müffew jetzt unter allen Umständen auS. halten, da- find wir asiein unseren toprerkn Gesal- ll»-n und Verwundeten schuldig, die ihre Haut zu Markt getragen haben. — Ich brn noch gesund, hoff- und wünsche dasselbe auch bei Ihnen. Mit "n ' ttn Wünschen auf ein gesundes Wicde.i^hn
)su; Stadt nd Cand.
Die Bed^utunfl des Oelfamenbaues In der Hrlegszeir.
Während Deutschland im Frieden Kaum mehr als
l Ä / 0 seines Oelbedarf selbst erzeugte .ist es jetzt auf eine eigene Erzeugung an Oel und Fett angewiesen und muh. wenn nicht die gesamte Volkswirtschaft allmählich zum Stillstände kommen soll, diese Erzeugung so anneh men. daß mindestens V des Friedenbedarfes gedeckt werde. Zur vollständigen Deckung unseres Friedensbedarfes an Oelsamen von ca. I 000 000 Tonnen würden bei befrie digenver Rapsernte ca. 600 000 ha Anbauflache crfor derlich sein. Nehmen wir an. daß * für den dringlichsten Bedarf zunächst genügen, so könnten wir mit ca. 400000 ha ausreichen. Diese 400000 ha Können zweifellos für die Zwecke des Oelsamenbaues benutzt werden, ohne daß hierdurch eine Gefährdung der Brotversorgung heroorge« rufen zu werden braucht, da der grüßte Teil dieser Flache
von den zur Hackfrucht und Futtererzeugung benutzte Ge- lände in Anspruch genommen werden sollte. Es kann
den Landwirten nur dringend geraten werden, auch weiter« hin ihr Interesse am Rapsbau zu behalten, denn
l. versorgen die ihre eigene Wirtschaft und ihren ' lit Oel;
Haushalt mit
2. leisten sie der Allgemeinheit, der gesammten Volks« Wirtschaft und Landesverteitigung durch die Vermehrung der Oeloorräte einen unschätzbaren Dienst,-
3. helfen sie unseren heimischen Viehstand sichern und erhalten durch Beschaffung der als Futter unerseh« baren Oelkuchen-
4. heben sie die Erträge der eigenen Wirtschaft, denn der Raps ist eine vorzügliche Vorfrucht für alle landwirt« schaftlichen Kulturpflanzen und sein Anbau verspricht bei den herrschenden Preisen eine befriedigende Emte.
Wegen Beschaffung von Saatgut wende man sich an die Saatbaustellen der heff. landw. Kammer oder an die Geschäftsstelle des landw. Vereins für die Provinz Ober« heffen, Gießen, Landgraf.Philippsplah 3 Zimmer 23, der aus den Ergebnissen seiner Dersuchsemte Saatgut zum Preise von 0,75 Mk. für l kg abgeben kann. Saat« gut kann ferner zum Preise von 0, 75 Mk. für 1 kg beim Kriegsausschuß für Oele und Fette angefordert werden.
Es kommen in Betracht .- Lübniher Raps für gute
Böden und Lugen. Sächsischen Raps für Mittelböden und
und geringe Lagen, Holsteiner Raps für geringe Böden und höhere Lagen, endlich Dogelsberger Raps für Ge«
birgs«und sonstige rauhe Lagen.- Die Düngung zu Raps sei reichliche Stallmistdüngung, eine Beidüngung nger sä
mit fitmftbflnger schadet nicht.
Die Oelsaat war in alter Zeit eine Goldquelle des Landwirtes. Sie kann es in heutiger Zeit für unsere gesamte Volks» und Landwirtschaft werden. Darum darf man Oel« samen bauen. Wer Oelsamen baut, dient dem Daterlande.
Die fiausfcblacbtunflen im Winter 1917-18.
ist — entgegen auftrettndcn Gerüchten — nicht beabsichtigt, die Hausschlachtungen während des kommen, den Winters zu verbieten. Tic Genehmigung hierzu kann jedoch nach tz 9» Absatz 2 der Verordnung über die Regelung des Fleischv.rbrauchs vom 2. Mai 1917 nur dann erteilt werden, wenn der Selbstversorger ein Tier, das er noch dem 30. September 1917 schlachtet, mindestens drei Monate in seiner Wirtschaft gehakten hat.
Kriegswirtfcbattliches.
