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Bezugspreis 50 pfg. monatlich
vierteljährlich 1,50 Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweigausgabestellen vierteljährlich 1,20 Mk. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Redaktionsschlutz früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert. Verlag der „«ießener Zeitung", Gießen.
Expedition: Züdanlage 21.
Anzeigenpreis 20 pfg.
die 44 mm breite P e t i t z e i l e, für Auswärts 80 Pfg. Die 90 mm breite Reklame-Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Geivicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberschreitung des Zahlung», ziele» (30 Tages, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneVerbindlichkeit.
Druck der Gießencr Verlagsdruckerei, Alhi« Mein.
Nr. 92 .
Telephon 9fr. 362.
Samstag, dm 20. Oktober 1917.
Telephon 9tr. 362.
30. Jahrg.
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Deutscher Flottenerfolg. Die Insel Moon genommen Hmilicde deutfcbe Cagesbericbn.
20000 Connen durch „U so"
Berlin, 16. Okt. Neue U-Bootsecfolge: „U 39", unter seinem in den Kciegsjahren hervorragend bewähr, ten Kommandanten Kapitänleutnant Forstmann versenkte unter anderen Erfolgen vor der Straße von Gibraltar 5 wertvolle Dampfer mit über 20000 Br.- N - To,
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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wtb. Großes Hauptquartier, 17. Okt. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
— In Flandern schwoll ber Artilleriekampf vom Uebex- a m Probe 4 stück inklusivlchvemmungsgebiet der User bis zur Lys gestern wieder >u erheblicher Stärke an. In einzelnen Abschnitten ar die Feuerkraft am Abend und auf der
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Front heute morgen gesteigert. — Außer Erkundungsgefechten, die auch zwischen dem Kanal von La Bassee und der Scarpe zahlreich waren, kam es nicht zu Jn- santeriekampftätigkcit.
Heeresgruppe dcutschcr Kronprinz.
Der Feuerkampf nordöstlich von Soissons dehnte sich gestern seitlich aus und war zeitweilig sehr heftig;
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nt» Munition
>e Produkte, Münchens hielt auch nachts an. — In der westlichen Champagne, in den Argonnen und auf dem östlichen Maas iser erreichte die Artillerietätigkeit gleichfalls größere “ Heftigkeit als in den letzten Tagen.
| Zehn (10) feindliche Flugzeuge und ein Fesselballon cad gestern abgeschossen worden. Leutnant von Bülow Kochte seinen 23. und Leutnant Böhme den 20. Gegner Im Luftkampf zum Absturz. — Dünkirchen wurde von Unseren Fliegern erneut und mit erkannter Brandwirkung durch Bomben angegriffen. — Zur Vergeltung für die Gmbenwürfe feindlicher Flieger auf offene deutsche Mdte wurde die im französischen Operationsgebiet siegende Stadt Nancy von uns mit Bomben beworfen. Größere Brände waren die Folge.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die auf der Insel Sworbe noch Widerstand leistenden feindlichen Kräfte wurden gestern durch unsere Truppen überwältigt. — Die Insel Oesel ist damit völlig in unserem Besitz. — Die Beute mehrt sich; gestern «den mehr als 1100 Gefangene eingemacht. — Unsere Leestreitkräfte hatten nördlich von Oesel und im Riga chen Meerbusen mit russischen Zerstörern und Kanonen- looten Gefechte, die für uns günstig ausgingen. — Lhnc eigene Verluste wurden die feindlichen Schiffe ',ur Umkehr gezwungen. — Mehrere Luftschiffe bewarfen pernau mit Bomben. Große Brände brachen dort aus.
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Auf der festländischen Front lebte die Gefechtstätig' 'eit beträchtlich auf; vordringende Streisabteilungen der Russen wurden Vertrieben.
Mazedonische Front.
Keine größeren Kampfhandlungen.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
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Berlin, 17. Okt, abends In Flundern, nord- Plich von Soissons und auf dem Ostufer der Maas !ebhaftec Artrlleriekampf. — Vom Osten bisher nichts Iteues.
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Berlin, 17. Okt. Nach der Niederkämpfung der chloeren Batterien auf der Südspitze der Insel Oesel iipd unsere Seestrcitkräfte in den Rigaischen Meerbusen tngedrungen. Sie haben ihren Vormarsch nach Osten m 17. Oktober fortgesetzt und beherrschen das Seege- )irt bis zum Moon-Sund.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
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wbt. GroßesHauptquartier, 18 Okt. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz.
! Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
In der Mitte der flandrischen Front war auch ge- fern der Feuerkampf stark; besonders in den Abend- wd den heutigen Morgenstunden war das Feuer am houthouister Wald und südlich von Passchendaele ge-
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steigert. — Bei Draaibank mehrmals vorstoßende starke Erkundungsabteilungen wurden zurückgewocfen. — Zwischen dem Kanal von La Baffee und der Scarpe, sowie südlich von St Quentin nahm bet Vorfeldgefechten auch die Feuertätigkeit zu.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nordöstlich von Soissons hat sich die seit Tagen lebhafte Kampftätigkeit zur Arttllerieschlacht entwickelt, die seit gestern früh vom Ailettegrunde bis auf Braye mit nur kurzen Pausen andauerte. — Auch die Batterien der Nachbarabschnitte beteiligten sich am Feuerkampf.
— Von der AiSne bis auf das Ostufer der Maas nahm an vielen Teilen der Front das Feuer größtenteils erheblich zu. — An der Nordostfront von Verdun stießen zu kühnem Handstreich gestern morgen badische Stucm- tcuppen auf Höhe 344 östlich von Samogneux in die französischen Gräben vor, zerstörten fünf große Unterstände und führten die Besatzungen, soweit sie nicht im Nahkampf fielen, gefangen zurück. — Abends machte der Feind zwei Gegenangriffe gegen die gewonnenen Grabenstücke; beide Male wurde ec zurückgewiesen. — Im ganzen wurden gestern 13 Flugzeuge zum Absturz gebracht. In Erwiderung eines Fliegerangriffes auf Frankfurt a. M. wurde gestern erneut Nancy mit Bomben beworfen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Die Sichtung der auf Oesel gemachten Beute hat bisher folgendes Ergebnis: 10000 Gefangene von zwei russischen Divisionen. Nach Moon sind nur wenige hundert Mann entkommen. — 50 Geschütze, dabei einige unversehrte schwere Küsten- und einige Feldbatterien, zahlreiche Waffen und sonstiges Kriegsgerät. — Teile unserer Seestceitkräfte drangen durch die Minenfelder des Rigaischen Meerbusens bis zum Südausgang des großen Moonsundcs vor, wohin sich etwa 20 russische Kriegsschiffe nach kurzem Gefecht zurückzogen. — Die russischen Batterien bei Wo! auf Moon und bei Werder an der esthländischen Küste wurden zum Schweigen gebracht. Andere unserer Flotteneinheiten liegen im Ostteil der Kassar Wiek und sperren die Durchfahrt nach Westen.
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Zwischen Düna und Donau außer einigen vergeblichen Vorstößen russischer Aufklärer keine größeren Kampfhandlungen.
Mazedonische Front:
Die Lage ist unverändert.
Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff.
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Die Insei Moon genommen.
Berlin, 18. Okt., abends. In Flandern geringerer, nordöstlich von Soissons sehr starker Artilleriekampf.
— Die zwischen Oesel und dem Festland belegene Insel Moon wurde von Land- und Sceftreitkräften durch Angriff genommen.
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lieber 40000 Connen.
Berlin, 18. Okt. Unermüdlich Tag und Rach- tätig, erzielten deutsche und österreichisch-ungacische Untert seeboote im Mittelmeer neue große Erfolge. 13 Dampfer und 4 Segler mit über 40 000 Bc.-Reg. To. wurden versenkt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
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0 n ganzer englischer «eleitzug zerstört.
