Ausgabe 
12.9.1917
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Berlin, 1V. Sept., abends. Vor Verdun scheiterte morgens ein starker Angriff der Franzosen am Chaume- Walde. Sonst im Westen und Osten nichts Besonderes

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Neun Schiffe cerfeakt.

Berlin, 10 Lept. Neue U-Booterfolge im At lantischen Ozean, Aermelkanal und in der Nordsee:

7 Tampfec und 2 Segler, darunter das englische Hills- schiffBecgamot" (wahrscheinlich U Bootlalle), rin be woffneter englischer Dampfer, sowie 4 Damp'er. die sämtlich aus Geleitzügen hecauSgeschosscn wurden, davon 2 durch Doppelschuß auS ein und demselben Geleitzug Der Chef des AdmiralftabS der Marine.

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wbt. Großes Hauptquartier, II Sept. 1917 Westlicher Srieg-schaaplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht.

Der Artilleriekampf in Flandern erreichte an der Küste und im Bogen um Vpern zwcitweilig große Stärke. Vorstöße der (Engländer südöstlich von Langemurck und nördlich von Frcnzenberg wurden zurückgew'rsen. Bei Villerrt, nordwestlich von St. Quentin, entspannen sich heute morgen neue Gefechte, die für uns günstig aus- gingen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Unternehmungen scanzöstscher (Erkundungstrupps, meist durch heftige- Feuer vorbereitet, wurden nord westlich von Reims und in mehreren Abschnitten der Champagne zum Scheitern gebracht. Auf dem öft« ltchen MaaSufer griffen gestern morgen starke französische Kräfte vom Fosse». bis zum Chaumewald (Vl 2 Km ) an. Südlich des WavrtllewaldeS in unsere Kampfzone etngedrungener Feind wurde durch Gegenstoß geworfen, an der übrigen brachen die französischen Sturmwellen in unserem Abwehrfeuer verlustreich zusammen. Im Laufe des Tages noch mehrfach erfolgende AngriffSvec. suche deS Gegners schlugen stets sihl Im Nachdrängen schoben wir an einigen Punkten unsere Linien vor.

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Leutnant Äoß schoß gestern 3 feindliche Flieger ab: ec erhöhte dadurch seine Luftsiege auf 45.

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Oeftlicher Kriegs schauplatz Front des Generalseldmarschalls

Prinz Leopold von Bayern.

Zwischen den russischen und unseren Stellungen vom Meer bis zur Düna zahlreiche Zusammenstöße von Voctruppen. Ter Feind büßte Gefangene ein. Vor­stöße russischer Streifabteilungen im Waldgebiet nöcd lich von Husiatyu und am unteren Zbcucz wurden ab gewiesen.

Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph.

Im Südoftzipsel der Bukowina sind Russen zum Angriff übergegangen; sie errangen nur örtliche Vorteile bei Eolka. Zwischen TrotuS- und OttoStal hat der Feind seine vergeblichen Angriffe bisher nicht wiederholt.

Mazedonische Front:

Im Berggcländc südwestlich deS LhhcidaseeS vec« wehrten deutsche und österretchisch-ungarische Kräfte den Franzosen gestern weiteres Vordringen.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

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Berlin, 11. Sept. abends. Bisher keine Meldung über größere Kampfhandlungen.

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27 ooo tonnen cerlenkt.

1 Im Spcergebtet um England wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote neuerdings 27 OOO Brutto registerlvnnen vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich der bewaffnete englische DampferEymrian" (Ladung Kohlen von Newport nach Dublin), der durch Forglave geleitete englische Segler ^Cooroh", sowie 2 tiefbeladene englische große Dampfer, die auS Geleit' zügen herausgeschoffen wurden.

2. Marineflugzeuge versenkten am 9. September nachmittags in der Temsemündung einen englischen Dampfer.

Der Chef des AdmiralftabS der Marine.

DU siebente Kriegranleide.

Nichts weift mehr auf die Kraft der deutschen Volks­wirtschaft hin. als das Vertrauen, mit dem die Finanz. Verwaltung des Reichs nach mehr als dreijähriger Kriegs« dauer von neuem an das Kapital. an die großen und kleinen Sparer in den Städten und auf dem Lande sich mit dem bekannten Ausruf .Zeichnet die Kriegsanleihe­wenden kann. Daß dieser Zeitpunkt jetzt, und zwar ;um siebenten Male, nahegerückt ist, bringt keinem eine Heber raschung, ist doch die Finanzverwallung bis jetzt jewei« lig etwa sechs Monate nach der Ausgabe der ersten Kriegsanleihe dazu geschritten, die KriegSauSgaben gleich- sam aus dem Schwebezustand auf eine sichere Grund­lage zu stellen Unsere Gegner lassen sich mit der Um- wandlurg ihrer schwebenden Verb ndltchkcitcn in An­leihen weit mehr Zeit aber nicht auS freier Ent« schltcßung. Cie kennen sehr wohl die Grundsätze einer soliden Finanzpolitik. aber ihre Anwendung stößt bet allen unseren europäischen Feinden auf Schwierigkeiten, teils, weil thre wirtschaftliche Kraft erlahmt ist, teils, weil der Patriotismus stch bei ihnen mehr in Worten als in Taten äußert. Bei uns harren bereits sehr erheb- ltchc Summen des Augenblicks, in dem sie der Kriegs- onleihe dienstbar gemacht werden können Datauf beu­tet die ganze Lage des Geldmarktes hin, im besondere.

