Ausgabe 
6.2.1918
 
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wtb. Großes Hauptquartier, 4. Febr. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

An vielen Stellen der Front Axtillerietätigkeit, die sich namentlich in Flandern zwischen dem Houthoulster Walde und der Lys sowie beiderseits der Scarpe gegen Abend steigerte. Westlich von Bellicourt scheiterte ein starker Erkundungsvorstoß der Engländer. An der Aillette nördlich von Braye drangen die Franzosen vorübergehend in unsre Postenstellung ein. Eigene Infanterie und Pioniere holten nordwestlich von Be- zonvaux 19 Gefangene aus den französischen Gräben, i In Luftkämpfen und von der Erde aus wurden in den beiden letzten Tag n 18 feindliche Flugzeuge und 2 Fesselballons zum Absturz gebracht.

Italien ische Front:

Zwischen Etsch und Piave vielfach Artill.eriekampf.

lung wurde fcstgcstellt, daß die hiesige Küchenleitung wirklich alles getan hatte, um behördlicherseits beliefert zu werden. Der Staat tat es nicht, bk städtischen Be. Hörden konnten es nicht. Auch sonst wurde die Der. waltung überall obgt-wiesen, wo sie hilfesuchend an- klopfte. Die 23 000 Esser aber konnte man nicht mit Höchstpreisen satt machen, diese verlangten volle Teller. So wurden der wirkliche Angeklagte nicht die Frankfurter Kriegsküchenverwaltung, sondern dieOcgani- jatoren der Lebensmittelversorgung. Die Straf­kammer sprach laut demGen.- Anz." den Angeklagten frei, trotzoemdec Staatsanwalt eineGeldstrafe Von1800 Mk. be­antragt hatte, evtl. Einziehung der Beträge, die über den Höchstpreis gezahlt worden waren. Die Richter umgingen die Frage, wen das Verschulden trifft, da- durch, daß sie einfach erklärten, der Angeklagte konnte am nächsten Tage noch nicht wissen, was der Landrat am Tage vorher bestimmt hatte.

Ziehung 5. März.

Wormser-Dombau-

Geld-Lolterie

100 OCO Lose 3667 Gew. Mk.

100000

I 50000

I 10000

bar ohne Abzug zahlbar.

Lose 8 3.- M. P 35 lo p f g; v r ; s ! e

sendet auch unt. Nachnahme

1. DiokelmanD, Worms.

Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorff.

»

Berlin, 4. Febr , abends. Von den Kriegsschau­plätzen nichts Neues.

»

vier Dampfer und vier Segler.

Berlin, 4. Febr. Der feindliche Transportver­kehr »ach dem Orient und Italien wurde durch unsere U-Boote im mittleren und besonders im östlichen Teil des Mittelmeeres durch die Vernichtung von 4 Damp­fern und 4 Seglern wieder erheblich geschädigt.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

G

Wtb Großes Hauptquartier, 5. Febr. 1918.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Von der Küste bis zur Lys Artilleriekampf, der sich am Abend an der Bahn BüfingheStaden bei Ab- wehr eines englischen Vorstoßes, sowie zwischen Pas- schendaele und Bccelacre beträchtlich steigerte. Auch süd« sich von der Lys, am La Basseekanal und an der Scar­pe lebte die Feuertätigkeit zeitweilig auf. Bet erfolg­reichen Erkundungen südlich von Armentiercs und bei Graincourt wurden einige Engländer gefangen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Badische Stoßtrupps drangen südlich von Beaumont in die französischen Stellungen, fügten demMegner schwere Verluste zu und kehrten mit 33 Gefangenen und mehreren Maschinengewehren in ihre Linien zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Auf den Maashöhen, nördlich und südlich von St. Mihiel lebte die Gefechtstätigkeit am Nachmittage auf. Von den anderen Kriegsschauplätzen nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeistec: Ludendorss.

*

Berlin, 5. Febr., abends. Von den Kriegsschau­plätzen nichts Neues.

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20000 Conrten.

Berlin, 5. Febr. Eines unserer Unterseeboote, Kommondar.t Kapitänleutnant Wenntngec, hat im west­lichen Teile des Aermelkanals 3 Dampfer, 2 Segler und 4 englische Fischerfahrzeuge mit rund 20 000 Br.- Reg.-To. versenkt. Diefin beträchtlichem Maße vorhandene feindliche Gegenwirkung überwand das Boot durch ge schickt angesetzte und kühn durchgeführte Angriffe.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

* Mainz Ein nützliches Stück Arbeit wird gegen­wärtig von den Schülern der Unterprima des Alten Gymnasiums in Form von Hilfsdienstarbeit im Walde zwischen Budenheim und der Station Uhlerborn geleistet. Ein Unternehmer hat dort 80 Morgen fiskalischen Wald auf eine lange Reihe von Jahren gepachtet, um ihn abzuholzen und in Ackerland umzuwandeln. Da es ihm an Arbeitskräften fehlte, wurden sämtliche Schüler der Unterprima auf Anordnung des Generalkommandos auf Grund des Hilfsdienstgesttzes mit der Hilfeleistung bei diesen Arbeiten beauftragt. An jedem Morgen fahren die jungen Leute unter Führung eines Lehrers an die Stelle, um bis zum Abend tüchtig mitzuhelfen. Während sechs Männer die Waldbäume fällen, sägen die Unterprimaner die Stämme zusammen, schichten das Holz zu Haufen und binden die Wellen. Die Ar­beiten sind um so dankenswerter, als dadurch noch für dieses Jahr 80 Morgen Land für die Volksernährung neu gewonnen werden.

* Fingen. Auf der Fahrt von Sponsheim nach Ockenheim wurde der Kohlenhändler. Bungert von mehreren Personen überfallen und seines ganzen Fuhrwerk samt dem Ochsen beraubt und dann schwer mißhandelt. Unter den Räubern befand sich auch ein Soldat. Sofortige Nachforschungen nach dem Wagen und dem Tiere blieben ohne Erfolg.

* KindenfeUs i. G. Sanitätsrat Dr. Weiß- mann, der seit kurzem als Kreisarzt in Litauen tätig war und hier seine ganze >.raft der Bekämpfung des Flecktyphus widmete, ist dieser Seuche selbst in einem Kriegslazarett erlegen.

K ad ische Krieger-Katterte. Die Ziehung wurde auf 8. März verschoben, wo solche garantiert stattfindet. Die für Hessen genehmigten 15000 Lose sind aber ous- verkauft und machen wir unsere Leser darauf aufmerk­sam, daß die Ziehung der Wormser Dombau- Lottecie unwiderruflich am 5. März stattfindet.

Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.

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9 ?in C rr m 5 dieser zugespitzten Lage kaufte

Ang klagte ln Bonn zwei Waggon Wirsing und S

ff»»*'v,® «rafrankfurter Höchstpreis betrug damals v « mt C ,n J® onn kostete dagegen nur 37

das Pfund. Am Tage vorher hatte der dortige L

Sr» r Cn Höchstpreise festgesetzt, die 27

^ brm Kauf hatte Frani tatsächlich den Höchstpreis überschritten. Dieser Vorc teer. Gegenstand der Anklage. Während der Verh

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