Ausgabe 
27.10.1917
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^^^egsver^BataiZ hervorgeht, abgeschossen oder zur Landung gezwungen 7uf und ini on Qn 9efÜ worden. Näheres über das Schicksal der einzelnen u Ähre iq-{ ^ben ^ Schiffe und ihrer Besatzungen ist zurzeit noch nicht . und Agent > n St bekannt. Der Chef des Admiralstabes der Marine.

lerntet Die Landung in Frankreich.

Nach demTemps" haben die Zeppeline sich im Nebel verirrt und sich infolge der nach Südosten gehen­den Luftströmung, nachdem sich ihre Betriebsstoffe zweifellos erschöpft hatten, über Frankreich befun­den. Bemerkenswerterweise führten die niedergegan­genen Zeppeline keine Bomben mit, kamen also nicht, um französische Städte anzugreifen, ihr Sprengstoff- vorrat war vielmehr schon über England erschöpft.

Tie Franzosen berichten weiter: Die bisher ein­gegangenen Meldungen lassen annehmen, daß elf von England kommende Luftschiffe französisches Gebiet über­flogen haben. Das von Anfang an durch Nebel erschwerte Unternehmen hat sich über einen großen Teil von England ausgedehnt, aber ein unglückliches Ende genommen. Bei Tagesanbruch waren noch acht Luft­schiffe über Frankreich. Drei, die einigermaßen zu- sammengedlieben waren. versuchten unsere Linien zwi­schen Luncville und Baccarat zu überfliegen; aber eines von ihnen wurde in der Umgebung von St. Cle­ment durch die 174. Flugabwehrgruppe abgeschossen. Tie beiden anderen konnten entkommen, wurden aber noch durch vier unserer Flugzeugführer von den Ge­schwadern Nr. 77 und 89 angegriffen, die eins von ihnen 5000 Meter hoch erreichten und auf Schußweite angrissen. jedoch unter Erschöpfung ihrer Munition zur Aufgabe des Kampfes gezwungen waren und im Nebel verirrt, auf freiem Felde landen mußten.

Englische Behauptungen.

Reuter drahtet in die Welt:Anscheinend sind in der Nacht vom Freitag zum Sonnabend nur drei Bomben auf das Gebiet von London abgeworfen wor­den: alle drei auf weit voneinander entfernte Be­zirke. Die erste Bombe tötete 4 Personen, die zweite 5. die dritte 10. Durch die beiden letzten wurden auch mehrere Personen verwundet. Brände wurden nicht hervorgerufen."

Amerikanische Wahlmanövrr an der Front.

DieTimes" meldet, daß der amerikanische Kom missar des Ministeriums des Aeußern, Francis Hugo, m Europa angekommen ist. Er ist ernannt, um die Stimmabgabe der Soldaten und Matrosen einzusam­meln, die sich in Europa und in den europäischen Ge­wässern befinden. Francis Hugo hat ein .Hauptquartier, um die Stimmzettel unter Den Mannschaften in den Laufgräben und auf der See zu verteilen. Es ist dies zum ersten Male in der amerikanischen Geschichte, daß versucht wird, die Stimmen amerikanischer Bürger außerhalb des amerikanischen Gebietes 511 zählen.

Amerika gegen Sonderfrieden.

Schweizer Meldungen zufolge berichtet dieTimes" aus Washington, daß die Regierung der Bereinigten Staaten gelegentlich ihrer Teilnahme an der Pariser Ententekonferenz dem Londoner Separatfriedensabkvm- men beitreten werde.

Wilson mag sich beruhigen: Deutschland wird mit ihm auch keinen 'Sonderfrieden machen!

Klöster als Zwangs-Lazarette.

Ein russischer Regierungserlaß ordnet an, daß die Mönche und Nonnen in Rußland im Alter bis zu 48 Jahren zum obligatorischen Sanitäts­dien st in den Militärlazaretten einberufen und alle Klöster in Rußland als Lazarette requiriert werden.

Uncle Sam soll hungern.

DemMatin" zufolge meldet derNew Kork Times", daß der Lebensmittelkontrolleur Hoover an das amerikanische Volk einen neuen Aufruf zur Ein­schränkung des Lebensmittelverbrauchs zugunsten Frank­reichs und der übrigen Alliierten gerichtet hat.

Die Russen Plündern Rumänien aus.

WieRußkoje Slowo" mitteilt, hat der Vorsitzende rumänischen Delegation in Petersburg, Brantranu, dem Handelsminister Konowalow eine Note überreicht, wonach die russischen Truppen in Rumänien fast alle rumänischen Waren und Jndustrieprodukte vernichtet (!!) oder weggeführt haben. Kono­walow habe schleunige Behandlung des Ersuchens der Deleaation, Rumäniens Bevölkerung an den russischen Vorräten teilnehmen zu lassen, angeordnet.

