Ausgabe 
3.11.1917
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3
 
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Er,

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Eine

)e x" Hechten sie nicht!", die tosenden Beifall erweckte, ist

.

r schnell zuschanden geworden. Tie italienischen Zeitung^

wollen die Welt und

lniiss^^al das eigene Volk über die gewaltigen Geschehnisse lau-

'^vaß | j^ en un ^ erklären es für absurd, dem Angriff größere

17 heut?^ etn em M iV e Bedeutung beizumessen, da Oie von den Verbündeten )lkes den ^ eroberte Stelluilg nur eine Vorpostenlinie sei und die

Man ?0ch der ^ italienische Führung sich die deutsche bewegliche Ab-

" Wo . ^ Ctf> vnafw<-i>fftf -»11 AT^an rtom.-srFvf fst-thr» Qvnarf hur «in,". *

Ns na* innert wehrtattik zu gen s.? oem L^dre ruasbeweauna

eigen gemacht habe. Zweck der Rück­gen M zugsbewegung sei, italienische Operationsmassen zu

en, tvie ' sparen. Inzwischen ist ein ganz erheblicher Teil die-

leiter^^Ung^be^geu^aft geraten.

H e bas A « (er Massen in deutsch-österreichisch-ungarische Gefan- *Un 9e oeU^nschaft geraten. Auch die italienische Oberste Hee- ^tunn ' ben An^ L^sleitung versucht noch den Zusammenbruch der ge- 9 %QtÄ : samten Isonzofront dem eigenen Volke, seinen Ver- ^eruM/j^?Ese« bündeten und den Neutralen zu verheimlichen. So n &«.v- tofle ein 0 ! e 31 hat der italienische Oberbefehlshaber Cadorna den täg- 0lll 'fntf| en Itcfjen italienischen Heeresbericht, dessen Uebersetzung -o«;. in englische und französische Sprache verboten wurde.

> DUit jercn uriu ven m'uuuiai zu veryelnulmen. eo

"^'age eirto? J,J Qt der italienische Oberbefehlshaber Cadorna den täg-

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o Cadorna nach dem Funkspruch vom 28. Okt. 1917,

tf 4 Uhr 40 :

, 1 renskis, d

Feigheit seiner zweiten Armee zuzuschreiben, die kurz

für die Veröffentlichung gesperrt. Ferner versucht

nu ;; > lu J aus hprV slUü) ve

bnA4 Uhr 40 Minuten nachmittag diese Sehnsucht ^ ^nfkis, die Schuld

nach dem Beispiel Ke- der ungeheuren Niederlage der

der Reick«^- , vor dem Angriff in öffentlichen Ministerreden über o?en spxg^?» alle Maßen gelobt wurde.

-putsche Kh -^'alse! « . .

In Udine, dessen Fall vielleicht schon erfolgt v brei Krr> M W' befand sich noch am 27. Oktober abend das Große üch die ReaipI'.M italienische Hauptquartier. Fliegerkundgebungen ließen "uch der crntjoL erkennen, daß die Verwirrung unbeschreiblich war. . beduuerlim.5'

L ^uauerlicheZ"'^ 5" der italienischen Ebene befindet sich die italienische -poutische Recht« ^ zweite Armee in wilder Flucht. Unsere Flieger beob- tn Staat itnb fap ' achteten vollständige Straßenvecstopsungen infolge der

^assenprivileai ^.'

