Ausgabe 
28.7.1917
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(Neuest' Nachrichten)

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Verlag »er«ießener Zeitung", Gießen.

Erpeditio«: 5üdanlage21

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Die W mm breite Reklame.Zeile 72 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht lind Grütze berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchreitung des Zahlung», ziele» (30 Tages, bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegfall. Platzvorschriften ohneBerbtndlichkeit.

Druck der Gießener Verlagsdruckerei, Albin Mein.

Nr. 62.

Telephon Nr. 362.

Samstag, dm 28. Juli 1917.

Telephon Nr. 362.

30 Jahrg.

Die russische Front in G lizien in 250 Kilometer Breite zurückgeworfen. Tarnopol, seit 1914 von den Russe« besetzt, zurückersbert. Kolomea gestürmt. Russische Angriffe bei Dünaburg unter sehr großen Berlusteu gescheitet. JlttillicDe cleulsede Ogesbericbte.

wbt. Großes Hauptquartier, 25. Juli 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Die Schlachtfcont in Flandern war auch gestern der Schauplatz gewaltiger Actilleriekämpfe, die bis in die Nacht dauerten. Starke englische Eckundungsvor­stöße wiederholten sich in mehreren Abschnitten; alle sind in unseren Trichterstellungen zucückgeschlagen worden.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz

Am Winterberg bei Craonne holten sich die Fran­zosen durch das Fehlschlagen mehrerer starker Angriffe gegen unsere neuen Stellungen eine Schlappe. ^Auch der Einsatz einer frischen Division erzielte ketrren Vor­teil.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold o. Bayern.

Heeresgruppe des G neralobecsten von Eichhorn.

Der Russe hot unter dem Druck seiner Mißerfolge und Opfer nicht von neuem angegriffen.

Heeresgruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli.

Unser Vormarsch geht unaufhaltsam weiter. Unter den Augen Seiner Majestät des Kaisers schlugen kampf­bewährte Divisionen beim Ausstieg aus der Serelh- Ntederung zwischen Tarnopol und Trembowla starke russische Angriffe zurück und gewannen im Sturm die Höhen des Oftufers. Hier wurden erneut tiefgestaffelte Angriffe der Russen abgewlesen. Tarnopol ist ge­nommen. Wir nähern uns Buczacz Stanislau und Nadworna sind in unserer Hand. Nachhuten des Feindes wurden überall geworfen.

Heeresfrout des Generalobersten Erzherzog Joseph.

Die Truppen des Nocdflügels halten mit den im Karpathen-Vorland vorwärs drängenden Kräften gleichen Schritt. Südlich des.Tartarenpass.s hält der Gegner noch seine Stellung. Im Südteil der Karpathen tttang der Feind im Susitatale in unsere Linien. Sein schnell geführter Stoß wurde in einer dicht westlich gelegenen Riegelstellung zum Stehen gebracht.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen

Am unteren Sereth lebhafter Feuerkampf, bisher keine größeren Angriffe.

Mazedonische Front:

Nichts Wesentliches.

Der Erste Generalquaitlermeistcr: Ludendorff.

*

Berlin, 25. Juli, abends. Aufs äußerste ge­steigerter Feuerkampf in Flandern. Unsere raschen Fortschritte in Ostgalizien haben die Russen gezwungen, in den Karpathen auch südlich des Tartarenpasses zu weichen.

wtb.

1917.

Großes Hauptquartier, 26. Julr Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

In unvermindert r Heftigkeit, vielfach zum Trommel­feuer anschwellend, tobte zwischen der Küste und der Lys die Altillerieschlacht weiter. Nachts ließ der Feuer- kampf nur wenig noch; bei Hellwerden steigerte ec sich erneut zu größter Stärke. D:e englischen Eikundungs- vorftöße dauerten an; Erfolg hatten sie nicht. Im Artois lag wieder Heftige Artiüeriewirkung auf den Stellungen bei Lens. Bei Monchy erkämpften lübeckische Sturm­abteilungen zusammen mit Flammenwerfern ein wich­tiges Graöuistück, das der Feind dreimal vergeblich zu- rückzuerobern versuchte.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Nach ausgezeichneter Feuer Vorbereitung stürmten abends Teile westfälischer Regimeter die französischen Stellungen südlich von Aillcs in 1800 Meter Breite und 400 Meter Tiefe. Heute morgen brachen nieder- rheinische Bataillone zum Angriff nordwestlich des Ge­höftes Hurt bise vor und entrissen dem Feit.de be- Yerrschlnde Teile des Höhenkammes. - In der Chanv

