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Vierzehn neue Männer
um den Reichskanzler.
Der Reichskanzler Tr. Michaelis hal am -onntag vom Kaiser die Zustimmung zu der Neugestaltung vee Regierung im Reich und in Preugen erhalten und m der Nacht -um Montag die Liste der neuen Männer »' folgender Form dalbamllich bekanur gegeben:
Seine Majestät der Kaiser und ju;:!-
den Bortrag de» Reichskanzler- eatgegengennn-,- cn n -
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über die Neubesetzung von Äielchsamrcrn . .
-ischen Ministerien folgende Crr-rtcituir ’ , :
Tie erbetene Entlassung au ibren - J -- :
unter Verleihung hoher Lldensa e hn,.- e ^rca :mi
Tie Staatsminister Tr Bcseler, {> ^
Eol;, Tr. Freiherr von Schorlen,er. Vni c ^»D
v. Loebell; ferner die Staat >k . c vlraekke. ti*co und Zimmermanu. der Prä' ^ent de »'. 5 '.eg-er nährungsamtes v Batoek, und d r Unk-staar-sekretar
Lr. Richter . . ...
Tein Wunsche dev Staatssekretärs 2 .r. '? e l f s c. rich. der gleichfalls seine Aem'ec zur Verfügimg ge
14 neue Männer: da» ist eine ,ast vollständige Neubesetzung der RegierunaSgewall. Zwei Parlament
tarier sind in leitende -leilen berufen^ Tr^Krause
der nationalliberale Vizepräsident de» ^elchrtage». und Tr. -pahn. der «orsitzende der Zentrums kraltion de» Reichstage»: Zwei Bürgermeister ,-nd zugczogen' Im übrigen kommen die neuen Männer aus »er staatliche» Verwaltung selbst. Man kann zwar, wenn man genau sein will, von eintm völligen « amtenkabinett sprechen, aber man wird auch verg lici- vers chen. eine neue Methode in dieser Art o ... inlsteri esetzungea zu erkennen. Weder »st die An- l : sk von Männern aus den Selbswerwalmngen. von Oberbürgermeistern auf den Ministerstuhlen ’oimm wiKi - B ». noch ist e- die em-elner Par- .amei.tarrer Man kann auch mit dem Anblick vle»e neuen Negierung nicht die Vorstellung eine-. besnmm- ten Programms verbinden. Tas einzig Po,n»oe. & von den Neukön mlingen au-gesagt werden kann ist ihre Verpslichtu: q auf die kaiserltche WahlrechtSbot
.chaft Eine Verpflichtung, kein Glaubensbekenntnis ' _ . .11 _ ta __ i.rifMiion nnt
tragt worden „ ^ 1S - T m §ohn eines
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-chmid/war bisher Ministerialdirektor im Kultu-ministerimn _.. s . in ocborcn
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beite». I'»- weh CbemgieninflKat unb 1 Jio «If«.
bahndirektton »Präsident in 'xewmbet 1916.
mer Lberregierungsrat ist er Kit 1 . n _
(teilt hatte, von der Leitung des Netchsamts des Innern enthoben zu werden. will 1 M '''' !l .
Q en; im Einklang mit den Vorschlägen des Reichs. »rS legt aber der Kaiser Wert darauf, da,; Lr
Helsserich die allgemeine Stellvertretung de- Re,cho-
kanUero beibehält und Mitglied de.' Staatsnnnisterlums bleibt. Auch ist der Staatssekretär beauftragt worden, bis zur geplanten Umgestaltung des Reichsamts des
Besonders Scharfäugige wollen schon feststellen. day die Färbung der neuen Negierung ein wenig mehr »ns Liberale gehl Im allgemeinen verhalt NMaver die Großstadlpresse aller Parteien der neuen Regie runa gegenüber zurückhaltend Es ist das auch das einzig Vernünftige. Also . warr.'n. wie der Regte ruitgswagen nun lausen wird
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Innern und endgültigen Be,etzung^der neu -u^scha^n
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den Stellen die Leitung dieses Amtes noch beiznbehal-
tlX Aus dem Reichsamt dec Innern soll ein Reichs, «nrtfchaftsamt ausgeschieden werden, dem die van. dels. und Wirtschaftspolitik sowie d»e e-o. ztalpolitik zufallen und das mit je einem UnterstaatSsekretär für diese beiden groheit Gebiete ausgestattet werden soll. Tem verkleinerten Reichsamt des Innern verbleiben neben dem innerpol»t»,chen auch militärische, kulturelle und wissenschaftliche Angelegenheiten. Ä ,. _ „ . ,
Die erforderlichen iteuen stellen sollen durch einen in der nächsten Tagung dem Reichstag vorzu- legenden Nachtragsetat angesordert werden.
