Ausgabe 
1.8.1917
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lngnsfsgeist zu einem fit Tue Brussilotosche Os- >e Zeck gedauert; der krast- Degenstoß in den letzten ltzres hat ihre Kraft qe- reichten Vorteile beseitigt, isache, daß durch unsere Lchisssraum versenkt toird in Jahren angestrengter ^ die seste Ueberzeugung. )t zu ferner Zeit erwartet die Lage der Mittelmächte gsjahres um ein bedeuten^ e des zweiten. Wir wissen die Völker der Entente nehr hinter ihren Regle­rn alter Art, die sich weil de bemerkbar machen oU eidung. Die Mittelmächte dritten Kriegssahres ihreni n. Das vierte Kriegsiah« tend günstigeren Stern. *

rtrafltat zu Beginn des Krieges verurterlem Warum li man damals nicht zugepackt und über Nacht, wo- röaltch noch vor der Kriegserklärung, dre deutschen ampfgeschwader überrascht und vernichtet? Dre Ant­iort ist lercht gegeben: Man hat sich vor den Fangen es deutschen Aars gefürchtet, man hat ein Unter- evmen gescheut, dessen Ausgang in hohem Maye un- icber war. Und in der englischen Admiralität war man ich darüber vöUig klar, daß der funkelndste Stern a der britischen Weltherrfchaftskrone der Glaube an ,ie Unbesiegbarkeit derGrand Fleet" rst, ein Glaube, >er sich seit der Skagerrakschlacht aus Krücken stutzen

großen Aktionen ist es auf See im vergan- leiten Kriegsjahr nicht gekommen, -vre englischen lleberdreadnoughts haben den Wetterwrnkel der deut­schen Nordsee gemieden. Um so lebhafter rst es ,nrt Torpedobooten und Unterseebooten auf und unter Wasser und hoch in der Lust mtt Luftschrffen und Flre- rern zuqegangen. In zehn verschredenen Nachten find Zeppeline über England geflogen. Altern schon die. gewaltige Abwehrorganisation, die dort entstanden ist beweist, wie sehr man die Luftangriffe furchtet. Roch häufiger haben unsere Torpedobootstrertkrafte dem auf See weit überlegenen Feinde zugesetzt. Fünfzehn­mat haben sie vor und im Englischen Kanal mrt dem Gegner die Klingen gekreuzt. Wie Wodans wrlde o?aad sind die schwarzen GeseUen vorgebrochen; trotz Minen Sperren und Bewachungsfahrzeugen haben sie den Weg bis zur stanzösischen und englischen Küste gefunden, und mancher Eisengruß hat srch tref in Feindesland gegraben. . ^ r . r ._

Nicht minder rührig srnd unsere Hrlfskreuzec ge­wesen. In das dritte Seekriegsjahr fällt dre Heim­kehr der ..Möwe" von ihrem zweiten Weltmeerflug. 22 Dampfer und fünf Segler von insgesamt 123100 Kstutto-Register-Tonnen betrug die Strecke, 593 Ge­fangene wurden eingebracht. DerMöwe" voraus- aeeitt war der DampferYarrowdale". eine von ihr aufgebrachte Prise mit höchst wertvoller Ladung. Die 19 Mann des Prisenkommandos hatten außerdem 469 befangene tm Zaum gehalten. Nicht minder schneidig war die Tat des HilfskreuzersMarie", der den ganz ans eigene Kraft gestellten tapferen Verteidigern Ost- asrikas Munition brachte und sie lehrte, wie treu die Heimat ihrer gedenkt. Den gleichen Wagemut hat die Aventeurersahrt der kleinen klapprigen BarkTin- w" verraten, die 28 Mann in Cbile Internierter nach Drontheim brachte, von wo der Weg zur Heimat nicht mehr weit war, nachdem mau in 124 Tagen 12 000 Seemeilen auf kleinem Segelschiff zurückgelegt hatte. Ueberhaupt deutscher Seemannsgeist auf allen Meeren, das ist ein besonderes Kapitel im Weltkrieg!

An Kriegsgerät wurden erbeutet fast 12 000 Ge­schütze und rund 5000 Maschinengewehre. Weit über 2000 Flugzeuge wurden abgeschossen.

