Ausgabe 
8.8.1917
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1
 
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Bezugspreis 50 Pfg. monatlich

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Verlag der«ietzeuer Zeitung", Gießen.

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Druck der Eichener Verlagsdruckerei, Albin Mein.

63.

Telephon Nr. 362.

Mittwoch, den 8. August 1917

e l e p h o n Nr. 362.

30

Nördlich von Focsani russische Stellungen erstürmt; 1366 Gefangene u. 15 Geschütze erbeutet.

Kampfpause in Flandern.

Nordöstlich von Czernowitz die russische Grenze überschritten.

Amtliche dcutfcbe Cagesbericim

20500 rönnen verrenkt.

Berlin, 3. Aug. Neue U-Booterfolge auf dem nördlichen Kriegsschauplatz: 20 30« Bruttoregister- tonnen.

*

wbt. Großes Hauptquartier, 4. Aug. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

An der flandrischen Schlachifront ruhte auch gestern der Kampf unter Einwirkung starken Regens. Während der Nacht steigerte sich zeitweise das Feuer zu großer Heftigkeit; es fanden keine größeren Angriffe statt. blieb es bis auf lebhaftere Feuertätigkeit bei Hulluch und Lcns sowie Vorfeldgefechten östlich von Monchy ruhig.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz

Nichts Wesentliches.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Süddeutsche und rheinische Sturmtrupps brachen m die feindliche Stellung südwestlich von Leintcey ein und kehrten mit einer größeren Anzahl schwarzer Fran­zosen zurück.

_ Oestlicher Kriegsschauplatz:

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli Nordöstlich von Czernowttz ist die russische Reiche

iw Klein tn Gießen.

bleiben nur 5 Pfennig grenze überschritten. In 14 tägigem Feldzuge, der einen >och, die Zufuhr auf den ununterbrochenen Siegeslauf der deutschen, österreichisch­en. Der Wegfall der ungarischen und oömanischen Truppen darstellt, ist bis tlichen Spannung Mische fftzt der besetzte Teil Galiziens außer einem schmalen Mvreis für die Erzeuger Streifen von Brody bis Zbaraz dem Feind entrissen aus den Wochenmarki worden.

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph.

Die Befreiung der Bukowina macht schnelle Fort' ichcitte. In den sich noch Osten zu erweiternden Fluß­tälern drängen die verbündeten Kores über die Linie CzernowitzPetreutzBilkaKimpolung dem weichen- g b 1 den Gegner nach. An der Moldaufront versuchten die

I ft Rumänen, wiederum ohne jeden Erfolg, sich durch starke

M 3 II Angriffe in den Besitz des Mte. Casinulni zu setzen.

Heeresfrout des Gencralfcldmarschalls von Mackensen, ffmularö M Anmeldung m Am unteren Sereth nahm die Gefechtstätigüit aileu Verbruuebert gegen die Vortage zu.

Mazedonische Front.

Keine größeren Kampfhandlungen.

zu r Vertilgung.

. wollen sich wegen

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n Vorschriften

mit uns m

alle

Ver

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Berlin, 4. Aug.,

a jUiäft wechselnder Stärke.

Ö Rocdwi stztpfel der Moldau

abends. In Flandern Feuer- In der Bukowina und im günstige Fortschritte.

1917.

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wtb.Gcoß es Hauptquartier, 5. Aug. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht Nur in einzelnen Abschnitten der flandrischen Front ac der Feuerkampf stark; Angriffe sind nicht erfolgt. Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Bei schlechter Sicht blleb die Gefechtstätigkeit gering. ?luf dem nördlichen Aisneufer bei Juvincourt drangen vtoßtrupps niederschlesischer und Posener Regimenter n die französische Stellung ein und brachten nahezu 00 Gefangene zurück.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Nichts Neues

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Am nördlichen Teil der ¥

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold von Bayern, ebte an mehreren Stellen das Feuer auf.

Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli Bei Brody und am Zbrucz kam es zeitweilig

sind unsere Truppen durch das Waldgebiet südlich dts Dnjestr im Vordringen Oestlich von Czernowitz nah­men deutsche und österceichich-un.a ische Divisionen Ra- rancze und den Westteil von Bojan am Pruth.

Heeresfrout des Generaloberst Erzherzog Joseph

An der rumänischen Grenze südöstlich von Czer­nowitz besteht Gefechtsberüheung. Im Suczawatal drängten wir die Russen nach Kampf in die Ebene von Radautz zurück. Mama an der Moldawa ist gcnom men, die Bistritz zwischen Lunga und Brosteni ostwärts überschritten. Am Mgr. Castnului blieben auch ge­stern rumäniiche Angriffe ohne Ergebnis. Bet der Heeresgruppe des Gencralfeldmarschall von Mackensen, und an der

Mazedonischen Front: ist die Lage unverändert.

Der Erste Generalquarttermeistec: Ludendorsf.

*

Berlin, 5. Aug., abends. Die Kampflage in Flandern ist unverändert. In der Bukowina, sowohl in der Ebene wie im Gebirge, erfolgreiches Vordringen der verbündeten Truppen.

»

24 00* * rönnen versenkt.

Berlin, 5. Aug. Neue U-Booterfolge im Atlan­tischen Ozean: 24 000 Bcuttoregistertonnen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

flebt Schiff* versenkt.