! UKÖ «oltJuc,

, der Rüstr

^dettgebern eil ^

Die deutschen Rrsi-'? unsere und die verbündeten Truppen" denen volle -ben. Sie wals/n Allerkennung und uneingeschränktes Lob sür die Vor-

Klaffenprivil^ipn meinandergesahrenen sich kreuzenden dlrtitterie- nnd 3 und B°lksL2 Munirion-kolonnen

Ter Erfolg der Soviel kann

Operationen ist noch nicht abzu- aber schon gesagt werden, daß

Was da will ^ bereitung und die Durchführung der Operationen h ' ebenso gebührt, wie unseren Truppen aus dem langjährigen B ann des Stellungskrieges er -

ent- dentschen

r* r . I' - .v ö-u-f - ..geglaubt,

imtlebung des Kone daß wir kräftig genug sein würden, so gewaltige paritätisch geleitete Schläge auszuführen. Sie haben insbesondere dabei A bezirksweise zM ihre Hoffnung auf die innere Uneinigkeit des deut- hszentrale vereint foo schen Volkes gesetzt. Die deutschen Waffen haben die g aus dem Heere oöt Welt eines Besseren belehrt, und das deutsche Volk hast arbeitsws wer» wird weiter zeigen, daß es völlig einig ist in dem ce Arbeitslosemmtersti festen Willen, alle feindlichen Pläne zu seiner Per­ms Hilfsdienstgesetz ai nichtung zuschanden zu machen, e sind in das baldiG * * *

Tie englisch-französischen Sturmversnche.

In Flandern war trotz unsichtigen Wetters längs der Z-ser die feindliche Feuertätigkeit stark. Mit be­sonderer Wucht lad das Feuer in Gegend Dixmuide.

lergesetz zu übern ein einzubeziehen, h nfange als bisher die die Bedingungen de

ßllfitfI 5 f n U xT* Nach heftigster Feuervorbereitung vorstoßende' seind- Sf & v liche Abteilungen nördlich der Stadt wurden unter weLoen. Ler ^ugenv- schwersten Verlusten zurückgeworfen. Auch Zwischen dem l'WZUsUyren. Houthoulster Walde und der Lys nahm das Feuer

. I geo^c Stärke an. Nach heftigstem Trommelfeuer bra- chkn um 3 Uhr nachmittags nördlich der Bahn Boe-

? -} ä v singheStaden die Engländer in dichten Wellen zum

Angriff vor. Er brach blutig in unserem Maschinen-

am S | ^"^tuch"am"Ch"mtn-des-Dames scheiterten nach hef- ^L.u»ot.ymmg an. ^tigster Artillerievorbereitung zweimalige starke fran- nchuch^lngatlM Sturmangriffe bei Braye. Wo unser wirk-

un wlchugen irqeiwW sames Feuer die Angreifer nicht bereits vor unseren ) ojrecrelwi'lck-ungmlR Hindernissen niedergemäht hatte, wurde der Feind durch jerten und pH un sjl Degenstoß geworfen. Den zurückflutenden Angreifer nähern, unter om \\ | a g ie vernichtend das Feuer unserer Batterien und genö, aus oe jj e ^ ^ £ f| fügte ihm schwerste Verluste zu. Zahlreiche Gefangene

menen, wie schon ge und 700 Geschütze ges,- ümmt. ist auch die!

.n ins Wanken ge;| Zuversicht in der M §;Mögen sie fointne-

Artillerie-

iDett in ihm 'h

aber unö t|t nicht ft! jijtiDea Anhöhe noch |n, den Die Teut,che oltfe geltstJaben

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blieben in unserer Hand.

In Mazedonien lebte stellenweise da seuer auf.

General Otto von Below,

der Kommandierende gegen die Isonzofront, ist in diesem Weltkriege als preußischer General und Heer- sührer schon vielfach hervorgetreten. An der siegreichen Durchführung der Schlacht bei Tannenberg und an der masurischen Winterschlacht hatte er hervorragenden An­teil, auch später an der großen Offensive in Kur­land. An der mazedonischen Front gewann Otto v. Below an der Spitze des Lauenburgischen Jägerbatail- ' lons eine wichtige, an die Serben verlorengegangene Höhenstellung zurück. Ter Kaiser ernannte ihn damals zum Chef des Jägerbataillons. Otto v. Below, der nner alten Soldatenfamilie cntstalnn.lt und Sohn des ehemaligen Kommandanten von Posen, Generalleut­nants v. Below ist, steht seit 1875 im Heere.

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Vsm Ll-Berttrieg.

