> 2 ?'j
>Ä< ^ * t > 9 llr ^ Ä',> .i'P.ati:
! %.‘?SF:
?-L'ZsL
c" einer *
""""*■> «L-»
>6lt «unj :ä;-,
4ttt - feinet, TL*»"Ke.
'-»tibctjtie,
°9t(lKlN,
«wfeeven a ci ?! 8,ct “"l ."ffuns 1 be 1 ® b ' 11 '
öe * Parlaments
WLZ
DrSZ
" a «et diese Gewalt-
der Front.
^blatt ,.NWaja W -ii eg e n werter an er Soldaten nur htet man Ver er südwestlichen disziplinlos sind
lja" der gestei- pfle- Front. Viele
-löiymtujs imo. Jbieie
ZU beendigen, indem sie
tcl gegen unsere lr-Boote gäbe. Tie Minen seien zu ihrer Bekämpfung ungenügend und die zu lr-Boots- Berfolgern umgcbauten Dampfer nicht schnell genug. Tic Luche nach U-Booten sei geradezu hoffnungslos, da man nichts sehe, selbst aber iunnrr gesehen werde. Ebenso könnten die Geräuschempsängcr wenig helfen. Tie als U-Boots-Zerstörer von Amerika gelieferten 500 Motorboote feien wertlos und die Wasserbomben ungenügend.
Tie bekannten Klagen über den Mannschastsman- gel und die schlechte Ausbildung des Besatzungspersonals dehnte der Kommandant auch auf die Geschützbedienung der Handelsdampfer aus, die nur eine ganz kurze Ausbildungszeit erhalte. Ten in England und einem Teil der englischen Presse so oft geforderten Eingriff der englischen Flotte auf Zeebrügge hält der Kommandant für ausgeschlossen, da es zu stark befestigt sei, ebensowenig glaubt er, daß die englische Flotte sich noch einmal zu einer Seeschlacht stellen wird. In den wirtschaftlichen Zuständen Englands merke man von Tag zu Tag mehr die Schäden, die die unbezwingbaren deutschen U-Boote durch die planmäßige Vergrößerung der Frachtraumnot anrichten. Weizen sei knapp, auch an anderen Lebensmitteln, besonders an Zucker, fehle es. Die für England so wichtige Grubenholz-Zufuhr sei so zurückgegangen, daß die französischen und schottischen Wälder gefällt werden müssen, um Ersatz zu schaffen.
Ter allgemeine Eindruck aus den Worten des Kommandanten ist der, daß Deutschland in der U- Boots-Wasse ein Mittel besitzt, das die Siegeszuversicht der Engländer seit dem vorigen Jahr seh wesentlich herabgedrückt hat. Unsere Siegeszuversicht aber lüicD durch unsere U-Boot-Ersolge täglich weiter gestärkt, und unsere Hoffnung aus ein glückliches Ende täglich neu genährt. dk.
* . *
23 000 Tonnen.
Im Atlantischen Ozean, Biseaya und in der Nordsee wurden durch unsere U-Boote wiederum 4 Dampfer und 1 Segler mit 23 000 Brutto-Negister-Tonnen versenkt, darunter den bewaffneten englischen Dantpfer „Malda" (7884 Tonnen) und „Roanoke" (3755 Tonnen) mit Stückgutladung, eine U-Bvotssalle in Gestalt eines Treimastschoners, der mit zwei Geschützen bewaffnet war und unter schwedischer Flagge fuhr. Vom Dampfer „Roanote" wurde der Kapitän gefangen genommen
Zuversicht.
s tt.'Äootkriegcs. ootftieg auf alle Zweige ausübt, ift mit dein chen. Sicher und Mg. reibt der U-Bootkrieg egen. Weber !urz oder nmen.
über erfolgreiche Gegeii- verden nur zur Jrre- einung in den Staaten feindlichen Völker den lcht erfahren sollen und mng nicht darunter lei-
nung gelang es einein en Tainpser. welcher als iederzukämpfen und zu ein englifcher Seeosil- t und mit nach Teutsch- j über alle Fragen sehr cs leiu /tot*
. Mi' b !
■ ßf a
Mit grotzen^Schritten
zum Frieden.