An die Spitze des Reichsamts des Innern ,oll der Oberbürgermeister WaUraf aus Köln treten, »vährend die Leitung des Wirtschaftsamis dem Bürgermeister
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von Strasjbnra t. Elf Tr Schwander anvertraut wer-
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Den wird Beide sind zunächst zu Unterstaatssekretären mit tK'iu Charakter als Wirklicher Geheimer Rat und de», Prädikat Er-ellen- ernannt worden.
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«um Staatssekretär des Auswärtigen Amts »st «t
der Botschafter Dr. v «nhlmann, zum Staatssekretär des Reichspostamts der Eiscnbahndirektions Präsident Ruvlin, zum Staatssekretär des Reichs. Instizamts der Geheime Insttzrat Tr. v Krause berufen worden.
Die Leitung des Kricgsernahrnngsamts übernimmt der Oberpräsident v. Waldow, der gleichzeitig zum preußischen vtaatSmintster. Mitglied des Staatsministeriums und Preußischen Staatskommissar für Volks ernährting ernannt »vvrdet» »st -)lls ihm deiz»lgcbendc Unterstaatssekretäre sind der Königlich Bayerische Mi. nisterialdirektor und Staatsrat Evlcr von Braun und der schon jetzt dem Vorstand des Krkegsernährungsamts angehörende Tr Anglist Müller in 'Aussicht genommen Zum Nachfolger des Uulerstaatssekretärs Wahn» schaffe in der Reichskanzlei ist der Landrat v Grä- venitz bestimmt.
Die freigeivordene»» prcuhjschcn Ministerien s»»»d mit folgenden zu Staatsministern ernannten Herren
besetzt worden:
Iuftizminiftcrium: Lberla»'deSgel tch'Sp.ä ident Tr
Spahn.
Ministerium des Innern: UnterstaatSsekretär Tr
TrewS,
Kultusministcrinm: Miilisterial-Tirektor L,r
Schmidt,
Landwir.schastsminisieriuni: Landeslia»»ptn»ai»ii von
Eisen imrt-Rothe,
I-tnanzministerinm: RegterlingSpräsideilt He»gt
Tie Persönlichkeit der neuen Mä»»ner.
Tr v. Kühlmann. Richard, ged. Mar I Konstantinopel, katholisch, bayerischer staatSallgchor» ger. N-04 05, Geschäftsträger in Tanger. lSVK sc kretär bei der Kaiserlichen Botschaft in Washlilgto»». l!X)f>»07 1. Sekretär bei der Kaiserl. Gesandkschan
im 5-»aag. 190'.) Botschaftsrat in London. 1914 der Ka» serli'chen Botschaft in Konstantinopel zugeteilt. LSlo <März) Gesandter in außerordentlicher Mission im Haag. 1916 (Oktober) Botschafter in außerordentlicher Mission in Konstantinopel.
Wilhelm >>anS August v Waldow. Sohn eines Oberforstmeislers a. D. und Rittergutsbesitzers 1856 geboren, evangelisch, ist seit «. Mürz iiM.'t Lberpra sident der Provinz Posen. 1911 Oberpräsldent der Provinz Pon»mern.
