Ausgabe 
20.10.1917
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konnten sich hier nicht einniften, durch das kleinste ! die durch den Mangel an Leuchtö!. be'onder- in den

Quantum Petroleum schon an der ProduktionSkStte unter die staatliche Kontrolle kam. ES gab -war keinen direkten ProduktionSzwang. ober er wurde indirekt da- durch bedingt, daß die Produktion von Hei;- und Schmier öl für Heer und Flotte und für die Kriegsindustrie ou' das ftranfte organisiert wurde. Mit der Produktion dieser Lele aber wurde ganz automatisch zugleich Leuchtul produziert und kontrolliert.

Inzwischen haben sich die Verhältnisse in sachlicher Hinsicht nicht unwesentlich verändert. Die Rohölpro duktton bietet zwar nach der Befreiung der galizi'chen Quellen und der erfreulichen Fortschritten, die in der Wiederbelebung der rumänischen Nohölgewinnung ge macht wurden, kein unerfreuliches Bild. Abe bet der Verarbeitung des Rohöls, die ziemlich beliebig - wo- rauf man das allgemeine Publikum aufmerkl-m mach n muß auf lehr verschiedene Mengen an Produkten eingestellt werden kann, von denen Benzin, Schwerben- ztn, Terpenttnersatz. Leuchtöl, Treiböl. Heizöl und Schmieröl die wichtigsten sind, must auf den steigenden Bedarf der Kriegswirtschaft an Benzin, Treiböl, Heizöl und Schmieröl Rücksicht genommen w den. fodoß ver- hältnlSmäßig wenig Leuchtöl erzielt werden kann Es genügt, auf die Durchführung des verschärften U Boot« kriegeS hinzuweisen. auf die dadurch außerordentlich gestiegene Verwendung von HZ;. und Schmierölen bei der Marine, auf die wachsende Zahl von Flugzeugen, von deren Dasein wir in den Heeresberichten lesen und deren Motore mit Benzin getrieben werden, schließlich aus die wachsende Verwendung von Automobilen und von technischen Qelen in den KrtegSbetricben. Hier hat besonders auch seit dem bekannten Hindenburg-Programm die deutsche Kriegsindustrie bis dahin gan; ungeahnte Anforderungen an die Lelproduktton gestellt. Auf der anderen Seite haben sich EriotzbeleuchtungSmittel wesent. lich vermindert Es gibt keine nennenswerten Mengen von Spiritus für Beleuchtungswecke, ebensowenig Acetylen, und infolge des steigenden .Kohlenmangels ist auch der Verbrauch von Gas und Elektrizität, w e bekannt, auf das Umfassendste eingeschränkt worden. Durch die so gewaltig gestiegene Verwendung von Treib, ölen ist die Produktion von Lruchtöl erheblich zurückge« gangen. Es kann kein Streit darüber bestehen, daß hier Krieg-Notwendigkeit vocltegt: denn es ist wichtiger, daß unsere Flugzeuge und U Boote, sowie die Kriegs, industrie Treib' und Schmieröle in den notwendigen Mengen zur tlkrfüqung haben, als daß wir uns im Innern unbeschränkt mit Leuchtöl versorgen können. ES kommt hinzu, daß die Zufuhren aus Qcftecreich für die nächste Zeit geringer werden. Die österreichisch. Presse hat dafür die Zlsiern abgeben können. Danach setzt das neue llcbcrcinkommcn über die Mtneralöllicferung nach Deutschland fest, daß die Ausfuhr von Petroleum auf 3-10 Waggons pro Monat herabgesetzt wird. An Heizölen werden 100<> Waggons nach Deutschland ge. langen; in der Schmieröl, und Parafftnquantität sieht der neue Vortrag keine Veränderung der gegenwärtigen Ziffern vor

