Ausgabe 
21.7.1917
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Expedition: Züdanlagt 21

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Druck der Giestener Berlagödruckerei, Albiu Mein.

Telephon Nr. 362.

Samstag, den 21. Juli 1917.

Telephon dir. 363.

30. Jahrg.

Die russische Front in Galizien siegreich dnchbrochen.

Der Fer d weiche in Auflösung zurück; die deutschen Truppen vor Tarnopol.

Französische Stellungen gestürmt.

Nmtticbe deutsche cagesberichte.

wtb. Großes Hauptquartier, 17. Juli 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Ruppcecht.

An der Küste griffen die Engländer nach tagsüber lebhaftem Feuer wieder bei Lombartzyde an; sie wurden abgewiesen. Längs der Front Noocdschoote bis Warnc- ton steigerte sich die Kampstätigkeit der Artillerien zu erheblicher Stärke; auch auf beiden Scarpe-Ufern war sie lebhaft. Englische Eckundungsvorstöße scheiterten bei Mefftnes, Hulluch, Gavrelle, Bullccouct, und nörd­lich von St. Quentin.

Heeresgruppe deutscher Kronprinz

^ Bormittags drangen an der-Straße Laon Soiffons Stoßtrupps eines hannoverschen Regiments zusammen mit Pionieren nach Feuerüberfall in die französischen Linien, sprengten Unterstände und Gcabengeschütze und kehrten mit zahlreichenen Gefangenen und Maschinen­gewehren in dre eigenen Gräben Zurück. Bel Eourtccon war in der Nacht zu gestern ein weiteres Stück fcanzö- slscher Stellung durch Handstreich genommen worden. Die Gefangenenzahl in diesem Abschnitt erhöhte sich dm durch auf über 450 Franzosen. Kurz vor Dunkelheit eroffnete der Feind schlagartig stärkstes Feuer auf die Stellungen zwischen dem Gehöft Malval und Cerny. Darauf setzte gegen diese Front ein starker mit dichten Massen geführter Angriff ein, der im Feuer und im Nahkampf unter den schwersten blutigen Verlusten er­gebnislos zusammenbrach. Alle kürzlich gewonnenen Stellungen sind fest in der Hand der bewährten ost- preußischen Division. Nördlich von Reims schlug ein Vorstoß der Franzosen gegen die von uns eroberten Gräben südlich des Bois Sonlarn fehl, ein weiterer wurde durch unser Abwehrfeuer unterdrückt. Am Poehlberg in der Westchampagne gelang es Thüringern in erbitterten Handgranatenkämpfen die Franzosen aus dem letzten Stück unserer alten Stellung Zu vertreiben und mehrere Gegenangriffe zurückzuschlagen. Auf dem linken Maasufer setzte mittags heftigste Aitilleriewirkung gegen die Höhe 304 und dre Anschlußlinien ein Unser Vernichtungsfeuer auf die französischen Gräben und Be- reitschaftsräume erstickte den ftmdlichen Angriff; nur wenige Leute kamen aus den Gräben. Heute morgen hat sich der Feuerkampf dort erneut gesteigert.

Heeresgruppe Herzog Alb reicht.

Keine besonderen Verkommniffe.

»

Außer 5 Flugzeugen wurden 4 Fesselbal­lons durch unsere Flieger zum Absturz gebracht.

*

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalfeldmarschalls Prinz Leopold v. Bayern.

Die rege Gefechlstätigkeit bet Riga, Dünaburg und Smorgon hält an. Be^ aufklärendem Wetter war an der Rarajowka das Feuer stärker als in den letzten Tagen. Südlich des Dnjestr nahmen rheinische Re- gimenter das Waldgelände nördlich von Kalusz Da auch von Westen her deutsche Kräfte vorgingen, rau nten die Russen die Stadt und Zogen sich eiligst auf das südliche Lomnica Ufex zurück. Von der

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph und der

Heeresgruppe des Generalfcldmarschalls von Mackensen ist nichts Wesentliches zu melden.

Mazedonischen Front:

Die Lage ist unverändert.

Der Erste Generalquartrirmeister: Ludendorsf.

Berlin, 17. Juli, abends, auf dem linken Maasufer getämpft. besonderen Ereignisse.

Im

Westen wurde Im Osten keine

soos-Tonnen-tl öoote?

Schweizer Grenze, 17. Juli. Die Agentur Radio berichtet das Bestehen eines neuen deutschen Tauchboot- Modells. Es verdrängt 5000 Tonnen, besitzt Maschinen von 2000 Pferdekräften, eine Geschwindigkeit von 28 Knoten über Wasser und 15 unter Wasser. Das Boot führt 76 Torpedos und 150 Minen bei sich und ist mit 6 Geschützen bewaffnet.

*

jf derlin, 17. Juli. Reue U-Bootserfolge im eng ischen Kanal: 23 000 Bruttoregistertonnen.

wtb. Großes Hauptquartier, 18 Juli. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Der Art lleri kampf in Flandern war an der Küste stark. Von der User bis zur Lys hat er sich gegen die Vortage erheblich gesteigert. Zwischen Hollebecke und Warneton sind englische Erkundungsvorstöße im Roh- kampf abgeschlagen worden. Am La Baffee-Kanal bei Loos, bei Lens, sowie auf beiden Ufern der Scarpe war das Feuer in den Abendstunden lebhaft. Bei Ein­bruch der Dunkelheit griffen die Engländer nördlich der Straße Arras Cambcai an, sie wurden bis auf eine schmale Etnbruchsstelle westlich des Bois-du Bert zurück- geworfeu. Heute morgen wurde ein englisches Batail­lon das nördlich von Fresnoy vorging, durch Feuer Vertrieben.

