Ausgabe 
15.8.1917
Seite
3
 
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VÄeli. Die Franzosen und Engländer scheinen zu beab-

ift h 5?feetp ö i! e 9et <3 ftöfittaen, den unersetzlichen Bau der Kathedrale von de» k,-ONibQuentin vollends zu zerstören. Im Laufe des ab. «achmittags und Abends des 12. August erhielt die denk?«'> LZeldathedrale 25 Volltreffer. j

eoen^benL^toenN ! An der Ais nefro nt holten sich die Franzosen iS«,? Serben i e J e i n - ne neue Reihe blutiger Schlappen. Der groß ange-

rttt hL ttUn tolfto $ Wttte Angriff beiderseits der Straße SoissonsLaon 9en Ufi. 8lien e ! en ' daßach im Abwehrfeuer und im Nahkampfe zusammen, 'de abge^' dsn Teilangrifs südwestlich Ailles wurde im Maschi-

)?.. lg*«, ffai. mgewehrfeuer und mit Handgranaten abgewiesen,

'^uo ^ erner scheiterte ein französischer Handgranatenan-

ann,.;r° ^ erner icyenerre ein sranzvniwer ^anogranalenan-

-fff gegen die neu gewonnenen deutschen Stellun- ^ossen w L ^% ct l'.n am Cornillet.

'me«. ^en. . un., Die Berichte des Eiffelturms über einen franzö-

Die Berichte des Eiffelturms über einen franzö-

gxjs- , Haschen Erfolg am Keilberg am 11. August sind ebenso

, n /zutreffend, wie die über erfolglose deutsche An-

^ der »»../' 'iffe am Luginsland und Hochberg am 12. August.

> mittag .

Mfen. sjjjjjjj.

egen tourö!» l ^ ci @(^Q'( l,mönen verzweifelte Versuche, die Derbünde-

et ^achriihtjkie rumänische Angst vor einer Mackensen-Falle.

In der westlichen Moldau machen Russen und

° Itnat von fr,

Dagegen

« und Kin^ Cn ^ cr Äiir" zurückzuwerfen. Immer wieder versuchen sie, die

^Austr verw!"^etränkten steilen Hänge des Mgr. Casinului zu

. * *

ll'ont e^ e re Angriffe westlich der Slanic-Mündung, bei der

beschüd

igt. lirmen. Ebenso erbittert und erfolglos waren

'Esbericht ^^''"ätigkejE^asfabrik sowie nördlich des Klosters Lepsa. Alle

gestern ^ nabend sMe Angriffe konnten das stetige Vordringen der Ver­beten nicht aufhalten, die in dem Flußwin- wischen Oituz und Trotus weitere Fortschritte ten und mit stürmender Hand sich in den Besitz ^ugzeug^^? ^ ren und m r Trotustal beherrschenden Höhen südlich Tir-

c> Und Q;

^ erfolorp'^ ihrer -ll Ocna setzten

«geführt, eine q Auch nördlich Focsani blieb der Angriff im Fluß.

genommen, nipsp Anzüe Verbündeten stürmten das Torf Clipicesti zwi-

'''

Tagt liche

011 ^^^uuischer Wicht. Alle ihre Versuche, durch wütende Gegenstöße

^ Maschinen^t?^? auf hen Susita und Putna und setzten sich in den Besitz .des Taaes »^Meuer es die Verteidigung in hohem Maße begünstigenden V stindlicke No^rferkomplexes auf dem Nordufer der Susita, das

Punkte von mirR Muie Ortschaften Valeni, Paneiu und Crucea d. j. um-

dem Nordufer der Susita, das

on Maracesti aus nach Süden und Westen das Bor- ^dtgunaen'^s^^nen Boringen der Verbündeten aufzuhalten, scheiterten un- er ErdoberWc schwersten Verlusten. Durch Gefangene konnte fest-

_. estellt werden, daß nicht weniger als 10 russische

7*-'egt m enter an diesen Angriffen beteiligt waren.

dem gleichen Erfolg wurden Entlastungsangriffe '^^'T/^kzlivischen Buzaulmündung und Donau zurückgeworfen.

k^n des Kampseisers. .

te inEntw^" Zugriff vl England vor Neuwahlen?

ab. Erst im^Lausp^'« mDaily News" schreibt: Wenn die Arbeiter­nahm das ArtilleriefeOo^ ^re nz am 21. d M. sich für Henderson, der ' Zu und steigerte sich Qn e r om Ministerium zlurückgetreten wurde, weil er für ^A^lgen Zerstöruno"e Entsendung englischer Arbeiter zur Sozialisten- nZ^.ssiues stellten Konferenz in Stockholm eintrat, entscheidet, müssen die

Arbeiter-Minister sich von der Reg ie- engt. Deutsche Patrouille"Lurückziehen. Es verlautet, daß in diesem 'öS Trichtergelände vor; a-alle der Premierminister an das Land appellieren enden Tank wurde Beute ei>nd allgemeine Neuwahlen ausschreiben würde .

jm nach weiteren gescheitert

Was England unterDemokratie" versteht.

