Ausgabe 
12.9.1917
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3
 
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der Aordfront, fl) soll vorläufig

Befugnisse als Generalissimus übernehmen, jedoch in Pskow bleiben. 2. Ich verhänge den Kriegszustand über «ladt und Bezirk Petersburg. Zch fordere alle Bürger auf, zur Aufrechterhaltung der notwendigen Ordnung für das Heil des Vaterlandes mitzuwirken, und die Armee und Flotte fordere ich auf, ruhig und getreu ihre Pflicht zur Verteidigung des Vaterlandes gegen den äußeren Feind zu erfüllen.

Damit hat Rußlands Stunde geschlagen.

Denn wenn Kerenski sich nicht halten kann, dann wird die friedensradikale Arbeiterschaft den Kampf mit dem Kornilow aufnehmen, und dann scheidet Rußland endgültig aus dem Weltkriege aus.

ne., ui Allgemeine Kriegsnachrichten.

Tie General-Offensive zerbröckelt.

Die englischen Anstrengungen in Flandern, die neben eigenen Zielen auch der Entlastung dec schwer bedrängten Russen und der Unterstützung der französi­schen Verdunoffensive dienen sollten, haben ein rasches Ende gesunden. Auf die Erkundungsvorstöße und star­ken Teilangrifse in der Nacht zum 10. September ist nicht, wie zu erwarten gewesen wäre, ein neuer großer Angriff gefolgt. Die Engländer begnügten sich mit schwächlichen Teilvvrstößen, die überall abgewiesen wurden. Auch das Artilleriefeuer gewann nur stellen­weise größere .Hestigkeit. Seit dem katastrophalen Zu­sammenbruch der zweiten großen englischen Flandern- Offensive ist hier die englische Angriffskraft gelähmt und trotz aller Anstrengungen der Franzosen vor Ver­dun ist auch an der Westfront die Gencraloffcnfjvc der Entente zerbröckelt.

Im Artois war gleichfalls die Kampftätigkeit ge­ring. Ebenso ist der Angriff in Gegend St. Quentin ins Stocken geraten. Tie bei der Malakoff-Ferme ver­lorengegangenen Gräben sind bereits wieder genommen. Nur östlich Villeret wurde die deutsche Linie um ein geringes Stück zucückgedrängt.

Tie neue Bcrduuosfenfive zeigt das gewohnte Bild:

geringe Anfangserfolge, die durch Gegenstöße größtenteils wieder wettgemacht werden, und daran anschließend Teilkämpfc die sich, tage« und wochenlang hinzichcn können.

Die Teilgefechte des 9. September (Sonntag) brach­ten die Deutschen wieder in den Besitz des Nordost- zipsels des Fosseswaldes. Ebenso wurde im Chaume- walde sowie in Gegend Vaux-KreuzHöhe 344 ge­kämpft. Im Chaume-Walde setzten die Franzosen um 9 Uhr abends nochmals einen Angriff an, der teil­weise im Handgranatenkampf abgewiesen wurde. Die deutschen Stoßtrupps brachten mehrfach Gefangene ein, so aus den Kämpfen im Fosses-Walde und bei der Höhe 344. Hier war deutscherseits um 0 Uhr früh ein starker Vorstoß gemacht worden, der bis in die französischen Stellungen oordrang. Die über 100 Ge­fangenen. die dabei gemacht wurden, gehören zwei verschiedenen Divisionen an.

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Im Osten kam es an der Rigaer Front zwischen Ostsee und Düna nur zu Vorpostengeplänkel. Tie Russen sind eifrig daran, zu schanzen und ihre Ver­bände zu ordnen.

Zwischen TrotuS- und Oitnz-Tal machten die Russcr; und Rumänen verzweifelte Anstrengungen, den Verbündeten die eroberten Stellungen wieder zu ent­reißen Rach starker Artillerievorbereitung griffen sie beiderseits des Doftanatales wiederholt an. Alle An­griffe wurden zum Teil in erbitterten Rahkämvfen abgeschlagen. Am Tcosna wurden die Russo-Ru- Mänen durch Gegenstoß zurückqeworfen. Am Abend versuchten sie nach starker Artillerievorbereitung noch­mals einen Angriff zwischen Tcosna und Grozesci. der unter hohen Verlusten der Angreifer blutig schei­terte. Wo die Russo-Rumänen sonst noch mit geringe­ren Kräften bis zur Komvagniestärke beiderseits des Casinu und nördlich des Susitatales anzugreifen ver­suchten. wurden sie überall bereits durch Sperrfeuer der Artillerie abgewiesen.

Tes Kanzlers Frredenshosfuung.