Abg. Erzberger sehr hoffnungsvoll.
In seinem oberschwäbischen Wahlkreise hat der Reichstagsabgeordnete Erzberger über die politische Lage gesprochen. Er führte dabei u a. folgendes aus:
Tie Frievensrcfolulion des Reichstages habe bahnbrechend gewirkt für die große Weltfriedensmelle, die heute über Europa und die ganze Welt ergeht. Tie Stunde komme vielleicht sehr bald, wo man dein Reichstag dafür danken werde, daß er den Mut gesunden habe, diese Resolution zu beschließen. Sein Vorgehen im Hauptausschryse sei unabhängig nach allen Seiten erfolgt. Tie deutsche Antwort auf die Friedensnote des Papstes, die für die Annexionisten eine große Enttäuschung bedeute, sei gestern an den päpstlichen Nnntins in München übergeben worden, der sie durch einen besonderen Kurier des Heiligen Vaters nach Rom weitergeben werde. Ende dieser Woche werde in Rom und Berlin der Wortlaut dieser Note gleichzeitig veröffentlicht werden. Bis dahin müsse man Geduld haben und dürfe auch nicht glauben, was in den Zeitungen über die Antwortnote stehe.
„Wir gehen," sagte Erzberger weiter, „mit großen Schritten dem
gerechten, dauerhaften Frieden entgegen."
Mit Bestimmtheit erklärte Erzberger, daß der Weltfrieden. dem wir uns mit großen Schritten näherten, ausgebaut sein werde aus der Grundlage der Friedensresolution der Reichstagsmehrheit vom 19. Juli. Schwierigkeiten biete allerdings die belgische Frage, aber auch sie könne im Rahmen der Mehrheitsresolution gelöst werden. Zum Schluß führte Erzberger aus, daß die Konturen des nach seiner Meinung bald kommenden Friedens sich bereits abheben und zwar im Ausbau des polnischen Staatswesens und insbesondere auch in einem unabhängigen Königreich Litauen, das ebenfalls im Entstehen sei unter Anschluß an Deutschland.
Tie belgische Frage.
Unter der Ueberschrift: „Hat man verzichtet?"
schreibt die „Deutsche Tageszeitung":
„Die Gerüchte, die Reichsregierung habe auf Oberherrschaft und eine tatsächliche Kontrolle über Gebiet und Bevölkerung des ehemaligen Königreiches Belgien verzichtet, nehmen immer bestimmtere Formen an. Es heißt, daß in der vergangenen Woche von den maßgebenden Faktoren ein dahingehender Beschluß in Gegenwart des Deutschen Kaisers gefaßt worden sei."
Die „Tageszeitung" verlangt von der Regierung eine unzweideutige Aufklärung über diese Gerüchte.
Das „onglische Friedensangebot" von dem neulich soviel die Rede war, ist nach der „Deutschen Zeitung" eine Anftage Englands in Bezug auf Belgien, und sie soll von der deutschen Regierung mit der Erklärung, an diesem Lande nicht interessiert zu sein, beantwortet worden sein. /
AllgerneAre Kriegsrrachrtchten.
Artillerickampf auf der ganzen Westfront.
Am 16. September war bei günstiger Witterung der Artilleriekanrpf auf der ganzen Westfront rege. Im Ipernbogen steigerte sich das Feuer mehrfach zum Trommelfeuer; ebenso war es an der Küste stark. Am 17. September, Montag, morgens setzte um 5 Uhr 30 Min. östlich APern nochmals Trommelfeuer ein. ue Abwehrwirkung der deutschen Artillerie verursachte große Zerstörungen in den englischen Gräben und Batteriestellungen.
Mehrere gewaltige Explosionen wurden beobachte^ so in der Nähe der Kirche von Langemarck und
nördlich Dpern. Bei Frezenberg explodierte ein Zant. Jnsanterieangriffe erfolgten nirgends. Dagegen wurden deutscherseits mehrfach erfolgreiche Patrouillenvorstöße gemacht, so südlich des Houthoulster Waldes, wo in erbitterten Kämpfen die deutschen Linien vorgeschoben wurden. Auch an mehreren anderen Stellen der Front brachten Patrouillen Gefangene zurück.
