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genentrausport y\i geleiten hatte, bat er seine spätere Frau, nach Marbuxg ans den Bahnhof zu kommen, nnb dort haben sich die beiden verlobt, um gleich nach dem Kriege vor Den Traualtar zn treten und dann miteinander in glücklicher, wenn auch kinderloser Ehe zu leben. Tie „allerliebsten Kleinen", die in dem Gedichte erwähnt werden, find^ die damals noch kleinen Neffen und Nrchten des Dichters. H- B.
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Der Abschied aus meinem Vaterhaus am 21. Juli 18 70.
Ich dachte oft in schönen Feierstunden «till in der Einsamkeit darüber nach,
Was ich von deiner milden Land empfunden. Du treuer Gott, bis zu dem heut'gen Tag.
Es glänzten mir gar oftmals Helle Sterne, ^ch sah zur Zeit die schönsten Rosen blühen, Und nun auf einmal muß ich in die Ferne, Ach welcher Schmerz, ans {meinem Vaterhause
ziehen.
Man ruft jetzt Krieg in allen Welten,
L-o schallt's durch Stadt und Land in jedem ,, . Haus,
Und wenn's der treue Gott nicht mehr wird ^ , wenden,
So muß noch mancher ziehen hinaus.
Und darum reiche ich auch heute wieder Drr meine Hand, vielleicht zum letztenmal, £ 0 $ sei nur nicht so ängstlich, nicht so bange, Wir sehn uns wieder dort im Hochzeilssaal.
Und darum reiche ich auch heute wieder Zum Abschiedsgruß dir diesen Blumenstrauß, Und wohl das letzte meiner schönsten Lieder Lei dir geweiht, du liebes Vaterhaus.
Tenn, wenn ich sonst am lieben Sonntag- „ ~ , , morgen
Vom Lchlaf erwacht nach einer sanften Ruh, Lo eilte ich getrost und ohne Sorgen Tem Haus des Herrn, der Heimatkirche zu.
Hier eilte ich zu meines Heilands Wunden, Wenn Lündenangst auf dem Gewissen lag, Heer Hab ich manchen Trost empfunden,
Teß freu' ich mich bis zu' dem, heut'gen Tag.
Ich kann die große Gnade nicht ermessen, ' Dre du, mein Jesus, selbst an mir getan. Und sollt' ich darum deiner je vergessen? Nein, nimmermehr aus meiner Lebensbahn.
Ich zähle zwar erst einunddreißig Jahre, Gewiß ist dieses kaum der Rede wert,
Und dennoch habe ich. schon viel erfahren In Freud und Leid auf dieser armen Erd.
Und so gedenke ich denn heut der Meinen, Da rch aus meinem. Vaterhaus muß ziehen, Da letzt so viele bitter um mich weinen,
Werl statt der Rosen Dornen für mich blühen.
Ich kann auch meines Vaters nicht vergessen, Der oftmals still irr seinem Lehnstuhl saß Und rühmte dann die alten braven Hessen. Dazu auch oft in seiner Bibel las.
Des alten Mannes muß ich heut gedenken Mit seinem ernsten Blick und grauen Haar, Der wußte leicht den Streit >einst zu beenden, Ter zwischen mir und meinem Bruder war.
Du edle Mutter, trockne doch die Tränen, Die stromweis stehen in deinem Augenpaar, Du hast irr Glauben, Hoffen, Sehnen So viel getragen nun schon manches Jahr.
Und nun auch ihr, ihr allerliebsten Kleinen, Reicht mir in Unschuld eure liebe Hand! Gott schütze euch, führt auch mein Wege auf
Erden
Recht mehr zurück ins liebe Hessenland.
Ihr Lieben alle, wollt mich nicht vergessen. Lchließt täglich mich in das Gebet doch ein, Nacht mich allein, nein alle braven Hessen, Daß uns der treue Gott mög gnädig sein.
Und kommt es anders, trifft nach seinem „ , Willen
Dre Kugel mich in Kampf und Sturm und
Mein letzter Seufzer sei: Du treuer Jesus, >;ch bleibe dein im Leben nnd im Tod.
Geschichten und Bilder aus Alt-Gießen.
7. Wie das Gießener Braunstein - bergwerk entdeckt toutb«4
.Zur Zeit, als der Professor von Klipstern noch den Lehrstuhl der Mineralogie an Unserer Landesuniversität inne hatte, sollte sein Jnstitutsdiener, ein jünger Bursche von Leihgestern, der mitunter auch zu gärtnerischen Verrichtungen herangezogen wurde, Blumen in Töpfe Umsetzen.
„In der Linuermark, da weiß ich aber ein Plätzchen, da gibt's gute Blümenerd; ich will einmal ein Säckchen voll mitbringen," meinte der Bursche, und als der Herr Professor die vermeintliche Blumenerde zu Gesicht bekam, rief er ganz erstaunt aus: „Aber Lerpp, wie kommen Sie denn dazu, das ist ia ganz reiner Braunstein!"
Die Wichtigkeit dieser Entdeckung mag der Professor von Klipstein sofort erkannt haben, aber auch die enormen Schwierigkeiten, die einer Nutzbarmachung derselben im Wege standen, und er mag sich gesagt haben, daß, abgesehen von einem großen Betriebskapital, Eigenschaften dazu erforderlich seien, die er nicht besaß. Selbstlos gab er daher die Sache preis, und ein Bergmeister von Friedb>erg nebst seinem Sohne, der ebenfalls Bergbeflissener war, nahm sie auf. Von diesen wurde dre Fundstelle auf ihre Ergiebigkeit und der Braunstein auf seinen Gehalt und auf seine Güte eingehend untersucht und alsdann das Schürfrecht erworben. An dem Unternehmen beteiligte sich noch ein Hof-