Mar Wallraf »st l859 als Sohn eines Iustizrates »n Köln geboren und katholischer Konfession 1889 wurde er Landrat des Kreises Malmedy. Sein jetziges Amt als Bürgermeister der Stadt Köln bekleidet er seit Jul» 1906. Mittels Allerhöchsten Erlasses von» 7. September 1907 wurde ihn» der Titel Lberbür germeister verliehen.
Rudolf Sckwandcr ist 1868 zu Colmar i. E geboren. Er ist Bürgermeister der Stadt Straßdurg seit 1906 und Mitglied des Bezirkstages des Unter- clsaß und Mitglied des Vorstandes des Deutschen
StädtetageS. ^ ^,
Paul v. Krause »st Tr. jur. und 6Wh. Iu»ltzrat Er »st 1852 zu Karboro (Westpr.) geboren. Seit 1888 ist er Mitglied des Pre»»ßi,'chen ?lbgeordnetenhauses. seit 1896 sein zweiter Vizepräsident Cr gehört der nationalllberalen Fraktion an. _
Ha»»S Joachim v Graevenitz. am 27. Juli 1S»4 als Sohn des Rittergutsbesitzers v. tyraevenitz au, Schilde Im Kreise Westpriegniy geboren, evangelisch, »st seit August 1916 zun» Vorsitzenden der Reichsstelle für Speisefette ernannt.
Tr. jur. Peter Spahn. LberlandeSgerichtsPräsident. ist l846 geboren. Er ist Mitglied und Vorsitzender der Zentruinsfraktion. einer unserer bekannteste»» Par lamcntarier.
Oskar Hergt. am 22. Oktober 1869 zu Naumburg a. 3. als Sohn eines Kaufmanns geboren, evangelisch, ist aus dem Iustizdienste hervorgegangen. 1915 er folgte feine Berufung als Regierungspräsident nach Liegnitz und 1915 seine Versetzung in gleicher Amts eigen,'chaft an die Regierung Oppeln.
Tr. jur. Bill Arnold Trews. Sohn eines ver storbenen Iustizrates. 1870 in Berlin geboren, evan gelisch. ist seit dem 18. März 1914 zum UnterstaatS sekretär im Ministerium des Innern bestellt worden.
ein u jx:« ß verkll
Eine französische Lüge.
Ter französische ^„ntsornck vom 2«. Juli 131. prii ai soloende Meldung ..Ein deulicher Flieger über- flog"°m ° " 7. um .'. Uhr 4.'. morgen« du» Lazarett von Bour Barenne» uiordweiitich Re>,»->. Er ging dabei so "weit dernn.er. da« er da» Zeichen de» Rote Kreuze» aus dem Tache genau erkannte, und war! dann vier Bomben ab. die sämtlich ihr absichtlich aewäkilte» Ziel, da» Lazarett, trasen und dort metzrere Rerzie. Pfleg« und Lazarettinsassen töteten oder,
sch»ver verwundeten.- , „ , ur-*.n;*
Daß der deutsche Flieger seme Bomben abstchtstch ziui das Lazarett geworfen haben tollte, wird auyer lalb Frankreiärs kein vernünftiger ^Mensch g auben Diese Behauptung ist freche Liige ^cr Bort »U i lUrlt aber ein so bezeichnende- Beispiel für d»e sranw fifdic Kunst des Lügen- und Heuchelns. daß er ver- dient, in seinen E»»»zelheiten bekannt zu »verden
Tatsächlich haben deutsche Flieger am • m \m* . ofltnr ;
einen Angriff auf die Baracken westlich Vau^-Ba. ^..7 , >.st der Ang" renne- unternommen. Auf den phokographischen Ai»s ^ Ms gelungen nahmen, die wir von diesem Orte haben aiia ding- mehrere Bauten mit a»»sgeinalken'. rote»» Kreu \ „och lau« -u erkennen Aus diesen Lichtbildern vt icdoch außer uS 1»^gleitenden
