honen Wenn man nach langem Anstehen Alsl^ch er. l)ült, ist inzwischen an anderer Verkaufsstelle Mar- oorine. Zucker oder dergleichen nicht mehr zu bekommen. ' Der in England zur Voiksernährung gehörende Frühstücksspeck und der Tee sind Zaum noch ZU haben, das Bier ist dünn, das Weißbrot ganz braun Man sieht, die Engländer haben auf dem Gebiet kulinarischer Genüsse uns gegenüber nichts mehr voraus'. . vt . 0 .... .
Besonders betrüblich sind vielen diese Zustande, weil es ihnen unmöglich ist, ihren An g e h ört gen an der Front etwas zu schicken. Man liest Klagen, daß keine Kuchen zu kaufen, keine zu backen wären, weil das Mehl zu dunkel und schlecht sei, weil es an Zucker und Fett mangele usw.
ES ist die Frage, wie der Engländer sich mit diesen ständig sich verschlechternden Zuständen abfrnden wird. Jetzt schon schreiben manche, es ser unerträglich, schlechter hätte es auch nicht werden können, wenn sie die „Boches" oder die „Fritzies' im Lande hätten. . _ r cr .
Besondere Mißstimmung und Erregung herrschte in den von unseren Fliegerangriffen betroffenen Gegenden. „Ein Tag in London," herßt e» beispielsweise, „das klingt ja ganz schön, aber es macht nervös; man muß Kognak mitnehmen'' Zu den Abwehr- maßreaeln hat man kein Vertrauen, da dre,c bei den letzten Fliegerangriffen zu schlecht funktioniert hatten. Man wagt es abends nicht, sein Haus zu verlassen, oder nicht weiter als für eine halbe Stunde sich zu entfernen, weil Alarm vor Luftangriffen nur immer halbstündlich erfolge. In hellen Nächten begeben sich zahlreiche Leute zu Freunden, die gut?. Keller im Hause haben.
Seit den letzten „Neumondangriffen" (Mvonlest raids") har man auch in dunklen Nächten keine Nutze mehr, — man könnte verrückt darüber werden/'
Selbstverständlich beschäftigen sich die englischen Briese viel mir der Frage: Wann kommt der Friede? Anfang März scheint die Ansicht vielfach verbreitet gewesen zu sein, daß der Krieg in drei Wochen zu Ende wäre. Selbst höhere Offiziere rechneten damals bestimmt mit baldigem Friedensschluß, gestützt auf angebliche Aeutzerungen des Generals Smuts. Durch die erfolgreiche deutsche Offensive werde möglicherweise die Stellung Lloyd Georges erschüttert. Dann würde As- quith ivieder ans Ruder kommen, der als^ Verfechter der Friedensarmee dem Lande endlich wieder Ruhe und Sicherheit geben würde.
Allgerneme Miegsnschrichteu.
Türkisch-deutscher Sieg in Palästina.
Der amtliche türkische Bericht sagt: Auch der zweite Vorstoß der Engländer auf das östliche Jordanufer hat mir einer schweren Niederlage des Feindes geendet. Umfangreiche Vorbereitungen waren getroffen, zahlreiche Truppen zusammengezogen, um gemeinsam mit den ReöeUen Besitz zu nehmen vom Ostjordanland und den dortigen wichtigen Verbindungen. Unter dem Schutze starker in überhöhender Stellung befindlicher Artillerie warf der Gegner vom 30. April morgens an seine Angriffswellen über den Jordan gegen unsere Stellungen seitwärts von der Straße Jericho—Es Salt. Während große Kavalleriemajsen mit Geschützen und Maschinengewehren im Jordantal nach Norden ausholend dazu bestimmt waren, .uns in den Rücken zu satten. Tank der raschen Entschlußkraft unserer Führer und der unerschütterlichen Haltung unserer Truppen in schwieriger Lage Schulter an Schulter mit ihren deutschen Kameraden, wurden die Pläne des Gegners zunichte. Tie fünftägigen wütenden Auftürme gegen unsere Front wehrten die mit großer Energie geführten, zähe ausharrenden Truppen des Obersten Ali Juck Bay ab. Der vorgeschobenen feindlichen Kavallerie bereiteten die nach Gewaltmärschen rasch zufassenden Truppen des Oberst Boehm und der bewährte bis zu seiner Verwundung seinen mutigen Reitern voraus eilende Oberst Essad Bay eine oeruichtcndc Niederlage. Tre Truppen des Oberst Boehm nahmen einer feindlichen Kavalle'riedivision sämtliche Geschütze ab. Unermüdlich griffen unsere Flieger trotz heftiger feindlicher Gegenwirkung den Feind- an. Tank der Tätigkeit des Nachrichten- und Eisenbahndienstes konnten rechtzeitig die Befehle der Höheren Führung zum Herantransport von Verstärkungen ausgssäyrt werden. Unter Einbuße vieler Menschen und zahlreichen Materials flutet vcr Emgtäudcr zum Jordan zurück, hart bedrängt von unseren siegbewußten Truppen. Im einzelnen konnte die Beute noch nicht seftgestclit werden. Auf dem Westjordanuser lebhafte Artillerietä-rgkEtt und erfolgreiche .Patrouillenuntc....hinungen unsererseits.