- An« dem (‘jroiilimofltum iitiTni. Da« UN
rbenöinitl
berechtigte Einkäufen von LevenSmitteln, die der öffent lichen Bewirtschaftung unterliegen, namentlich von Kar toffeln, hat derart überhand genommen und einen gerade zu an LandeSlriedenSbruch grenzenden Umfang angc nommen. fodaß eine ordnungsmäßige Versorgung der Allgemeinheit und des Heeres ernstlich in Frage gestellt ist. Den Landwirten ist das ordnungsmäßige Eincrnten fast unmöglich gemacht. Um diesen Mißständen vor beugen zu können, hot das hessische Min.sterium dt Innern eine V o l i z e i v e r o r d n u n g mtt verschärften Vorschriften erlassen, deren steengste Durchführung öen ZkreiSämtern zur besonderen Pflicht gemacht worden ist
' H»r«s»ld. Das VasbintSnint uld&t fi lnenbt 8>fontmo4uBt: Lrhnr. 64ü(ft in Stobt und ' v >
oUt die ihr und Buf» habt, zu hklfrn! UuruHbc
Mengen Wr '
Laldhimbeeren find in diesem Jahre gewachsen ein kleiner Teil ist erst gepflückt, der Rest rt tu wn 1 w verderben. Daher pflückt, pflückt, soviel wie möglich und liefert fie an d'e Kretsiammelstelle in H \
Diese bezahlt 50 Pfg pro Pfund und der Kreis ver-' gütet den Bringern Reise« und Transportkosten f•
dem erhä.t. wer 1 Ztr. Frücht- abliefett. eine P.üunc in Gestalt von 5 Pfund Jucker Jede Menge w cd obgenommcn. Die h.rg itelllc Marmelade kommt dein Zkreife zu gute. Auch H.tdelbeeten und Johannisbeeren werden angenommen und gut bczihlr Ebenfalls w d der Ueberstuß aus Gürten, t Stachelbeeren. Johann beeren und Himbeeren^ gern entgegnt genommen und hierfür 3 Pfund Jucker auf den Ztr. gewährt.
Vorsicht bei SS e sprächen ! Allen Warmmgen zum
■ Trotz können unsere Landsleute ihre Redelust und Mit« s leilsamkeit nicht beschränken. Kürzlich wurde berichtet, daß l im neutralen Ausland von Geschäftsreisenden Steuerungen auf technischem Gebiet und Tatsachen, deren Geheimhal« i tung geboten wäre, mitgeteilt werden: jetzt meldet ein j .maßgebender neutraler Berichterstatter* der Times ! (m der Rümmer vom 3. Juli), daß er - auf einen Bahn«
> anschluß wartend - sich mit deutschen Soldaten unter« hielt, und daß es .geradezu unglaublich* sei. wie mit« teilsam dieselben waren. Der Ausländer erzählt, er habe die verschiedensten Einzelheiten über Munition erfahren, die für einen Spion sehr wertvoll gewesen wären. - Es ist traurig, daß alle Ermahnungen und Plakate so wenig Verständnis bei der Bevölkerung finden. Jedes unbedachte Wort kann unabsehbaren Schaden anrichten. darum muß immer und immer wieder Zivilisten und Militärpersonen eingeschärst werden: .Trau, schau wem? dein Ohr leih' jedem, keinem deine Zunge!*
* Die diesjährigen Crrrteaussichtcn find wesentlich besser als die votjährigcn. Der Körner« ' ertrag wird, wenn auch dieFruckt niedriger steht, grö« ! ßer sein. Tie Frühkartoffeln bückten ;wir durch die ! Trockenheit etwas gelittcn haben. Für die Entwicklung d,r Spätkartoffeln wird jedoch der jetzt cingetcetene Regen sehr günstig sein. Außerdem haben wir eine dryöhte Zufuhr ans Rumänien zu erwarten, eie in den nächsten Tagen beginnen wird. Dieselbe Auffassung äußerte letzthin der Reichs. Ecnührungs' Präsident v Latocki im Reichstage.
Keine 10000 (Tier verdorbenI Die vor weni» gen Tagen durch mehrere Zeitungen gegangene Notiz, daß bei der Eiersammelstelle Fciedberg 10 000 Stück Eier verdorben seien, trifft glücklicher Weise nicht zu, wie uns von zuständiger Stelle mitgeteilt wird.
^ * Gber-tsischbach (Wcttcrau.) Hier sammelten die
Schüler zweier Klassen innerhalb 8 Tagen 22519 Schmetterlinge des Kohlweißlings. Für je 100 Schmct terlinge zahlte die Gemeinde 20 Pfg. aus.
