krnrmbebmigen für Broi-€«treidf.
Wenn auch dte Erntenachprüfung gegenüber der Erntevorschätzung einen erheblichen Ausfall an Getreide aller Art ergeben hat, so steht doch fest, daß die tatsächlich erzielten Erntemengen größer sind, wie sie sich in den Zahlen der Erntenachprüfung ausdrücken. Diese Zahlen können also für die Erfassung der vorhandenen Getre devorcäte nicht maßgebend sein. Es muß vielmehr jeder einzelne Erzeuger eine seiner tatsächlichen Ernte entsprechende Menge von Brotgetreide im Interesse der Ernährung der Gesamtbevölkerung abliefcrn. Wenn daher behördlicherseits von jetzt ab alles darangesetzt werden wird, um sämtliche verfügbaren Vorräte herauszuholen, so wird sich die landwirtschafttreibende Bevölkerung der Einsicht sicherlich nicht verschließen, daß das, was nun geschehen muß, notwendig ist, um durchzuhalten und unsere Volksernährung bis zur nächsten Ernte auf eine gesicherte Basis zu stellen. Wer jetzt noch mit Getreide zurückhält, es zu Unrecht verfüttert oder mehr, wie erlaubt ist, verzehrt, handelt schändlich und arbeitet unseren Feinden in die Hand. Glaube keiner, daß nicht eines schönen Tages auch ihn der Arm der Gerechtigkeit erreichen wird.
Stadl und Land.
Dem Hessischen Kandesverein für Krieger-
heimstälten sind, zum Teil als Weihnachtsaaben, wiederum zahlreiche hochherzige Stiftungen zugeflossen. Ein angesehener Industrieller aus dem Odenwald hat dem Vereine die reiche Spende von 30 000 Mk. geschenkt. Die Maschinenfabrik Carl Schenck zu Dacmstadt hat beschlossen, dem Verein den Betrag von 10 000 Mk. zur Verfügung zu stellen. Aus Lich ist von Herrn I. H. Jhring, Inhaber der gleichnamigen Brauerct, die Summe von 1000 Mk. gestiftet worden und ein anderer unge> nannter Freund des Vereins zu Friedberg hat ihm eine Schenkung von 2000 Mk. zugewandt. Sehr erfreulich ist auch das rege Interesse der. Hessischen Eisenbahnvereine, die durch den Eisenbahnverein Mainz der Kriegerheimstättensache kürzlich die schöne Gabe von 1400 Mk. überweisen konnten. Für alle diese Beweise hilfreicher Gesinnung sagt der Verein auch auf diesem Wege seinen herzlichen Dank.
* Gießen. Der ordentliche Professor der juristischen Fakultät 0r. Rudolf Hübner wird mit dem 1 April aus dem hessischen Staatsdienst ausscheiden und das von ihm übernommene Lehramt an der Universität in Halle a. S. antreten.
Aushang der Fahrfarisnpreise.
Die Eiscnbahnverkehrsordmlng (§ 12) ist durch da« Reichs-Eisenbahn-Amt mit Geltung vom 1. Januar 1918 vorübergehend dahin geändert worden, daß auf den Stationen die Preise der zum Verkauf aufliegenden Fahrkarten nicht mehr ausgehängt zu werden brauchen. Wird von dem Aushange abgesehen, so haben die Fahrkarten-AuSgabestellen über die Preise auf Verlangen Auskunft zu erteilen.
Königliche EirenbabndircHfion TranKfurt (Main).
Bekanntmachung.
Vom 2. Januar 1918 ab wird die Triebwagen- fahrt 4950 W. Wetzlar - Limburg nur zwischen Albs- hausen und Limburg u.in nachstehend geändertem Plane gefahren :
Albshausen ab 6 98 abends, Burgsolms 6", Vraunfels 6 17 Stockhausen (Lahn) 6 24 , Löhnberg 6 32 , Weilburg an 6 38 , ab 6", Gräveneck 6 50 , Fürfurt 6 56 , Aumenau 7 05 , Arsurt 7 11 , Villmar 7 18 , Runkel 7 24 , Kerkerbach 7 29 , Eschhofen 7 34 , Limburg an 7 39 .
Frankfurt (Main), den 18. Dez. 1917.