Der liberale Abgeordnete King interpellierte die

ArMerreieuer an Kkä^Olische Regierung über das Verbot für Soldaten, an i Versammlungen der englischen Arbeiter- und Sol- tenräte teilzunehmen. Das Verbot ist nach einer

len die deutschen Gräben Der Vorstoß scheiterte bereu

Es war besonders leb

und hielt in dieser Stärke WftteUung des Vertreters des Kriegsamts des' Unter- sche Zerstörer wurden vjauses aus Grund des § 451 erfolgt. King.fragte im am 12. August um 1 Uhr minier Hause:Findet dieses Verbot arrch Anwendung gegriffen und vertrieben, Vertreter, die Mitglieder dieses Hauses sind?" Die

cd- mit Sicherheit ein T--stz °7rschaMe lautes Hört.

EnglischieFreiheit"

gkeit war-bei fluKm iyc Der Kapitän des im Mitteimeer versenkten grie- )e Füeger schojsen einen ei^schen DampfersVarvara" sagte aus, daß er und cc.«S etne Besatzung von den Engländern durch Hunger St. QDntin griffen tu o.^ einer Fahrt vom Piräus nach Liverpool g ez w un- August um Mitternacht worden wären. hPitKrfipn Graben nor

Komblnrertc Flottenosfensive".

Während die LondonerMornrng Post" äußerst ist, daß Churchill in derNew Jork Tribüne" wachsen und ins Grab siniiue kombinierte Flottenosfensive der Alliierten be- Arbeit, vier Mann smd nöt'ü x w o r t e t hat, verdammt auch die Northclioistische nasse, harzige Holz W ADaily Mail" ein aktives Vorgehen, wobei dieses sonst angsam vorwärts, ui ,, r^ln^t deutschfeindliche Blatt einAbenteuer nach äsch". es stud^au ^ ^rm Muster des Dardanellenglückspiels" verurteilt

nrube EisenMe in den Selm! England in Hungerangst.

L fiefv bet Riese, es kraan > Der Parlamentssekretär im Nahrungsmittelamte, : 1 L t «oolxfafern; noch einmynes, erklärte auf eine Anfrage im Unterhause am ? 'Lfit Wi) den ganzg. August, die Zuschüsse der Regierung, um den Ver- ln -"na f^netler, sällt iaufspreis des Vierpfundbrotes auf neun Pence, ' £ auMlagend. Mso höher als bei uns, zu halten, würden jähr-

auf der Erde ^ m Mnlich etwa 40 Millionen Pfund Sterling -- fast 1 Mil- s sind über PN ' .^Uarde Mark betragen, vorausgesetzt, daß die ameri- - laNW anischen Weizenpreise nicht höher stiegen und die an-

luch ^ Zo»i»ch.eren dieser Berechnung zugrunde^ liegenden^ Faktoren

-, li ' ''

sind jrisch^^u^, ^iche^Brotpreisverordnung nicht bereits am "15. August

\ vrelleichf :t Bestimlnung

mn sic pW flU Ä«7iät ei nicht ungünstigerweise veränderten. Das Nah- Mingen lassen, liegt v ghMngsmittelamt macht übrigens bekannt, daß die frag- * %b TW. m 1?. Ache Brotpreisl

n Kraft treten kann, daß aber alles getan wird, ie baldmöglichst in Kraft zu setzen.