* Lauterbach In den Volksschulen deS Kctists befinden sich zur Zeit 103 Kinder auS hessischen, 539 aus westfälischen Industriestädten, im ganzen also 642 Kinder. In Lautetbach. Maar und Lanzenhain mußten dafür besondere Klassen gebildet werden, ^chw.lm schickte dazu einen Lchrer, Gevelsberg eine Lehrerin.
* Vilbel. Die Gemeinde«Bertretung bcschl ß kürzlich.a Ile Lei Felldiebstählen ertappten Personen durch Namensnennung öffentlich zu brandmarken und auch bestrafen zu lassen. Jetzt gibt sie bereits 22 OctSein« wohner bekannt, die fich in Feldern und Gärten an remdcm Gut vergriff.n haben. In der Liste sind alle Altersklassen vertreten und manche Berufe, deren Änge hörige eigentlich nicht stehlen dü.ften.
* Dortelweil Drei Frankfurter Burschen wurden dabet überrascht, als sie in der hiesigen Gemarkung nächtlicherweile Hunderte von Spätrartoffclbüschcn aus riss.n. Sie erhielten zunächst eine fürchterliche Tracht Prügel und wurden dann dem Gefängnis zugeführt.
* rUaim Am Abend des 16 Apcil kam cS zu Aufläufen und Zusammenrottungen von Weibern und jalbwüchsigen Burschen. Sie durchzogen lärmend einige Straßen, zertrümmerten Schaufenster, entwendeten und vernichteten Waren Die geschädigten Laden Inhaber
' wandten sich wegen SchadloShaltung an die Stadtver- wa'tung. die die Angelegenheit den betreffenden Ko:n- Mission n v: Beratung unt.rbrcitct-. Jetzt iff den Laden-
' sitz * v: der Cbcrburgr mciftcr« i die Mitteilung ZU'
an - daß sie nnck v ivho >r bei städtischen Aus schuß^5mm 'io ' n ein Hasipfl: ^ ronsp uch nickt ancc kenn da die Voraus cyrm .n des G fiyrs über die
ra rwort^ 'k >i bc: ' für Verletzungen und
Be ch'-digu > n infolge von Zusammen:ottungen nicht eqeden sind Wie wir nehmen, haben die Ladeninhaber bereits t ctflen Sckritre getan, um eine rlch- terliche Entscheidung herbeiu»sühren.
Höchst a Ul In der K7eisfleisckstelle für den K c?S Höchst wurden roß angelegte Wurstdiebstähle entdecke, d'e in ber Hauptsache von dem bei d«r Fleische stelle beschäftigten sehr wohlhabenden Metzgermcister Heinrich Krebs ve übt word n sind Trotz scharfer Be- aussichrigun verstand iS K ebd doch, wenn er tagsüber m t Wurstmachen beschäftigt war. größere Mengen Wurst in erncm Kamin aufzuhängcn und so der Kontrolle zu entziehen Am frühen Margen der nächsten TageS holte er dann, da ec d Keffelhrizung wegen mehrere Stunden vor Betriebsbeginn in dem Schlachthause allein ver- wkilte. die gestohlenen Würste aus dem Kamin und reichte sie auS dem Fenster feinem Hehler, dem Alt- Händler Goldcr. zu, der die Ware dem Krebs in die Wohnung schaffte Am Sonntag morgen wurde die Spiybüb rci durch einen Arbeiter entdeckt. Eine bei Krebs und Goldner vorgcnontmene Haussuchung förderte erhebliche Mengen Wurstwaren ans Tageslicht. Man nimmt an, daß Krrbs diese Wurstdiebstähle schon seit langenl betrieben hat. Allem Ansche ne noch sind noch mehr Personen in die Angelegenheit, die größtes Auf' sehen erregt, verwickelt. Krebs, der vor wenigen Jahren sich noch in den schlechtesten VermögcnSverhältnissen bk« fand, ist heute ein sehr wohlhabender Mann und führt ein großes Haus. Ec war vom Militärdienst eiaenS für die Wurftbeceitung in der KceiSfleischftelle befreit Frankfurt a. M. Wegen Vergehens gegen die Kriegsgesetze in Bezug auf unberechtigte Lebensmittelversorgung hatte sich heute die Frau deS
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Rentners Eduard Küchlec vor dem Schöffengericht zu verantworten. Herr Küchl.r, der sehr wohlhaoend und
u. a auch sechsfacher Hausbesitzer ist, hatte feiner Köchin, als biefe^ nach Ibjähr. Dienstzeit d^s Haus verließ, rnS Zeugnis geschrieben, daß sie sich mit den Beschränkungen, die der Krieg mit sich brächte, nicht abfindcn könne. Die Köchin erstattete daraus gegen KüchlerS Anzeige wegen Hamsterei. Eine v^.u: u* . n ( ] förderte u a. folgende
Dieter WH# 8 £tD . I 5? an i! jtüroetie zu lebhl /»«rtSßtappe !
