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Expedition: Südaniage 21

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Verlag derOiesteuer Zeitung", Giesten.

Druck der Giestcncr Verlagödruckerei, Albin Mein.

Nr. 36.

Telephon Nr. 362.

Mittwoch, dm 26. Juni 1918.

Telephon Nr. 363.

31. Jahrg.

Im ganzen 56666 Italiener seit 15. Jmü gesangsn.

Im Mai 614066 Br.-R-T. und Mt KriegsSegimr 17736666 Br.-R.-T. versenkt. 23066 u. 16566 u. 17566 Br.-R.-T. znsKWmen 57006 Br.-N,-T. Versenkt.

Zur mtlliärllcben Hage im Arsten und Südwrflen.

* Zürich, 22. Juni. Von der italienischen Grenze wird geschrieben, daß zwischen Frankreich und Italien ununterbrochen Truppenzüge rollen.

* Zürich, 22. Juni. Aus Anziigen in den Mai­länder Blättern geht hervor, daß die Mehrzahl der größeren Banken in Venedig ihre Büros nach Mailand und Padua verlegt hat. Auch ein Teil der Ztvilbehöcden soll aus Venedig fortgrschafft worden sein.

* Bern, 23. Juni. Hier verlautet zuverlässig, daß der italienische Ministeipräfident in Paris eingetrofftn ist, um über die Notwendigkeit, Italien sofort beizuspringen, vorstellig zu werden.

ES hat große Bestürzung in Rom hervorgerufen, als bekannt wurde, daß Frankreich und England außer­stande wären, in diesem Augrnbl'ck neue Verstärkungen an Italien abzugrben.

Jlmtlicbt «Kutsche Cageibericbte.

Berlin, 21. Juni. Eines unserer U-Boote. Kommandant Kapitänleutnant Marschall, versenkte im Sperrgebiet des Mittelmeeres auf 15 tägiger Unter­nehmung 7 Dampfer von rund 23 OVO Bruttoregister­tonnen. Alle Dampfer waren außerordentlich wertvoll. Die Ladungen bestanden aus Baumwolle, Benzin, Oel und Stückgut.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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wtb. Großes Hauptquartier, 22. Juni 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Zwischen Arras und Albert dauerten die heftigen Teilvorstöße des Feindes gestern bis zum Morgen an. Sie endeten mit vollem Mißerfolg für den Gegner. Beiderseits der Scarpe, bet Boirh-Becquerelle, Hebuterne, Hamel, und dem Walde von Aveluy wurden starke eng­lische Abteilungen, teilweise in erbittertem Nahkampf, zurückgeschlagen. Auch an der übrigen Front trieb der Engländer mehrfach vergeblich Erkundungen vor. Bei Abwehr des Feindes und bei eigenen Vorstößen südlich der Somme machten wir Gefangene. Feindliche Fliegerangriffe auf Brügge fügten der Bevölkerung Ver- luste zu.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Südwestlich von Noyon wiederholte der Feind mit stärkeren Abteilungen seine vergeblichen Angriffe südlich von Vandelicomt. Zwischen Maas und Marne lebhafte Tätigkeit des Feindes. Mehrfach angesetzte Erkundungs­vorstöße der Franzosen blieben erfolglos. Teilanguffe der Franzosen und Amerikaner nordwestlich von Chateau Thieriy wurden blutig abgewiesen.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 22. Juni, abends. Von den Kampffronten nichts Neues.

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Berlin, 22. Juni. Im Monat Mat sind insge­samt 614 000 Br. R.-T. des süc unsere Feinde nutz­baren Handelsschiffsraumes vernichtet worden. Der ihnen zur Verfügung gehende Welthandelsschiffsraum ist somit allein durch kciegerische Maßnahmen seit Kriegsbeginn um rund 17730 000 Brt.-N.-T. verringert worden. Hiervon sind rund 10828000 Bc.-Reg.-T. allein Verluste der englischen Hande'Sflotte. Nach den inzwischen gemachten Feststellungen sind im Monat April außer den seinerzeit bekannt gegebenen Verlusten feindlicher oder im Dienste unserer Gegner fahrender Handelsschiffe noch wettere Sch'.ffe von rund 56000 Brt.-N. T. durch kriegerische Maßnahmen schwer beschädigt in die feind« liehen Häfen eingebracht worden.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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wtb. Großes Hauptquartier, 23. Juni 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Beiderseits der Somme hielt die rege Tätigkeit des

