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am nächsten Stehenden finden oft nicht das richtige Wort. Menschenwort und Menschen- trost ist da meist ein leerer Schall, der nnr ermüdet, es gibt nnr einen, der das' ver­wundete und totmii.be Herz versteht, und dessen reichen Trost und seligen Frieden mitten in allem Seib wünsche ich Ihnen von ganzem Herzen.

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Annerod, Elisabeth Grölz-Mainzlar, Jo­hanna Lehnhardt-Wabenborn, Maria Schmidt-Leihgestern, Rose Titze-Rödgen, Katharine Lölkes-Treis a. d. Lda.

Ter Unterzeichnete sammelte die Schwe­stern zur gemeinsamen Konferenz und Be­sprechung, wenn auch nicht so oft wie frü­her, infolge der durch den Krieg bedingtem Mehrarbeit. Tie Berechnung der Pflege­gelder erledigte Herr Pfarrer Büchner in dankenswerter Weise. Gußmann.

Die Tätigkeit des Gustav- olf-Vereins im Dekanate Gießen 1917.

Wenn über die Pflege christlichen Le­bens in unsrem Bezirke in diesem Bericht des Tekanatsausschusses eine Uebersicht ge­boten werden soll, dann darf auch die Ar­beit des Gustav-Adolf-Vereins nicht fehlen. Freilich weist diese gegenüber anderen Be­strebungen den Unterschied auf, daß ihr Ertrag nicht der einheimischen Gemeinden zugute kommt, sondern nach auswärts fließt. Unser Bezirk ist nicht in der glücklichen Lage auch nur eine Gemeinde, die Gegenstand seiner Arbeit sein könnte, in seinem Bereich zu haben. Wenn er darin auch hinter an­deren zurückstehen muß, so betrachtet er es doch nicht weniger als eine Ehrenpflicht, >mt ganzer Kraft im Sinne und Dienste des Gustav-Adolf-Vereins zu wirken. So darf auch auf unfern Zwcigverein bezogen wer­den, was der Schriftführer unseres hessischen Hanptvereins als (das hervorstechende Merk­mal der Gustav-Adolf-Vereins-Arbeit im Jahre 1917 hinstellt:Tie Opferwilligkeit für unfern Verein hat sich trotz der vielen vorberechtigten Anforderungen der Gegen­wart nicht nur nicht vermindert, sondern sogar wieder ansehnlich erhöht." So wird auch für die Ergebnisse unserer Arbeit gel­ten dürfen, was dort mit Befriedigung fest- gestellt wird, daß gegen das letzte Friedens-, fahr die Summe der Aufwendungen für den Verein um fast die Hälfte gestiegen ist. Tiefer Erfolg soll uns nicht übermütig machen, son­dern vielmehr anspornen, auf Mittel und Wege zu sinnen, daß sich die Tätigkeit noch ersprießlicher gestalte.

Als ein Mißstand hat von jeher die große Ungleichheit der Gaben zwischen Stadt und Land angesehen werden müssen. Daß sie jedoch nicht zu den unausrottbaren Mrß- stäuden gehört, zeigt das Vorgehen der Krr- chengemeindcn in Tarmstadt. Dort war der der Erhebung der Hauskollekte in der Werse, wie sie fauch in den anderen größeren Städ­ten des Landes üblich ist, das heißt unab­hängig von der Mitwirkung der Kirchcnge- meinden, der bei weitem größte Teil der Bevölkerung nicht erreicht worden und dem­entsprechend war auch das Ergebnis der Sammlungen verhältnismäßig gering. Tre seit jenem Zeitpunkt eingetreteue planmäßige Uebernahme der Erhebungen durch dm Krr-

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Tie Erfahrung, daß Sünde und Tod,

Gott sei Daust!, durch unseren Herrn Jcsum Christum überwunden sind, daß wer an ihn! io. glaubt, nimmermehr stirbt, obgleich die leib- j U d liche Hülle abgestreift wird, daß weder Tod noch Leben, weder Schmerz noch Schwach­heit von ihm trennen können, sondern daß seine Liebe gerade dann am leuchtendsten er­scheint, das ist eine Gnade, eine unaussprech­liche Gnade Gottes, ob auch das Herz dar­über zu brechen droht. Und es geht einem mitten in der Trübsal ein leises Verständnis dafür auf ganz werden wir es ja erst droben erkennen, warum es nicht anders sein kann, als bctfj wir durch viele Trübsale in das Reich Gottes eingehen können und warum gerade in der Anfechtung und im Kreuz sich die Liebe des Herrn zu den Seinen offenbart. Es sind das Geheimnisse, so zart und heilig, daß nmn sie kaum in Worte fassen kann, aber wer durch das Rote Meer der Trübsal hindurchgegangen ist, der versteht sie.

Vas kirchliche und religiös-sittliche Leben in den evangl. Gemeinden des Dekanates Giehen während des Zahres J9U- j

(Fortsetzung.)

9. Die Dekan atsk rankenpflege.

Auch im vergangenen Jahre ist im Personalbestand der Schwestern keine Aen- derung erfolgt. Tie Schwester aus Treis a d. Lda. war weiterhin im Reserve-Laza­rett zu Gießen zur Pflege der verwundeten Soldaten tätig. Ihre Arbeit in der Ge­meinde wurde, soweit es sich ermöglichen ließ, von der benachbarten Schwester Elsta- bethe Grölz in Mainzlar erledigt. Wir sind dem Kirchenvorstande und der Gemeinde Treis, die zugunsten der Soldatenpflege auf die Arbeit der Krankenschwester an dem eigenen Kranken verzichtete, herzlich dank­bar. Gerade während des nun schon so lange dauernden Krieges haben sich Ver­hältnisse in unseren Gemeinden herausgeml- dct, die die Tätigkeit beruflich ausgebildeter KrankcnschwcsOrn als eine unbedingte Not­wendigkeit erwiesen haben. In vielen Ge­meinden fehlt ärztliche Beratung fast völ­lig. Krankheit und Sterbefälle haben eine Steigerung erfahren. Gerade in solchen Zel­ten wird die Tätigkeit unserer Schwestern, des sind wir überzeugt, segensreich emp­funden.

Insgesamt waren im Dekanat sechs Schwestern tätig, nämlich Philippine Bück-