Tie Flicgcrtätigkeit war vor allem am Abend des 16. September (Sonntag) außerordentlich rege. Ein englischer BaNon wurde im Luftkamps zerstört.
Im Artois gingen starke englische Patrouillen am 16. um zehn Uhr abends und am 17. September um ein Uhr ftüh gegen die deutschen Stellungen südöstlich Gavrelle und dei Roeux vor. Sie wurden im Gegenstoß zurückgeworsen. Ebenso wurden in der Gegend von Sr. Quentin feindliche Patrouilleuvor- stötze aus die deutschen Gräben von Aanteur bis Vendhuille abgewiesen. Bei Jtaneourt brachten die Deutschen bei Säuberung eines feindlichen Sappenkopfes mehrere Gefangene ein.
Tie Franzosen hatten mit ihren Patrouillenvorstößen keinen größeren Erfolg als die Engländer. An der Aisnesront wurden am Morgen des 16. frair- zösische Patrouillen südlich der Lamotte-germe abgewiesen, wobei Gefangene in deutscher Hand blieben. Vor Verdun lebte beiderseits der Maas die Fcncr- Lütiglcit wieder auf. Die deutschen Batterien erzielten bei Bekämpfung der ftanzösischen Artillerie große Erfolge. In und hinter den französischen Stellungen wurden zahlreiche Explosionen und Brände beobachtet. Deutsche Geschwader belegten ftanzösische Bahnhöfe und Truppenuitterkünfte mit beobachtetem guten^ Erfolg mit Bomben.
Im Osten versuchten die Russen an der Rigafront mehrfach vergeblich, die deutschen Stellungen zurückzudrängen.
An der übrigen Ostftont wie in Mazedonien kerne besonderen Ereignisse.
I 1 / \
\ | Mihioö -1
fJjuySi} -' 7 ' (ic'x
Kr-
-io 1 fct/pfiy
: j k'
C/ y kJsj '!
A
^ L ! ' d ' ' ' ■
ir?;f ,
- ifJ . ■■ '<$.. V \ ■- ( /f •,
Friedenskratvalle in Australien.
Tie Masse des australischen Volkes muß jetzt dafür büßen, daß die gewissenlose Regierung das Land in den Krieg hineingezogen hat. Schwere Teuerung sucht das Land heim. Darauf ist jetzt die Volkswut zum Ausbruch gekommen. In den beiden südostaustralischen Städten Sidney und Melbourne waren die Ausschreitungen besonders schwerer Natur. In Sidney fanden große Demonstrationen, die teilweise von den australischen Frauen ausgeführt wurden, statt. Eine gewaltige Volksmenge plünderte Läden und griff schließlich die aufgebotene starke Polizeigewalt mit Waffen an. Zahlreiche Verhaftungen wurden vorgenommen. In Melbourne nahmen die Ausschreitungen ebenfalls beträchtlichen Umfang an. Es fand eine Riesenkundgebung gegen die weitere Kriegsbeteiligung Australiens statt. Tie Teilnehiner an der Demonstration verlangten die sofortige Rückführung der australischen Truppen, die gegenwärtig auf den asiatischen, aftikanischen und europäischen Kriegsschauplätzen verbluteten.
Hindenburgs Gcburtstagsbitte.
Aus manchem ersehe ich, daß man in freundlicher Gesinnung besonderen Anteil an meinem bevorstehenden 70 jährigen Geburtstag nehmen will. Ich bitte, von allen Festlichkeiten und Glückwünschen, die mir zugedacht werden, Abstand zu nehmen. Unser aller Zeit ist zu ernst für Feste, meine Zeit zu sehr durch Arbeit in Anspruch genommen, um persönliche Glückwünsche entgegenzunehmen oder zu beantworten. Wer an meinem Geburtstage für Verwundete und Hinterbliebene sorgt, tn seinem Herzen das Gelübde zum zuversichtlichen Durchhalten erneuert, und wer Kriegsanleihe zeichnet, macht mir die schönste Geburtstagsgabe.
Großes Hauptquartier, den 9. September 1917.
von Hindenburg, Generalfeldmarschall.
Sozialiftcn-Kongresse über Kongresse.