Ter Zar wieder abgeschoben.
Ter frühere Zar, die Zarin und eine ihrer Töchter sind, da angeblich die Bauern der Umgebung von Tobolsk und monarchistische Gruppen ihnen zur Flucht zu verhelfen suchten, durch eine Verfügung des Sowjets nach Jekaterinburg übergeführt worden'. Ter Zarewitsch (Kronprinz) wird in der Verfügung nicht erwähnt.
Vielleicht handelt es sich bei dieser Meldung um einen Umwegsbericht über die neulich gemeldete Abschiebung des Zaren in den Ural, die damals aus Angst vor einem japanischen Vordringen erfolgt sein sollte.
In Sibirien wirds ernst.
Tie Bolschewik! wollen sich die Wühlerei der Japaner nicht mehr gefallen lassen. Tie russischen Behörden in Kutsk haben den japanischen Vizekonsul sorvre den Vorstand eines japanischen Vereins unter der Beschuldigung, militärische Spione zu sein, verhaftet. — Japan wird darauf vermutlich mit militärischen Gegenaktionen antworten; denn einen willkommeneren Anlaß zum Eingreifen gibt es pja doch nicht.
Ter Wirtjchaftsfriede mit Rumänien fertig.
Ter wirtschaftliche Zusatzvertrag zum rumänischen Frredensv^ttrag ist nunmehr paraphiert worden. Damit sind sämtliche mit dem Friedensschluß zusammenhängende Verträge Zwischen Deutschland und Oesterreich- Ungarn einerseits und Rumänien andererseits abgeschlossen und zur Unterschrift fertig.
Ten Strang für gösährlrch« Mitvifser.
Ter in Rom verhaftete Eh-ef der Generaldirektivn der Artillerie im Munitivlisministerium Komtur, Bin-
cenzo Buoncunieo, wurde Im Gefängnis erhängt auf gefunden. Nach der römischen Epoca sind die Umstände des Selbstmordes noch unklar und geheimnisvoll und bieten manche Aehnlichkeit mit dem „Selbstmorde" des französischen Friedensanhängers Almerehdas im Gefängnisse in Paris. Ter ärztliche Leichenfund wurde noch nicht ansgefertigt, weil die Aerzte sich über dessen Abfassung noch nicht einigen konnten. — Buonamica war zusammen mit anderen hohen Beamten des Mu- nitionSministeriums unter der Anklage der Bestechung durch Kriegsmateriallieferanten verhaftet worden.
7'; u n i t i o wöa rbeite r-T cuc ru ngs-U v ruhe it.
In Frankreich scheint die bolschewistische Agitation stärker gewirkt zu haben als bei uns in Deutschland: Ein gefangener Dragoner vom 4. französischen Dragoner-Regiment machte sollende .swerte An
gaben:
Bon Ende Januar bis Ende Februar lag das Regiment in St. Etienne zur Unterdrückung innerer Unruhen in den Heeresfabriken der dor> tigen Gegend. Diese waren infolge großer Teuerung ausgebrochen. Ende Februar kam das Regiment aus dem gleichen Grunde nach Valence. Tie große Jn- dustriegegend befindet sich in dauernder Gärung. Tie 4. Dragoner wurden öfters alarmiert und plötzlich hin und her geschoben. Ende März wurden sie in Eile verladen und wieder nach St. Etienne zurückbefördert, um dort die Ordnung wieder herzustellen.