Bei der Abreise des Reichskanzlers Tr. Michaelis von Stuttgart brachte eine große Menschenmenge Hoch­rufe aus. Der Reichskanzler trat an das offene Fen­ster und rief der Menge zu: Hoffen wir, daß wir noch in Viesern Fahre Frieden bekommen." Diese Worte lösten neue Begeisterung aus.

Beunruhigung in Petersburg.

Das Pariser RegierungsblattTemps" meldet aus Petersburg: Tie militärische Niederlage verursacht in der Hauptstadt eine immer trefergchcndc Beunruhigung, die zweifelhafte Elemente auszunützen versuchen. In Moskau beriefen die Kadettenpartei und die Sozial- Revolutionäre in der Stadtduma Versammlungen, um dringliche Maßnahmen gegen den extremistischen Feld­zug zu treffen, der zu Gewalttätigkeiten gegen die Mlreizt und «t,ns ernsthafte Gefährdung der

öffentlichen Ordnung darstellt. In Petersburg gelang es Agitatoren anfangs, Progrome herbeizuführen. Ein israelitischer Kaufmann mit Sohn, der auf Urlaub

von der Front zu Hause war, wurden getötet und idjT

mehrere jüdische Geschäfte geplündert.

Kercnski schaltet Kornilow aus.

Die Tikaturgelüste des Draufgängers Kornilow sind dem Ministerpräsidenten Kerenski schwer auf die Nerven geschlagen. Um ihn auf nette Weise kalt zu stellen, hat er ein ganz raffiniertes Mittel gefunden:

Nach dem ..Petit Journal^ würde die' russische Heeresleitung an einen aus Rußki, Alexejew, Brussilow und Dimitriew zu bildenden Kriegs rat übergehen.

Ausländisches Geld in Spanien.

Die unterirdische Wühlarbeit des Vielverbandes in Spanien begegnet bei der Mehrzahl der Intellek­tuellen. dem Adel und der Geistlichkeit, sowie der loyalen Armee starkem Widerstand. Teile der spani­schen Arbeiterschaft sind jedoch offenbar in den Ein- flußkreis der Entente geraten.

Es steht jetzt unzweifelhaft fest, daß bei den unlängst, in zahlreichen Industriestädten Spaniens auS- gebrochenen Unruhen unsere Gegner die Hand im Spiele hatten. Tie spanische Presse berichtet, daß bei einigen verhafteten Rädelsführern ailfrührerische Schriften beschlagnahmt und beträchtliche Geldmittel französischen Ursprungs entdeckt wurden, die den Schluß gestatten, daß es sich um bezahlte und bestellte Ar­beit der Entente handelt. (..Jmparcial" 10. August.) Aus weiteren Nachrichten geht hervor, daß der re­volutionären Bewegung der spanischen Arbeiterschaft, die man seitens der Entente nach bekanntem Muster zum Sturze der an der strikten Neutralität festhalten­den Regierung aufhetzen will, bedeutende Sum­men vom Auslande zur Verfügung gestellt wurden, nach glaubwürdigen Versicherungen an 14 Millionen Franken. (,.Epoca", 19. August.) Mehrfach hat man feststellen können, daß während der Unruhen Schecks über hohe Summen, in einem Falle 150 000 Fran­ken, zur Unterstützung der Aufruhrbewegung den Ban­ken präsentiert wurden. (,,Epoea", 21. Augtist.)

9lus diesen Vorgängen dürfte das spanische Volk klar erkennen, daß der Vierverband weder Mühe noch Kosten scheut und skrupellos alle Mittel durchtrie­benster Verschwörerpolitik anwendet, um auch Spanien in den Vernichtitngskrieg gegen die Mittelmächte hin- einzuzerren.

Kleine Kriegsnachrichten.

" Der König von Italien will nach Beendigung seiner französischen Reise nach England fahren.

" Tie Einführung eines Naphthamonopols bildet den Gegenstand eines Projekts in Rußland als letzte Rettung aus der Finanzmisere.

" Im Oktober wird eine Abordnung amerikani- nischer Senatoren nach Europa kommen, um von dein Stand der Tinge in den Ländern der Alliierten Kenntnis zu nehmen.

" Der amerikanische Schatzfekretür Mae Adoo er­klärte, daß die amerikanische Regierung beschlossen habe, den Verbündeten bis zum Juni 1918 1/2 Milliarde Dollar ----- 2 Milliarden Mark monatlich vorzuschießen.

" Im norwegischen Staatsrat wurden Höchst­preise für den Trarrsport aus den Vereinig­ten Staaten nach Norwegen mit norwegischen Damp­fern und Motorschiffen beschlossen.

" Die russische Regierung will Wiedereinsiihrung der Todesstrafe hinter der Front für jene Verbrechen, die an der Front ebenfalls mit dem Tode bestraft werden, durchsetzen.