Aus Stockholm wird halbamtlich (parteiamtlich) mitgeteilt, daß die russischen Delegierten aussagen, eine zweite Konferenz der Entente-Sozialisten werde in Petersburg abgehatten werden.
Tie eigentliche sozialistische Friedellskonferenz in Stockholm soU erst gegen Mitte Dezember einberusen werden. Von gut unterrichteter Seite verlautet, daß' während der Weihnachtstage die Konferenz nicht statt- sinden könne und daß deshalb das Zustandekommen der Konferenz möglicherweise erst für Januar zu erwarten ist. Bis zum 1. Dezember werden dann alle Parteien die Fragebogen des niederländisch-skandinavischen Komitees bearbeiten. Tie Verhundlungen des Komitees mit den russischen Delegierten des Sowjet dauern fort.
Wie Tommy behandelt wird.
Tie in England sehr populäre Wochenschrift „John Bull" bringt in ihrer Ausgabe vom 6. September einen aus Karachi (Indien) datierten Soldatenbries über die Fahrt des Truppentransportschiffes „Em- preß of Britain" von Südafrika nach Indien. Auf dieser verhältnismäßig kurzen Fahrt zwischen Turban nach Bombay starbenzehnSoldaten infolge der schlechten sanitären Bedingungen auf dem Schiffe und durch ärztliche Nachlässigkeit beim Impfen. Ter Brief lautet:
„Wir schifften uns am 13. April auf der „Em- preß of Britain" ein und fuhren acht Tage später
von Turban ab. Die Zustände auf dem Schiffe waren sehr schlecht. Wir zählten über 4000 Mann, dazii kamen noch die Offiziere und die Schiffsbesatzung, so daß es rund 5000 Mann waren. Während der acht ^-.age auf der Reede von Durban erklärte der Sanitätsoffizier das unter der Wasserlinie liegende tiefste >r-eck für unbewohnbar. Unser Oberst versuchte sein Möglichstes, um uns auf ein anderes Schiff hinüberbringen zu lassen. Aber die Hasenbehörden »veigerten sich. DaL ganze Schiff war in schmutzigem Zujtande und saß voll Ratten, Schwaben und anderem Ungeziefer. Die Sache wird anschaulich, wenn ich erzähle, daß wir bei unserer Abfahrt eine Hemdeninspektion hatten, und daß sich bei 220 ooii beu 250 Mann, die meine Kompagnie zählte, Läuse fanden. Bei den anderen Kompagnieii waren die Verhältnisse gerade so. Aber selbst dies schien auf die Sanitätsbehörden keinen Eindruck zu machen. Unser Eßgeschirr und unsere Becher saßen voll Rost. Ta das Schiss so stark mit Truppen belegt war, wurde der Wasservorrat knapp. Wir durften uns alle vier Tage einmal waschen. Das Wasser wurde dann für eine Stunde angedreht. Trinklvasser wurde in spärlichen Rationen an jeden einzelnen Mann ausgeteilt. Zum Baden war für die Truppen ein mit Seewasser gefülltes Segeltuch an Teck ausgespannt, worin auch die Hunde gebadet wurden." Diese Skandalaffäre ist in England so lange wie möglich totgeschwiegen worden.
Einheit ans „Nieten nnd Stahl".
Beim Stapellauf des Großen Kreuzers „Graf Spee" auf der Danziger Schichauwerst sagte Großadmiral Prinz Heinrich von Preußen in seiner Taufrede :
. . Aus Nieten und Stahlplatten zusammenge- siigt. Wenn diese Nieten und diese Platteir nicht ange- ftessen sind, dann trotzt ein solcher Bau den Stürmern Sind aber faule Nieten und faule Platten darunter, so droht das Gebäude zu zertrümmern; eine Mahnung an rrns in der heutigen schweren Zeit. Nicht nur den Anwesenden, sondern dem ganzen deutschen Volke gelte sein Nus: Nietet zusammen, schweißt zusammen, aber zerpflückt nicht!"
2tmerikanischc Toppelzüngigkcit.