Auch aus den Meeren haben unsere Feinde schwere Verluste zu verzeichnen. Insgesamt wurden an Kriegs­schiffen rund 930 000 Gewichtstonnen vernichtet und. «vornehmlich dank der unermüdlichen Tätigkeit unse­rer U-Boote, feindliche Handelsschiffe mit einem Raum­inhalt von über 10 Millionen Bruttoregistertonnen versenkt.

Und noch eine andere Seite soll angeschnitten werden: Die KriegsEosten betrugen bei unseren Fein­den bisher 258 Milliarden Mark, während von den Mittelmächten 107 Milliarden Mark aufgewendet wur­den.

ANe diese Zahlen reden eine eindringliche Sprache. Und unsere Waffentaten in West und Ost, das Scheitern der englifch-stanzöstschen Offensiven bei Arras und an der Aisne und der glorreiche Durchbruch in Ost­galizien, erhöhen diese Eindringlichkeit aus das stärk­ste. Sie zeigen den Feinden die lächerliche Unmög­lichkeit ihrerKriegsziele", und sie stählen von neuem den deutschen Willen zum Durchhalten bis zum ehren­vollen Frieden, der Bestand und Entwicklung Deutsch­lands und seiner Verbündeten gewährleistet.

Bis jetzt 2298 feindliche Flugzeuge abgeschosfen.

Unsere Feinde haben während der vergangenen drei Kriegsjahre die gewaltige Zahl von 2 2 9 8 Flug­zeugen verloren, denen ein Gesamtverlust von 082 der Zentralmächte gegenübersteht. Im einzelnen^ ver­teilen sich die feindlichen Verluste auf 9 im Jahre 1914, 131 im Jahre 1915, 784 im Jahre 1916 und 1374 von Anfang 1917 bis jetzt, während die ent­sprechenden Zahlen der deutsch-österreichischen Flug­zeugverluste für die drei letzten Jahre 91» 221, 3<0 lauten.

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Waldeher-Hartz, als eine Verteidignngi- ist danach bemessen wo« eegewaltigsten Feinde, de lüfte als ein Wagnis «r iabe ist die deutsche Fl°». i voll gerecht gemrde orbmark in Lst U"d » Waffenbrüdern ben» -L vor Brandschatzung-

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und nun zu den U-Booten! England hat uns unter das Joch des Hungers bringen wollen. Völ­kerrecht war ihm ein leerer Begriff, eine Sache, vie man verächtlich mit Füßen stieß. Englands rohe Rück­sichtslosigkeit hat uns gezwungep, die volle Schärfe des U-Boot-Krieges zur Anwendung zu bringen. Wie sie wirkt, lehren die laufenden amtl'chen Veröffent­lichungen. Es vergeht kaum ein Tag, an dem nicht ein kräfttaer Stein aus dem Weltbau brttlscher Macht 'herausgebrochen wird, und dieLücken sind n:cht zu schließen Der gesamte Schiffbau der Welt, angespannt bis zum Aeußerften, könnte nicht annähernd die Er- satzbauten für den versenkten Tonnenraum ickaffen. Nur Geduld und Nerven sind erforderlich; es ist irrte »Rechenaufgabe, so schlicht wie 2 mal 2 ^ 4, daß das Fundament englischer Weltmachtstellung, das ganz allem aus den Schiffen ruht, vom U-Boot-Kriea urtter- tzötzli wird. Der Tag muß kommen, wo d^r englische Bau rnH Bersten und Wanken gerät, und dieser Tag bringt und den Frieden.

Im übrigen sind neben dem Handelskrieg auch die Kriegsschiffverluste unserer Gegner im letzten LlneMahr beträchtlich gewesen. Die zwölf Monate baden ihnen insgesamt 275 255 Tonnen Verlust an L.nienichrtten, Kreuzern und Torpedobooten gekostet.

