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chen in (Empfang genommen und ihnen öas eine und andere für den Kameraden Bejtimmte entnommen.

Freilich, nicht überall ist es so still und fast friedlich zu nennen wie an dieser Stelle. Vas wissen die Bewohner des Unterstandes wohl, und sollten sie sonst über die ihnen aufgezwungene Buhe gemurrt haben, an Weihnachten freuen sie sich darüber. Können sie doch ungestört im gemütlich durchwärmten Unterstand bei der hellaufstrahlenden Tanne ihr Fest feiern, ohne auf eine Störung von feindlicher Seite gefaßt sein zu müssen.

Zwischen einem Berg aufgetürmter Gaben sitzen sie, glücklich wie reichbeschenkte Kinder, nehmen das Line und Bndere zur Hand, das sorgliche Litern-, Geschwister- oder Frauenliebe für sie gewählt hat, und freuen sich an allen ihren Gaben, von denen eine jede, sei sie auch noch so klein und unscheinbar, doch den Stempel der Siebe trägt, der Siebe, die ihnen aus der Heimat in innigem Gedenken gesendet wird. Zigarrenrauch umzieht die Köpfe der still Zusammensitzenden, die Kerzchen brennen knisternd zu Ende, ein angesengtes Best ch en verbreitet würzigen Tannendufh die Ged anken, so weit weg in die Heimat gewandert, kehren wieder zurück und leise, leise wird aus rauhen Kehlen der Weihnachtsgesang angestimmt,

stille Nacht, heilige Nacht .

Der Posten draußen in frostklarer Winternacht hört die altbekannten, trauten Klänge, wie sie leise Heraus zu ihm dringen und Erinnerungen an vergangene Zeiten und ein weihnachtsfest bei den lieben Seinen mit sich bringen. Nun sieht er im Geiste ein kleines, schiefes Haus, am Bnfang des Dorfes gelegen. (Es duckt sich förmlich unter der dicken Schneelast, die auf dem vache ruht. Frische Fußspuren im Neuschnee führen zur Türe, hinter der eben der Postbote verschwunden ist. Lr wird den Weihnachtsbrief des Vaters bringen, und die junge Frau, die von den Sichtlein des kleinen Baumes, der den Kindern der schönste dünkt, umflossen da­steht, greift schnell nach dem knisternden Papier, öffnet und liest beim Schein der abbrennenden Kerzlein Worte der Siebe und des Heimverlangens, die ein ernster wann weit fort, in Frankreich, geschrieben hat. Zu den jauchzenden Kindern gewendet, spricht sie dann:Der Vater hat keinen Lhristbaum, aber er hat den Himmel mit all den vielen, glitzernden Sternlein über sich, denn er muß heute nacht wache stehen."

Und alle, die in der Heimat, im traulichen Zimmer der immergrüne Tannenbaum versammelt hat, gehen ihre Ge­danken und wünsche nicht mit der gleichen Siebe in die Ferne? Suchen sie nicht draußen in Feindesland einen ihrer Sieben? Oder es weilen die Gedanken in vergangenen Zeiten, da eines ihrer Sieben das heilige Fest fern vom Vaterhause in Feindesland verbracht hat und dem es die letzteheilige Nacht" auf Erden war. Jemand, den man schon lange zur Buhe getragen hat und auf dessen Grabhügel sich jetzt der Schnee schmiegt in lautloser Nacht, sei es in Feindesland, sei

Der Freude!Denn euch ist heute der Heiland geboren, auf daß alle, die an ihn glauben, nicht verloren werden, sondern das ewige Seben haben." vergeht die rauhe Gegen­wart und versenkt die Herzen in die ewig junge, hohe Bot­schaft der heiligen Nacht!

Und des Friedens? Der Friede, der den haß und die Zwietracht der kämpfenden Völker beenden soll, sehen wir diesen Frieden kommen? Möchte er, der so stark ersehnt wird, bald Einzug halten, wie der Heiland heute seinen Einzug hält in die Herzen der gläubigen Ehristenheit, die Frieden mit Gott gefunden haben! _ 3.

Kleine Mitteilungen.

Rls Nr. 28 bis 30 der rühmlichst bekannten und von Professor I). Dr. viehl in Friedberg herausgegebenen Samm­lunghessische Volksbücher" ist soeben erschienenPirmasens und Buchsweiler" von Karl Esselborn. Vas Buch, auf das wir später noch zurückkommen werden, dürfte sich als Weih­nachtsgeschenk für weite Kreise unseres engeren Vaterlandes eignen.

Kirchliche Anzeigen.

Gottesdienst.

3tt der Stadttirche. Samstag, den 23. Dezember, nach­mittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Markusgemeinde. Pfarrer Schwabe.

Sonntag, den 2 4. Dezember. 4. Bdvent. vormittags 9V* Uhr: Pfarrer S ch wa be. Nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Matthäus­gemeinde. Pfarrer Mahr.

Montag, den 25. Dez. 1. weihnachtsfeiertag.

vormittags 972 Uhr: Pfarrer Mahr. Beichte und heil. Bbendmahl für Matthäus- und Markusgemeinde. Bbends 5 Uhr: Pfarrer Hoffmann.

Dienstag, den 26. Dez. 2. weihnachtsfeiertag.

vormittags 972 Uhr: Pfarrer Schwabe. Bbends 5 Uhr: Siturgischer Weihnachtsgottesdienst. Pfarrer Mahr. Rbenbs 8 Uhr: Vereinigung der konfirmierten weiblichen Jugend der Markusgemeinde.

3n der Johanneskirche. Samstag, den 23. Dezember, nachmittags 3 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Sukasgemeinde. Pfarrer Bechtolsheimer.

Sonntag, den 2 4. Dezember. 4. Bdvent. vormittags 9 7» Uhr: Pfarrer hoff mann, vormit­tags 1 1 Uhr: Kinderkirche für die Johannesgemeinde. Pfar­rer Busfeld. Nachmittags 372 Uhr: Weihnachtsfeier für die Kinderkirche der Johannesgemeinde. Pfarrer Busfeld. Montag, den 25. Dez. 1. w e ih na ch t s f e i e r ta g.

vormittags 97 2 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer. Beichte und heil. Bbendmahl für die Sukas- und Johannes­gemeinde. Bbends 5 Uhr: Pfarrer Busfeld. Dienstag, den 26. Dez. 2. weihnachtsfeiertag.

vormittags 97 2 Uhr: Pfarrer BusfeId. Bbends 5 Uhr: Pfarrer Bechtolsheimer.

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