pagne führten schleswig-holsteinische und märkische Sturm­truppen einen schneidigen Vorstoß erfolgreich durch. Sie nahmen am Hochberge die Reste des am 14. Juli in der Hand der Franzosen gebliebenen Geländes wieder. Der Gegner führte auf den 3 Gefechtsfeldecn frucht­lose Gegenangriffe, die seine blutigen Verluste erhöhten; im ganzen sind über 1150 Gesangenc, dabei 46 Offiziere, und zahlreiche Grabenwaffen eingebcacht worden.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalseldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn

Südlich von Smo gon verkleinerte unsere zusammen- gefaßte Artilleriewirkung die Einbruchstelle der Russen. Der Feind mußte dort weichen; fast die ganze frühere Stellung ist wieder in unserem Besitz.

Heecespruppe des Generalobersten von Böhm-Ermolli

In heftigen Kämpfen gewannen unsere Divisionen die Höhen nordwestlich von Tarnopol und dem Dnjestr- Abschnitt bis zur Straße Tccmbowla-Lusiatyn. Weiter südwestlich sind Buczacz, Tlumacz, Otlyni und Dclathn genommen.

Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph

Die russische Kaipathenfro.it ist durch den Druck nördlich des <. njestc nun auch südlich des Tatarenpaffes ins Wanken gekommen. Ter Feind geht in Richrung auf Czecnowitz zurück. Im Angriff wurden die Russen gestern von den Baba Ludowa Höhen geworfen.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen.

Von Mittag bis zur Dunkelheit lebhafter Feuer­kampf am Unterlaufe des Sereth.

Mazedonische Front.

Nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Luvendorff.

»

Berlin, 26. Juli, abends. In Flandern tagsüber geringes Nachlassen des Feuerkampses. Wettere Er­folge in Ostgalizien Zwangen die Russen zur Aufgabe ihrer Karpathenfront bis zum Kiclibabaabschnitt.

»

ver Kaiser an cker front.

Berlin, 26. Juli. Der Kaiser begleitete heute die siegreich vovdringende Armee des Generals Grafen v. Bothmer auf dem Vormarsche und begrüßte deutsche und osmanische Truppen, die sich in den letzten Kämpfen besonders ausgezeichnet harten. An den Marsch­straßen wurde der, Kaiser von den Regimentern jubelnd bewillkommnet.

*

2^500 tonnen versenkt.

Berlin, 26. Juli. (W. B. Amtl.) Auf dem nördlichen Kriegsschauplatz wurden durch die Tätigkeit unserer U-Boote wiederum 23500 Bruttoregistertonnen vernichtet.

Der Ches des Admiralstabs der Marine.

wtb

1917.

Großes Hauptquartier, 27. Juli ' Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Tie Artillerietätigkeit in Flandern blieb unter dem Einfluß ungünstiger Sicht gestern vorübergehend schwach. Abends steigerte sie sich wieder zu üußeister Heftig­keit. Erneute gewaltsame Erkundungen der Engländer scheitelten überall in unserer Abwehrzone.Im Artois lebte nachmittags die Feuertätigkeit überall beträchtlich ouf. Nachts wurden an der ganzen Front Vorstöße feindlicher Aufklürunqsabt ilunqen abgewiesen. Bei Honnccourt, nördlich von St. Quentin, brachten wüit tembergische Stoßtrupps eine große Zahl von Engländern von einem Einbruch in die feindliche Stellung zurück.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz Am Chemin des Dames, südlich von Ailles, und beim Gehöft Huitebise, ebenso am Hochberg in der West­champagne führten die Franzosen verlustreiche erfolglose

Gegenangriffe. Gefangenenzahl und Beute haben sich sehr vermehrt; im Abschnitt von Ailles stieg sie auf über 1450 Mann, 15 Maschinen- und 70 Schnellade- gewehre. Oestlich der Suippes sielen bei einem Ueber- fall gegen feindliche Grabenstücke zahlreiche französische Gefangene in unsere Hand.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalscldmarschall Prinzen Leopold v. Bayern.