Auf diesen Gegensätzen hat sich nun gerade für diesen Herbst und Winter die Notwendigkeit ergeben, den Petrolcumvcrbcauch in Deutschland ctnzuschränken. Das Handcllpetroleum, dos heißt diejenigen Mengen von Petrol um. die dem Handel zur Verfügung gestellt tverden, wird erheblich eingeschränkt werden müssen. Dagegen kann das sog. Ansgleichspetroleum in der gleichen absoluten Menge wie im Vorjahre, zur Ver» sügung gestellt werden. Dieses Ausglcichspetroleum wird bekanntlich den Landeszcntralbehöcden für besonders dringliche Bedürfnisse der Landwirtschaft und der Heim­arbeiter, sowie für unvorhergesehene Zwecke zur Ver­fügung gestellt, und eS ist in jedem Falle erfreulich, daß gerade dieses Ausglctchsproleum in der gleichen absoluten Menge ivtc im Vorjahre erhalten bleiben konnte.

Die geringere Verteilung von Petroleum erklärt sich also sachlich sehr einfach. Aber freilich ist durch diese Erklärung nichts an den Unzuträglichkeiten geändert.

Familien ärmerer Vedölkerung-fchichten, entstehen münen. Immerhin genügt di; Eck äeunp. um zu erk n"en. taf der Mangel an Petroleum nicht cm guten oder bösen Villen der Behörden liegt, sondern e nkach on Kriegs- Notwendigkeiten die im Augenblick nimand ändern kann

Die rraatserbalfetide Sozialdemokratie.

Seit jener d nkwürdiqen ReichStagSsitzung im August - 1914, da die deutsche Sozialdemokratie in enger Ge lchloßenheit mit ollen übrigen Parteien kür die Kriegs ! kredite gestimmt hat. konnte die Welr willen, wie lächer | lich die Annahme ist. DeuEch'-nd würde, in Parteien r gespalten, onß-inonde?lallen ^ achrend der ganzen drei Kriegsjahre hat die Sozialdemokratie es niemals daran fehlen lassen. immer wieder aufs Reue Anerkenn'mg und Bestätigung jener August Polit k zu geben Sie hat es gewiß on Kritik gegenüber Vorgängen, die ihr falsch und unzweckmäßig erschienen, nicht fehlen lassen und oft ist solche Kritik wohl auch nicht gerade milde und gewiß auch nicht 4mmec gerecht gewesen, auch hat die deutsche Sozialdemokratie niemals einen Zweifel daran gelassen, daß sie für ErobrrungSpläne nicht zu haben ist, daß sie vielmehr mit aller nur ausdenkbaren Entschiedenheit zur MehrheitSentschließung vom 19. Juli stehe Aber ebensowenig hat die deutsche Sozialdemo­kratie jemals verleugnet, daß sie bis zum letzten Atem­zug für die Unversehrtheit 2eS deutschen Territoriums .inzutreten entschlossen ist. und daß sie auch sonst so lange kämpfen will, bis ein Friede, der dem deutschen Volke das Dasein sichert, erreicht ist. Unter diesen Um­ständen kann cS nicht verwundern, wenn auf dem Würz­burger Parteitag die deutsche Sozialdemokratie sich ein oeutig dazu bekennt, daß sie mit ollen ihr zu Gebote stehenden Kräften das deutsche Reich gegen jeden feind lichen Zugriff zu vertetNaen und den Staat gegen jede feindliche Anmaßung zu schützen hat. Solche Gesinnung und solche Entschlußbereitschaft kommen besonders in der Resolution Löbe, die sozusagen das Rückgrat der hierhergehöriqen PartetkogS.l^örterungen bildet, klar zum Ausdruck Es heißt da: .Die sozialdemokratische Partei Deutschlands hat sich seit Ausbruch des Kriegs Uebcreinstimmung mit den Grundsätzen der Partei zur Pflicht der Berteidiguna ihres Landes bekannt. So zu handeln war eine harte Notwendigkeit, wenn wir nicht wollten, daß durch unsre Schuld die Glfohr einer Niederlage Deutschlands itrm d e dauernde wirtschaftliche Verelendung unsres Volks und insbesondere dcr deutschen Arbeiterschaft herbeigesührt würde Dcr Parteitag bil ligt daher die von der NeichSlogSfraktion während der KciegSzeit vertretene Politik. Es kann kein Zweifel darin bestehen, daß diese Entschließung in Würzburg zur Annahme gelangt; sic wird unser,, Feinden aulS Neue Kunde bringen von de- unbedingten und durch nichts aus dem Gleis zu dingenden Entschlossenheit ganzen dcutschen Volks, das deutsche Reichsgebiet