Der U-Boot-Krieg wirkt, das sagt genug", hat neulich Hrndenburg betont. Wer klaren Blicks m Ver- Wi'genheir und Zukunft schaut, und die Wünsche des eigenen Jchs dem Staatsganzen zum persönlichen Vorteil unterordnet, der wird sich wegen mancher Härte vertrauensvoll bescheiden und hoffen, wo ein Recht aus Hoffnung besteht.

Ertragen ohne zu klagen, wagen und schlagen das sei und bleibe unsere Losung, bis ldie erste Friedens- gloüe bebt!

Kriegsbilanz am Ende

des dritten Kriegsjahres.

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Wenn wir, an der Schwelle des vierten Kriegs- jahres, unsere Blicke rückwärts auf das Ergebnis der hinter uns liegenden, an Erfolgen und Anstrengugen reichen drei Jahre richten, so darf, voll Dankbarkeit für die unvergleichlichen Heldentaten unserer und unse­rer Verbündeten Heere, berechtigter Stolz unsere Her­zen höher schlagen lassen. Die statistisch erfaßbaren bisherigen Ergebnisse des Krieges, die rein äußerlich in den Ausmaßen der eroberten Gebiete, in den Ge- sangenenziffern, in den feindlichen Verlusten an Men­schen, an Kriegs- und Wirtschaftsmaterial ihren Aus­druck findet, sind unwiderlegliche Zeugnisse unserer siegreichen Kriegführung und unserer militärischen Un- üb'erwindlichkeit.

Der Flächenraum des von den Mittelmächten be­setzt gehaltenen Gebietes beträgt zur Stunde rund 548 700 Quadratkilometer, also mehr als der gesamte Flächenraum des Deutschen Reiches mit seinen 540 800 Quadratkilometern. In diesem eroberten Gebiet be­finden sich 47 Festungen. Demgegenüber haben die Feinde rn Europa nur etwa 16 000 Quadratkilometer unseres Gebietes in Besitz, der sich jetzt bei dem deutsch- füsterreichischen Vormarsch in Galizien von Tag zu Tag noch verringert.

Die Menschenverlnste der Entente betrugen nach vorsichtiger Schätzung in den ersten drei Kriegsjahren: Rußland 9,5, Frankreich 4,4, England 1,6, Italien 1,6, Belgien 0,24, Serbien 0,5 und Rumänien 0,3 Milli­onen Soldaten, also mehr als Belgien, Holland und die Schweiz zusammen Einwohner haben.

An Gefangenen befinden sich in den Händen der Mittelmächte rund 3 Millionen Mann, davon fast .20 000 Offiziere.

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Die Westfront am Schluß des 3. Kriegsjahres.

ANgemerne Krregsnachrichten.

Der Gcschützlampf an der flandrischen Front.

DemNieuwe Rotterdamsche Courant" wird aus O oft bürg gemeldet: Noch immer hört man das ge­waltige Schießen von der Weststont; nicht einen Augen­blick wird es unterbrochen. Alles dröhnt. Dem Nieuwe Courant" meldet man aus Aardenburg: Zweifellos wütet in diesen Strecken das heftigste Ar­tilleriefeuer, das noch je hier gehört worden '«st- Alle Kräfte werden beiderseits eingesetzt; unzahlbare schwere »Geschütze dröhnen andauernd. Das schwere Schists- geschütz mischt sich in den Streit. Nachts fortdauernde Flammenglut gm Himmel. Leuchtgranaten und Schein­werfer gehen immer wieder in die Hohe. Die lFueger- aktion findet keine Unterbrechung. Kein Tag geht vor­über, an dem wir sie nicht hören. Manchmal sehen wir sie einzeln und dann wieder in ganzen Schwär­men. Heftiges Schießen begrüßt sre. Das Abwehr­geschütz tritt in Aktion. Nach wenigen Minuten wird es wieder ruhig.

Angriff gegen Gaza gescheitert.

Die Türken berichten von der Sinai front:

Am 27. Juli begann 9 Uhr 30 Minuten abends heftiges feindliches Artilleriefeuer gegen unsere Gaza­stont das eine Stunde andauerte. Um 10 Uhr -ging englische Infanterie gegen die Mitte dieser ^Front vor. An einer Stelle drang der Gegner kurze Zett ln unsere Stellung ein, er wurde aber durch Gegenstoß wieder vertrieben und ließ einige Tote in unseren Gräben und ein Maschinengewehr rn unserem Draht­hindernis zurück. An allen anderen Punkten wurden die Angriffe glatt abgewiesen. Gegen 11 Uhr abends -herrschte wieder Ruhe. Am 28. Julr war es ver­hältnismäßig ruhig an der Front.

