der Waldweide gelangen sollten, ftt bei der rationellen und nötigen Kornbaubestellung nicht möa- ^ f a ec bis zur Hälfte könnten wir es ohne deren Gefährdung bringen. Wie gern würde die Gänsezucht w Xe f Qc werden, wenn man nur Weide hätte
Auf die Frage an die Landwirte: „Warum haltet
l 9Kn fe fnrr V ®5 rt wan jedesmal die Antwort:
„Wo sollen wir sie denn weiden?" Die gleiche Ant- wort hört man auf die Frage nach der Haltung von Sckiafen. Darum Wiedereinführung der Waldweide!
.^ogierung sollte alle Maßnahmen hierzu treffen, damit dem Volke wieder das Nötigste gegeben wird ohne es vom Auslande beziehen zu müssen."
u- für Kriegshinterbliebene. Den Krieas-
hinterbliebenen wird erneut nahegelegt, beim Tode ihres Ernährers sich sofort an die örtliche Für- ^ * r? r Kriegshinterbliebene zu wenden. Diese U^orgestellen. die an fast allen Orten, auf dem Lande vielfach bei den Landratsamtern, errichtet sind, stehen den Kriegshinterbliebenen unentgeltlich mit Rat und cWe Anträge auf Gewährung der ge- fetzlichen und sonstigen Hinterbliebenenbezüge auf und helfen den Kriegshinterbliebenen im Falle der Not durch Vermittelung von Beihilfen oder Gewährung von Unterstützungen. Letzteres ist besonders dann von Wert ' wenn ein bereits ausgeschiedener Heeresangehöriger .t^rbi und seine Familie in Bedrängnis hin- t e r l a ß t. Die Anweisung der Versorgungsgebühr- Uis.se beansprucht nämlich in solchen Fällen längere Seit, weil erst geprüft werden muß. ob die Todesur- einer Dienstbeschädigung oder Kriegsdienst- beschadigung des Verstorbenen in Zusammenhang steht. Um eir^r wirtschaftlichen lltotlage vorzubeuqen, wende stelle Xd) b0 ^ r ° 5aIb aI * ulöglich an die' Fürsorge
Kleine Kriegsna6)richten.
? Fus einem Artikel des englischen Militärkri- tllers Replngton geht hervor, daß England 7,.") Mil- Iioncu (5oIöa te n ausgestellt hat. daß es 2 Millionen Verluste hatte und daß die Franzosen zwei Dlll- livnen Gefangene haben. *
Politische Rundschau.
- Kronprinz Nnpprecht von Bayern ist run, vorübergehenden Urlaub in Dillnchen eingetroffen
S°'dprobst der Armee ll. ^ 0 ^ 6 ist der L-tern und das schlvarz-weiße Band
ÄÄn 2- Klasse mit Eichenlankn dem L“ “‘M™ Feldprobst bär Armee Dr. Iocppcn der
- ° > -.L- ?.»- Ä,»
und einen Festempfang in der 1 Der Reichtikanjler lie ßsich bei vertretcn^^ottesdienst durch den Vizekanzler v. Payer
vinz wachsen, das u. a. ausführt:
^..^Würde die Ernährungsweise für die Entstehung sein., so müßte die Zahl der Erkrankten unter den frei beschäftigten und sich bewegellden Be- volkerungsschichten eine bei weitem größere sein weil wohl kaum jemals bisher die Gefamtvolksernähruna eine so gleichmäßige gewesen ist. wie in den letzten Zähren. Die geschichtlich bekannten Hungerjahre haben niemals die Entstehung der Grippe mit sich geführt .)M gleichen Sinne verneinend spricht die letzte große m Deutschland, die im Winter d» E9-S0 ein setzte, gegen den Zusammenhang, Damals wäre» die allgemeinen Lebens- und Ernäh- rungsdedingungen ganz besonders günstig und trotzdem waren die Erkrankungen bei, weitem zahlreicher als letzt. In Landern, wo ernste Ernührungsschwieria- keiten nicht bestehen, tritt zurzeit die Grippe verbreiteter und vielfach gefährlicher auf als bei uns."
. , u Woher die großen Kricgsgcwinnc? Angesichts d,>-f^-"echlnterziehungsprozesses des Mannesmann rs Adels, der wegen Hinterziehung von iy 2
iS 6 vm UCl . ,l ^ u V) Monaten Gefängnis und
1'/ 2 »rrllwnen Mark Geldstrafe verurteilt wurde, und angesichts der in diesem Prozesse aufgedeckten Mil- ltonenverdrenste einfacher Vermittler sagen die „Düsseldorfer Nachrichten":
"Wie ist es möglich, daß schon bloße Vermittler m wenigen Zähren Millionen verdienen, während der ^ a f ouf sparsame Wirtschaft halten und sein größeres Augenmerk darauf richten muß. die Kriegslie- über 23ert zu bezahlen? Wie ist es möglich. daß Millionen in das neutrale Ausland abgescho- ben werden, ohne daß eine Bürgschaft gegeben wird außer der knappen und unwahren Erklärung eines Herrn Llpels, es sollten dafür diese oder jene Einkäufe gemacht werden? Fragen über Fragen erheben sich.
