Ausgabe 
6.3.1918
 
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(Neueste Nachrichten)

eikung

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vierteljährlich 1^0 Mk., voraußzahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig­ausgabestellen vierteljährlich 1,50 Mk. Erscheint Mittwochs und SamStagö. Redaktionsschluß früh 8 Uhr. Für Aufbewahrung oder Rücksen­dung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.

Verlag derGietzener Zeitung", Gießen.

Expedition: Südanlage 21

Mzeigenpreis 20 pfg.

die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung deS Zahlungv- zieles (30 Taaej, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.

Druck der Gictzencr Verlagsdruckerei, Aldi« Klein.

Sir. IS.

Telephon Nr. 362.

Mittwoch, dm 6. März 1918.

Telephon Nr. 362.

31. Jahrg.

Berlin. 3. März gv. S. amtl.) Der Frieden mit Rutzland ist heute 5 Uhr nachmittags unterzeichnet worden.

flitillic&e aruMe Cagesbericim.

23000 rönnen versenkt.

Berlin, 1. März. U-Booterfolge auf dem nörd- lichen Kriegsschauplätze: 23600 Bruttoregistertonnen. Die Erfolge wurden hauptsächlich in der Irischen See und im Aermelkanal erzielt. Unter den versenkten Schiffen waren wertvolle Dampfer von 8000 und 4000 Bruttoregistertonnen. Ein tiefgeladcner, 3500 Tonnen großer Dampfer wurde im Aermelkanal aus einem stark gesicherten großen Geleitzuge herausgeschossen.

Der Chef des Admiralstaües der Marine.

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wtb. Großes Hauptquartier, 2. März. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Nur in wenigen Abschnitten lebte am Abend die Gcfechtstätigkeit auf. Eigene Erkundungen bei Holle­beeke und südlich von St. Quentin brachten Gefangene ein.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

An vielen Stellen der Front führten wir erfolg­reiche Unternehmungen durch. Oestltcb von Reims drangen hessische Truppen in das zerstörte Fort Pom- Polle. Rheinländer und Westfalen stießen nordwestlich von Peosncs tief in die feindlichen Stellungen vor, die aus den Februarkämpfen südöstlich von Tahure noch in Feindeshand gebliebenen Grabenstücke wurden von badischen und thüringischen Truppen im Angriff gesäu­bert. Auf dem Westufer der Maas stürmten rheinische Kompagnien die feindlichen Gräben südlich von Hau­court. Nach Durchführung ihrer Erkundungen kehr­ten unsere Truppen mit mehr als 400 Gefangenen und zahlreichen erbeuteten Maschinengewehren in ihre Aus­gangsstellungen zurück. Die südöstlich von Tahure ge­nommenen Gräben wurden gehalten und gegen fran­zösische Gegenangriffe behauptet.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Zwischen Maas und Mosel stieß Infanterie mit Pionieren in die feindlichen Gräben nordöstlich von Setchepcey vor. Die amerikanische Besatzung erlitt schwere Verluste und büßte 12 Gefangene ein.

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Hauptmann Ritter von Tutfcheck errang durch Ab­schuß cincs feindlichen Fesselballons seinen 25. Luftsieg.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Eichhorn.

In Esthland und Livland nehmen die Operationen ihren Verlauf.

Heeresgruppe Linsingen.

Bei der Verfolgung des bei Rjetschiza geschlagenen Feindes haben wir Gomel genommen. Kiew, die Haupt­stadt der Ukraine, wurde durch Ukrainer und sächsische Truppen befreit. Bon den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorsf.

Der Flieden mit Rußland unterzeichnet.

Rnmänism zu«? Frieden bereit.

Im Osten 6815 Offiziere rmd 57 566 Mann gefangen; 2626 Geschütze und über 5666 Maschinengewehre erbsntet.

erlin, 2. März, abends Plätzen nichts Neues.

Von den Kciegsschau-

25000 connen versenkt.

Berlin, 2. März. Eines unsrer Unterseeboote, Kommandant Oberleutnant z. See Launburg, hat im westlichen Mittelmeer 6 Dampfer und einen Segler von zusammen mindestens 23000 Br.-Reg.-To. versenkt. Die Dampfer wurden zum größten Teil aus stark ge­sicherten Geleitzügen herausgeschoffen.

Der Chef des Admicalstabes der Marine.

»

wtb. Großes Hauptquartier, 3. März. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Südwestlich von Lombardsisde nahmen wir eine Anzahl Belgier gefangen. Lrandenburgische Sturm­trupps brachen von einem Vorstoß bei Neuve Chapelle 66 Portugiesen, darunter 3 Offiziere, gefangen zurück.

Heeresgruppen Deutscher Kronprinz.

Französische Kompagnien griffen am Abend nach mehrMndiger Feuervorbereitung unsere Stellungen bei Corbeny an: sie wurden im Gegenstoß zurückgewocfcn. In der Champagne lebte die Gefechtstätigkeit in de» Kampfabschnitten vom 1. 3. zeitweilig auf.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des GeneralfeIdmarschaliS Prinz Leopold von Bayern.