Tie „Germania" schreibt zu dem anrerikanischeu Treiben gegen Schweden:
„Es verdient, festgestellt zu werden, daß die amerikanische Regierung und amerikanische Botschafter in der Zeit, als die Vereinigten Staaten noch ihre Neutralität betonten, selbst deutsche amtliche chifftierte Telegramme ihnen unbekannten Inhalts befördert haben. Damals hielten die Vereinigten Staaten dies nicht für einen Neutralitätsbruch; die Schweden haben mithin gar keinen Grund, sich jetzt selbst solchen Bedenken hinzugeben."
Politische Rundschau.
:: Tie 16. Bcrtrctcrversammlnng des Khffhüttser- Bundes der deutschen Landes-Krregerverbände hat an den Kaiser, den Schutzherrn des Kyffhäuser-Bundes, folgendes Telegrainm geschickt:
„In unwandelbarer Treue stehen auch im vierten Kriegsjahre die Landes-Kriegerverbände desKyff- Häuser-Bundes fest im Kampfe um des deutschen Volkes gutes Recht. Euer Kaiserlichen Majestät Führung unentwegt folgend, getreu dem Vorbilde der deutschen Fürsten, in stolzem Vertrauen auf unsere unvergleichliche Arniee und unsere stolze Flotte, wird der Kyjshäuser-Bund in zähem Durchhalten in der Heimat bis zum siegreichen Frieden nicht nachstehen seinen kämpfenden Kameraden an den Fronten zu Lande und aus den Meeren. Dies Gelöbnis deutscher Mannentreue legt der aus dem Kyffhäuser versammelte Vertreter-Tag des Kysshäuser-Bundes in Erneuerung des einst geschworenen Fahneneides an den Stufen des Kaiserlichen Thrones nieder."
Aus Mer Welt.
** Ter Segen des Hamfterfanges. Den schädlichen kleinen Vierbeinern, den richtigen Hainstern, die auf unseren Fluren viel Schaden stiften, ist ein als Hamsterfänger bekannter Erfurter Arbeiter mit großem Erfolg aus den Fersen. Auf einer ausgedehnten Flur bei Ingersleben und Neudietendorf ist ihm allein das Recht des Hamsterfanges eingeräumt. Hier fing er im Laufe dieses Sommers mehrere tausend Hamster. Daß auch dieses „Handwerk" goldenen Boden hat, beweist folgende Rechnung: Für ein Hamsterfell werden 60 Pfennig bezahlt, und für das Fleisch eines Tieres geben Liebhaber 70 Pfennig: außerdem erbeutete der Hamsterfänger in den Vorratskammern der kleinen vierbeinigen Felddiebe nicht weniger als 30 Zentner ausgelesene Frucht.
** Warum die Bräuburschen keinen Dürft hatten. In einer Brauerei der Umgebung von Deggendorf fiel es dem Brauereibesitzer auf, daß seit Einführung des Dünnbiers die Bräuburschen ihr vertragsmäßiges Quantum von dem heutigen Bier nicht mehr holten. Bei einer Nachsuchung fand man, daß die munteren Braugesellen etwa 30 Fässer gutes, altes Bier auf die Seite geschafft hatten.
** Immer neue Pilzvergiftungen. Nach dem Genüsse von altgewordenen, aber sonst eßbaren Pilzen starben in Wetzlar in der Familie Blech die Ehe- ftau und deren Nichte. — In Flieden sind einer Pilzvergiftung zwei Kinder des Tagelöhners Joseph Müller erlegen. Ta der Fliedener Arzt im Felde steht, so konnte ärztliche Hilfe nicht ftüh genug herbeigeholt werden. — In Westerhüsen erkrankten nach dem Genuß von selbst gesuchten Pilzen eine Frau Schulze, deren Mann im Felde steht, ihre verheiratete Schwester mit Kind. Zuerst erlag das Kind den Leiden, dann Mutter und Tante.
Kleine Neuigkeiten.
* Sämtliche Königsberger Zeitungen erhöhen vom 1. Oktober ab den Bezugspreis.
* Im Streit erstochen hat in Nürnberg der Zuhälter Johann Mehl seine Geliebte, die 32 jährige Proq stituierte Babette Lengenfelder.
* Tödlich verunglückt ist die 15 jährige Tochter des
Gutsbesitzers Nölle-Whing, als sie in Schwerte aus einem fahrenden Zug sprang. __ ^