die großen Beträge, die m Cchatzwechleln deS Reichs angelegt sind. ferner die hohen Einlagen bet den Banken

und Sparkassen. Diese Tatsache dark aber niemand zu der Ansicht verleiten, eS komme auf leine Muw rkung nicht an. Vielmehr ist eS. je näher rotrjem fritbrn kommen, um so notwendiger, kein Nachlaßen z l ' ' sondern erneu! einen kräftigen Beweis ZU erbringen, daß unsere Kcait. auch aus wtrt'cha'tlichcm Gebiet, ^ em Vaterlandc gesammelt nach wie vor zu ferner Dertet- digsng zur Verfügung steht.

Tie siebente Krieg»anle«he wird fast genau nach dem Muster der srchstrn ausgestattet Sie besteht au» 5 prozentigen Schuldverschreibungen und 4',.plo;en' tlgen Schatzanweisungen, die zum Preise von^98 Mark

,h m«# Gesetzaebuna verantwortlich find, eS als ihre vornehmste Aufgabe betrachten werden, den Gläubigern de» stei»» da» gegebene Zahlungsversprechen zu hasten.

Wer die siebente Kriegsanleihe zeichnet, erwirbt die b.fte Kapitolanla ir und trägt indem ec unteren Tapfern drauhen zu Wasser und zu l.aade hilit, zum schütze d-S Reichs, zum Schutze der e.gtnen Person und der eigenen Vermögen- bei. __

Verantwortlich: Albw Klein m Gtcßcn.

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für 100 Mark Nennwert in der Zeit vom 19. September bis zum 18. Ok ober zur Zeichnung aufgelegt werden. Für Schuldbuchforderungen mit Sperre bis zum 15. Oktober 1918 ermäßigt sich der Zeichnungspreis auf 97,60 Ma'k für 100 Mark Nennwert. Das Reich darr die 5 prozenttaen Schuldverschreibungen frühesten- zum 1. Oktober 1924 kündigen DaS ist für den Zeichner insofern ein Vorteil, als er fein Geld bis zu dem genann- ten Zeitpunkt unbedingt mit 5 vom Hundert verzinst er. halten muß. Auch später darf daS Reich den Zinsfuß nicht herabsrtzen, ohne gleichzeitig die Kündigung auszusprechen; dies bedeutet, daß dann jeder Anlliheinhaber das Recht hat, den Nennwert feiner Schuldverschreibungen in barem Gelbe, also 2 Mark für je 100 Mark mehr, als den Zetch. nungSpcetS, zu fordern. Für die 4prozentigen Schatzanweifungen ist von vornherein ein TtlgungSplan ausgestellt, der mit dem für die Schatzanweisungen der sechsten Kriegsanleihe vorgesehenen übecetnftimmt. Nach den Einzelheiten des Tilgungsplanes muß der Inhaber von Schatzanweifungen im Falle der Auslosung seiner Schatzanweisungen mindestens für 100 Mark Nennwert 110 Mark erhalten. Ec kann aber auch unter dennoch später zu erläuternden Voraussetzungen 115 oder 120 Mark als Erlös erzielen. Dieser große Vorteil verdient in den weitesten Kreisen deS Anlage suchenden Kapitals Beachtung.

Da, wie anzunehmen ist. viele Eigentümer der älteren 5 prozentigen Schuldverschreibungen und der früher auS gegebenen 5.prozentigen Schatzanweifungen den Wunsch habln werden, ihren Besitz in die neuen auslösbaren Schotzanweisungcn umzuwandeln, so ist wieder, wie bei der sechsten Kriegsanleihe, ein von leicht erfüllbaren Bedingungen abhängiges Umtauschrecht geschaffen wor­den.

Die Einzahlungen auf die siebente Kriegsanleihe können vom 29. September ab (der 30. September ist ein Sonntag) geleistet werden; Pflichtzahlungstermine sind der. 27. Oktober, der 24. November, der 9. Januar und der 6. Februar. Es können also alle die, die über flüssige Gelder verfügen, alsbald in den Genuß der ho­hen Verzinsung kommen; wer aber erst spätere Eingänge für die Kriegsanleihe verwenden will, dem find sehr bequeme ZahlungSmögltchkeiten etngeräumt.

