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durch die Landwirtschaft und Rüstungsbe- triebe die Mutter ihrem gxtttfe fernhält, immer mehr. Wer tritt in den zwar Oer» antwortungsreichen, aber sehr lieblichen Dienst an den Kleinen ein? Es gilt die Zu- ftinft unseres Vaterlandes, daher die herzliche Bitte an alle evangelischen Jungfrauen, die Liebe zu den Kindern haben, mitzuarbei- ten an der Erziehung Jungdeutschlands!
„Fürchte dich nicht!"
Ich vertraue dir, Herr Jesu, Ich vertraue dir allein!
Wohl kein Ausspruch ist in der Bibel häufiger zu finden, als dieser eine: Fürchte dich nicht! und jedesmal, wenn ich ihn finde, berührt er mich Mit unaussprechlicher Freude. Tenn ist die Furcht nicht etwas im Menschenherzen tief SSoJjmQtfceg, eine Macht, die uns zu überwinden viel Mühe bereitet? Wie oft ist die Furcht vor dem, was uns die Zukunft bringen könnte, unsere größte Sorge, oft können wir sie gar nicht bemeistern. Wie wohltuend und tröstlich ist es uns dann, wenn jemand Liebes uns gut zuredet und Mut macht. Wer in jetziger Zeit hätte nicht mit solcher Mutlosigkeit zu kämpfen?
Wre geborgen aber in allen äußeren und inneren Lebensnöten müssen wir uns fühlen, wenn wir dieses Heilandswort: Fürchte dich nicht! uns zu eigen machen. Und das können wir getrost tun, wenn wir den Nachsatz: Glaube nur! in uns aufnehmen. Das eine geht nicht ohne das andere. Nur dann kann die Furcht nicht mehr Macht über uns gewinnen, wenn wir völlig uns von dem leiten lassen, der gesagt hat: Fürchte dich nicht, glaube nur!
Ich kann allein nicht gehen,
Nicht einen Schritt,
Wo du wirst gehn Und stehen,
Ta nimm mich mit!
Baronin R.
Meine Mitteilungen.
Wir sind oft der Meinung, daß soziale Einrichtungen erst in der neueren Zeit geschaffen worden seien. Daß dies nicht zutrifft, geht aus einer Mitteilung hervor, die wir in einer alten Zeitschrift finden, die den Titel trügt „Ephemeriden der Menschheit oder Bibliothek der Sittenlehre, der Politik !und der Gesetzgebung" und einst in Basel gedruckt worden ist. In: Jahrgang 1777 dieser Zeitschrift steht folgende Nachricht: „In Gießen ist neulich zur Versorgung der armen Kinder eine Spinnstube angelegt worden. Die Einrichtung ist die: die Kinder kommen vor Anbruch des Tages in die Spinnstube und bleiben bis 10 Uhr abends da; um 11 Uhr mittags bekommt jedes Kind- ein Pfund Brot und kann alsdann, so wie auch gegen Abend,
auf eine Stunde zu Hause gehen; was jedes am Spinnerlohn verdient, wird ihm sogleich und ohne den mindesten Abzug verabreicht Vormittags von 8 bis 11 Uhr wird diesen Kindern zugleich Unterricht im Christentum gegeben. In der Spinnstube ist eine Büchse hingehängt, darein die Leute, welche die Spinnerei, besehen, nach Gefallen hingeben, und von diesem Gelde teilt der Herr Stadtsyndikus Balser, der überhaupt die ganze Einrichtung besorgt hat, den fleißigen Kindern Prämien aus, die freylich nicht so ansehnlich sind, als sie einige Academien der gelehrten Welt austeilen, die aber in der Spinnstube wenigstens ebensoviel ausrichten. Es sind biß itzo 39 Kinder angestellt, theils Buben, theils Mädchen, davon viele schon ; ganz fertig Wolle spinnen, die übrigen aber noch in der Lehre sind, und es kommen täglich mehrere dazu."
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Wie die „Kölnische Volkszeitung" meldet, hat der Jesuitenorden in der Albertusstraße und in der benachbarten Friesenstraßc' za Köln zwei sich ergänzende Grundstücke für seine dortige Niederlassung erworben. Nach dem genannten Blatte ist damit sticht die Einrichtung eines Gottesdienstraumes für die | Oeffentlichkeit beabsichtigt.
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.Ter Rückgang in der Ausbildung von ! Missionaren und Missionsschwestern infolge ! des Krieges wird allein durch die Tatsache beleuchtet, daß sich im Baseler Missionshaus wahrend des Krieges nur ein Zögling befand. Die Sicherung des missionarischen Nachwuchses nach dem Friedensschlüsse ist vom • Missions-Inspektor Liz. Schlank aus der letzten Tagung der Norddeutschen Missions- Gesellschaft in Bremen mit Recht als eine der schwersten und wichtigsten Aufgaben des evangelischen Deutschlands bezeichnet worden.
kirchliche Anzeigen.
Sonntag den 7. Juli (6. nach Trinitatis).
G o t t e s d i e n st.
In der Stadtkirche. Vormittags 8 Uhr. zugleich Christenlehre für die Neukonfirmier- ten aus der Matthäusgemeinde. Pfarrassi- stent Liz. Reuning. — Vormittags 9Vs Uhr: Pfarrer Schwabe. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.
3» der Zohanneskirche. Vormittags 8 Uhr, zugleich Christenlehre für die Neukonfirmierten aus der Lukasgemeinde. Pfarrer Bech- tolsheimer. — Vormittags 9y 2 Uhr: Pfarrer Ausfeld. — Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannes gemeinde. Pfarrer Ausfeld. — Abends 8 Uhr: Bibelbesprechuna im Johannessaal. — Mittwoch den 10. JUü,. abends 8 Uhr: Kri-egsbetstunde. Pfarrer Bechtolsheimer.
V-rantwortlich : Pfarrer Bechtolsheimer. Druck und Verlag derBrühl'schen UnivkrsttSts-Duch.imd Steindruck«»-:.
R. Lange. Gießen.