Leistungen -er vergangenen Woche.

Neben dem kühnen Handstreich leichter Flotten- streitkräste, die bei den Shetlands-Inseln einen ganzen Geleitzug von 12 Transportdampfern und 3 engli­schen Torpedojägern auf den Meeresgrund schickten, haben unsere U-Boote in der Zeit vom 20.27. Ok­tober im Aermelkanal, in der Nordsee, im Sperr­gebiet um England und im Mittelmeer dem Schiffs­raum unserer Gegner gewaltigen Abbruch getan. 17 2 500 Tonnen feindlichen Schiffsraums sind in 8 Tagen als versenkt gemeldet, nicht ein­gerechnet eine Anzahl von Dampfern und Seglern, deren Aaumgehalt nicht bekanntgeworden ist.

Besonders erfolgreich haben unsere U-Boots-Kom- mandanten wieder im Mittelmeer gearbeitet. Ober­leutnant zur See Korsch und Kapitanlentnant Mar­schall haben unter den in Geleitzügen fahrenden Transportdampsern, die u. a. zahlreiches Kriegsmaterial nach Aegypten enthielten, stark auf­geräumt utzd die italienische Zufuhr noch mehr ge­schmälert. In der gleichen Weise hahen Kapitän­leutnant Rotz und Georg in der Nordsee, im Aermel- lanal und an der englischen Westküste die englische -^Tonnage geschädigt und eine große Anzahl zum Teil k bewaffneter Dampfer, darunter 1 Hilfskreuzer, ver­senkt, teils aus Geleitzügen herausgeschossen, die Koh­len, Koks, Oel, Gasolin, Grubenholz und Porzellan­ene httt-n. HejsnderS erfreulich ist, -

auch die zunehmende Bervaffnung der D'ampfer und das häufigere Fahren in geschützten Geleitzügen unsere U-Boote in keiner Weise adgehalten hat, reiche Ernte unter dem Schiffsraum unserer Gegner zu halten.

Künstlicher Nebel als Abwehrmittel?

Im Londoner ,,Lbserver" vom 23. September er­zählt Gerard Fiennec von einem neuen Allheilmittel gegen die Unterseebootsgefahr. Es handelt sich darum, daß auf vielen Dampfern jetzt Rauchkästen aufgestellt eien, die es ermöglichen, sich bei einem Unterseeboots­angriff einzuhüllen und dem Verfolger zu entziehen. Diese Verinummungstaktik habe, sagt er, bereits man­chem angegriffenen Dampfer das Entkommen erniög- licht. Gewiß ist es richtig, daß nach all dem Fiasko der bisherigen Abwehrmatznahmen, wie Netzen, Ge­leitzügen, Wasferboinben, schärfsten Bewachungs­dienstes, Bewaffnung der Darnpser usw., nun auch der künstliche Nebel als weiteres Abwehrmittel auf­getaucht ist. Ja, es wird von manchen übereifrigen oder auch überängstlichen Schiffen sehr viel Gebrauch von dem cheinischen Nebel gemacht, der vom Heck als dicker bräunlich gelber Qualm aussteigt und sich bei nicht zu starkem Luftzug als mächtige Rauchwolke auf das Meer lagert. Für den Laien könnte dieser Ge­danke bestechend wirken, der Seemann jedoch und ins­besondere der U-Bootsmann lächeln nur über diesen neuen Versuch englischer Hilflosigkeit. In Wirklich­keit nämlich ist die ,,Nebelei" völlig belanglos, denn bekanntlich sind die windstillen Tage auf dem Meer äußerst selten, besonders jetzt im Herbst und nahenden Winter. Da herrscht zumeist eine recht stramme Brise auf dem Ozean, die den künstlichen Nebel sehr rasch davonführt. Außerdem glaube mau doch nicht, daß unsere U-Boots-Kommandanten dieser ,,Nebelfabrik" nicht gewachsen wärell. Sie wählen einfach ihren An­griffspunkt so, daß sie den Wind im Rücken haben und der nebelerzeugende Dampfer zwischen Nebel und U-Boot zu stehen kommt. Mancher Dampfer hat schon durch seine künstliche Nebellvolke weitab stehende U- Boote aufmerksain gemacht und ihnen bei dem immer seltener werdenden Schisssverkehr im Sperrgebiet ein lohnendes Ziel für Torpedo oder Geschütz verschafft. Mit der neuen Erfindung ist es wirklich nichts. Es gibt eben kein Allheilmittel gegen unsere vortreff­lichen Unterseeboote!