butd, dir «arten Bekenntnisse von Wüezburg eine- *Wfrr ( bri.brt worden fein; ebemo etwa wie sie,

r.r,' - durch das Bikonntweeden der wenigen

-.---<7,, Zor.-Sngc in tcr deutschen Marine Hoffnungen n .'.in sollten, in wichen Hoffnungen durch d -'- w -,en üb r die ruis.-chen und enginchen n-.zsung.n der Insel Cefel eine heftige Trübung er- fahren haben. __

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von jedes Feindes Fuji frei zu halten. Ties ft!t auch fflt (fl(af) Lolhlin.wn. In der Sntichlictzung Lo.be heißt eS weiter, daß dcr Palleitag mit alle: putichiedeiih it gegen Pläne, die auf eine Aufteilung vou Elsaß.Loth. ringen ouSgehe». ffr testiert. Wenn nun hiermit zu­nächst die Absichten, die dahin gehen. Elsaß-Lotheingen zwischen einigen deutschen Buiid.Sstaoten auszuteilen, zuruckgewiesen Weeden, so ist c, doch silbitverfländlich, daß der sozioldimokeati'che Protest mich mit gleicher Heftigkeit gegen jeden Anspruch Frankreichs, aus t^lsaß Lothringen einen Teil herauSzureißen oder gar das ganee Land zu .desunn-xienieren". richten will. Auch t deutsche Sozia-demokcolie bikenut sich zu dcr Auffassung de» Herrn v. Kühlmann, daß Deutschland, was Elfaß. l Lothringen betriff,, nur ein dreifache» .Niemals' zu > antworten hat. Solche tonisch,offenhei, und ««eichlossen. der sozialdrinokratischrn Partei sind geeignet, die schlechten Eindrücke der lebten NeichstagSverhandiungen wieder Well zu machen. Sollten uniee Kegner aus je nen SBorttumulten etwa auf einen in Deutschland um sich greifenden Bo.fall geschlossen haben, so werden sie

balldar»acdung von TerKelfleircb au« fiausfcblacbfungen

Zur Zeit werd n vicl'ach Ferkel zur ^Selbstversor­gung im P^'cge der Houc-schlachtung abgcschlachtet und ;ur Herstellung von Wintervorrätrn verwendet. Hier­bei darf nicht außer aN gelassen werden, daß solches Fleisch durch Pökcln oder Räuchern schwerer haltbar zu machen ist. als das Fleisch schlachtreifer fetter Tiere. ES hängt dies mit dem Wassergehalt des Fleisches zu­sammen. der glößcr ist als bei fettem Fleisch. Das Fcrkelfleifch wird demnach, ähnlich wie Rindfle'.fch, schar- rer und sorgsamer gepökelt werden müssen. Im ein­zelnen sind folgende Maßnahmen zu beachten:

Tie Tiere müssen vor der Schlachtung gut ousge. ruht fein und büif n 6 Stunden vorher nicht gefüttert werden. Bei der Schlachtung sind sie gut zu entbluten und dann in zwei seitliche Hälften zu zerlegen. Diese Hälften sind etwa 24 Stunden in einem lustigen Raum auSsitkühlen, bevor die Zerlegung in kleinere Stücke, von höchstens 2 b-S 3 kg, erfolgt.