Der Winterfeldzug beschlossen.

Einer italienischen Meldung zufolge hat die große Konferenz der Alliierten in Paris dre Führung des Winterfeldzuges endgültig beschlossen und dre swate- gischen Maßnahmen für den Wrnter und dav Früh-

Der ^engttsche^ Minister Churchill nimmt bei der Verkündung dieses Entschlusses den Mund wreder recht voll. Er sagte: Nächstes Jahr werden wrr ^anaten^, Gssswüüe Tanks und Flugzeuge rn noch nrcht dage- we enen Mengen habem Wir werden den Preis, den unsere Soldaten beinahe gewonnen haben, nrcht bei­seite werfen in dem Augenblick, da wir rhn sergreifen

fönnen. Wir kämpfen nrcht um der Beute willen oder aus Rache, aver wir woUen die Preußen ent­scheidend schlagen, und wir werden durchhalten, bis wir einen unverkennbaren Sieg errungen haben.

Drohende Massenstreiks in England.

Auf dem Jahreskongreß der B e r g a r b e i t e r von Großbritannien in Glasgow beschlossen die Dele­gierten im Namen von 800 000 Arbeitern, eine allge­meine Lohnerhöhung von 25°/o zu fordern. Der Vor­sitzende erwähnte u. a., daß im Heere wegen ider Sold­stage Unzufriedenheit herrsche, es würde ein Glück sein, wenn dieses zum Ausdruck käme.

Mißstände in der stanzösischen Marine?

Im stanzösischen Parlament gab es am Sonnabend erregte Auftritte. Der Deputierte Kerguesec ver­langte eine Geheimsitzung zur Erörterung der Fehler des Marineministers. Katastrophen könn­ten erfolgen. WennKleber" aus dem Grunde des Meeres ruhe (Untergang am 29. Juni 1917), so trage der Marineminister die Schuld. (Sensation und Er­regung.) Ob die Katastrophe sich morgen wiederholen solle? (Gemurmel und Zwischenrufe in der Kammer; aus mehreren Bänken bricht spontaner Beifall los; Ribot ist genötigt einzugreifen und erklärt, er sei bereit. aNe Mahnungen und Warnungen Kerguesecs anzuhören, der ihn aufsuchen solle. Protestrufe werden auf allen Bänken laut.) Ribot fährt fort:Wir -haben letzte Woche vieNeicht die kritischste Periode des Krieges durchgemacht, die meine ganze Zeit in Anspruch nahm. Aber'wübrend der Kammerferien werde ich die Marrne- stage prüfen und die notwendigen Maßnahmen treffen können. Der Ausdruck KerguesecsKatastrophe" rst stark. JedensaNs gedenke ich als Ministerpräsident, der die Schwere der ganzen Verantivortrrng trägt, meine Beschlüsse in vöNiger Freiheit zu fassen, in völliger Würde des Hauptes der Regierung. Ich weigere mich e-nerqisch, mich dem Druck zu fügen, den man auf mich ausüben will." (BeifaNs- und Mißfallensbezeu­gungen werden laut; Protestrufe ertönen: die Kammer ist äußerst nervös.) Die Abstimmung über die An­nahme dieses Antrages erfolgt unter großer Bewe­gung und Unruhe, ergibt aber zu gunsten Ribots eine Ablehnung der Geheimsitzung mit 281 gegen 183

Stimmen. ^ .

Amerika und die Konferenz der Fernde.

DieTimes" meldet aus Washington, daß die Vereinigten Staaten gebeten worden srnd, im näch­sten Monat an der Konferenz der Alliierten mit lder russischen Regierung teilzunehmen, um erneut über die auswärtige Politik zu berateu. Die amerikanische Presse glaubt, daß die Bereinigten Staaten die Ein- lndung 'annehmen werden.

