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seine Zeit gehabt, aber auch der Krieg, der uns jetzt auferlegt ist, wird seine Zeit haben. Rlles Erdenleben und Erdentun ist jener großen, gewaltigen, geheimnisvollen Macht unterwor­fen, die wirdie Zeit" nennen.

Matthias Elaudius sagt:Der Mensch lebt und be­stehet nur eine kleine Zeit, und alle Welt vergehet mit ihrer Herrlichkeit, es ist nur einer ewig und an allen Enden, und wir in seinen Händen." Ich kann mir kein tieferes Wort des Glaubens denken als dieses Dichterwort. Einer ist, so sagt es uns, der ist erhaben über die Zeit, das ist der ewige Gott. Wir sind in seinen Händen, unsere äeele überdauert diese Zeitlichkeit und wird einst völlig mit dem Gott ver­bunden sein, von dem und durch den und zu dem alle Dinge sind. Lasset uns ihn suchen und nimmermehr verlieren ! h. B.

Du bist selbst nicht mehr Herr deiner Sinnen -

kannst dem Schicksal,

das dich verfolgt, nicht mehr entrinnen.

Geöffnet ist des Ewigen Hand in gerechtem Zorn,

zu schleudern auf d i ch den Weltenbrand.

Einsam auf deines Eilandes Mauern,

ein morsches Wrack,

sollst du deine letzten Tage vertrauern.

Deutschland, du Held, zu heilen die Toren

mit blutigem Ernst

bist du vom Schicksal leider erkoren.

Abrechnung.

Watest bis über die Knöchel im Blute, rauchend vor Zorn,

zahlloser Leinde mit flammendem Mute.

wie schrecklich, daß der Größenwahn ü den Seelen der Völker so schwere Wirrnisse richtet an!

Sprüht auch dein Geist wie glühendes Erz, Lunken der Kraft,

Gib auf dich acht und hüte dein Herz.

Frankreich, du hast es schmerzhaft erfahren,

lechzend nach Bache,

nun schon seit fünfundvierzig Jahren.

Will's in deinem Geist noch nicht tagen,

wie sinnlos der Wahn,

der dich in Buhmesfesseln geschlagen?

hältst du's noch aus und wirst du nicht wild

von dem Blut deiner Söhne,

das rastlos um die Schläfe dir quillt?

Siehst du nicht sich wandeln zur Leichenbahre

vor den Völkern der Erde

den glanzumwobnen Thron der gloire?

England, in deine gierige Krallen, die blutbefleckten,

ist schon manches arme Volk gefallen.

Es war doch in alten Tagen der Brite

zur Ehr' seines Namens

ein Mensch von echter, guter Sitte.

Es freuten sich selbst in dem Gedanken

schwächre Geschlechter,

an seinem Geist sich emporzuranken.

Uber du konntest selbst nicht Nauen

fremden Herzen

und auf ihre Treue bauen.

Mußtest an dich die Weltherrschaft reißen,- der Erde Bann

wolltest du kitten mit Blut und Eisen.

Und hast nur selber dich geknechtet

im Mammonsdienst

und dein besseres Wesen entrechtet.

Nun hat sich schrecklich dein Geist umdichtet

von den Bebelschwaden

des Unheils, das du angerichtet.

höre die eine Stimme vor allem: halte an dich-

laß dich nie vom Wahne befallen.

Bald ist dir wohl auch der Tag beschieden, wo du gewinnst,

um dann ruhmreich zu wandeln im Frieden.

Doch laß nie die Schwäche dich wandeln an, freudebetört

zu verfallen in Größenwahn.

Die Bache an deinen Feinden es sei,

daß sie dich sehn

müssen von ihren Fehlern frei.

Daß du wandelst auf den Wegen Gottes,

dankbar und treu,

freudig gedenkend seines Gebotes.

Giere nie nach dem Prunkgeschmeide

hohler Kultur; *

gehe einher im Werkelkleide.

Bleibe ehrlich stets und fromm und wahr,

einfach und klar,

wie es die Brt der Väter war.

Uebe vor allem Gerechtigkeit, hilfsbereit,

gegen alle Völker weit und breit.

Was dir auch bringe die Zeit der Bot, nütze es recht,-

halte dich ganz an deinen Gott.

hebe zu ihm empor die Hände, einig im Geist,

daß er endlich den Sieg dir spende

Und dich führe kraftvoll und klar

nach des Krieges Sturm

in noch manches gesegnete Friedensjahr.

K.G