Einzelbild herunterladen

8

nem Buche bestätigt'Meder, daß er zu den Reisenden gehört, die sehr eilfertig ihre Be­obachtungen machen. Tie Schilderung des Aussehens der oberhessischen Landbevölke­rung mag zutreffend sein. Wenn aber Rhesa von der Bergwildnis und den Waldeinöden des Vogelsberges spricht, wenn er die Schwalm einen reißenden Strom nennt und von der Lähm sagt, daß sie ihrTröpflein" Wasser dem Rhein zutrage, so ist doch offen­sichtlich, daß er nicht scharf beobachtet oder aus der Erinnerung, ohne genaue Aufzeich- nungen geschrieben hat. Ter Verfasser steht dem Hessenlande so fremd gegenüber wie heute der deutsche Soldat einem verschmutz­ten polnischen Dorfe. Es ist doch gut, daß die deutschen Stämme sich im 19. Jahrhun­dert zusammengeschlossen haben und daß der Ostdeutsche :den Westdeutschen nicht mehr so genngschätzig beurteilt, wie das der schnell reisende und augenscheinlich auch schnell schreibende preußische Feldprediger getan hat. Auch die Behauptung, nach Schotten seien me feindliche Truppen gedrungen, ist falsch, dre Stadt hatte im Dreißigjährigen Kriege mancherlei auszustehen. Wieviele Jrrtümcr mögen sonst noch in dem Buche enthalten fern, da der Verfasser seinen Marsch von Königsberg bis nach Paris beschreibt.

füllen vermag, das sie über die Erdentrübsal hinausführt zu den Höhen, da Friede und Liebe thront. Wir müssen nur die Sehnsucht in unfern Herzen nicht ermatten lassen, wir müssen kämpfen und ringen, dereinst in das Reich des ewigen Lichts ausgenommen zu werden; das muß das Endziel unseres Le­bens sein.

Lasset den Blick nach oben uns nicht trü­ben, wenn auch die täglichen Nöte des Le­bens uns zu beugen versuchen. Schauen wir darüber hinaus, auf das Licht des Sternes! von Bethlehem, das nie verlischt. Ter Glanz alles Irdischen wird mehr und mehr er­blassen, je mehr unsere Seelen von dein himmlischen Lichte erfüllt sind.

Ich blicke immer himmelwärts zur ew'gen Herrlichkeit,

Wo mein die Krone wartet und auch das Siegeskleid:

Mein Herz ist voll Verlangen, durch's Perlentor zu geh'n Und mit deir sel'gen Scharen vor Gottes Thron zu steh'n.

Baronin R.

kirchliche Anzeigen.

Dem Licht entgegen.

Wennwir jetzt in diesen Tagen, die sic an das schönste Fest der Christenheit an rechen, uns vergegenwärtigen, daß die Hel tigkeit, die in den dunklen Dezembertagei all unser Tun und Denken bestrahlte, voi den Vorbereitungen zu diesen. Fest ausging >o müßten wir meinen, daß wir nun rech -arm gervorden sind. Tenn das schöne End zcel ist erreicht: wir konnten einige Menschei beglücken, wir sahen den Stern von Beth­lehem und das Kind in der Krippe, und in Hinblick darauf empfanden ,vir die früh her embrechende Dunkelheit und die langer Abende nur wohltuend.

Aber ein Ersatz dafür ist uns gegeben. Wenngleich der Winter erst in seiner ganzen Harte begrünt, so ivissen mir doch, daß. wenn Mich noch unbemerkt, bieTage beginnen, län- ger zu iverden und die Nacht mehr und mehr weicht. Wir gehen dem Licht entgegen!

^ Tekmt, unser Herz sich nicht bei diesem Bewußtsein? Wird nrch-t eine Fessel uns ge­nommen? Tie Sehnsucht nach Licht ist so groß in uns. Darum ist auch unser Mit- gesuhl für Blinde so unermeßlich groß. Ten- nock, müßten wir uns eingestehen, daß mir mtt unseren gesunden Augen oftnrals das Licyl nicht sehen, das Himmelslicht, das un- fere Seelen erhellen und führen soll, das Licht, das auch die Herzen Blinder zu er­

Sonntagden 13. Januar.

1. nach Epiphanias.

3n der Stadtkirche. Vormittags 9y 2 Uhr: Pfarrer Schwabe. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Markusgemeinde. Pfar­rer Schwabe. Abends 5 Uhr: Psjcrrrer Mahr. Abends 8 Uhr: Siehe anch Wart- burgverein. Dienstag den 15. Januar, nachmittags 4 Uhr: Frauenmissionsverein.

Abends 8 Uhr: Versammlung des Frauenvereins der Marknsgemeinde.

In der Iohanneskirche. Vormittags 9V* Uhr: Pfarrer Ansfeld. Vormittags 11 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde Pfarrer Ausfeld. Abends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Abends V-,8 Uhr: Ver­einigung der konfirmierten männlichen Ju­gend der Lukasgemeinde. Abends 8 Uhr - Bibelbesprechung im Johannessaal.

*

Wartburg, evgl. Jünglings- und Männer­verein, Tiezstraße 15. Sonntag den 13. Ja­nuar, abends 8 Uhr: Familienabend im Marknssaal, Kirchstraße 9. Donnerstag den 17. ^ «nnnr, abends 8y, Uhr: Leseabend, ^aste stets willkommen.

verantwortlich : Pkarrer B «*Töls t) e t m

'' unb SteinbruAerC'