Wie zart die Russen die Begriffestehlen" und rauben" "mitwegführen" umschreiben!

Wie wohl müssen sich da die Bewohner der ru­mänischen Wallachei fühlen, die unter den Schutz ihrer deutschenFeinde" geraten sind und nicht von ihren russischenFreunden" ausgeplündert werden können!

Erzbischof Dr. Fanlhaber über den Frieden.

Der Erzbischof von München-Freising, Tr. von Faulhaber, der zurzeit im Gebiete des Generalgou­vernements Warschau weilt, hielt am Vormittag in der Kathedrale auf dem Sachsenplatz einen feierlichen Gottesdienst ab. In der Predigt sagte er nach dem ausführlichen W.T.B.-Bericht u. a.:

Die Friedensnote des Heiligen Vaters habe bei den deutschen Regierungen ehrfurchtsvolle Aufnahme und Anerkennung gefunden. Zum Friedensschluß aber gehörten immer zwei Parteien. Wenn die eine Partei mit Haß antwortet, sagte der Erzbischof, dann können wir mit gutem Gewissen antworten: Deutschlands

Söhne sind umgürtet mit der Bereitschaft des evangelischen Friedens. Das bedeutet keinen Schattenfrieden, keinen falschen Frieden; denn auch in Zukunft muß das deutsche Volk fest auftreten und fest pusschreiten können auf dem Wege der Entwicklung

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19. zum 20. Oktobers ader England be|ont)cra

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VeS Vaterlandes. Ein sänket Friede wViVe b*I «off mit Skorpionen strafen, nachdem der Krieg es mit Geißeln geschlagen hat. Es gibt kein schlimmeres Wort für den Menschen, als das, umsonst gelebt und ge­arbeitet zu haben. Wir wollen diesen Verzweiflungs­schrei für diesen Krieg nicht hören, wollen nicht, daß all dies Blut vergebens geflossen ist. Die Riesen­arbeit an der Front und im Heimatheere darf nicht umsonst gewesen sein."

" Der russische Kriegsminister hat besohlen, daß außer den Jahrgängen 1895 und 1896 auch derjenige von 1897 entlassen wird.

" Der französische Ernährungsminister Long er­klärte kürzlich in der Kammer, die Getreidebeschlag­nahme werde unvermeidlich sein.

" Der Anarchist Leccie hat vergeblich ver­sucht, den französischen Militärhetzer Herve in dessen Bictoire"-Redaktion zu ermorden.

" Tie Räumung von Petersburg wird fortgesetzt.

" Der griechische Minister des Aeußern gab in der Kammer eine Erklärung ab dahin:Der Friede steht noch nicht vor der Tür: der Krieg wird noch lange dauern."

" Das italienische Kabinett Boselli steht vor dem Rücktritt; eine neue Friedeuspartei hat bereits 117 Deputierte als Mitglieder gewonnen.

manische Wappen und auf t*cr Nöckfeit? ? Tifdjttft Erinnerung an den Besuch des Kaisers in Konstanti­nopel tragen, sind in der Münze geprägt worden. Die beider: ao^dencn Münzen werden dem Sultan und dem Kaiser überrc'.cht werden.

Griechenland: Tie Aufteilung.

; Die Budapester ZeitungAz Eft" meldet aus Luzern: ..Tribuna" meldet aus Athen, daß die Ita­liener mehrere Inseln im Jonischen Meer besetzt haben.

Columbia: Zittere, Germania! r Der PariserTemps" meldet aus Bogoto: Der Senac von Columbia nahm mit starker Mehrheit einen Antrag auf Mißbilligung des Verfahrens des deutschen U-Bootkrieges an.

Der nördliche der südamerikanischenStaaten", ein bisher rauhes Gewirr von zusammengeschlossenen Be­zirken (1,2 Millionen Quadratkilometer --- mehr als zweimal größer als Deutschland, mit 5 Millionen Ein­wohnern. d. i. etwa doppelt soviel wie Berlin allein!) hat sich natürlich nur dem Zwange der Nordamerikaner gebeugt.

Gerichtssaal.

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Die U-Bootbeute im September.

Immer noch 672 000 Tonnen.

Der Bersenkungsplan des U-Bootkrieges sah von vornherein ein Sinken der Ziffern vor, weil bei einem Erfolg mit der Zeit eineLeere der See" eintreten mußte. Die Gegner setzen natürlich das Sinken der Erfolgziffer auf das Konto eigener Gegenmaßnahmen. Dies Manöver ist, wenn man sich in die höchst petn- lühe Lage unserer Feinde versetzt, durchaus verständlich. W.nn unsere Feinde noch immer hoffen, mit diesem Speck Mäuse zu sangen, so werden sie, wie schon so oft, eine Enttäuschung erleben.

Der Krieg zur See.