Jetzt auch noch: kein Fleisch!
Im französischen Spezialkriegsrate erklärte der Ernährungsminister Boret, der Zivilbevölkerung Frankreichs wegen der unzureichenden F l e i s ch e i n fu h r neue Sätze auferlegen zu müssen. Tie Rationierung sei unabweislich. Die Einführung fleischloser Tage verspreche keinen Erfolg. Tie an starken Fleischkonsum gewöhnter: Kontingente der Amerikaner und Engländer müßten vornehmlich berücksichtigt werden.
Die hungernde Zivilbevölkerung Frankreichs wird es wohl mit gemischten Gefühlen vernehmen, daß die Engländer und Ame .eaner bevorzugt werden sollen.
Ter amerikanische Preste-Schipindcl.
Wie falsch dc^s amerikanische Volk über die Kriegs- ereignissc unterrichtet wird, geht aus einem jüngst erbeuteter: Brief eines amerAänischen Gefangenen hervor. Te' Brief stammt aus Ada (Kansas), ist vom 2. 3. 1b datiert und lautet wörtlich: „Die heutigen Zertunge berichten, daß die Engländer den deutschen Kronprinzen und 87 000 Deutsche gefangen haben."
Sinnfeiner und irische Nationalisten.
Wie die irlandfeindliche „Morningpost" aus Belfast (Nordirland) berichtet, tagte der ständige Ausschuß der'irlandverräterischen Ulster-Unionisten, der von dem früheren Minister Carson einberusen worden war. Car- son erklärte, die Hoffnung habe sich nicht erfüllt, daß die englandsreundliche irische Nordproornz Ulster nicht unter die Wirkung des Homerule (Selbstverwaltung) gebracht werde. Infolgedessen stände die Ulster-Opposition noch genau auf demselben Standpunkte, wie vor vier Jahren. Sinnfein habe sich zu einer „furchtbareren Gefahr" entwickelt, als je zuvor. Ter Wahl- fcldzug ru East Cavean, wo ein Sinnfein^-Kandidat dem gemäßigten nationalistischen Kandidaten gegenübergestellt wurde, sei hierfür wiederum ein Beweis.
Kämpft England um Belgien??
Mit diesen bezeichnenden Fragezeichen versehen bringt der „Socialiste Belge" vom 20. April folgende Nachricht: „Einige englische Arbeitssyndikate in Nerv Castle fühlen sich veranlaßt, bei ihrem Protest gegen die Absicht der englischen Regierung, noch mehr Leute unter die Fahne zu rufen, die Belgier anzugreisen. Eine englische Gewerkschaft erlaubt sich sogar, den Beschluß zu fassen, „daß kein Mitglied des englischen Arbeitersyndikates marschieren wird, bevor nicht alle Belgier die Fabriken verlassen haben." Hierzu bemerkt das Blatt: „Wenn diese Engländer als Soldaten so schlecht ernährt würden, wie die unseren, und den Sold empfingen, den die belgischen Soldaten erhalten ,und wenn man die englischen Frauen mit den paar PfenWgen Unterstützungsgeld sitzen ließe, den unsere Kriegerfrauen erhalten, dann würden sie wohl in etwas bescheidenerem Tone von uns sprechen." Armes Belgien!
Ein untrügliches Zeichen.
Folgendes Plakat wurde in 23 000 Exemplaren auf den englischen Werften verteilt:
„161 674 Tonnen, eine Höchstleistung?
Der Bau von Handelsschiffen belief sich im März aus 161 074 Tonnen, entsprechend 32 Schiffen von je 5000Tonnen. Aber die Hunnen versenkten gleichzeitig 81 Schiffe! Werftarbeiter! Ihr könnt und werdet verhindern, daß die Hunnen uns aushungern. Baut noch mehr Schiffe!"
