Mi Siadi öRü £aad.
* Meihnachtsüberraschttug für die Hingenrr
Feldgrauen. Eine schöne WeihuachtZgabe wurde allen im Felde stehcnden Bingcner Soldaten dadurch juteir, daß bie bortipen Weingutsbesitzec und Wunhänd- lec insgesamt 13015 Flaschen Wein für sie stifvten. Ein jeder Soldat erhielt so ungefähr 15 flaschen Wem zum Christgkschenk.
* Gebäude höher versichern! Jeder Gebäude eigentümec sollte jetzt ernstlich die Frage prüfen, ob sein Besitztum ausreichend gegen Brandschaden versichert ist. Die Baupreise sind gegen früher gewaltig gestiegen. Wer jetzt von einem Brande betroffen wird, verliert einen Teil seines Vermögens, wenn er nicht für angemessene Versicherung gesorgt hat. Die Versicherungsanstalten können, das ist allgemein Regel, nicht mehr Vergütung zahlen, als versichert war. Zu den vor dem Kriege bestandenen, den Verficherungsobschlüsstn zugrunde liegenden Preisen aber kann jetzt nicht wieder aufgebaut werden. Wenn der Schaden erst eingetreten ist, läßt ec sich nicht mehr ändern. Vorsorge ist alsbald am Platze. Prüfe jeder ungesäumt seine Versicherungspapiere und vergesse niemand, den Antrag auf Mehrver- sicherung zu stellen.
* Die ueue Uerkrhrskeschraukung. Die Eisen, bahndirektion gibt bekannt: Anläßlich des Ausfalls weiterer Züge an Sonn- und Feicrtagen sind zur Sicher- stellung einer geregelten Abwicklung des Verkehrs für die verbleibenden Züge auf bestimmten Strecken weitere Beschränkungen erforderlich. Mit Wirkung vom 13. Januar 1918 ob kann an Sonn- und Festtagen zu allen Schnell' und Personenzügen die Reise nur an- getreten werden mit Fahrkarten, die am Sonn- bezw. Festtage selbst gelöst sind. Zu den vor 6 Uhr vormittags abfahrenden Zügen kann die Fahrkarte am vorhergehenden Tag von 8 Uhr abends ab gelöst werden. Die Fahrkarten werden durch Aufschrift der Zugnummer als für den Zug, zu dem sie gelöst sind, besonders gekennzeichnet. Doppelkarten und Fahrkarten für die Rückfahrt werden nicht ausgegeben. ^Außerdem können Fahrkarten nur in begrenzter Anzahl insoweit ausgegeben werden, als bei den einzelnen Zügen Plätze zur Verfügung stehen. Der Arbeiter-, Monatskarten- und Militäcver- kehc sind von dieser Beschränkung ausgenommen.
* Gießen. Bei einem Einbruch in ein Geschäft am Seltersweg erbeuteten Diebe Waren im Werte von 6000 Mark. Als Tätcr ermittelte die Polizei drei Frankfurter Einbrecher, denen das Liebsgut wieder abgenommen wurde. Einer der Einbrecher entpuppe sich als Fahnenflüchtiger, der hier als Feldwebel mit dem Eisernen Kreuz erster Klasse herumstolzterte.
Metzlar Frau H. Stein von hier gibt folgendes „Heiratsgesuch" öffentlich im „Main- Niddaboten" bekannt: „Ich bin 5 Jahr mit meinem Mann Heinrich Stein verheiratet, lebe in glücklicher Ehe und lasse mir von der Elisabeth Köhler, Rödelheimer Landstraße 145 <Frankfurt a. M.) mein Glück nicht zerstören. Da sie andauernd meinen Mann belästigt, ihn zwingen will, sich von mir scheiden zu lassen, um sie zu heiraten, bitte ich einen heiratslustigen Herrn sich zu melden anstelle meines Mannes, damit die endlich unter die Haube kommt. Frau H. Stein, Wetzlar, und 4 Kinder."
** Darmstadl Die Großherzogin hat kürzlich bei der Rentenanstalt und Lebensversicherungsbank in Darm- stodt die Versicherung einiger Kinder, deren Väter im Kriege gefallen sind, abgeschlossen. Diese Versicherung — sogenannte Kriegspatenschaft — schließt ein Kapital von je 500 Mark in sich, das am 25. November 1931 fällig wird. Die Kinder gehören dem ersten und zweiten Lebensjahre an und verteilen sich gleichmäßig ^ Kreise des Großherzogtums, sodaß ingesamt 18 Kinder in Frage kommen.
Kasiel. Auf Anregung der Stadt gründeten Kasseler Großsirmen mit zunächst 475 000 Mark eine Gesellschaft ä u * Abschaffung von Wohnungen für Arbeiter und Angestellte nach dem Kriege.
, . P ^ as ^esige Kriegswirtschafts-Amt hat ein-
Weisungen an die Kriegswirtschafts-Stellen ergehen lassen, damit die Orgarnisation derHilfeälterer Schüler der hiesigen Schulen für landw irtschaftl. Arbeiten rm nächsten Jahre noch im Winter in Angriff genommen wird.
Kedra. Bet der hiesigen Güterabfertigungss wurde am Samstag unter großem Andrang ein her loses Faß Kornbranntwein (200 Liter) zum anjchnli
^0 Mark von einem Bebraer Spirituc geschaft erstanden.