Feindes an. Ein nächtlicher Angriff der Engländer bei Mor.lancourt, zwischen Ancce und Somme, brach in unserem Feuer zusammen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Französische Tetlangriffe südöstlich von Mny wurden abgcwicsen Südwestlich von Reims machten wir kurzem Jnfantcriegcfecht mit Italienern 36 Gefangene.

Leutnant Löwenhacdt errang seinen 28. Luftsieg.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 23. Juni, cb n S Von den Kampffronten nichts Neues.

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Berlin, 23. Juni. In den letzten Tagen fanden wiederholt Flugzeugangriffe gegen Brügge, Ostende und Zeebrügge patt. Hierbei wurde von feindlichen Fliegern unter Mißachtung der völkerrechtlichen Abmachungen auch das Hospital von Ostende angeg'.iffen und getroffen. In Brügge wurden 5 Einwohner getötet und 11 verletzt. Ein mtlltäcischer Schaden ist nicht entstanden. Mehrere feindliche Flieger wurden abgcschoffen. Leutnant zur See Sachsenberg, der Führer unserer dortigen Marine- jagdflteger, errang seinen 15. Lustsieg.

Der Chef des Admiralstabcs der Marine.

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23eclin, 23. Juni. Neue U-Bootserfolge im Sperr­gebiet um England: 16500 Brt. Zwei Dampfer wurden an der Ostküfte Englands aus einem stark gesicherten Gelettzuge herausgeschoffen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

wtb. Großes Hauptquartier, 24. Juni 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Die Lage ist unverändert. An der Ancre und Avre blieb die Gefcchtstäiigktii tagsüber gesteigert. Am Abend lebte sie auch in anderen Abschnitten der Kampffront auf. Während der Nacht rege Eckundungstätigkeit. Oest- bch von Badonvillers drangen Stl rmtrupps in amecika- nijch-französische Gräben ein, fügten dem Feinde schwere Verluste zu und brachten 40 Gefangene zurück.

Leutnant Übet errang seinen 31. und 32., Ober­leutnant Göhring seinen 20. und 21. Luftsieg.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berltn, 24. Juni, abends. Von den Kampffronten nichts Neues.

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Berlin, 24 Juni. Unsere U-Boote haben auf dem nördlichen Kriegsschauplätze vorwiegend im Kanal wiederum 17500 Bc.-Reg.To. feindlichen Handelsschiffs- raumes versenkt.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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wtb. Großes Hauptquartier, 25. Juni 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Das tagsüber mäßige Artilleriefcuec wurde am Abend in einzelnen Abschnitten lebhafter. Die Er­kundungstätigkeit blieb rege. Südlich der Scarpe und auf dem westlichen Avre Ufer machten wir Gefangene.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz.

Nach starker Feuerwirkung griff der Feind mit mehreren Kompagnien auf dem Nordufer der Aisne an. Im Gegenstoß wunde der Angriff abgewiesen.

Heeresgruppe Herzog Al brecht.

Die Zahl der gestern früh von brandlnburgischer und thüringischer Landwehr östlich von Badonvillers etngebrachten gefangenen Amerikaner und Franzosen hat sich auf mehr als 60 erhöht.

Leutnant Btllik errang seinen 20. Luftsieg.

Der Erste Gencralquartiermcistcr: Ludendorsf.

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Beclin, 25. Juni, abends. Von den Kampffronten nichts Neues.

Oenemlcbifcbe kttslge.

Wien, 22. Juni. Die Kämpfe an der Piave haben gestern an H. ftiqkeit abaenommen. Der Feind verlor zwischen dem 15. und 25. d. Mts. durch unsere Flieger und durch Abwehr von der Erde aus 42 Flugzeuge. Außerdem büßte er 4 Fesselballone ein.