" England hat in der diesjährigen Sommer-Offen­sive über 400 000 Mann verloren, Frankreich wohl ebensoviel, Italien 200 000 Mann und Rußland ohne Zweifel mindestens eine halbe Million.

" In Liverpool hat die Polizei eine Friedens­versammlung unter freiem Himmel aufgelöst, weil viele Frauen und verwundete Soldaten eine drohende Hal­tung einnahmen.

" Frankreich ist von einer Zuckernot bedroht. In­folge mehrerer ,.Unfälle auf See" sind große Zucker­mengen ausgeblieben.

" Eine Verfügung verbietet ab 15. September den Verkehr der Privatautos in ganz Italien. In Dänemark wurden wegen der beschränkten

Einfuhr von überseeischen Futterstoffen u. a. zwei Drit- :bestandes

tel des Schweinebestandes abgeschlachtet.

* Ter ehemalige Burenführer und jetzige Eng­landfreund Botha, der wegen Krankheit in den letz­ten Wochen die Geschäfte des Premierministers von Südafrika nicht ausüben konnte, befindet sich jetzt be­deutend besser.

Diktatur in Portugal.

Nach den neuesten Meldungen steht die west­iberische Republik jetzt unter Diktatur, damit der Pro­test des geeinigten Volkes gegen den Krieg gewalt­sam niedergewürgt werden kann.

Eisenbahn, Post und Telegraph unterstehen fortab besonderer militärischer Aufsicht. Am 2. und 3. Sep­tember kam es zu einem Generalstreik der Eisenbah­ner, Post- und Telegraphenangestellten, ihm schlossen sich bald darauf die Tansportarbeiter und die See­leute an. Ter Generalstreik richtete sich, soweit aus den zensurierten Angaben des Lissaboner Blattes her­vorgeht, in erster Linie gegen die verstärkten Truppenaushebungen. Es kam zu großen Krawallen, vornehmlich im Hasen, wobei mit Maschinenge­wehren geschossen wurde. Regierungstruppen be­setzten Hauptpost und das Telegraphenamt. wurden aber von hier durch die Aufständischen vertrieben und mußten schließlich auch den Bahnhof räumen.

Tie portugiesische Flotte machte Miene, sich den Aufständischen anzuschließen. Sie wurde jedoch durch den englischen Gesandten eines ,.Besseren" belehrt, der ihr eine Erklärung funken ließ, daß jeder Ver­such der portugiesischen Flotte^ einen Putsch zu ver­anstalten, durch die e nglische Flotte unterdrückt werden würde. In der Nacht vom 2. zum 3. Sep­tember hielten die Kämpfe an. Es gelang schließ­

lich, die Aufständischen in den Post- und Telegraphen- anlagen einznschlicßcn und zu cntwafsncn. Tie Auf­ständischen, die den Bahnhof besetzt hielten, konnten entkommen. Tie Regierung macht bekannt, daß jeder Versuch, weitere Streiks etnzuleiten, rücksichtslos un­terdrückt werden wird und daß jeder Streikende bis Zn zehn Fahren schweren Zierter erhält, sobald er nicht innerhalb 48 Stunden wieder die Arbeit auf­nimmt.

Trotzdem ist die Gärung im Lande noch sehr groß.

Politische Rundschau.

Der neue deutsche Botschafter Graf Bernstorff

»fsen.

ist in Konstantinopel etngetroj

Bei schönem Wetter begab sich der K a i s e r am Sonntag über Riga-West nach Dünamünde. Dort begrüßte er die Truppen, die an der Einnahme teilgenommen hatten, und besichtigte die Stellungs­anlagen und die von den Russen stark zerstörte Werft.

Tie evangelisch-theolog-sche Fakultät der Uni­versität Münster i. W. ernannte den Reichskanzler Dr. Michaelis zum Ehrendoktor der Theologie.

Der Präsident des österreichischen Abgeord- netenhauies hat die erste Sitzung für oen 25. Sep­tember einberufen.

Der bayerische Divisionskommandeur. General­leutnant v. Wenninger. Ritter des Ordens Pour le merite und des bayerischen Militär-Mar-Josefs-Or- dens, bayerischer Mtlitärbevollmächtigter in Berlin und stellvertretendes Mitglied des Bundesrats, ist, 57 Jahre alt. gefallen.

:: Tcr Zentralausschuß der Fortschrittlichcu Volks« Partei tritt am Sonnabend, den 6., und Sonntag, den 7. Oktober, zu Berlin im ReichStagSgebäude zu einer Tagung zusammen. Auf der Tagesordnung stehen: 1. Die Friedensfrage. 2. Tie innerpolitischen Aufgaben. Referenten sind 1. Abg. Gothein, 2. Abg. v. Payer.

