Mitten oberhefstschen Gemeindetag veranstaltete die hessische Landesvereinigunq des „Deutschen Evangelischen Gemeindetags" Montag, den 8. April, nachmittags 2 1 / a Uhr, in der, Burgktrche zu Friedberg. Gegenstand der Verbandlungen war die Frage : „Wie gewinnen wir die Mä n n e r für das kirchliche Gemeinde leben a) in der Stadt, b) auf dem Lande?" Elftere Frage hat Pfarrer Pa bst-Worms, letztere Pfarrer Mahr-Gießen behandelt. Da zu diesem Gemeindetage aste Kirchenvorstände Oberhessens eingeladen werden, deren Vertreter hier ihre E iahrungen und Vorschläge austauschten. waren es für unsere hessische Kirche bedeutungsvolle Verhandlungen. Auch dieFragen der Neuorientierung des kirchlichen Gemeinde- lcbens wurden besprochen, da das kirchliche Leben, wenn die Männer dafür gewonnen werden sollen, so gestaltet werden muß, daß es auch den Bedürfnissen der Männer entspricht, deren Frömmigkeit, sobald sie erweckt ist, noch mehr, als dies bei den Frauen der Fall ist, auf praktische Betätigung und aktive Mitarbeit gerichtet ist. Wer es irgend ermöglichen konnte nahm auch an dem um 8 Uhr staltsinden- den Gemeindeabend teil. an dem außer mehreren Ansprachen auch ein Vortrag des Direktors unsres Predigerseminars Geh. Kirchenrat 0. Schoell dargeboten wurde über „Die Bedeutung der Kirche für die innere Einigung unsres Volks".
* Gießen, 5 April. Der außerordentliche Professor Dr. Christian Rauch, zurzeit im Felde, erhielt die Rote-Krcuzmcdaille 2 Klasse und das Win lu-mb.rgische Charlottenkceuz. Fer.i«r nerl eh ihm der Kaiser sein Bildnis mit eigenhändigem Namensznge und Datum.
* Groß-Gerau E n gutes Gefräst mochte d e Konservenfabrik „Helvetia" ron hier im Jahre 1917 Bet einem Aktienkapital von insgesamt fünf M.llioncn Mark wu de ein Reingewinn von 974 682 Mark, also nahezu 20 Piozent, erziehlt. Der im Jahre 19lt> erzielte Reingewinn betrug 521448 Mark. Für das Jahr 1917 sollen 14 Proz Dividende ausgeschüttct werden. Die Reserven sind bereits auf 1 060000 Mark angewachsen. Daß die Fabrik, die das größte derartige Unternehmen in Hessen darstellt, noch über riesige Vorräte verfügt, ist daraus zu erlehen, daß noch fertige und halbseitige Fabrikate im Gesamtwert von 6 130000 Mark vorhanden sind.
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Frankfurt (Main), den 28. März 1918.
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Ein humoristischer Familienschatz in Wort und Bild von unvergänglichem Werte. Allen Deutschen ist von Jugend auf ein Inventar, stück des deutschen Hauses wohlbekannt, es ist die liebe traute Kommode. Zu einem solchen Inventarstück jeder deutschen Familie möge diese »Fidele' Kommode« werden. In zahllosen Schiebladen und Fächern finden sich Schätze des deutschen Humors vereinigt, wie sie in solcher Fülle und Mannigfaltigkeit bisher noch nicht zusammengetragen wurden. Alle Jahrhunderte: deutscher Humordichtung, haben zu diesem goldenen Humorschatz ihr Bestes beigetragen. So sind unter vielen anderen mit Beiträgen vertreten: Busch, Irojan, Seidel, Liliencron, Rideamus, Presber, Ettlinger, Hochstetter, Moszkowski, Stettenheino, Gumppenberg Bormann, Ernst, Thoma, Bierbaum, Falke, Fulda, Blumenthal, Dehmel, A. de Nora, Wolff. Den Dichtern des Humors gesellten sich die bedeutendsten Zeichenkünstler bei die den heiteren Inhalt mit lustigen Bildern begleiten. Unter den Humoristen des Stiftes sind vertreten: Grüner, Praetorius, Scheu rieh, Krotowski, Hayduck, Haase Schraidhammer, Wilke usw. So ist dieses Buch in Wahrheit eine »Fidele Kommode«, die in keinem deutschen Hause, wo Sinn für Humor, Scherz, und Witz lebendig ist, fehlen sollte. Wer sich in dieser ernsten Zeit durch ein gesundes Lachen erholen will, der greife ip die »Fidele Kommode«, die nicht nur als erheiternde Lektüre frohe Stunde bereitet, sondern auch als Vortragsmaterial unvergängliche Bedeutung hat.
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