Alsdann sind die Stücke mit grobkörnigem Salze gründlich, namentlich in dcr Umgebung der Knochen, einzureiben und fest in sorgsam gereinigte, vollkommen dichte Gesäße cinzupack<n und zu beschweren. In 2 bis 3 Tagen muß das Fleisch ganz in der sich durch den Austritt von Fleischsaft bildenden Salzlake stehen, andernfalls muß frisch bereitete Salzlake zugefügt werden. Nach 8 Tagen und ebenso nach weiteren 14 Tagen ist das Fleisch umzupacken. In 36 Wochen ist der Pökel- Prozeß je nach Größe - de^ Stücke vollendet. Danach ist das Fleisch in warmem Wasser kräftig abzubürsl^n und 6 Stunden an der Luft hängend zu trocknen, um dann geräuchert zu werden. Das geräucherte Fleisch ist in einem luftigen und trockenen Raum aufzubcwahcen. Stücke mit viel Knochen sind zuerst zu verbrauchen. Vor dem Gebrauch ist das Fleisch zu wässern, damit cS an Schärfe verliert und die Schwarte weich wird.

Beim Einwecken ist Ferkelfleisch vor dem vorschrifts­mäßigen Gar- und Einkochen zu pökcln. Die Pökelung hat 34 Tage zu geschehen, wenn das Fleisch entknocht, dagegen etwa 8 Tage, wenn eS mit Knochen eingewcckt wird.

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Seidenyaru Am 26. September 1917 ist inL

Bekanntmachung Nr. W. S. 400/7. 17. K. R. A., be-^ treffend Beichlalinahme und Best.'ndSerhcbung von Seidengacn, in Straft getreten. Durch diese Bekannt machung werden sämtlich, im Inland befindlichen Seiden garne. soweit sic nicht ausdrücklich vou den Bestimmungen der Bck nntmachung ausgenommen sind, einer Beschlag! nähme und Meldepflicht unterworfen. Seidengarne inj Stune dcr Bekanntmachung sind Grege, Qcganzine/ Trame und Sckwppe ohne Rücksicht darauf, ob sie her- gestillt sind aus Erzeugnissen des Maulbeec oder Eichen- (Tuffah.) Spinners, ferner für Näh- und Stickzwccke bestimmte Schoppe» und reale Setdengarne. Die von der Bekanntmachung nicht betroffenen Seidengarne find in 8 1 der Bekanntmachung unter Ziffer 1 bis 6 besonders aufgeführt. Die Veräußerung und Lieferung der beschlaa »ahmten Seidengarne an die SeidcnverwertungL-G. m. b. H , Berlin, Viktoria Luise Platz 8. ist gestaltet Sofern die Veräußerung an diese Stelle nicht bis zum 30 November 1917 erfolgt ist, ist Enteignung zu ge- würtigen. Im Falle der Ablehnung des Ankaufs durch

(vffäiit überhaupt und Ml

' Lehrer als KnrAtrme

,hl he«tt»er Landgemem tiriamciitct und Beigeordmt Um auck vorerst M wie drr hcisifche Landtag stimM di tf lneindewahien mit UiUd tan befindlichen Wähler bis i:ncben. ^os hessische Mistel lik'nrn Landgemeinden, wo es n i: fiebern an geeigneten Pers da ^ürgermeisteceigeschäste sel Cct angestellte Volksschulleh külgccmcistern ernannt. Nacl k.untcn bisher Geistliche und Bl i? tcr jiommtialücrtoQltwiQ n Dag Datengeschenk im! die ylvhn Wert in küßten Z cmes Gischenks betgemessen HQ- chcdcm noch eine Km Kunst. Besondere Sorgfalt g'^'nk zugewandt. Im O p^cn wir eine ganze Reihe m reich vergoldeten Lederst itlm Patenkindern als bleibent v - 'inden dort auch Gesangb kostbaren Silbers, ^ 1 '? ünc§ Dasein b^bai ^ r ijcn hat eine neue Form

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Alle Druckfacbinvabraucbcr bilk ich, ihre Formular-Behände nachzufehen und jelzi z bef! n, w:; im Laufe eines Jahres zu Cnd: gehen wi d, und zwar aus drei ßriin* den: die Beschattung von Papieren kann später sehUchwierig s.iu- vrueksacheu find später sicher teurer als jetzt; flufnäge sind mir

jetzt besonders willkommen, wul genügend Zeit zur Ausführung ist. Ich bitte um freundliche: Berücksichtigung.

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