Diese Propaganda für die Steigerung des Schiffbaues hat England dringend nötig. „Daily Telegraph" vom 30. März erklärte deutlich: „Woche für Woche neigt sich die Wagschale weiter gegen die Entente infolge des terlweifen Versagens des Schiffbaues."
TaS liberale Unterhausmitglied G. Lambert gab am 6. März unverblünrt zu: „Wenn wir nicht andere Wege einschlagen, werden wir die bittere Demütigung eines Friedens zu deutschen Bedingungen erleben."
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Kleine Kriegsnachrichten.
• Tie schwedische Regierung beginnt ihre Truppen von den Aalands Inseln zurückzuziehen.
" Tie Frau des rumänischen Exministers und Kriegshetzers Take Joneseu wurde in London durch einen Sturz vom Pferde getötet.
" In Livland wurde, wie der „Bund" meldet, der Schweizer Hans Kuh von Roten Gardisten ermordet.
" Pfarrer Ungnad-Himmelfahrt geht auf Veranlassung des Kriegsministeriums nach dem Innern Rußlands, um den deutschen Gefangenen seelsorgerische Dienste zu leisten.
" Generalmajor Andrew wurde zum Genera! stabSches der amerikanischen Streitkräste in Frankreich ernannt. ^ v
" Eine türkische Delegation ist zu den Verhandlungen mit den bolschewistischen Russen im Kaukasus und in Georgien abgereist.
Politische Rundschau.
:: Der Frieden mit Rumänien ist am MontaZ von den Beauftragten der beteiligten Regierungen unterzeichnet worden.
:: Tie Klage der „Frankfurter Zeitung" gegen Chamberlain. Der Bayreuther Schriftsteller Houston Stewart Chamberlain hatte in einem Artikel in der „Deutschen Zeitung" davon gesprochen, daß behauptet werde, die „Frankfurter Zeitung" sei in Feindesbesitz. Das Landgericht Frankfurt a. M. hat das Hauptversah- ren gegen Chamberlain eröffnet.
Dieser H. St. Chamberlain ist ein geborener Engländer, der eine Tochter des Komponisten Richard Wagner geheiratet hat, und der jetzt in Deutschland als Schriftsteller lebt.
Arrs aller Welt.
A Der HimmelfahrtStag ist von altersher ein Tag der Freude und des Frohseins. An ihn knüpfen sich mancherlei Gebräuche aus uralter Zeit, wo unsere Vorfahren noch im Heidentum lebten. Der Himmel- sahrtötag löste in manchen Gegenden das Frühlings- sest ab, das man dem Gott Donar feierte, nach dem wir den Donnerstag benannt haben. Im Schwarzwald windet man noch heute an manchen Ortet: Kränze aus Himmelsschlüsselchen und hängt sie über die HauS- tüxen als Schutz gegen Donnergesahr, ähnlich wie man in anderen Gegenden zu Johannis die Türen mit Jmmortellenkränzen schmückt. In Westfalen gehen hier und da die jungen Mädchen vor Sonnenaufgang vor's Dorf auf die Wiesen und waschen sich mit den Tauperlen Gesicht und Hände, um Sommersprossen und Warzen zu bannen. Ein Tag des Ausflugs und der Ausgelassenheit ist der Himmelsahrtstag fast überall. Man will der Stubenhockerei und der Grieß- grämigkeit des Winters den Abschied geben und sich der schönen Natur freuen und mit dem Schwellen der Knospen und dem Jauchzen der Blumen auch den eigenen Busen höher schlagen lassen.
Freilich jetzt während des Krieges wird solcher Frohsinn stark gedämpft. Wir haben zwar Heuer eine wunderschöne Frühlingszeit hinter uns. Der April war ein Wonnemonat in den meisten Gegenden unseres Vaterlandes, wie wir ihn seit lange nicht gekannt haben. Und das Wetter fruchtbar, daß alles zu erwarten ist, wenn der Fortgang dem Anfang gleicht. Es ist wundersam erquickend, ein Gang durch die Gärten und Felder, die Wiesen und Wälder. Die Alten unter uns werden noch einmal wieder jung, wenn sie die sortreißende stürmische Kraft des Lenzes, der alles in seinen zauberischen Bann zwingt, auf sich wirken lassen. Aber die Gedanken schweifen in die Ferne pnd weilen bei den Kämpfenden, auch bei denen, die der Kamps schon dahingerafft. Diese Gedanken legen sich aufs Gemüt wie ein Reis in der Frühlingsnacht.