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dem mit voller Deutlichkeit zu erkennen, daß erste,»j »d
dem mit votier Lennimleii .. kMM« Jagdhunde
in unmittelbarer Nähe de-, angeblichen Lazaretts zwc ^ichtunge
schwere Bettungsgeschütze eingcba»»t sind.^und^daß-wei^ einer
ttn« in der nächsten Umgebung dieser^mit den» rote ' Unter
Kreuz versehenen Baracken zahlreiche Schuppen »M'i- ' : a c ^ eiv
di" HH ’eÄölTbyreier’ ^Wen»^«^«^ A w
fiitift»viiiMU'.' für -oldate» dienen »CtDefl. «emu, , , nach
und rruppenunterninkte. sind al» »in m.ii.ärisä einer!°lch
Äiiiogen" gesetzmäßige ÄiigrisfSzieie. Wer hat bei soll '»"tion e» ^ Her Sachlage da» „Rote Kreuz" mißachtet, der den»» m. 31» ® >
Ftteger der feinen Angrisf gegen d,e Truppen.mter dwmi^n »!>id wnste und die Keschütze richtete, oder Ne Rramofen :'ibr rns 9 die wichtige militärische Anlagen <„ unmlttefto« wnfl unter oet^i Nähe eine» mit dem Roten Kreuz bezeichneten Baue irengi mg M I einrichteten > Tie Antwort k-inn nicht zweiselhast sein telaimtt rau ch Der gall ist nicht der erste seiner Art. Sud der^the. Tu«« vorigen und Anfang diese» Jahre» erhob der Fithre der Saloniki Armee. Beneral Sarrail mehrfach svrn m
i lebe Beschwerde darüber, daß die deutschen „liege Cftm 11 absichtlich Bomben auf Lazarette geworfen hätte», ei gleich sie deutlich at« solche gelennze chnet wäre Ta eme gew Auch hier konnten wir durch zahlreiche photographis «oot Sie W » Ausnahmen beweisen, daß diese angeblichen Lazaret in der nächsten Nähr von Truppe, in,lirrlun,len. Mt Schaden wird nicht nttionSniederlagen. «rtegSgerStestapeln usw. erba, ^m> i st^m e., waren Sin ähnliche» Beispiel von der Arra-fro, imtee allen Sicheuii wurde kürzlich in deutschen Zeitungen verSfsentlich unter «asser ab, ui
unsere Gegner hatten auf einer Baracke die Insä.ri ..Kriegsgefangene" angebracht: »»»»mittelbar neben b Baracke aber befand sich ein großer Umladeplay st Munition, also ein unanfechtbares Angriffsziel. B (o vielen Beispielen kann man nicht mehr ziveifeli daß hier ein System vorliegt: Das Zeichen des Rot< Kreuzes »vird bewußt dazu verwendet, die Deutsch« an Angriffen oti? militärisch wichtige Ziele zu hinder Lassen sich die Deutschen aber durchaus nicht von ihr« Angriffen abhalten, so bietet sich die geivünschte « legenheit. die Deutschen vor dem feindlichen und de
Scherz und Ernst.
tf Wa» alle- and Steckrüben ,verden kau«. Tie Hie
Leipziger Zeitung gibt folgende bittere Bemerkungen
l v, n* . ....... ..
Wieder: ..Der Tragödie dritter Teil hat begonnen.
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nämlich von der Kohlrübe Dieses selbstlose Wesen bas angesichts der schweren Not der Zeit vor nunmehr anderthalb Jahren, da uns die Kartoffel immer mehr
anoertyaiv .zayren. oa »m* oic 3»auu,,ci immn mcui und mehr im Stiche ließ, mit Hilfe ihrer Erzeuger .A mUUü ' '' -.