, rpv; -r, iffirtumvf Speckhöchstpreise für John Bull.

n kleines Tier 1 ^ Nach ^ ex Times vom 3. August hat der Lebens-

' -inem^M'Ut DittelkontroUeur in England die Höchstpreise für Speck L E Tltt^^^Heraufsetzen müssen^ Die^Times begründet die Maß-

ifet uns, husG j f t tu imldl

®"« eine lSr.!ü?1

©IKIAT

whme mitaußergewöhnlicher Knappheit der Zu-

Tommys Ration

lir . und ^i|fen uMrb zur Abwechslung wieder einmal durch die eng- vas GW E lische Presse getrieben, wohl, um beruhigend zu wir- ' Wotätl ein Ende- und den Unmut des englischen Soldaten über den

die ^ounverständlich erscheinen zu lassen. Ein Lon- ber u nl ^ Dne . r Blatt macht nachstehende Mitteilungen: Jeder

jrt, m * c f tib WeiMlische Soldat in Frankreich erhält als tägliche Ra- '.Aauww^? lc»on: Fleisch (frisch oder gefroren) 1 Pfund, Brot !n uw^^iesernn^ M Pfund 4 Unzen. Sveck 4 linken

Pfund 4 Unzen, Speck 4 Unzen, Käse 3 Unzen, müse (getrocknet) 2 Unzen, Tee, Zucker 3 Unzen,

, iri Eiland ^befindlichen Soldaten

y 8 Unze, kondensierte Milch Büchse. Die nor-'

S'&Z* 0 -

um ein Viertel geringer; wenn sie aber schwere .Arbeit verrichten oder die militärischen Uebungen be­

sonders anstrengend sind, kann die Heeresderwaltung angeblich gar noch mehr bewilligen. Nur geht aus den Gefangenen-Aussagen usw. 'hervor, daß der Tommy diese reichlichen Nationen nur zu oft nicht er­hält, weil sie im Magen oder das Geld dafür im Geldbeutel seiner Vorgesetzten verschwinden.

Die Belgier sollen wieder bluten.

Nach aus La Panne eingetroffenen Meldungen vollziehen sich an der belgischen Front bedeutsame Verschiebungen. Es heißt, daß sich die belgische Ar­mee mit zumindest fünf Divisionen an der in ihre zweite Phase tretenden Flandernschlacht beteili­gen wird.

Die Engländer haben ihnen für dieses Eingrei­fen nichts weniger als das bisher neirtrale Lurem- burg versprochen!

MA

poincar^*

Bom Rücktritt Poincarees,

des französischen Präsidenten und so sehr gefähr­lichen Kriegshetzers, war am Sonntag in Schweizer- Blättern die Rede.

Es ist damit jedoch bei dem ersten Telegramm geblieben, so daß man mit einem für uns übri­gens ziemlich gleichgültigen Verbleiben desBe­freiers seiner lothringischen Heimat" rechnen darf.

* * *

Kein Geld . .

Die russische Negierung verlängerte den Zeich­nungstermin für die russischeFreiheitsau­leihe" bis zum Zusammentritt der konstituierenden Versammlung. Auf deutsch: Mau will die fördernde Wirkung des Parlaments-Zusammentritts abwarten weil man jetzt kein Geld bekourmt.

Ein General nach anderen.

TerSecolo" berichtet aus Petersburg, daß in der Hochverratsaffäre des Generals Gur ko außer diesem selbst noch fünf weitere Generale der Ost­front inzwischen in die Peter-Pauls-Festung einge­liefert wurden.

* * *

Bierlricg in Norwegen.

Der Kampf der norwegischen Regierung gegen den Verbrauch von Nahrungsmitteln zur Bierproduk­tion hat eine wahre Bierrevolutiou entfacht. Die Schlie­ßung sämtlicher norwegischen Brauereien ist eine De­monstration großen Stils gegen die Bierpolitik der Regierung, die ein Verbot erließ, alkoholarttge Bier­arten herzusteilen. Auch viele Restaurants in Chri- stiania beschlossen, zu schließen.

rate und Aufbewahrungsräume verfügen, um die Ernte voll bergen und gut aufbewahren zu können. . . . Nichtig wäre es, die Obstnutzung einer Kreisverwal­tung in so kleine Lose zu zerlegen, daß die kleinen Pächter mitbieten können, und jeden vom Bieten bei weiteren Auktionen auszuschließen, der schon ein Los ersteigert hat. Damit würde erreicht, daß das Obst alles gut abgeerntet wird und, was die Hauptsache ist,

! daß das Obst mit Hilfe der vielen Kleinpächter in weit mehr Kanüle geleitet würde, als wie es durch die wenigen Grotzpächter geleitet wird."

Lokales.

/X Tickleine Viehzählung". Nach einer Ver­ordnung des Bundesrats vom 9. August ist vom 1. Sep­tember beginnend im Deutschen Reiche bis auf wei­teres vierteljährlich eine Neine Viehzählung vorzu­nehmen, die sich auf Pferde, Rindvieh, Schafe, Schweine, Ziegen und Federvieh (Gänse, Enten und Hühner) erstreckt.

