Der Hafen vsn Neapel bsmbarOlerr.
Berlin, 12. März. Mmirnluststreitkräfte haben in der Nacht vom 10. zum 11. Mär; Hafen an lag cn und militärische Einrichtungen vo t Neapel sowie die Eisenwerke Bagnoli ausgiebig und wirkungsvoll mit Bomben belegt.
Der Chef deS Admiralstabes der Marine
Der Trledensoerirag mit Rußland.
(Fortsetzung.)
Der nunmehr der Öffentlichkeit übergebene Text deS mit Rußland geschloffenen Fried^nsvertrages enthält nur wenig, was nicht schon auS dem deutschen Ultimatum bekannt gewesen wäre.
ES ist ein saurer Apfel, in den Rußland beißen mußte. Wenn die Petersburger Abordnungen bei den ersten Verhandlungen in Brest zugegnffen hätten, so würden sie viel mehr erreicht haben, als ihnen jetzt zugcfallen ist. Sie haben in ihrer „weltrcvolutionäcen" Verblendung den rechten Augenblick verpaßt. Nach der Verschmähung des angeborenen Verständtgungsfriedens ging es Stufe für Stufe abwärts mit ihrer Machtstellung, sowohl nach außen wie nach innen, und so mußten sie schließlich sich zu einem Frieden bequemen, der für fie ein Verzichtfrieden ist.
Sie haben verzichten müssen auf jede Einmischung im Westen der neuen Grenzlinie, d. h. auf die Zukunft von Polen. Litauen und Kurland. Si? haben ferner verzichten müssen auf die Ukraine und Fin- land, ebenso müssen die Aalandsinseln geräumt werden und Esthland und Livland müssen sie bis auf weiteres den deutschen Polizeitruppen und den werdenden Landesregierungen überlassen. So ist das großrussische Fenster nach Westen hin schmäler geworden. ES entspricht den früheren Erklärungen der deutschen Regierung, wenn betont wird, daß für die Regelung der Verhältnisse auf den Aalandsinseln ein Ab. kommen zwischen Deutschland, Ftnland, Rußland und Schweden zu treffen sei. Als die „anderen Anlieger staaten der Ostsee", die auf Wunsch Deutschlands hin zuziehen wären, könnten nur die jetzt selbständig ge machten baltischen Länder gelten.
Zur Beruhigung Finlands erhalten wir die volle Handlungsfreiheit, auch angesichts der Möglich kett, daß die roten Banden dem versprochenen Rüclbe. rufungsbefehl aus Petecburg keine Folge leisten sollten. Unser Fciedensverhältnis und die künftigen Handelsbe Ziehungen mit der Ukraine sind gegen weitere Stö rungen durch großrussische Ruhestörer geschützt. Und auf den südlichen Teil der Ostfront wirkt der Friedensschluß im Norden sichtlich günstig ein, da die R u m ä n e n nunmehr ihre volle Einschließung fühlen und daraus die Notwendigkeit der Unterwerfung erkannt haben.
Nebenbei ist es sehr erfreulich, daß wir unseren Bundesgenossen wesentliche Vorteile bereits haben verschaffen können.
Den Türken die o sta n a t o l i sch c n Bezirke, die Rußland letzt räumen muß. Darüber hinaus müssen auch die Bezirke Erdehan, Kars und Datum von den ruffischen Truppen geräumt werden und es bleibt
®Ä fcru 2P überlassen, die staatsrechtliche und völkerrechtliche Neuordnung nach eigenem Ermessen, namentlich aber im Einvernehmen mit der Türkei, durchzufuhren. Diese Bezirke haben bis 1878 zur Türkei gehört und sind überwiegend von Mohammedanern bewohnt. Sie mußten damals an Rußland abgetreten werden, weil die Türkei nicht in der Lage war, die ihr auferlegten hohen Kriegskosten zn begleichen. Jetzt sollen nun diese Randgebiete auf Grund des Selbstbestimmungsrechtes von Rußland wieder losgetrennt und
°«heimgestellt werden, ob fie Anschluß an die Türkei suchen wollen. Auch die politische und Wirtschaft- uche Unabhängigkeit und die territoriale Unversehrtheit ?^»n'n..»^Ä,.?kabauistanS wird im Friedens- vertrag ausdrücklich ausgesprochen. Rußland verpflichtet ß^^°^nso wie die Türkei, ihre Truppen aus diesen ^"Ländern zuruckzuzichen. Den Bulgaren wurde Lurch den Beitrag zunächst die Verkchrsfceiheit im 5^ere verschafft, an die sich bald die An gliedecung der Tobrudscha anschließen wird.