Aber das darf uns nicht hindern, den Kopf hoch zu tragen. Unser Volk hat eine ungeheure Jugend- kraft bewiesen. Es ist im Aufstieg. Es ist so voller Glanz und Herrlichkeit, daß jeder in diesem Glanz sich sonnen muß. „Deutschland wird leben, auch wenn wir sterben müssen." U. L.
A Handc. mit Holzschuhen. Die Rerchsstette für Schuh ersorgung hat eine Bekanntmachung erlassen, die den Verk^-f mit allen Holzschuhen und Hoizsandalen regett. Danach dürfen von jetzt an nur noch solche Holzschuh und Holzjändalen vom Hersteller vertrieben werden derer' M u st e r zuvor von der Reichsstelle für Schutz: ersorgung genehmigt sind; der Verkauf darf nur stat.sinder zu Preisen, die von der Reichsstelle für Schuhrersorgung festgesetzt sind und die den Schuhen oder Stre'e,. aüsgestempelt werden müssen. Für Holz- schuhzeug mit dessen Herstellung bereits begonnen war, muß bis spätestens 12. Mai um Genehmigung nachgesucht werden.
' Trci Brotkartensabrikcn aus einmal wurden in Berlin ausgehoöen, durchweg ganz primitive Einrichtungen — Daneben wurden zwei Kerle en larot, die zur Brotkarten-Criangung nicht weniger als 45 Familien „ar Hannover" n/.t gefälschten Papieren in Berliner Vororte;; anmeldeten uvi für die denn die Brot- usw. Karten abhoben.
** Wunderbare Tuberkel-Filets. In Wiesbaden soll nran, wie in Reisendenkreisen erzählt wird, besonders gut und ohne Marken essen können. Diese „Bevorzugung" der reichen Rentiers- und Badestadr scheint aber einen unangenehmen Haken zu haben. In einem dortigen Restaurant wurde ein halbes Rind beschlagnahmt, das vollständig mit Tuberkeln durch- steaks und Lendenbraten und anderen schönen „Tu- setzt war. Die andere Hälfte war bereits zu Beef- berkel"-SPeisen verarbeitet und den — werten Gästen serviert worden. Das Rind war im Schleichhandel erworben. — In Haspe wurde der Körper eines an einer Krankheit verendeten Pferdes gestohlen. Ern Metzger hatte es getan, um den Kadaver in Hagen zu venvursten und wahrscheinlich als „Auslandsware" zu hohen Preisen zu verkaufen. — In Berlin wird in ärztlichen Kreisen von gelegentlichem Auftreten der -- Hunderäude beim Menschen erzählt; natürlich eine Folge der Ehrlichkeit gewisser Wurstsabri- kanten.
Volkswirtschaftliches.
4 Berlin, 6. Mat. Nach den fortgesetzten teilweise scharfen Kurssteigerungen auf den meisten Spekulationsgebieten wirkten heute anfangs geäußerte Bedenken in die innere Berechtigung dieses Tempos der Be- lvegung ernüchternd auf den Markt. Eine ins Gewicht fallende Rückwärtsbewegung trat jedoch nicht in die Erscheinung. Merklich niedriger verkehrten hauptsächlich Schiffahrtsaktien, wie Hamburg-Südamerika Hapagaktien.
4 Berlin, 6. Mai. (Warenhandel. Nichtamtlich.) Saatweizen, Roggen bis 20,00, Saatgerste bis 22,50, Saaterbsen 37,50—42,50, Saatbohnen 42,50—47,50, Äckerbohnen, Peluschken 32,50—37,50, Saatlupinen i 44,00, Rotklee 250—275, Heidekraut bis 3,80, Schweden - klee 210—228, Weißklee 160—176, Inkarnatklee 118 bis 132, Gelbklee 06-106, Timoty 96-106, RaygraS 108—120, Knaulgras 108—120, für 50 Kilo ab Sta- i tion. Flegelstroh 4,75—5,25, Preßstroh 4,75, Maschinen- > ftroh 4,00—4,25.