Heeresgruppe des Generalobersten von Eichhorn.

In erbittertem Ringen, dem Seine Majestät der Kaiser auf dem Schlachtstlde beiwohnte, erweiterten unsere Divisionen bei Tarnopol durch kraftvolle Angriffe den schon kürzlich erstrittenen Brückenkopf auf dem Oft. Ufer des Sereth. Weiter südlich wurde trotz hart- näckigen Widerstandes der Russen, die ohne jede Rück« sicht Tausende um Tausende in dichten Haufen in unser vernichtendes Feuer trieben, der Gniecna- und Sereth- Uebergang von Trembowla bis Skomoroczc eikämpft. Beiderseits des Dnjestr sind wir in schnellem Vor­dringen. Kolo me a wurde von bayerischen und österreichisch-ungarischen Truppen genommen.

Heeressront des Generaloberst Erzherzog Joseph.

Im Nordostteil der Waldkarpathen drängen unsere Armeekorps dem gegen den Pruth zurückweichenden Feinde nach. In den Bergen östltch^des Beckens von Kezdtvosarhely entspannen sich gestern neue Kämpfe. Wir Überliesen dem Gegner das Tal von Soveja bis zum Oberlauf der Putna.

Heeresgruppe des Generalseldmarschalls von Mackensen

Die Gefechtstättgkeit am unteren Sereth war ge« r.ingec als in den Vortagen.

Mazedonischen Front:

Nichts Neues

Der Erste Generalquarttermeister: Ludendorff.

*

Berlin, 27. Juli, abends. In Flandern dauert die Attillerieschlacht fort. In Ostgalizien und den Waldkacpathen ist der Feind im Weichen, unser Vor­marsch ist im Fluß geblieben.

relckpostvriek.

In Ruhe, 16. 7. 17.

Endlich komme ich mol dazu, Ihnen für die freund­liche und pünktliche Zusendung der Zeitung zu danken. Schwere Tage haben wir durchgemacht, es wacer: bereits 8 Wochen Tag und Nacht. Zwischen dem Bri mont und der A'sne waren wir eingesetzt, so daß wi von beiden Schlachten die je zu gleicher Zeit einsetztcn, die Verwundeten ethielten. Es war für uns so die Ar beit wie an der Somme, doch diesmal hatten wir auch reichlich Franzosen, Schwere ungeheure Verluste hat der Franzmann hier erlitten, denn wir beherrschen ein. wunderbar ausgebaute Stellung. Der Franzose belegt diese Tagelang mit stärkstem Trommelfeuer, wo er annahm es sei alles darin erledigt. Bei den Angriffen aber wurden di-. Franzosen von unseren Maschinenge­wehren nur so hingemäht. Ebenso der so berühmte englische T.ink, wo bei einem Bataillons Abschnitt 12 Stück durch unsere Arttillecie zum Stillstand kamen. Unsere Verluste waren im Vergleich zu diesem Höllen feuer gering. Am 14. wurden wir abgelöst und Rachtc verladen und Iteqen jetzt hinter der Acrasfront in Ruh. und warten der Dinge die da kommen. Die Sttmmun unter der Truppe ist ausgezeichnet, zumal der Englands und Franzose einen Mißeriolg nach dem andern ha:, trotz aller Massenangciffe. Aber alles was hier geletflv. wird, wird eben in der Heimat nicht mehr gewecttt. Manche Menschen, (Gott sei Dank sind es nicht all^ ) glauben, wir haben hier den Himmel auf Erden. Durch die lange Kciegsdauer ist zwischen Heimat und Feld ein anderer Geist aufgetaucht gegen 1914. Wir sind zum Soldat geboren, andere schämen sich nicht, um ber Krieg auszubeuten, so nach allen Regeln der Kunst un den Geldbeutel zu füllen. Hoffentlich klärt sich d - Reichtagskcise zu Ungunsten unserer Feinde, denn w i (Fortsetzung auf der 4. Seite.)