5 M von Ailles s Qtfit gegen die am Sjn tUBfliw Steffuüflen De K ( SMiStüligkeit, qc E u^ciung des Feuers t T’iof, gering.
tzeeresgrupp
Herrlichkeiten bei Küchlec zutage: 33 Pfd. rohen Schinken, 8 Pfd. gekochten Schinken. l5 Pfd Speck, 10 Pfd. Rinder« lalg, 32 Pjo Mehl, 4 Pfd»Dosen Frankfurter Würft«
^ ^ Frankfurter Würft-
d)en, 4 Flaschen Salatöl, ^iele Eier, Butter, Obst und viele andere gute Sachen. Von diesen Herrlichkeiten be« kamen die drei Dienstboten gor nichts, sondern erhielten tagaus, tagein Kaffee, Kartoffeln und Salzgemüfe^ nicht einmal die ihnen zustehenden Zuckermengen und Eier gab man ihnen. Die Köchin erkrankte an Ilnterernäh' rung und kam ins Krankenhaus. In der Gerichtsverhandlung brandmarkte der Amtsanwalt das moral- widrige Verhalten der Frau Küchlec aufs schärfste und beantragte gegen sie wegen Fleischbezugs ohne Marke und verbotenen Milchbezug die höchste zulässige Strafe von 1 oÖO Mk. Das Gericht sah die Sache milder an und verurteilte die Frau zu -- 40 Mk Geldstrafe.
Jh zahlreichen Lus n'ugzeuge. Bahnhös s wurden heute nad Ziel wurden erkannt, ehr unversehrt zurii Ctftlitficr tfi front -es G Prinz Seop des General liniere Tivisronen g m rainopol weiter @da tt« bie geschlafenen ruf;
-näßen.
Verantwortlich: Älbin .Klein in Greßen.
Ernst Ludwig-Jubiläumsstiftung.
Zweck der Slifung ist, Einrichtungen zu schalTen und zu betreiben, die der Erholung und Kräftigung hessischer Krieger in einem Erholungsheim dienen Audi können von den Ertragnissen der Stiftung Mittel zur Vertagung gestellt werden, um hessi-
lk-hen Erholung und Kräfli 8‘««g ihrer Gesundheit in anderer Weise zu ermög-
AntrHge zur Aufnahme
„ . . ..... . in di « Stifl ung können bei der örtlich zuständigen
riegsbeBch&digten-Fursorgefstelle, in Landgemeinden auch bei dem Vertrauens- mann der Kriegsbeschädigten-Fürsorgestelle oder dem Bürgermeister mund-
Uch gestellt werden.
Nähere Bestimmungen können bei den Grossh. Kreigsämtern, den Bürgermeistereien und kriegslürsorgcstellen des Landes eingesehen werden.
»er geselliifLsführende Vorsitzende-
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Erster Präsident der Zweiten Kammer der Landstünde.
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Vorschnftsmflgsige Formulare zur Anmeldung ihres Carbidbedarfes durch uns stehen dien Verbrauchern auf Wunsch in jeder Anzahl zur Vertagung,
t nrbld Kleinhändler wollen sich wegen aller Idr sie ut hrnge kommenden Vorschriften mit uns in Ver-
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bindung
yHlgemeine Carbia-Verkanjs-5es«llscht/t m.b.jt.
in Magdeburg,
Halberitndlenitr. S.
«Hallrct der »n,fliehen I nrhld, ertellnn.Melle
^culschlnuds einzige Glaubersalzquelle nach Aua ltzsc lUtd Heilwirkung gleich Karlsbad in Böhmen.
u»üdcnron„ de! m»qe„ v»rm!rrsnlkde»fe,. vrr». kräqdetk. b»m»srrdK4e,. cederleide». 6Z!«e,Ne!>e. I^de«- mälirmur und ^sdurkrankbeitt auch vorbeugend gegen BlinddarmEnixHidung.
'^o nicht erhältlich, vei .'Ztt Fittichen zum Bor;un<«preise von .»5 -6ig. - i»Ur>.50 — m.itorh I 7..Io-direkt durch
^tilluvlirumicn-Gksellschast m. ti. H., Bad HcrSfeld.
Badekur:Mai Lepreniber. k'?Iuökunst: Magistrat, HerSfeld.


