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wird, ist noch unsicher, es hat sich seither nur ein Kandidat zur Aufnahme gemeldet. Tie jungen Theologen stehen zumeist im Felde, viele von ihnen sind gefallen.
Meine Mtttettungen.
An die mit der Aufsicht über die Volks» schule betrauten Behörden gelangen jetzt vielfach Gesuche, die die vorzeitige Entlassung von Kindern aus der Schule wünschen. Zumeist handelt es sich> dabei um solche Kinder, deren Vater im Felde steht oder deren Vater leider gefallen ist; es ist der Wunsch der Eltern oder der Mutter, an dem Kinde eine Stütze bei der Arbeit und dem Erwerbe zu finden. So begreiflich dieser Wunsche auf der einen Seite auch ist, so kann man auf der andern Seite doch nicht anerkennen, daß seine fErfüllung eine Wohltat für das Kind ist. Heute dürfte sich in allen Teilen unseres Volkes die Erkenntnis durch!gerungen haben, daß ein jeder Mensch zu seinem Fortkommen in der Welt ein gewisses Maß von Kenntnissen nötig hat. Diese Kenntnisse vermittelt die Schule. Die Erfahrung lehrt, daß alle einigermaßen strebsamen Kinder gerade im letzten Schuljahre große Fortschritte im Lernen machen. Das Kind früher aus der Schule entlassen, heißt, es um diesen Fortschritt bringen Ein Küabe oder ein Mädchen, dessen Schulzeit auch nur um ein halbes Jahr v!erkürzt wird, tritt weniger gut ausgerüstet in das Leben als das Kind, das ber der Konfirmation seine volle Schulzeit hinter sich hat. Im Interesse der Eltern selbst liegt es, daß die Kinder, wie bei uns in Hessen das Gesetz vorschreibt, volle acht Jahre die Schule besuchen; denn Kinder, die die Schule regelrecht besucht haben, werden auch iin Erwerbsleben den Eltern mehr nützen, als wenn ihre Schulzeit verkürzt wird.
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Ten Todesanzeigen gefallener Soldaten, wie sie in den Zeitungen veröffentlicht werden, find oft Verse beigegeben, die nach! Form wie Inhalt äußerst dürftig sind. Hier und da findet mau jedoch kleine Gedichte, die den Volkston treffen und würdig sind, einem gefallenen Krieger nachgerufen zu werden. So haben in einer hessischen Zeitung neulich die Altersgenossen eines Gefallenen, sowohl die jungen Männer wie die gleichalterigen Mädchen, den Tod ihres Schulkameraden mitge- teilt und dabei folgenden schlichten, ergreifenden Vers angefügt:
Ailf stiller Heide da liegt ein Grab,
Da ruht im Schlafe ein toter Kamerad, Ein toter Krieger, tapferes Blut,
Voll Liebe und Leben, so edel und gut.
Ein sandiger Hügel, der Helm darauf steht. Ein hölzernes Krcuzchen, vom Winde
verweht.
Tie Sonne leuchtet im Wendrot,
Tie Sterne funkeln. Unser f antetab' ist tot.
Tie Eltern, welche in der nächsten Woche ihre Kinder zum Konfirmandenunterricht anmelden, werden gebeten, die Anmeldeformulare vorher auszufüllen rmd mitzubringen. Diese Formulare sind von den Pfarrern und den Kirchendienern vorher zn erhalten.
Nächsten Sonntag nehmen die Konfir- mandenvereinigungen wieder ihren Anfang, lieber ihre Art und Aufgabe haben wir das Nähere in den früheren Jahrgängen unseres Gemeindeblattes gesagt, so daß es sich erübrigt, noch einmal darauf einzugehen. Tie Eltern werden gebeten, ihre Kinder zu dieser Veranstaltung anzuhalten.
kirchliche Anzeigen.
S o nn t a g d e n 6 . O k t o b e r,
19. nach Trinitatis.
G o t t e s d i e n st.
In der Stadttzirche. Vormittags 9*/:., Uhr: Pfarrer Mahr. — Vormittags 11 Uhr: Kin- dcrkirche für die Matthäusgemeinde: Pfarrer Mahr. — Dienstag den 8 . Oktober, abends 8 Uhr: Gottesdienst anläßlich der Jahresversammlung des Obcrhessischen Vereins für Innere Mission: Pfarrer D. Preuschen
(Hausen). — Kriegsbetstunde fällt in dieser Woche aus.
In der Zohanneskirche. Vormittags 9 */ü U hr: Pfarrer Bechtolsheimer. ■ — Vormittags 1.1 Uhr: Kinderkirche für die Lukasgemeinde: Pfarrer Bechtolsheimer. —
Abends V 28 Uhr Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Lukasgemeinde. — Abends Vz 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten männlichen Jugend der Johannes gem einde.
Die Anmeldung der diesjährigen Konfirmanden erfolgt Donnerstag den 10. und Freitag den 11. Oktober, vormittags 11 bis 1 Uhr und nachmittags 4—6 Uhr, und zwar die Könfrrmairden aus der Matthäusge- Ureinde bei Pfarrer Mahr, Kirchstraße 1, aus der Markus- und Militärgemeinde bei Pfarrer Schwabe, Kirchstraße 5, aus der Lukasgemeinde bei Pfarrer Bechtolsheimer, Liebigstraße 56, aus der Johannesgemeinde bei Pfarrer Wsfeld, Südanlage 8 .
Wartburg, «vgl. Jünglings- und Männer-
verein, Tiezstraße 15. Sonntag den 6 . Okt., abends 8 Uhr: Vortrag. Donnerstag den 10. Oktober, abends 8 V 1 Uhr: Leseabend!. Gäste stets willkommen.
Sonntagrverein für Mädchen, Kirchstr. 9. Jeden Sonntag nachmittag Zusammenkunft.
Verantwortlich : Pfarrer Bechtolsheimer. Druck uno Verlag der Vrühl'schen Universitäts-Buch-und Steindruckerei
R. Lange, Gießen.