Von F inden «nrstellt.

Tie sein- .^en Maßnahmen erschweren natürlich den U-Booten das Arbeiten, und es bedarf größter Umsicht und Aufmerksamkeit, um den von den Fein­den gestellten Fallen und Schlingen aus dein Wege zu gehen.

So geriet eines unserer kürzlich ztlrückgekehr- ten Unterseeboote an einem Septembertage in eine recht urtgeinütliche Lage. Starke'Bewachung harte das Boot längere Zeit unter Wasser gedrückt. Run aber wurde vorsichtig ausgetaucht und mit dem Sehrohr ein Rundblick genommen. Ta bot sich ein wenig erfreu­licher Anblick, denn das U-Boot war in einem großen Kreise dou zwanzig Fischdampfern umstellt, die zu je zweien genleinschasrUch von ihrem .Heck ein Suchgerät hinter sich herschleppten. Wahrscheinlich hatten sie die Tauchstelle des Unterseebootes ausgekundschaftet und dachten nun einen guten Fang zu tun. Unter diesen Umständen war es natürlich am geratensten, sofort wieder unter den Wasserspiegel zu verschwinden. Laut­los lief das Boot u nter Wasser mit ganz geringer Fahrt aus dem Kreise heraus, doch mehrere Male spürte man dabei ein eigentürnliches Scharren und Kratzen an der Bordwand, so daß man das Gefühl hatte, als ob ein Schleppnetz oder Drahtseil mit Haken langsanr von vorne über das Boot weggezogen würde. Plötzlich schien einer dieser Fangarme es erfaßt zu haben, denn das U-Boot wurde fast in einem rechten Winke! herumgeworfen. Dann aber hörte jede weitere Belästigung auf, und unbehelligt konnteU. . . aus dem Ring der arglistigen Verfolger davonlausen. Als es nach einer halben Stunde später wieder auf­tauchte, waren die geprellten Engländer noch immer eifrig beim Suchen. Um so größer war die allgemeine Freude der U-Boots-Manneu darüber, daß mau dem verhaßten Feinde wieder einen Streich gespielt hatte.

AllgeMeine KriegsRÄchrichterr.

Tic Amerikaner an einer ruhigen Front.

Der erste amtliche Bericht des anrerikanlschen Expe- ditio»cSheereS vom 37. Oktober meldet: Einige Ba­taillone unseres Expeditionskorps, die ihre Ausbil- duilg sortsetzen. um als Kerntruppe für die Ausbildung zukünftiger Korps zu dienen, haben gemeinsam mit kriegsgewöhnten französischen Bataillonen auf einem ruhigen Abschnitt oer französischen Front Gräben der ersten Linie besitzt. Unsere Truppen wer­den unterstützt durch einige Batterien unserer ÄrtiUerie im Verein mit kriegsgewöhnten französischen Batte­rien. Die Lage in dem Abschnitt bleibt normal. Unsere Mannschaften gewöhnen sich in glücklicherweise an das Leben in den Schützengräben.

Ter Ponr le Merite für Leutnant Schnieber.