/X Höchstpreise für Sämereien. DieOffizielle Preiskommission für landwirtschaftliche Sämereien" hat am 7. Juli mit Genehmigung des Kriegsernährungs­amtes Höchstpreise für Klee- und Grassamen guter Qualität der Ernte 1917 (ausgenommen Luzerne) fest­gesetzt unter Beibehaltung der bisher geltenden Wert­zahlen für Reinheit und Keinrfähigkeit. Höchsteinkaufs­preis der Händler von Produzenten für den Zent­ner: bei Serradella 40 Mark, Rotklee, seidefrei, mit­teleuropäisch, 250 Mark, Weißklee, seidefrei, 152 Mark, Schwedisch-Klee, seidefrei. 200 Mark, Gelbklee, enthülst, seidefrei, 90 Mark, Inkarnatklee, seidefrei, 110 Mark. Luzerne, seidefrei, Jahrgang 1915 und ältere, asia­tische 97 Mark, europäische 132 Mark, Wundklee 200 Mark. Esparsette 60 Mark.

A Keine PapiertöpW.n mit Frnchtmus. In letz­ter Zeit hat die. Zahl der an veutsiche Kriegsgefangene in Frankreich gerichteten Päckchen, die Papiertöpfe mit Frujchtmus enthalten, erheblich zu genommen) Solche Päckchen 'kommen häufig schon in der Schweiz lvöllig zerdrückt an und müssen da beseitigt werden. Um ble durch die Päckchen entstehenden Beschädigungen anderer Briefsendungen fernzuhalten, hat die Post­verwaltung nunmehr allgemein die Versendung von Fruchtmus in Päckchenbriefen untersagt.

Polktyche Rundschau.

Anläßlich des dreißigjährigen Regierungsjubi- iäums des Zaren Ferdinand von Bulgarien bringt dieNordd. Aligem. Zeitung" in ihrer Dienstagaus­gabe an hervorragender Stelle eine ausführliche Wür­digung der Verdienste des verbündeten Herrschers.

*

:: Tas angebliche Kaisertelegramm an Wilson, das der frühere amerikanische Botschafter Gerard in sei­nem Hetzbuche gegen Deutschland veröffentlicht, existiert nicht. Wilson hatte damals, also als der Krieg bereits eine Woche im Gange war, ein Vermittlungsangebot an den deutschen Kaiser gelangen lassen. Als Ge­rard das dem Kaiser vortrug, setzte dieser ihm die Vorgänge beim Kriegsausbruch auseinander. Beson­ders wies der Kaiser auf die zweideutige und illoyale Haltung Englands hin, die die Hoffnung auf einen friedlichen Ausgleich zunichte gemacht hatte. Daraus hat sich dann dieser gewissenhafteGeschichtsschrei­ber" einTelegramm" fabriziert.

:: Mit Tr. August Müllers Parteizugehörigkeit be­schäftigt sich die Presse. Nach demBerl. Börsen­kurier" soll der neue Unterstaatssekretär im Neichs- ernährungsamt gesagt haben, er sei zwar Sozial­demokrat, wisse aber nicht, ob er Mitglied der sozial­demokratischen Partei sei, zumal seine Zugehörigkeit von manchen bestritten worden sei. Dazu schreibt der Vorwärts":So kann sich natürlich niemand aus­sprechen, der die sozialdemokratische Partei kennt, und Dr. Müller hat es auch nicht getan. In Wirklich­keit entrichtet er seine Parteibeiträge, ist also nicht nurSozialdemokrat", sondern auch eingeschriebenes Mitglied der sozialdemokratischen Partei".

:: Keine fleischlosen Wochen. Das Kriegsernäh­rungsamt teilt mit: Die mehrfach verbreitete Nach­richt, daß im September und Oktober im ganzen Reiche zwei fleischlose Wochen eingeführt werden sol­len, entbehrt jeglicher Begründung.

:: Zur Obstbeschlagnahme kommt der sozialdemo­kratischeVorwärts" in einem längeren, die vor­jährigen Riesengewinne der amtlichen Aufkäufer scharf kritisierenden Artikel zu folgendem Schlüsse:Die . . . Obstbeschlagnahme . . . darf nicht unternommen wer­den ohne eine gute Organisierung der Ein­bringung und Verwertung der Obsternte. Dazu ist nötig, daß mit der Ansicht gebrochen wird, die Durch­führung nur mit wenigen Großpächtern, als Bevoll­mächtigte, vorzunehmen. Zu der Durchführung müssen möglichst viel sachverstärldige Personen herangezogen werden. Diese Personen müssen den Nachweis bringen, daß sie über genügend geeignete Ge-

Gerichrsjaal.