Als im August 1914 der Zweifrontenkrieg auS. bra». versuchten wir zunächst die Lösung der Aufgabe in i. r Wnsc, d ß Frank.eich schnell niedergerunaen und daun mit voller Wucht gegen den rujsischen Massen- feind vorgegangen werde. Aber Rußland war durch seine heimtückische Mobilmachung zu früh fertig oewor. den- wir mußten auf den taktisch gcsicherten Sieg an der Marne vorläufig verzichten, um zunächst die ruffische Dampfwalze von Ostpreußen und Schlffien abzu- halten. So rückte der Schwei Punkt des Krieges vom Westen wieder nach Osten. Das Pendel hat dann noch mehrfach hin und hergeschwankt. Nun endlich scheint es zur Ruhe zu kommen. Die Strategie kann nach' dreienhalb Jahren zu ihrem Ausgangspunkt zucückkehrcn: die ganze Kraft auf den Westen werfen.
Wir Heimgeblitbencn sagen uns: Wenn die westlichen Feinde bisher nicht siegen konnten, abschon wir nur eine Hand gegen sie frei hatten, wie wollen ste dann noch widerstehen, wenn wir sie mit beiden Händen packen?
vrr Triedenrvertrag mir Rumänien.
Dem om 5. März im Schloß Bustea bei Bukarest abgeschlossene Frtedensvertcag mlt Rumänien liegt folgende Vereinbarung zu Grundes
l Rumänien tritt an die verbündeten Mächte die Dobrudscha bis zur Donau ab.
2 . Die Mächte des Vielbundes werden für die Erhol tung desHandclswegs für Rumänien über Konstanza nach dem Schwarzen Meer Sorge tragen.
3. Die von Oesterreich-Ungarn geforderten Grenz berichttgungen an der österxetchisch-ungari
Seite " ® c e " * e * mbcn rumänischer
grundsätzlich angenommen.
, 4 - ^aifo werden der Lage entsprechende Maß. standen* CU ^^chaftlichem «rbiete grundsätzlich zuge.
f rumänische Regierung verpflichtet sich, so-
lort mindestens 8 D ivrNonen der rumänischen Armee M demobilisieren. Die Leitung der Demobilmachuna aruvv^M^m durch das Oberkommando der Heeres^ g-upp^ Mackensen und die rumänische Oberste Heeres.
moniert Stollen Rußland und Ru-
übriaen w'ederhergestellt ist, werden auch die
fi!n^sow^e! fl rulnanischenArme, zu demobiltfieren sein, wwerr ste nicht zum Sicherheitsdienst an h*r russisch- rumänischen Grenze benötigt werden.
0', Die rumänischen Truppen haben sofort das van archi- ?£r £t beC üsterreichifch-ungachchen Mon-
~ rumänische Regierung perpflichtet sich den
Tj^nsport von Truppen der Verbündeten Mächte durch die Mol da u und B e s s a r a b i e n nach Odessa eisen uhu technig mit allen Kräften zu unterstützen
schen^Dikn^n"^?'?^ die noch in rumäni-
All SÄs. «-d f ,L'
s 0 Dieser Vertrag tritt sofort in Krast. ^u Urkund Anhaben die Bevollmächtigten diesen Vertrag überzeichnet und Mlt ihrem Siegel versehen.
^usglferttgt in^fünffacher Urschrift in Bustea am (Es folgten die Unterschriften.)
Das Vorlesungs-Verzeichnis für das Sommer-Halbjahr 1918 ist erschienen und durck das Sekretariat, Llaudmsftr. 1, zu beziehen. (Preis 0,25 Mk.) ^ ^as
Die Vorlesungen und Uebungen beginnen am 15. April.
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v^^^>^"?vEowPfe gegenüber den noch verblei, f/v^^einden Betrachtet man die Kampflinie von der konn t e ^ste bis zum Po als eine Einheit, so tnn?pIflT n: (,® aS große Ringen, das als Zwei, m-k.k . und zeitweilich sogar zu einem
entwickelte, ist jetzt zum Ein. fronten krieg geworden. Eine ungeheure Errungen- Last zu unseren Gunsten. Denn die ganze Einkceilunas- kunst der Feinde sowohl politische des Königs Eduard ° -^'"tärische seiner Testomknlsvollstcecker, ist da- mit zu schänden geworden. 1
. mußten wir bisher unsere Kräfte zcrsvit
tern. -Deich eine Umsicht und Arbeit erforderte cs durch die langen ^ahre hindurch, die Truppen u. ihren Kriegsbedarf jedesmal nach den wechselnden Gefahren und Zie-
^ der anderen zu werfen?
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