Die Zahl der Gefangenen ist aus 40060 gestiegen. Unter diesen befanden sich auch einige tschccho slowakische Legionäre, die sofort der durch die KciegSgesetz- vorge. schenen standrechtlichen Behandlung zugeführt wurden.

Der Chef des Generalstabes.

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Wien, 24 Juni. Die durch Hochwasser und WitterungSunbill entstandene Loge veranlagte uns, den Mootello und einige Abschnitte anderer, auf dem rechten Piavcufec erkämpften Stellungen zu räumen Der hierzu schon vor 4 Tagen erteilte Befehl wurde trotz der mit dem Wechsel verbundenen Schwierigkeiten so durchgeführt, daß dem Gegner unsere Bewegungen völlig verborgen geblieben sind. Mehrere der bereits geräumten Linien waren gestern tföS Ziel starker italienischer Geschützwir­kung, die sich stellenweise bis zum Trommelfeuer steigerte. Auch feindliche Infanterie ging gegen die von uns ver­lassenen Gräben zum Angriff vor. Sie wurde durch unsere Fecnbatterien zurückgetrieben.

Der Chef des Gencralstabcs.

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Wien, 25. Juni. Gestern war die GebirgSfcont zwischen Asiago und der Piave wieder der Schauplatz heftiger Kämpfe. Der Feind bot alles auf, um die am 15. Juni verlorenen Höhenstellungen zurückzuerobecn. Auf dem Monte de Val Bella, Co! de! Roffo, Asolone, Solarolo und Monte Pertica wurde erbittert gerungen. Die Italiener wurden überall, an mehreren Stellen durch Gegenstöße zurückgeworfen. Im Montellogebiet und südlich davon fi.'l der Feind mit Patrouillen gegen die.Piave vor.

Im Raume von San Dona hatten die den Ufer- wcchsel unserer Divisionen sichernden Deckungstruppen in den letzten Tagen starke Angriffe abzuwehren. Unsere Bewegungen vermochten auch hier planmäßig und ohne Verlust an Kciegsgerät durchgeführt zu werden. Seit dem 15. Juni büßte der Italiener über 50000 Mann an Gefangenen, darunter etwa 1100 Offiziere, ein. Die Gesanuverluste des Feindes sind bei strengster Schätzung auf 150000 Mann zu berechnen.

Der Chef des Generalstsbes.

Abzeichen für Verwundete.

Die Kriegs-Rentenempfänger erhalten ihr Abzeichen auf Grund der bei der Versorgungsabtcilung des Bezirkökommandos lagernden Akten und brauchen nicht zu erscheinen. Nicht Kriegs Rentenempfänger haben sich bei ihrem zuständigen Bezirksfeldwebel unter Vor­tage ihrer Militärpapiere behufs Verleihung zur Ein­tragung in die Lifte der Verwundeten-Abzeichen einzu- finden. Als Verwundung gelten: Alle äußeren odec inneren Verletzungen durch unmittelbare odec mittelbare Einwirkung von Kampfmitteln ohne Rücksicht auf die Schwere der Verletzung. Verletzungen infolge unvorsichtiger oder leichtsinniger Handhabung der eigenen Waffe rechne nicht dazu. Den Verwundungen sind gleichzuachten: Alle sonstigen Gesundheitsbeschädigungcn der Angehörigen im Felde stehender oder vorübergehend außerhalb dcS Kriegs- gcbietes Verwendeter mobiler Verbände, vorausgesetzt, daß diese Gesundheitsbeschädigungen durch die besonderen Gefahren des Kriegsdienstes hervocgerufen oder ver­schlimmert sind und lediglich aus diesen Gründen die Entlassung auS dem Heeresdienste zur Folge hatten. Mehrfache, bei der gleichen Kampfhandlung erlittene Vewundungen gelten als einmalige Verwundung, esset denn, daß die spätere Verwundung noch erneuter Be- teiligung am Kampf eingctreten ist. Rückfälle derselben Gesundheitsstörung gelten nicht als neue Beschädigung.

Das Zeldheer braucht dringend Heu und Stroh! Landwirte helft dem Heere!