Berlin, 18. Okt. Am 17 Oktober griffen leichte deutsche Seestceitkräfte in der nördlichen Nordsee inner- halb des Sperrgebietes nahe bei den Shetlandinseln einen von Norwegen nach England gehenden Geleitzug von insgesamt dreizehn Fahrzeugsn an, darunter als Schutz die beiden modernen englischen Zerstörer „G. 29" und „Z. 31". Alle Schiffe des Geleitzuges sowie die B dcckungsfahczeuge, einschließlich der Zerstörer, wurden vernichtet bis auf einen Geleitsischdampfer. Unsere Stceit- kcäfte sind ohne Verluste und Beschädigungen zurückge- kehrt. — Die Operationen unserer Seestceitkräfte bei O.sel schreiten planmäßig fort.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
wtb. Großes Hauptquartier, 19. Okt. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Die artilleristische Kampftätigkeit in Flandern erreichte gestern wieder an der Küste sowie zwischen User und Lys große Stärke. Besonders heftig war das Feuer am Houthoulster-Wald, bei Pas.chendaele und zwischen Gheluvelt und Zandvoorde.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Nach regnerischem Morgen schwoll von gestern mittag ab die Artillerieschlacht nordöstlich von Soissons wieder zu voller Höhe an und tobt seitdem bct gewaltigem Munitionseinsatz fast ununterbrochen. Morgens drangen bei Bauxaillon, abends an der ganzen Front bis Braye nach Trommelfeuer starke französische Abteilungen zu Erkundungsstößen vor; in örtlichen Kämpfen wurde der Feind überall zurückgeworfen. -- Die Nachbarabschnitte und rückwärtige das Gelände der Kampffront lagen unter sehr starkem Stöcungsfeuer, das von uns kräftig er- widert wurde. Am Ostteil des Chemin-deS-Dames griffen die Franzosen erneut dreimal unsere Stellungen nördlich der Mühle von Bauclece an; sie wurden blutig ab- gewiesen. — Bei den anderen Armeen schränkte Regen nnd Nebel die Gefechtstätigkeit ein.
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Unsere Gegner verloren gestern 12 Flugzeuge, davon 6 aus einem Geschwader, das auf RoulerS und Jngelmünstec mit beträchtlichem Häuserschaden Bomben abgeworfen hatte.
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Oestlicher Kriegsschauplatz.
Unter Besetz! des Generalleutnants von Estorff erkämpften unsere Truppen, in Booten und auf dem Stein- dämm durch den Kleinen Sund übergehend, das westliche Ufer der Insel Moon. — In schnellem Vordringen wurden die Russen, wo sie Widerstand leisteten, überrannt; bis zum Mittag war die ganze Insel in unserem Besitz. Von Norden und Süden eingreifende Landungsabteilungen der Marine und die Geschütze unserer Schiffe trugen zu dem Erfolge wesentlich bei. — Drei russische Jnfanteriecegimentec in Stärke von 5000 Mann wurden gefangen; die Beute ist beträchtlich. Ans Oesel und Moon sind ein Divlsions- und 3 Brigadcstäbc in unsere Hand gefallen.
Unsere Seestceitkräfte hatten in den Gewässern um Moon mehrfach Gefechte mit feindlichen Kriegsschiffen. Das russische Linienschiff „Slawa" (13500 Tonnen) wurde in Brand geschossen und ist dann zwischen Moon und der Rachbacinsel Schildau gesunken.
Land- und Marineflieger hielten die Führung über den Verbleib der feindlichen Kräfte gut unterrichtet; mit Bombenwürfen und Maschinengewehcfeuer griffen sie auf Land und See den Feind oftmals mit erkannter Wirkung an. — An der russisch-rumänischen Lanofront und an der
Mazedonischen Front keine besonderen Ereignisse.
Der Erste Generalquarttermeister: Ludeudorff.
Die ptzlroleiniiversoi'gMg Deutfcblands
im mittler 1917/1$
Die deutsche Kriegswirtschaft hat auf dem Gebiete der Petroleumverteilung rein sachlich und technisch einen besonderen Erfolg gehabt, und zwar dadurch, daß die Regierung von vornherein mit einer strengen Rationierung durchgegriffen hat und sie mit Hilfe der längst bestehenden privatwtrtschaftlichen Verteilungsocganisationen der deutschen Petroleumgesellschaften durchführen konnte. Die Verteilung der zugänglichen Petroleumbestände und Petroleumzufuhren wurde, wie bekannt, auf-Grund des früheren Verbrauches, der sich nach den Unterlagen der Petroleumgesellschaften genau festftellen ließ, nach bestimmten Grundsätzen eingeschränkt und die Verteilung durch die neu geschaffene PetroleurwZentrale geleitet und bis in den kleinsten Ort durchgeführt. Das Zusammenarbeiten der Regierung mit der. Petroleum-Zentrale bezw° den Petroleumgesellschaften war von Anfang an ausgezeichnet; es ist niemals in dieser Angelegenheit zu ernstlichen Diffecensen gekommen. Auch die Hamsterei und der Schleichhandel, wie andere üble Erscheinungen in der Organisation des Warenvectriebs,