> tr. r». H 3m Stadtwalde m;
oer Arbeiter Johann Rohrmann beim Wildern emem Forstbeamten überrascht und festgenommen. R mann war erst kürzlich von der Strafkammer in G i e' worden^ derns 3U erheblichen Strafe
*• S Dte Diebstähle v?n Schwe und Kleinvieh mehren sich hier in unheimlicher A “?"* w 6is 5c E ßclang, die Täter zu cntdeckm.
wurden zwei minderbemitti Familien zwei schlachtreife Schweine gestohlen.
Küdingen. Nachdem erst kürzlich 50 Krei> wohner wegen verweigerter Speckabaabe bes werden mußten, hat das Kreisamt jetzt abermals 38 wohner aus den Ortschaften Bleichenbach, Waller,ihm Selters. Usenborn, Lißberg, Bobenhausen, Effoldert
®* 4 n m a . a Ju U " c b Tckmrtsborn um der gleichen Sache w Mit Geldstrafen belegt.
Frankfurt. Die Polizei verhaftete Freitag nacht in einer Wirtschaft der Fahrgasse den Mörder des vor einer Woche erschossenen Schutzmanns Georg Ertl. Es ist der 18jährige Schlosser Johann Georg Weckfuß aus Lohr a. M. Dieser hatte in der Mordnacht gemeinsam mit dem 17jährigen Schlosser Wilhelm Kappes aus Klein-Heubach mehrere Einbrüche verübt. Beim Wegschaffen des Diebesgutes wurden die beiden jugendlichen Einbrecher von Ertl angehalten. Hierbei schoß Weckfuß, der im vollem Umfang geständig ist, den Beamten nieder.
* Frankfurt a M. Am Schaumainkai rannte Sonntag obcrtb ?n der Dunkelheit eine unbekannte Frau wider eine Stcaßcnbohn; sie wurde überfahren und gräßlich verstümmelt, sodaß der Tod auf der Stelle eintcat. — Die von der Eisenbahndirektion erbauten großartigen Eisenbahnbetriebs Werkstätten in Nied wurden am Montag vormittag dem Betriebe übergeben. Für die Material- und spätere Personenbeförderung wurden die Werkstätten mit Frankfurt durch eine eigene Gleisanlage verbunden.
Kelsterbach a. M. Bon fremden Zwischenhändlern werden augenblicklich große Geländeaufkäufe in der angrenzenden Schwanheimer Gemarkung vorgenommen,' bisher wurden 70 Morgen gekauft. Dem Vernehmen nach wird das Gelände für ein Höchster Industriewerk erworben, das hier eine Arbeiterkolonie zu errichten gedenkt.
* Ans dem Odenwald In der Gemarkung Unter-Ettern bei Reichelsheim fing ein Jagdpächtec einen weißen Fuchs.
Kirchliche Anzeigen.
Sonntag den 13. Januar.
In der Stadtkirche. Vormittags 9 1 / 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde Pfarrer Schwabe. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Mahr.
In der Joh^nnesk irche. Vormittags 9 x / 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Vormittags 11 Uhr: Kinder- kicche für die Johannesgemeinde Pfarrer Ausfeld. — Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.
Verantwortlich: Albin Klein in Gießen.
BeZanniMachmN»
UerkeSmbercbränHung an Sonn* und feienagen.
Anläßlich des Ausfalles weiterer Züge an §§N1l- und SetertögCIt sind zur Sicherstellung einer geregelten Abwicklung des Verkehrs für die verbleibenden Züge auf bestimmten Strecken weitere Beschränkung erforderlich. Mit Wirkung vom J 3 . Zü- ttuar M 8 ab kann an Sonn- und Feiertagen zu allen Schnell- und Personenzügen die Reise nur angetreten werden mit Fahrkarten, die am Soun- bzw. Festtage selbst gelöst sind., Zu den vor 6 00 Vorm, ab- fahrenden Zügen kann die Fahrkarte am vorhergehenden Tage von 8 Uhr abends ab gelöst werden Die Fahrkarten werden durch Aufschrift der Zugnummern als für den Zug, zu dem sie gelöst sind, besonders gekennzeichnet. Doppelkarten und Fahrkarten für die Rückfahrt werden nicht ausgegeben.
Außerdem können Fahrkarten nur in begrenzter Anzahl insoweit ausgegeben werden, als bei den einzelnen Zügen Plätze zur Verfügung stehen. Der Arbeiter-, Monatskarten- und Militärverkehr sind von dieser Beschränkung ausgenommen.
Frankfurt (M.), den 10. Januar 1918.
hönlgl. kisenbaftnllirektlon.
Kohleiiersatz!
Für Fabrikbetriebe habe große Mengen Knüppel- und Ab- fallholz vom Sägewerk noch abzugeben. Anfragen erbeten.
Ludwig Betler,
Sägewerk u Holzhandlung,
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Köln.
Bekanntmachung.
Uom 13. Januar ab fallen an Sonn- und
F iertagen bis auf w.tt.res ans bk Pcrsonenzüae 774 Marburg u& 8 57 V. Frankfurt an r2 10 N. und 790 Marburg ab 6 37 V Gießen an 7 42 V. Pz. 792 Marbma a!) 5 40 V F ankfuct an 9 34 V. der bisher zw!säten Marburg und Gußen Werktags und von Greßen bis Frantfrut tätlich fuh", wird auch von Marburg bis Gießen täglich befördert.
Frankfurt (Main). 11. Januar 1918.
Königliche 6 lfenbabndire!«icn frankfurt (Main).
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