Berlin, 5. Aug. Im Atlantischen Ozean und in der Nordsee wurden durch unsere U-Boote wiederum sechs Dampfer und zwei Segler versenkt. Darunter be­fanden sich der englische bewaffnete DampferPadding- ton" mit 8000 Tonnen Eisenerz von Cartagena nach Glasgow, der nach zweistündigem Artilleriegefecht zum Sinken gebracht wurde ein englischer Maschinist wurde gefangen genommen ferner ein biwaffnetec Tankdampfer. Die übrigen vier Dampfer wurden aus starker Sicherung herausgeschossen. Von den beiden Seglern hatte einer Kohlen geladen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

wbt.

1917.

zu

heftigen Artilleriegefechten. In Richtung auf Chottn

Großes Hauptquartier, 6. Aug.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern blieb die Feuertätigkeit bei Tage meist gering; abends nahm der Arrilleriekampf in eini­gen Abschnitten große Heftigkeit an. Englische starke Teilangriffe, die nachts und heute morg-n gegen unsere Stellungen zwischen der Straße Ipern --Menines und der Lys vorbrachen, sind überall abgewiesen worden. In dem uns wohlbekannten Tcichtcrfelde führten unsere Sturmtrupps erfolgreiche Unternehmung durch. Zahlreiche Gefangene wuclen elngebracht; aus einigen der 25 vor unserer Front zerschossen liegenden Panzer­wagen wurden mehrere Maschinengewehre geborgen.

Bei den anderen Armeen beschränkte sich die Ge­fechtstätigkeit tagsüber auf Streufeuer, abends steigerte es sich zwischen La Bassee-Kanal und Scarpe, sowie am Chemin des Dames. Vorfeldgefechte verliefen für uns günstig.

»

Im Luftkampf schoß Leutnant Gontermann seinen 25. Gegner ab.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Heeresfront des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von B ö h m-E r m o l l i

Längs des Zbrucz örtliche Gefechte, Zwischen Dnjestr und Pruth haben sich die Russen erneut zum Kampf gestellt.

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph

Südöstlich von Czernowitz leistet der Feinde an der rumänischen Grenze Widerstand; unser Angriff ist im

Gange. Wir stehen vor Sereth (Ort) und haben nach heftigen Kämpfen Radautz genommen. Beiderseits der Moldawa und auf dem Ostufer der Bistritz wurden russischen Nachhuten mehrere Höhenstellungen entrissen. Wiederholte Angriffe der Rumänen am Mgr. Casinu« lut und am Kloster Lepza, nördlich des Putnatales, sind verlustreich gescheitert.

Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls von Mackensen.

Zwischen Gebirge und Donau ist an einigen Stel­len die Gefechtstätigkeit aufgelebt.

Mazedonische Front:

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Generalquartiermeister: Lu den dorsf.

Berlin. 6. Aug. abends, ßeren Kampfhandlungen. In schritte.

Im Westen keine grö. der Bukowina Fort«

neuerdings 22000 tonnen.

Berlin, 6. Aug. 1. Im nördlichen Sperrgebiet wurden durch die Tätigkeit unserer U Boote neuerdings 22000 Brutto Reg.°To. vernichtet. Unter den versenkten Schiffen befanden sich 1 großer Passagierdampfer, allem Anscheine nach der englische HilfskreuzerOtwah" (12 077 T.), ferner 1 großer, schwer beladener Fracht­dampfer, der aus Sicherung hecausgeschossen wurde. In letzter Zeit sind die Verluste der neutralen Handels- schiffahrt, die in frühen Monaten des uneingeschränkten U Bootkrieges etwa ein Fünftel der Gesamtvecluste be­trugen, erfreulicherweise hinter diesem Durchschnitt zu­rückgeblieben.

2. Unsere Flugzeuggeschwader an der kur­ländischen Küste belegten in der letzten Woche militärische Fabrikanlagen^ bei Dünamünde sowie befestigte Hafen­plätze an der Südküste der Insel Oesel mit Spreng- und Brandbomben. Gute Erfolge wurde beobachtet. Trotz starker Gegenwehr sind alle Flugzeuge ohne Verluste und ohne Beschädigungen zucückgekehrt.

Der Chef des Admtralstabes der Marine.

wtb.

1917.

Großes Hauptquartier, 7. Aug Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

In Flandern war die Kampftätigkeit der Artillerien nur vorübergehend tn einigen Abschnitten lebhaft; im Trichterfelde kam es mehrfach zu Zusammenstößen von Erkundungsabteilungen. Im Artois lag stackes Feuer auf den Stellungen zwischen Hulluch und der Scarpe.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Vorstöße oldenburgischec und württembergischec Strumtrupps in die Schlucht von Bessy (nördlich der Straße LaonSoissons) und bei Berry au Bac an der Aisne brachten uns Gewinn an Gefangenen und Beute.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern

Die Lage ist unverändert.

Heeresfront des Generalobersten Erzherzog Joseph.

Im Sereth. und Suczawa-Tal wurde kämpfend Boden gewonnen; auch im Gebirge ging es trotz zähen feindlichen Widerstandes vorwärts. Erneute rumänische Angriffe am Mgr. Casinulni und bei Kloster Lecsa (am Putna Tal) brachen verlustreich zusammen.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen.

In örtlichem Angriff stürmten preußische und bayerische Regimenter die russischen Stellungen nördlich von Focsani; 1300 Gefangene, 13 Geschütze und Zahl­reiche Grabenwaffen wurden eingebracht.

Mazedonische Front:

Keine größeren Kampfhandlungen.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Berlin, 7. Aug. abends, bisher nichts von Bedeutung.

Im Westen und Osten