:: Der bayerische Landtag ist nunmehr offiziell durch königliche Verordnung auf Freitag, den 28. Sep­tember. einberusen worden.

:' Zur Kanzler-Ernennung erzählt der ..Vorwärts" folgendes Anekdötchen:Bethmann, an dessen Sturz die Konservativen mit allen Mitteln arbeiteten nicht nur mit parlamentarischen, sondern auch perfiden. stand lahrelang zum Kaiser in einem engen Vertrauens­verhältnis. Daß der Kaiser im gleichen Verhältnis auch zu dem jetzigen Kanzler steht, kann die konser­vative Presse kaum behaupten. Sie weiß gewiß ^ so gut wie wir, daß aus Gründen, die hier nicht 'wiedererzählt zu werden brauchen bei der Neube­setzung des Kanzlerpostens Schwierigkeiten entstanden, und daß der Kaiser, drei Stunden bevor er die Ernennung vollzog, an Herrn Tr. Michaelis über­haupt noch garnicht gedacht hatte." Diese An­gabe ist zurückzuweisen. Tr. Michaelis war bereits einige Tage vorher als der kommende Mann genannt worden und seine Ernennung wurde in Berlin all­gemein erwartet.

:: Erzbischof Tr. Faulhaber und München. Im

Antrittshirtenbrief des neuen Erzbischofs Faulhaoer von München finden sich lautTag" zwei bemerkens­werte politische Stellen. Er nennt München ein Haupt­quartier und Einfallstor religionsfeindlicher und kir­chenfeindlicher Freischärler und bezeichnet es als eine unserer ersten Aufgaben in der kommenden Friedens­zeit die Rechte der Kirche und ihres Oberhauptes, des Friedenspapstes, zu schützen.

Ungarn: Neuregelung der römisch-katholischen Kirchen- guter in Ungarn.

! Das Organ des Kultusministers Apponiy gibt Kunde über eine umfassende Regelung der römisch- katholischen Kirchengüter. Zunächst wird betont,eine Säkularisation ist nicht geplant". Dagegen sollen sämt­

liche bischöflichen Güter vereinigt werden. Der Er­trag der Güter würde in erster Reihe zur Gehalts­regelung der Kirchenfeste und des niederen Klerus, sodann für Schulzwecke verwendet werden.

Portugal: Wachsende Aufruhr-Stimmung.

; Auf Umwegen gelangten nach Paris Lissaboner Meldungen, die aufrührerische Bewegung in der por­tugiesischen Hauptstadt und in der Provinz sei in stetiger Zunahme. Tie Regierung sei veranlaßt, strengste Vorkehrungen zu treffen.

Aus aller Welt.

Ein Dokument zur WirtschastSgeschich'e in diesem Weltkrieg dürfte folgende Anzeige darstellen, die im Liegnttzer Tageblatt abgedruckt lvird:Einz. Person jucht zwei Teilnehmer an einem Hering (Lebensmittel- Marke 40). Ang. u .K. 4204 an die Gefch. dieses Blat­ts." Zn Liegnitz wird nämlich die Rationierung der Heringe in der Weife gehandhabt, daß auf drei Personen ein Hering kommt.

** Verlängerung derSommerzeit" in Sicht. Die diesjährige Sommerzeit soll bekanntlich am 17. d. M., 3 Uhr morgens, ablausen, während sie im vorigen Jahre erst am 30. September ihr Ende erreichte. Es wird nun in amtlichen Kreisen erwogen, ob nicht im Hinblick auf die Kohlonknappheir und die daraus entstehende Gasnot eine Verlängerung der dies­jährigen Sommerzeit angeordnet werden soll, vielleicht noch über den 30. September hinaus, etwa bis Mltte Oktober.

** Ein ganzes Dorf in Flammen. In Lagowo (Kreis Kosten) ist durch Spielen mit Streich­hölzern ein Brand ausgebrochen. Dreißig Wirt­schaften sind bereits zerstört. Weitere stehen in Flam­men. Das Ersatzbataillon Kosten leistet Löschhilfe.

** Raubmord an einer Wjährigen Schankwirtin. In der Novalisstraße in Berlin ist die Inhaberin der Schankwirtschast zurDeutschen Kneipe", Frau Rahel Jacobi, ermordet und beraubt ausgefunden wor­den. Ihre Leiche lag in einem Hinteren Schankraum auf dem Fußboden und zeigte eine schwere Verletzung an der linken Kopfseite sowie Würgemale am Halse. Von dem entflohenen Mörder hat man noch teure Spur. . ........ % .Iw .