Der Kaiser hat dem Kommandeur der 12. Jnf.- Division Generalmajor Lequis und dem im Heeresbe­richt vom 27. d. Mts. genannten Leutnant Sch nie ber vom Jnf.-Regt. 63 den Orden Pour le Merite verliehen. Leutnant Schnieber ist der Führer der 4. Kompagnie des Oberschlesischen Infanterie-Regi­ments Nr. 63, die den Monte Matajur stürmten. Er stammt aus Posen, wo sein Vater als Superintendent wirkt. Bei Ausbruch des Krieges befand sich Walter Schnieber im zweiten Jahr als Fähnrich auf der Kriegsschule. Bei den Kämpfen seiner Triippe im Osten und Westen zeichnete er sich hervorragend aus, daß er sehr frühzeitig mit dem Eisernen Kreuz 1. Kl. geschmückt wurde. Leutnant Schnieber steht im 23. Lebensjahre.

Frankreich will Italien helfen.

Eine Havasmeldung aus Paris verkündet: Der Ministerrat unter Vorsitz Poincares ist heute abend zusammengetreten, um die militärische Lage zu prüfen und über die Mitwirkung der Verbündeten an der italienischen Front zu beschließen.

Wien, 29. Okt. Aus dem Kriegspressequartier wird mittags gemeldet: Gestern sind unsere Truppen auf der Karsthochfläche über San Michele vorgedrungen. Auch die Podgora-Höhe wurde genommen. Im Cog- liv-Gsbiet und -ei Hividale erfolgr-iHeS Hordring-n,

auch nordwestlich von Eividale sind unsere Truppen im schnellsten Fortschreiten. Am Karnsichen Kamm wurde in Schnee und Sturm der große Pal erstürmt.

Bon Oesel zum Fsonzo.

Der Geireral Cherfils. einer der bekanntesten fran­zösischen Militärschriftsteller, schrieb vor einigen Tagen im ,,Gaulois" eine Betrachtung über das deutsche Vor­gehen in der Ostsee. Er behauptet, Deutschland wolle die Russin zu einem Sonderfrieden zwingen und schreibt dann:

Was wäre aber die Folge fragt Cherfils, wenn Rußland, wider Erwarten, noch einmal fest- bliebe? Dann lväre für Deutschland jede Aussicht geschwunden, seine 130 Divisionen von der Ostsee zum Schwarzen Meere nennenswert zu schwächen. Dann iväre es unmöglich, genügende Deutsche für die von Oesterreich verzweifelt erbetene Json- zooffensive freizumachen! Dann wäre die end­gültige Niederlage Oesterreichs auf der Isonzofront besiegelt."

Nun hat aber der deutsche Generalstab auch ohne russischen Sondersiieden genügende Kräfte fteizumachen verstanden, angegriffen und gemeinsam mit den Oester­reichern den Durchbruch am Jsouzo erzwungen! Der General Cherfils hat sich wiederum als schlechter Pro­phet bewährt.

Der Krieg zur See.

Seetresfen nördlich Ostende.

WTB. Berlin, 28. Okt. Nördlich Ostende kreu­zende lerchte Streitkräste des Gegners wurden am 27. Oktober nachmittags gleichzeitig von unseren Tor­pedobooten mit Artillerie und einer großen Zahl von Flugzeugen mit Bomben angegriffen. Odtvohl der Feind beschleunigt nach Westen abmarschierte, wur­den ihm mehrere Treffer detgedracht. Die eigenen Streitkräfte sind unbeschädigt zurückgekehrt.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Polityche Rundschau.

Italien: Orlando Ministerpräsident.

; Der König von Italien hat Orlando mit der Kabinettsbildung betraut.

Orlando, der Akademiker, hat eine schnelle Kar­riere gemacht. Er ist 57 Jahre alt und Sizilianer aus Palermo. 1903 berief ihn Giolitti als Justiz- minister. Das brachte ihn in den Ruf, ein Anhänger GiolittiS, des Neutralisten, zu sein. Das ist er aoer nicht. Eine radikale Richtungsänderung ist unter Or­lando noch nicht zu erwarten.

England: Aufrnhrstimmnng in Irland.