uns zu beglücken sich a»»schickte. vielen Hunger stillte, und von dem bvse Zungen sogar bcha»zpten. daß es Magenschmerzen verurschae. »st zu neuen, höheren Ehren gekommen Unbeachtet früher, diente die Kohlrübe hauptsächlich dem lieben Vieh zum Fräße, und ihr Wert belief sich in Friedenszetten, in barer M»^»»ze
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ausgedrückt, auf höchstens 50 Pfennig pro Zentner
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Und vor nicht la»»ger Zelt, als sie in den Eizroßstädten schon ein begehrter Artikel zu »verden begann, war sie immer noch verhält»»is»näßig billig Man erinnert »ich. daß ein poinmcrscher Großbauer, als ihm seine Kohlrüben nachts vom Felde »veggeholt wurden (ohne Bezahlung natürlich), eine Bekanntmachung erließ, worin er dal. inan möge sie »venigsten- de» hellichtem Tage» om Gut-Hofe holen da gäbe er sie für 1,50 M.
pro' Zentner ad 3o* billig betam sie aber der Groß« -tädter damals auch nicht mehr Man dürfte sie bei
den Kohlrüden-Polonaisen in den ..Kartosfei"-Zen traten schon um 9 Pfennig pro Pfund erstehen das sind also 9 Mark für den Zentner Dem lieben Rind» Vieh wurde sei immer mehr und mehr entzogen und mit Bedauern hat wohl mancher Ochse die edle men-
schensreundllche Kohlrübe aus (einer Speisekarte ver. mißt — Leider war es mi» ihrer Gesundheil nicht
aÜ>u \vtii her at- einjährige Pflanze war sie dem Verderben nur zu tdichl au-gesetzt Toch unsere sin.
b»gen Ernährung- - Techniker und .Politiker sannen au, Mittet und Wege, sie haltbar zu machen: (ie wurde /dnservkert. auf den Darren getrocknet und so von
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ihrer Neigung zu Wassersucht und Eingehen »n F^iulni- geheilt. Co stieg z»var nich» idr Wert als Volks.
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t»ahr»»ngs,n»tlci. wohl aber ihr Preis Ieyr durfte .. w -* ^ - - - -
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man schon 1.80 Mark für das Pfund getrockneter Kobl. rüden aniegen. das macht nach Adam R»efe \M) Mark
Ki'ntner — Wer aber giaud«. daß dam tl
unsere Kohlrübe »her hohe Mission als ..Volks"-Nah-
rungSmittel endgültig erfüllt habe, der ist im Irr» tum: Im ozegenteii scheint ihre Verlvendbarkeit schier
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unerschöpflich Wir erinnern nur an die Kohlrüben. Marmelode. an die (glücklicheriveise zu teuer geivordene) Streckung des Brotmehles mit Kohlrübenmehl und an den gleichen Prozeß, mit dem man unsere Hafer.Ruhr-
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mittel ..veredelte"! — Nun hak man lautlos, ohne Tamta»n. nur dem (Geschmack und dem (Veruch wahr- nehmdar. die Kohlrübe abermals zu Ehren gebracht: sie dar, letzt als Ersatz für Kaffee angesprochen »verden. und gar ..lieblich" duftet uns das Aroma morgens, mittags und abends aus unseren Kaffeetassen ent. gegen. Natürlich hat auch die Kohlrübe in diesem neuen Geivande »viederum an Wert" gewonnen, der sich (in Zahlen auSgedrück») auf 1.80 Mark pro Pfund,
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gleich 180 A! ark pro Zentner, stellt Und »ver —fe.* Mellei-*“ ÜMi “ r
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1 ve»ß »vic — nahe uns vielleicht der Zeitpunkt liegt, an dem fiiidtae und auf das Wohl d<'S dardenen zoVlkes bedachte Volks .Freunde" neue Möglichkeiten erfunden haben dur chdie die Kohlrübe zu noch höheren» An- sehen steigt
tf ttederfuhrung des Herzen- Königs Otto. Gemäß dem im bayerischen Königshause seit Jahrhunderten herrschenden Herkommen, wonach die Herzen aller bayerischen Könige in der MuttergoueSkapeile in AltöUing in einer Urne Aufstellung finden, »vird am Tonnersrag den 16 August, fvuh das Herz König Cncvff »n aller Stille und den Kriegszeiten entsprechend ohne höfischen Prunk nach dort üderfilhrt. Ter Bischof
tuAit 'ii.itfrtii .^ri>ih.’rr nnn » m mirh Si,
von Passau Freiherr von Ow. wird die Viailten lesen und das Reguiem adhalten. Die Urne ist
int nior littn(.»iiritfkin>Ur ß,.t,n.li. ...