der Gedanke erschreckend, und wir wollen ihn abweisen, der Adels' gebe es noch ungezählte in Berufen, die m solchem Maße und so rasch 6)eld ver- dtenen: denn zahlreich genug sind die Betriebe die sich mit Glück" auf den Krieg eingestellt haben. Immer wieder wird beklagt, daß die Leicktia kett des Geldverdienens die Heranwachsende Jugend verderbe und das sittliche Rückgrat der Minderbemittelten mit Schwindsucht schlage. An diesem Prozeß ^5* ü^li, daß die Leichtigkeit des Geldverdienens ouch die Kreise verführt, denen eine gespickte Brief-
ÄÄÄ ist'" mU bem SÖC0liffe Ädca ucrbnn
feilt berüchtigter Wilderer erschossen. In
Schwarzwa„er bei Preußisch-Starqard wurde der seit zwei Jahren vergeblich gesuchte Wilderer und Deser- 0 ^ 0 / Kleinschmidt, der mehrere Förster und Bagdgehilfen aus dem Hinterhalte ermordet hatte dllrch den Kommandojäger Formelle gestellt und, als aU u setzte, erschossen. Tie Idcntifizie-
\n ^ 9 c. b I r rX eit ^ e Erfolgte unter Hinzuziehung des in Preußlsch-Stargard als landstnrnlpflichtiqer Arzt Dienst tuenden früheren Berliner Polizeiarztes Tr. Dreuw und ergab ohne Zweifel, da ßes sich wirklich um den verwegenen Mörder handelte, auf dessen Kopf bereits Belohnungen in Höhe von 18 000 Mark au^aeseüt
Schweres Vootsunglück. 14 lote. Als der Passa- gierdampser, der täglich zwischen Warschau und OErkehrt. die Ortschaft Czerwinsk passierte, ging vom User ein Boot mit 25 Fahrgästen ab. die mit dem ^.ampser nach Warschau fahren wollten. Wohl Nisolge ^ der starken Strömung die Weichsel führt Hochwasser — schlug das Boot heftig an den Tamp- rer an und renterte. Bon den 25 Passagieren gelang c * nur 11, sich zu retten. 14 ertranken. ' "
Um eine Mütze ertrunken. Dem auf einem im Hamburger Hafen liegenden Dampfer beschäftigten Ma- L)lschewSkifiel die Mütze ins Wasser. Um die Kopfbedeckung wiederzuerlangen, sprang er in den Etrom und schwamm ihr nach Bevor er seine Absicht erreichte, verließen ihn die Kräfte: der Mann gmg unter und ertrank.
* * Einbruch iit die griechische Kapelle in Wies- badcu. In einer der letzten Nächte drangen Einbrecher m die griechische Kapelle in Wiesbaden ein Von einem Wächter der Wach- und Schließgesellschaft wurde zunächst einer von zwei in Uniform gekleide- ten Leuten festgenommen. Ein in Zivil gekleideter Mann aber gab aus ihn einen Schuß ab. verletzte ihn am 9lrm. und der Festgenommene entkam.
Woche. In der Darmstädter Stadtverordnetensitzung teilte Bürgermeister Müller mu daß für die kommende erste fleischlose Wockie speck zur Verteilung komme. Beigeordneter Hendrich • [ f Ql ' c V Es sei ferner beabsichtigt, 10 Pfund Kartof- 1 n ^ öle doppelte Menge Butter in der betreffen- den Woche auszugeben. - Speck ist für die Darm- stadter anscheinend kein Fleisch.
su.s/> Militärische Paket-Eskorte. Vor einigen Tagen hiUt die Gendarmerie in Tondern, angeblich auf Anordnung des Landrats, eine größere Anzahl Pakete äU v l Erfand an die Post aufaeliefert werden sollten, und die Offiziere und Mannschaften der Ma- rine-Lnftschifftruppe gehörten. Trotz des Einspruchs des Transportführers ließen die Gendarmen sämtliche Sendungen nt . den Posthos schaffen und drohten im Behinderungsfnlle Waffengewalt an. Die Pakete wurden dann ans ihren Inhalt untersucht und oerbots- Sendungen beschlagnahmt. Der Marine-Luft- schlfftrnpp hat wegen dieses Vorfalls beim Generalkommando den Weg^ der Beschwerde beschritten. Vis zur endgültigen Entscheidung dieser Streitfrage erlebt lyan nun täglich das seltene Schauspiel, daß die sämt- ^En Postsendungen des Lnftfchifftrupps von einem Komniandv Marmesoldaten mit scharf geladenen Geweh- ren durch die Stadt zum Postamt geleitet werden, mit dem Befehl, ein etwaiges Anhalten der Sendnnaen durch Waffengewalt zrt verhindern
Kleine Neuigkeilen.
am 3. September 1898 in Hamburg qcgrnn- «^utschnattonale Handlungsgehitfen-Berband (D H. V.)^ wnd dle 2.). Wiederkehr seines Gründlings- tages durch eine schlichte, der Zeit entsprechende Veranstaltung in Köln begehen. '
(>r> Französische Blätter melden, daß einer der besten Flieger der Vereinigten Staaten, Alan Winslow, im «sommegebret im Luftkampf gefallen sei.