$ Nach englischen Meldungen steht die Grafschaft Karrh schon völlig im Zeichen der Rebellion. Sir Casement ist der Volksheld. Die Sinnfeiner sind völlig bereit, mit jedem Gegner Englands ein Bünd­nis gegen Groß-Britannien zu schließen. In der Ha­fenstadt Tratte macht man nicht einmal Hehl aus den freundschaftlichen Gesiihlen für Deutschland. Tie britischen Truppen werden überall in der Grasichaft boykottiert. Man weigert sich, ihnen Nahrungsmittel zu verkaufen und ihnen Unterkunft zu gewähren.

Aus aller Welt.

± So ist s recht. Weil er seine 74 Jahre alte Mutter nicht unterstützen wollte, wurde der Schacht­arbeiter Emanuel Nowack von Hindenburg vom ^Schöf­fengericht zu einer Haftstrafe von vier Wochen ver­urteilt.

** Unbefugt Steinhäger gebrannt. Der Hersteller des bekanntenSteinhäger", der Brennereibesitzer Rob. Schlichte in Steinhagen, wurde wegen unbefugten Verbrauchs von über 21 Tonnen Brotgetreide zu Bren­nereizwecken sowie wegen Ueberschreitung der Höchst­preise für Schlachtschweine zu 6000 Mark Geldstrafe verurteilt. Schlichte hat 11 Schweine an einen Händ­ler abgegeben, der sie zu Wucherpreisen an Geheim­schlächtereien verkauft hat.

** Beim Weichenstellen an die Schiene gesessett. Auf grauenhafte Weise verunglückte der 15jährige Streckenarbeiter Alois Andreß bei Susselweyersheim im Elsaß. Beim Herannahen eines von der Rangier­maschine abgestoßenen Güterwagens trat er im selben Augenblick in eine Schienenweiche, als diese vom Stett- werk aus reguliert wurde. Mit dein Fuß nun so ein­geklemmt, warf sich der Junge auf Zuruf des Auf­sehers zu Boden. Der Wagen rollte über ihn hinweg und trennte ihm den Fuß am Knöchel ab.

** Ein Fuchs als Jagdhund. Bei Burg a. F. hatte der Hüfner Rahmberg aus Puttgarden ein eigenartiges Jagderlebnis. Als ein von ihm getroffener Hase ins Schilf hineinlief, sprang ein aus der Lauer liegen­der Fuchs hinzu, um den Hasen für sich zu behal­ten. Durch das Geschrei des Hasen aufmerksam ge­macht, schlich der Jäger eilig hinzu und erlegte durch einen wohlgezielten Schuf den Fuchs mit seiner Beute im Maul.

** Einer eigenartigen Erkrankung fiel in Selllu- rod (Vogelsberg) der 61jährige Mühlenbesitzer O.Wtld zum Opfer. Er hatte bei der Ernte Getreidekörner gekaut und genossen. Dadurch entstand eine Strah­lenpilz-Erkrankung, die anfangs weniger ernst er­schien. schließlich aber zum Tode führte.

* Ein Großfeuer, dem sechs Gehülste zum Opfer gefallen sind, entstand in Pa ritz im Kreise Bunzlau.

Volkswirtschaftliches.

4 Berlin, 29. Oft. Die glänzenden Erfolge gegen Italien lösten in den Geschäftskreisen freudige Genug­tuung aus und wirkten auf die Marktstimmung an­regend.

^ Berlin, 29. Okt. Warenmarkt. (Nichtamt­lich.) Saatweizen 1925,50, Saatroggen 1421,60, Schilfrohr 4,254,60, Heidekraut auf Abladung 2,60 bis 2,70. Richtpreise: Rotklee 260276, Schwedenklee 210228, Weißttee 160-278, Inkarnatklee 118-132, Gelbklee enthülst 96-106, Timothy 96-106, RaygraS 108-120, Knaulgras 108-120, Wicken 43-65, Serra­della 4449 für 50 Kg. ab Station. Napsstroh 7,75 bis 8,00 per 50 Kg. frei Berlin, Flegelsttoh 4,75 bis S,26, Pretzstroh 4,60, Waschinenstroh 4,00-4.25., A