± Russische Hetzer. Wegen des Gleiwitzer Auf­ruhrs vom 28. Juni verhandelte neuerdings das Kriegsgericht gegen 43 Angeklagte. Sechs Rädelsführer und 24 weitere Angeklagte, darunter ein Schulknabe, wurden zu drei Monaten bis zu zwei Jahren Gefängnis verurteilt. Unter den Verurteilten befindet sich eine ganze Anzahl russischer Staatsangehöriger, deren un­ruhestiftender Hetzerei für die Zukunft wohl ein Riegel vorgeschoben sein wird.

i Jugend von heute. Vor der Jugend-Ferien- strafkammer München wurde die 17jährige Werl'meisters- tochter Johanna Zentner, welche am 11. März in Der Zechstraße 4 in München die 83jährige Privatiere Vik­toria Cchweikartum sich interessant zu machen" durch drei Revolverschüsse getötet hatte, zu zehn Jahren Gefängnis verurteilt.

^ Berlin, 13. August. Die fortschreitenden mili­tärischen Ersotge auf sämtlichen Schlachtfeldern be­wirkten auch beim Wochenbeginn eine durchaus zuver­sichtliche 5raltung der Rkarktfaktoren. ohne jedoch zur stärkeren Geschäftstätigkeit veizutragen.

Berlin. 13. August. Jm Warenhandel ernrit- telte nichtamtliche Preise vom 13. August 1917. Serra­della 4952, Saatwicken 3545, Saatlupinen 3540, Saatpeluschken 35, Saatraps 45, Saatrübsen 45, Saat­roggen 1722, Saatweizen 1923, Spörgel 6970, Heidekraut 1,601,70, Schilfrohr 3,75- 4,00 per 50 Kilo ab Station, Wiesenheu 11 12, Kleeheu 1314, Trmoteeheu 1314, Flegelstroh 4,755,25, Preßstroh 4,50, Maschinenstroh 44,25 per 50 Kilo frei Haus. Städtische Verkaufspreise für Hafer 21,10, Heidemehl- meiasse 13,50, Strohkraftfutter 23,50 per 50 Kilo frei Haus.

$ Der JungschweincmaE verläuft zur Zeit für Verkäufe ungünstig. Abgesehen vom Zentralferkelmarkt in Rendsburg und von Heide (Holstein) meldeten alle schlechten Handel. So Altenessen:langsam"; Elbing: nicht geräumt"; Mölln:nicht ganz geräumt"; Gade- busch:nicht annähernd geräumt"; Würzburg:Handel schleppend".

Aus aller Welt.

** Gegen die Hamsterer. In der württembergi- schen Kammer wurde angesichts der umfangreichen Aufkäufe in den lvürttembergischen Kurbezirken, die vielfach große Erregung hervorgerufen haben, die würt- tembergische Regierung ersucht, das Kurwesen auf wirk­lich Erholungsbedürftige zu beschränken. Es sei in den Kurbezirken eine so erbitterte Stimmung vor­handen daß Zusammenstöße zwischen Einheimischen und Kurgästen zu erwarten seien. Der Minister des Innern teilte mit, daß die Negierung weitere Schritte zur Bekämpfung des wilden Handels von Sommer­frischlern unternommen habe durch die Aufstellung von besonderen Landjägern und Koutrollbeamten auf den Bahnhöfen und in den Eisenbahnzügen. Außerdem habe das Generalkommando Unteroffiziere als Hilsspolizeibeamte zur Verfügung gestellt. In dem Bezirk Neuenburg im württembergischen Schwarzwald wurde mehreren Gasthäusern, die die Anord­nungen über den Lebensmitte'lverkehr verletzt hatten, die Beherbergung und die Bewirtung von Kurgästen untersagt.

* * *

Kleine Neuigkeiten.

* Gegen unhöfliche Kartoffelhändler hat der Bür­germeister von Friedenau, Walger, eine'scharfe Kund­gebung erlassen.

* In Rohden (Ostpreußen) wurden 50 Schweine

und 50 Gänse infolge Blitzschlages ein Raub der 'Flam­men. ^