Eharvin von Japanern besetzt?

Ein finnischer Großkausmann hat dieser Tage aus Charbin in der Mandschurei einen Brief erhalten, aus dem hervvrgeht, daß die Japaner dort bereits Post und Telegraphie und vielleicht die gesamte Verwal­tung übernommen haben. Das Volk soll von japanischen Truppen beherrscht werden.

Kerenski im Streit verwundet?

Als Kerenski zu Beginn dieses Monats an der galizischen Front in Kozowa weilte entstand in dieser Stadt'ein großer Brand und im Zusammenhang damit eine blutige Schlägerei zwischen Jnsanteristen und Ar­tilleristen/ Kerenski wollte dabei vermitteln und wurde dabe: von den eigenen Leuten angegriffen und ver­wundet. In dem Bestreben, dies zu verheimlichen, soll nun Kerenski die ärztliche Behandlung vernach-^ lässigt haben. Dadurch hat sich der Zustand so ver­schlimmert, daß ihm wahrscheinlich der ganze Arm ab genommen werden muß, vorausgesetzt, daß es ailch dazu noch nicht zu spät ist. So erzählen nun schon seit Wochen die russischen Ueberläuser. .

Nach Petersburger Meldungen erhielt Kerenski ern Telegramm von dem KreuzerAurora", worin die Mannschaft dem Ministerpräsidenten mitteilt, er werde ermordet werden, falls er nicht freiwillig seinen Posten bis Ende Juli (russischen Stils) verlasse. Ke- reliski antwortete mit dem Verbot aller Zeitungen, die gegen den Krieg agitieren.

Ein Mitglied des n. S.-Rats gefangen.

Unter den von uns eingebrachten Gefangenen be­finden sich unter anderen ein Mitglied des Arbeiter­und Soldatenrats, das von seinem Truppenkörper deser­tiert ist, ein englischer Oberstleutnant und eine Anzahl zumeist verwundeter englischer und ftanzösischer Sub­alternossiziere. Die Zahl der Gefangenen wächst täg­lich. An Geschützen wurden von den deutschen Trup- wenverbänden bisher siebzig, von den österreichrsch- ungarischen an zweihundert eingebracht.

Die Maximalisten angcklagt.

Der VoUzugsausschuß des Arbeiter- und Soldaten­rats hat einen Antrag angenommen, wonach dre Gruppe der Maximalisten angeklagt werden soll, dre Ruhe­störungen organisiert, zur Meuterer gehetzt und deut­sches Geld angenommen zu haben. Es wrrd öffent­liche gerichtliche Aburteilung verlangt, auch gegen Lenin,' der inzwischen verhaftet sein soll. Im Zu­sammenhang mit dieser Bewegung steht dre Sperrung der russischen Grenze für jeden Verkehr brs zum 15. August. Die Russen leiden an Spionenangst.

Politische Rundschau.

Der Reichskanzler, der heute in Mün­chen weilt, um sich dem König vorzustellen, ,w:rd sich von dort nach Dresden begeben. Die Wrener »Reise wurde verschoben, weil Kaiser Karl sich wreder an die Front begeben hat.

:: Staatssekretär Kühlmann. Die Ernennung des Botschafters in Konstantino))el, Frhr. von KüHlmann^ zum Staatssekretär des Aeußern wird von der Ber­liner Presse als feststehend behandelt. Der neue Letter unseres Auswärtigen Amtes ist von Abstammung Bayer. Sern Vater war Direktor Svr anatolrschen Bahnen in Konstantinopel. Zum^ ersten Male wurde sein Name genannt, als der Kaiser dre Rerse nach Tanger unternahm. Der Kaiser, der unterwegs, rn Lissabon, vielerlei erfahren hatte, zoger^, den ma­rokkanischen Boden zu betreten^ bis auf Weisung des Auswärtigen Amtes der junge, rn Tanger resrdrerende Kühlmann durch Wind und Wellen mrt neuen Mit­teilungen zu ihm kam. Auch rn der Casablaiica-Affäre : spielte Kühlmann mit. Spater wirkte er sehr erso g i reich im Haag, London und Konstantrnopel.