48 000 Tonnen.

Im Mittelmeer sind durch zielbewußte Leitung und frischen Wagemut unserer Unterseeboote, aller se Endlicher Abwehr zum Trotz, wieder 12 Dampfer uuo ^ Segler mit über 48 000 Brutto-Register-Tonnen vtuentt worden.

Ein U-Boot-Kommandant, Oberleutnant zur See Korsch, /chotz rm Golf von Genua aus einem nach Italien kestimmten Geleitzug von 7 Dampfern in 18 Minuten drei beladene Dampfer heraus.

Ein anders U-Boot, Kommandant Kapitänleutnant Marschall, vernichtete zwei große, tiefbeladene Kriegs- marcricltiansporter, die sich in stark geschützten Ge­leitzügen auf dem Marsch nach Aegypten befanden. Einer davon n. Munition und Flugzeugen als Ladung, flog nach dem Torpedotrefser mit gewaltiger Detona­tion in die Luft. Dasselbe U-Boot kämpfte den be­waffneten englischen Patrouillendampfer H. tz. S. Charlesiu" im Artilleriegefecht nieder und erbeutete tKriegsslagge und Ko.nmandantenwimpel.

Tie Berkehrsziffern fallen."

Zu der letzten Admiralitätsbekanntmachung über die Schiffsverluste der letzten Woche bemerkt der Sach- merkt der Sachverständige derTimes":

Ein auffallender Unterschied ist in der Angabe des gesamten Schiffsverkehrs zu bemerken, der in An­künften und Abfahrten tausend Schiffe ausmacht. Wäh­rend in der vorigen Woche 2519 Schiffe einliefen und 2632 ausliefen, verzeichnet die dieswöchentliche Ankün­digung bloß 2124 eingelausene Schifte und 2094 Ab­fahrten. Die bloße Tatsache, daß die Verkehrs­ziffern fallen, während die Anzahl der versenkten Schiffe ungefähr gleich bleibt, soll eine Warnung dafür sein, daß der Unterseebootkrieg keineswegs be­siegt ist."

Die Engländer bestätigen hier, was der deutsche Admiralitätsbericht immer wieder sagte: der Verkehr wird schon erheblich schwächer.

Politische Rundschau.

Die Kaiserin vollendete am Montag ihr 59. Lebensjahr. Ihrem Wunsch gemäß ist von allen Feier­lichkeiten abgesehen worden.

Landtagsabgeordneter Rittergutsbesitzer von Kotze (Kons.), Landrat a. D., ( 6 . MagdeburgWanzleben) ist gestorben.

:: Freies Geleit für Luxburg. Die englische Re­gierung hat dem früheren deutschen Gesandten in Ar­gentinien, Grafen Luxburg, der sich in Buenos Aires im November an Bord des DampfersHollandie" nach einem an Deutschland anstoßenden Lande einschiffen soll, fteies Geleit zugesichert.

:: Reichstagsmehrheit und Kanzler. Am Montag sind die Vertreter der Mehrheitsparteien: der So­zialdemokraten, der Fortschrittlichen Volkspartei, der NationaNiberalen und des Zentrums, zu einerinter­fraktionellen Besprechung" zusammengetreten. Den Ge- aenstand der Unterhaltung bildet die Regierungs­krise, deren Lösung durch die Reise des Kaisers nach dem Balkan verschoben worden ist, die aber nach der B. Z. a. M."nunmehr gelöst werden kann und muß".

* . *

Holland: Zivildienstpslicht.

I Der Zweiten Kammer liegt ein Gesetzentwurf über die Einführung der Zivildienstpflicht vor.

Finnland: Zivilehe in Finnland.

; Der finnische Senat hat der russischen Provisorischen Regierung das von dem Landtage angenommene Zivil- ehegesetz zur Genehmigung unterbreitet.

Türkei: Kaiserbesuch-Denkmünze.

; Denkmünzen, und zwar zwei goldene, 50 silberne und 100 bronzene, die auf der Vorderseite das

Eine gräßliche Untat voUführten im Mai d. I. die 15 bezw. 17 Jahre alten Bergarbeiter Wenzel und Franz Pokorny aus Lintfort. Durch daS Lesen von Schundromanen, Jndianernschmökern usw. kamen sie auf den Gedanken, einen Menschen zu schlachten und von seinem Fleisch zu essen. Wenzel lockte den 3Vs Jahre alten Bernhard Weller in den Keller und schlug solange den Kleinen auf den Kopf, bis er tot zusammenbrach. Am andern Morgen machten sich die beiden Brüder daran, Fleisch von dem Getöteten zu braten und zu verzehren. Dabei muß ihnen wohl der Gedanke an das Ungeheuerliche der Tat gekommen sein, denn sie ließen von der Leiche ab und trugen sie in den Keller zurück, wo sie darauf von der Polizei gefunden wurde. Wenzel erhielt jetzt von der Klever Strafkammer wegen vorsätzlichen Mordes 7 und Franz wegen Verleitung zum Mord 6 Jahre Gefängnis.