Die nach Ablauf des WaffenstillstandSvertcageS cingeleiteten Operationen haben zu großen Erfolgen geführt. Die Truppen des Generalobersten Grafen Kirchbach haben Livland und Esthland zur Unterstützung der bedrängten Bewohner im Siegeszuge durcheilt, begleitet durch Teile der Uber den zugefrorenen Moonsund vorgehenden Besatzung der baltischen Inseln und durch esthnische Regimenter. Reval und Dorpat wurden genommen. Unsere Truppen stehen vor Narwa. Die Armeen des Generalobersten von Kirchbach und des Gcncralfeldmarschalls von Eichhorn haben in un­aufhaltsamem Vordringen über Dünaburg und Minsk nach hartem Kampf Pleskau sowie Polozk und Borissow genommen. In Bobruisk wurde Vcretnigung mit pol- Nischen Divisionen erzielt. Teile der Heeresgruppe Linfingen haben! in Uebereinstimmung mit der ukraini­schen Regierung den Eisenbahnweg von Luniniek über Rietschiza am Dnepr bis Gome! nach mehrfachem Kampf geöffnet. Andere Divisionen unter Führung des Gene­rals von Knöczer haben, feindlichen Widerstand brechend, die auf Kiew führenden Bahnen und Bahnlinie Kiew Shmerinka vom Feinde gesäubert. Am 1. 3. wurde Kiew im Verein mit Ukrainern genommen; deutsche und österreichisch-ungarische Truppen sind in Shmerinka eingerückt.

Die dem Feinde abgenommene Beute ist auch nicht annähernd zahlenmäßig festzustellen. Soweit Meldungen vorliegen, sind in unserem Besitze an Ge- fnngenen: 6800 Offiziere und 57000 Mann; an Beute: 2400 Geschütze, über 5000 Maschinengewehre, viele tau­send Fahrzeuge, darunter über 500 Kraftwagen und 11 Panzerautos, über 2 Millionen Schuß Artillerie- munition und 128000 Gewehre, 800 Lokomotiven und 8000 Eisenbahnwagen. Hierzu kommt die Beute von Reval mit 15 Offizieren, 500 Mann, 220 Geschützen, 22 Flugzeugen und viel rollendem Material. _

Heeresgruppe Mackensen.

Der Waffenstillstand mit Rumänien ist gestern ge- kündigt worden. Darauf hat sich die rumänische Regie­rung bereit erklärt, in neue Verhandlungen über einen wetteren Waffenstillstand auf Grund der von den Mittel­mächten gestellten Bedingungen einzutreten. An diese Waffenstillstandsverhandlungen sollen sich Fciedensver- handlungen anschlteßen. Bon den anderen Kriegs- schauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorsf.

. * .

Berlin, 3 März, abends. Infolge der Unterzeich, nung des Fciedensvertrages mit Rußland sind dte militärischen Bewegungen in Groß-Rußland eingestellt.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

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22000 Conncn.

Berlin, 3. März. Der unermüdlichen Tätigkeit unserer U-Boot- fielen im Aermelkanal und an der Ost­küste Englands wiederum 22000 Br.-N.-T. HandelS- schiffsraum zum Opfer. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der englische DampferHuntsmorc" von rund 5000 Br.-R.-T. und ein beladener englischer Damp­fer von über 6000 Br.-R.-T. 2 Tankdampfer von 5000 und 3000 Br.-R.-T. und 1 englischer bewaffneter Fracht- Kämpfer wurden mit Ladung aus starken feindlichen Sicherungen herausgeschoffen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

wtb.

Großes Hauptquartier, 4. März. 1918. Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppen Kronprinz Rupprecht und Deutscher Kronprinz.

Eine eigene Sturmabteilung drang an der User in die feindlichen Linien und nahm eine Anzahl Belgier gefangen. Starkem Feuer folgten an mehreren «tellcn der flandrischen Front englische Vorstöße^ Sit wurden abgewiesen. Im übrigen blieb die Gefechtstät gkeit auf Artillerie- und Minenwerfelkämpfe in einzelnen Ab­schnitten beschränkt.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf den östlichen Maashöhen waren französische Artillerie und Mincnwerfer zeitweilig lebhaft. Bei kleineren Unternehmungen nördlich vom RheinMarne- Kanal, Westlich von Blamont und südlich von Mctzeral wurden 27 Gefangene eingebracht.

Oestlicher Kriegsschauplatz!:

Infolge Unterzeichnung des Friedcnsvertragcs mit Rußland wurden gestern die militärischen Bewegungen in Großrußland eingestellt.

.m:

Bon den anderen Kriegsschauplätzen nicht» Neues.

Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorsf.

Berlin. 4. März, abends Bon den Kriegsschau­plätzen nichts Neues. Dte Rumänen haben unsere Waffenstillstandsbedingunge n angenommen.

(Fortsetzung auf der 4. Seite.)

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