Königliche kisenbabiullrrlrilsn.
Im Verlag M. W. Meyer (Russischer Bote) zu Berlin SW. 68, Zimmerstraße 28, ist soeben erschienen:
..siussisede lstirgsgefangem Ober ihre 6fnc9rOeKe in Deaffcbland!“
Preis 75 Pfennig.
Das Buch enthalt Uebersetzungen von Briefen russicher Kriegsgefangener, welche diese der Schriftleitung des „Russischen Boten" mit der ausdrücklichen Bitte um Veröffentlichung übersandt haben.
In ihnen schildern die Kriegsgefangenen ihre Eindrücke, die sie von Deutschland, von seiner Landwirtschaft und von den deutschen Bauern gewonnen haben, das Leben in den Gefangenenlagern und auf deu Arbeitskommandos usw.
Der Reinüberschuß ist für die Volksspendc für dcntschc Kriegsgefangene bestimmt.
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— Gießen. In einer besonders glücklichen Lage ist unser Kommunalverband. Ec läßt aus dem aus den Hausschlachtungen anfallenden Ueberschuß- fleisch Dauerware verschiedener Art Herstellen und ausgehen. Der Preis ist so niedrig gehalten, daß auch Personen, die nicht schlachten, sich gegen Aufrechnung von Karten mit Dauerware versehen können. Als Höchst- menge find gedacht bei Familien bis drei Personen 26 Pfund, bei größeren Familien dte doppelte Menge, also die beachtenswerte Menge von 52 Pfund. Dieser Versovgungsweg verdient bei der Tatsache der vielfach mangelhaften Fleischbelieferung anderer hessischer Städte immerhin einige Aufmerksamkeit.
* Gießen» 30. Dez. Am Samstag vor Weihnachten ist auf der Straße Gießen—Rodheim auf preußischem Gebiet ein frecher Straßenraub verübt worden. Frau Major v. F. auf der Schmitte war im Begriff, nach Gießen zu wandexn und war bis an die Haltestelle Gleiberg der Biebertalbahn gekommen. Sie nahm wahr, daß sich der Schuhriemen gelöst hatte und taU in die am Wege stehende offene Halle. Im gleichen Augenblick trat ein Mann an sie heran, der hinter der Halle verborgen und auf ihr Herannahen gewartet haben muß, und verlangte barsch ein Stück Brot. Freifrau v. F. antwortete, sie habe kein Brot bei sich, worauf der Mann verlangte, dann sollte sie ihm Geld geben. Die Dame öffnete ihr Handtäschchen, um dem Begehren zu willfahren. Blitzschnell aber griff der Mann in die Tasche und nahm der geangstigten
Ü RÖ £ C Ä en -^ u ih" gesamte Barschaft in Höhe von /75 Mk. IN Papiergeld ab. Der Räuber bcfah! sodann seinem Opfer, sich die erste Stunde nicht aus der Halle fortzubegeben, da er sie sonst niedcrschießen Freifrau v. F. kann keinerlei Angaben machen, wie der Mann, der sie beraubt hat, ausgesehen hat, da dieser seinen Kopf mit einem Tuch umbunden hatte. Der Raub ist noch am Samstag zur Kenntnis der Behörde gekommen.
o * Main?- Planmäßige Haussuchungen bei Landwirten in Gonsenheim förderten bedeutende Men- gen Zwiebel» ans Tageslicht. Die Landwirte hatten dt- Zwiebeln zum Zwecke wucherischer Ausbeutung der Bevölkerung zuxuckbchallen. Die gesamten Vorräte verfielen dem Kommunalverbande Mainz.
* Ans Thüringen Was alles in die Butter
wird, .zetgle sich kürzlich bei der Ablieferung im städtische« Schlachthaus in Sonnenbecg. In einem
J a " b man eine große Kartoffel und in einem' Butterballen von vier Pfund Gewicht ein Stück Salr von einem halben Pfund. 1
,, m „S .?»* e "or Un * ere auf die in unserer Zei- ung bkiindliche Annonce aufmerksam betreffend der bräunten Badischen Krieger-Geldlose a Mk 1 . — Die Eichung findet schon am 1 . Februar statt und sind die zu hoben ^ Plakate kenntlichen Verkaufsstellen
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