Daß eine Anleihe deS Deutschen Reichs, eine For­derung mithin an das gesamte Nationalvermögen, die denkbar größte Sicherheit bietet, wissen wir alle. Der Verzinsung eines erheblichen Teiles der Kriegsanleihen sind bereits neue Stcuerquellen gegenübergeftcllt; im übrigen ist es kaum nötig zu sagen, daß jede Negierung und jedes Parlament, die für die Verwaltung deS Reichs

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Der gegen die Zigeu­nerin Marie Mettbach- Wagner. geboren am J. Februar 1884 in Butten­wiesen, vom Untersuchungs­richter in Hanau am 9. Sept. 1908 erlassene Steckbrief wird zurückgezogen.

Hanau, den 6. Sept. 1917.

Ihr erste Staatsanwalt.

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Der Deutsche Wehrverein

igU unb (ScfunbunpSgef, ihren älngriff n | 'pul Lina ftlefi der Fei nien Bor; ftrts wurde ec t

M-zedouij ri' Loge am Südwestu

hat in seiner am 28. Juli d. I. abgchalteuen Ausschutzsitzung zu der FriedeuSkuudf! l»nenilich geänbict .- gebung und der mit ihr in Berbindung gebrachten sogenannten Reuorientieruns "" M nachstehende Kundgebung einstimmig beschlossen:

^ H'-unuiU.

als in letzter * fc ©meralquat:

Indem sich der Deutsche Wehrverein, getreu seinen Satzungen, nicht auf das Gebiet ber 'Parteipolitik br ^^12. Sept.( gibt, sondern lediglich die Tatsachen vor Augen hat, hält er sich für bentfen und verpflichtet, die Aufinerksamkes daraus zu lenken, daß Millionen deutscher Männer im Felde stehen und in der Verteidigung des Bestandes und Zukunft unseres deutschen Vaterlandes das erste Anrecht darauf hätten, ihre Stimme geltend zu machen, woran zur Zeit verhindert sind.

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V&'S&f* *

r M°"platz:

Cftcrabc denjenigen, welche sich auf sogenannten demokratischen Boden stellen, muß entgegengehalten werdtLaisrx^^ ^lutt daß in keinem Lande der Welt, am wenigsten in einem demokrattsch aufgebauten, Entscheidungen von gleicher 8^ beiden Seoirr k.

heiihmn nnh Trnnm<*it<i morSo» miirSsn --^_:_or_»» ... v m tt w . . . .im ° Hütten

^ am Wec und

bculung unb Irogrocite getroffen werben würben ohne vorgängigen Appell an bas ganze Volk, währenb j«kt bie (amte Wehrmacht zu Lanbe unb zu Waffer ausgeschaltei ist

Der Deutsche Wchrvcrein legt hiergegen feierlich Verwahrung ein. indem ei hierin eine Entrechtung Sed unter den Waffen stehenden Teiles unseres Voltes erbliitt

Der Deutsche Wehrverem vertritt ferner auf Grunb zahlloser Zuschriften mit Lntschiebenheit ben Stau» Punkt bah bas beutsche Volk in seiner überwültigenben Mehrheil nichts wiffen will von bem sogenannten .Frie ohne Annexwnen unb Lnlschäbigungen-, bah es im Gegenteil entschloffen ist. einen siegreichen unb unsere Zuk nach icder Rtchtung sichemden Frieden zu erkämpfen und jedes hierzu nötige Opfer zu bringen.

0 Mcid) 3 ntig erhebt ber Deutsche Wehrverein seine warnenbe Stimme gegen bas fortgesetzte unbeutsh unb Ilellenwcise gerabezu erbärmliche Friebensgerebe. bas. weit entfern« baoon. bie Gegner zu überzeugen, im Geg»

m ^ Kriegsverlängerung unb alle baburch bebingten Opfer an Leb«

Gesunbheit, Gelb unb Nahrungsmitteln einsetz,-n. Nicht biejenigen. welche sich für ben beu.schen Frieben. sondai bas friebensgerebe «ft « bas uns um jebe Achtung in ber Welt bringt, einem Staat nach dem anbem in dt Arme .lmstrer^Geg^er treib,^ uns fortgesetzt wirtschaftliche Wunden schläg, und in der ganzen Welt den Slauä,^

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«roeekt, bah wir äuherlich zwar siegreich, innerlich aber verfault und entnervt_

Go mutz ein Ende nehmen mit solchen beklagenswerten Erscheinnnge« in grob« Anders kann und wird auch der Itrieg kein Ende nehmen,

Berlin « «2. kleiftlttah« 32.

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Deutscher Wehrverein V. V.

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