‘L|LH “ ,,w vuv uvju.nu. 4/11 UIIIC l|l ein
auf vier Serpentinsüulen ruhender Kuppelbau au- Silber und Bronze, teilweise vergoldet und mit Halb edelsteinen geziert
t» T,c Puppe der Kaiserin Von einem Besuch der Kaiserin in dem Klemenshospital der Barm herzigen Schivestern zu Münster wird berichtet: AIS die Kaiserin in einem nach ver Loerstraße zu gelegenen
^biimer »Tvilft* tmirh* ti» nnn »in.e _c
Töchterchcn deS Sch»»hmacher»neistcrS Boeckmann. d» mit beiden 21ern»chen winkte Die Kaiserin bat n bei» Namen der Kleinen und noch am gleichen Ta trug ein Bote vom Schloß eine^ große Schachtel »r ei»»er Puvpe. einem .kleinen Holländer", zu dc freudig überraschten Mädchen — Einem hochgrnd lungeiikrankei» Soldatei» schenkte die Kaiserin ein gro^ Bild ..Christus am Oelberg" mit eigenhändiger Untc schrift und Widmung.
tf lieber favcnzici;cn)cs Brot »vird »in- geichr» b. Unter dem Einfluß der hohen Temperatur u der schivülen Luft hat sich eine eigentümliche Br krankheit bemerkbar gemacht, die den» Fach»nann we bekannt ist. da sie fast alljährlich in besond« heißen Frühsommertagen und im Hochsommer nur] treten pflegt, das sogenannte Fadenziehen des Bro» Tie Krume solcher Brote ist z»»nächst et»va- jeur wird dann schmierig, mehr oder iveniger gelb ! gelbbraun verfärbt und hä»»gt beim Schneiden^o! Brechen des Brotes in langen klebrig zähen Fab zusammen. Solches Brot ist. ,'choi» weil cs ekelerreg« w»vkt aber auch nicht ungefährlich »st. von dem Gei a»»szu,'chließen und sofort durch Feuer zu vernichl Tie Ursachen dieser Brotkrankheit sind Pilze. Für Entwicklung dieser Krankheit sind sehr hohe Tein raturen notwendig. Ten Bäcker trifft an dem Ä breten der Brotkrankheit keine »»nmitkelbare Schr umsoweniger als das Verderben des Brotes erst dessen 21ufbewahren. also einige Tage nach dem backer». eintritt. TaS Verderben des Brotes kann d» kühles und liifriges Aufheben des Brotes verhinl werden Tie B»°otkapsel ist ,'ür daS an und für , feuchte KriegSbrot überhaupt nicht die richtige Au wahrung-steile.
von dem Orte seine- Lehrohr wieder über und nach den Fein sind zumeist schon w fen und schwelgen ) ctiirf der „U-Äoot-^ sind vielleicht im 5 iohnungen drahtlose eines deutschen M lat gegangen, desse blitzenden Augen u .ireude widerspiegel Zeinde wieder eiutn«
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»lUMuni »i« uiiciii uuu» vii i-uumatii fr u ucreg
ZUnmer iveilte. wurde sie von einer Hofdame auf die ihr zuwinkende Menae in dem Hau- Loerstr 10 aufmerksam gemacht Dabei fiel die Aus», erksamkeit
.. .. vii *iii|>i cll|llllilCiK
der Kaiserin auf ein kleine- dUnde- Mädchen, dav
.Ja. mein Lieber, ich bin eben »m Zivilberuf Kr kvitiker."
Eile mit Weile. ..MenschenSkind. eil' dich ein bißchen!"
..Wozu'? WaS kommt eS denn bei der lai Kr»egszeit aus fünf Minuten an?"
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