-j- Ter Paftagierfcheinvermittler. Der Bureauvor­steher Joh. Siedlatzek aus Schopp initz wurde zu neun Monaten Gefängnis verurteilt, weil er sich dazu hergab, Schmugglern zu Passagierscheinen zu verhelfen. Er war Vorsteher des Meldeamtes der Gieschegrube und hatte als solcher die Anträge auf Erteilung von Passierscheinen für die aus der Grube beschäftigten und in Polen wohnenden Ausländer auszustellen. Diese amtliche Befugnis benutzte er zu einem lohnenden Nebengeschäft, indem er auch für jüdische Handelsleute solche Anträge ausfertigte, wofür ihm jeder 50 bis 300 Mark bezahlte. Für dieses Nebengeschäst, das er meist in einem Kaffee in Sosnowitz betrieb, hatte er sogar zwei Schlepper.

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Aus aller Welt.

** Seifenregen. Ein ungeheurer Meuschenauflauf entstand in Hamburg in der Desenitzstraße. Aus der vierten Etage eines Hauses flogen kleine und große Pakete, die einen Seifenregen auf die Straße ergossen. Ein wilder Kampf entspann sich darum, und schließ­lich zog jung und alt, groß und klein beladen mit Seife von dannen. Und des Rätsels Lösung ? Vor der Tür der betreftenden Wohnung, aus der sich der Segen auf die Straße ergoß, standen Kriminalbeamte und begehrten Einlaß. Der WobnungSinhaber wußte, was auf dem Spiele stand, und suchte nun, ehe die Beamten hereinkamen, das Beweismaterial zu besei­tigen. Also warf er die Seife, mit der er einen schwunghaften Handel trieb, zum Fenster hinaus. Die Volizei nimmt an, daß es sich um die Bertriebsstelle einer Fabrik handelte, die Seife aus hinterzogenem Fett herstellte.

** Ein Holzhieb für die Kriegsanleihe. Die Ge­meinde Berolzheim hat zur Kriegsanleihe 120 000 Mk. gezeichnet. Sie bringt das Geld durch einen außer­ordentlichen Holzhieb auf.

** Ter erste ordentliche weibliche Professor. Fräu­lein Dr. Marie Elisabeth Lüders, die nach ihren im Dienste des Generalkommandos in Belgien geleisteten sozialen Hilfsarbeiten ins Kriegsamt berufen war. hat einen Ruf als ordentlicher Professor für Sozialpolitik an die neugegründete Leopoldakademie nach Detmold erhalten.

** Fm Schlaf erstickt. In dem Luftschacht eine- Martinofens des Walzwerks Neu-Oberhausen fand man den hoUändischen Arbeiter HendrikuS van Ahlen er­stickt. Er hatte sich in den gefährlichen Luftschacht zum Schlafen niedergelegt.

** Drei Kinder verbrannt. Bei einem Zimmer­brand iu N i p p e s bei Köln sind die drei im Alter von ein. zwei und fünf Jahren stehenden Kinder des Tagelöhners Faßbender umgekommen. Die Mutter war abwesend. Der Vater der verunglückten Kinder steht im Felde. Vermutlich ist das Unglück dadurch entstan­den, daß die Kinder mit Feuer gespielt haben.

** Mit Tüchern erwürgt. In ihrer Wohnung in der Damenstiftstraße in München wurde ain Sonntag die 23 jährige Marie Engelmann mit Tüchern erwürgt und beraubt aufgefunden. Vom Mörder fehlt noch jede Spur.

** Ein frecher Postraub. Ter Werttrnnwortkaftett des Postamts Thorn 2, welcher etwa 20 000 Mavk in barem Gelde, Postwertzeichen und Versicherungsmarken enthielt und von zwei Poftausbplferinnen zum Bahn­hofspostamt gebracht werden sollte, ist unterwegs von einem unbekannten Manne, mit Postmütze bekleidet,

geraubt worden.

** Dampfer auf See verbrannt. Lyoner Blätter melden aus Las Palmas auf den kanarischen Inseln, im Nordwesten Afrikas, südwestlich von Spanien: Der spanische Danrpfer Ernesto hat 45 Ueberlebende von der Besatzung des Damvf-rs C a h v n* a gelandet, der am 13. Oktober nach einer Feuersbrunst an Bord auf der Höhe der marokkanischen Küste untergegangen ist.

* .

* In Nürnberg wurde der Buchdruckereibesitzer

Konrad Beißwanger verhaftet. In seiner Druckerei wurden Flugzettel hergestellt, die zum offenen Barer- landsv§rrat cmsftrderten. ä.. .