Heer es gruppe Deutscher Kronprinz. Längs der Aisne und in der Champagne blieb bei trübem Wetter die Feuertätigkeit meist gering. Auf dem linken Mausufer wurde tagsüber gekämpft. Rach dreistündiger stärkster Artilleriewirkung griffen die Fram zosen in 5 Kilometer Breite vom Avocurt-Walde bis zum Grunde westlich des Toten Mannes an. An der Südostecke des Waldes von Malancourt und beiderseits der Straße Malancomt-Esms drangen sie nach erbit­tertem Kampf in die von uns kürzlich dort gewonnenen ! Gräben. Im Uebrigen sind sie zurückgeworfen worden. 1 In abends, erneut vorbrechendem Ansturm suchte der Feind seine Gewinne zu erweitern. Dieser Angriff brach ohne Erfolg verlustreich zusammen. - Östlich der Maas war das Feuer lebhafter als sonst.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine wesentlichen Ereignisse.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Heeresfront des Generalfeldmarschall Prinzen Leopold von Bayern.

Erhöhte Geftchtstätigkeit herrschte bei Riga sowie üblich von Dünaburg und Smorgon. In Ostgalizien war das Feuer bei Bczezany stark. Im Karpathenvor- and nahmen in gemeinsamen Angriff bayrische und kroatische Truppen die von den Russen zähe verteitigten Höhen östlich von Lomnica und wiesen in den erreichten Stellungen russisch-- Gegenangriffe ab. Auck an an­deren Stellen der Lomnica-Linie wurden die Russen in örtlichem Kampf zucückgedcängt. An der

Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph und bei der l.

Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls von Mackensen ist ein allmähliches Aufleben der Feuertätigkeit besonders zu beiden Seiten des Susita-Tales und längs Putna und Sereth merkbar.

Mazedonischen Front:

Nichts Neues

Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorff.

»

Berlin, 18. Juli abends. Starker Feuerkampf in Flandern. Sonst nichts Wesentliches.

»

Seme eines Tauchbootes.

Berlin, 18. Juli. Durch eines unserer U Boote wurden im englischen Kanal neuerdings drei Dampfer

und 2 Segler versenkt. Darunter befanden sich 2 be­waffnete Frachtdampfer englischer Rationalität und der englische DreimastschonerOcean Swell".

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

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wbt. Großes Hauptq uartier, 19. Juli. 1917 Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern nimmt die Artillerirschlacht ihren Fortgang. Trotz Regen war die Kampftättgkeit der zusammengezogenen Artilleriemaffen, bei Tage und während der Nacht sehr stark. Gewaltsame Erkun- düngen der Engländer im Küstenobschnitt und östlich von Upern wurden vor unseren Linien zum Scheitern gebracht. Ar^ der Artoisftont war die Feuertätigkeit an mehreren Stellen vom La Bassee-Kanal bis auf das Südufer der Scarpe lebhaft. Südwestlich von St. Quentin stürmten hessische Truppen nach starker Feuerwirkung die französischen Höhenstellungen in ei­nem Kilormtec Breite. Der Feind ließ eine größere Zahl von Gefangenen in unserer Hand und erhöhte seine Verluste durch Gegenangriffe, die abends und mor- gends vor den gewonnenen Gräben ergebnislos zusam­menbrachen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die Gefechtstätigkeit blieb meist in geringen Gren­zen; zeitweilig lebte sie in einzelnen Abschnitten an der Aisne, in der Champage und auf dem linken Maas- ufec auf. Am Hochberg zwang unser Zerstörungsfeuer die Franzosen, Teile des kürzlich dort gewonnenen Bo­dens zu räumen. Am Walde von Avocourt führte ein eigener Angriff zur Wiedecnahme einiger Tags zuvor verlorener Dtellungsteile.

Heeresgruppe Herzog Albrecht von Württemberg.

Nichts Neues.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Front des Generalfeldmarschalls Prinzen Leopold von Bayern.

Die schon seit Tagen regere Feuertätigkeit südlich von Dünaburg und Smorgon hielt auch gestern an. Nordwestlich von Luck und an der ostgaltzischen Front brachten Stoßtruppsunternehmen, die auch eine Zunahme des Feuers zur Folge hatten, zahlreiche Ge­fangene ein. Südlich des Dnjestr griffen die Russen die südlich von Kalusz von uns zurückgewonnenen Höhen- stellungen mit starken Kräften an; sie sind überall unter schweren Verlusten abgeschlagen worden. Zwischen den Waldkarpathen und dem Schwarzen Meer keine größeren Kampfhandlungen.

Mazedonische Front.

Zwischen Ochrida- und Prespa-See, am Dobropolje und auf d^m linken Wardac-Ufec lebhaftere Feuer- tätigkeit.

Der Erste Generalquartiermeifter: Ludendorff.

*

Berlin, 19. Juli, abends. In Flandern dauert die Artillerieschlacht an. Herausgefordert durch die Offensive, welche die russische Armee auf Befehl ihrer Regierung trotz ihrer Friedensbestrebungen an unseren Fronten unt^nommen hat, sind wir in Ostgalizien Zum Gegenangriff übergegangen. Deutsche Korps haben die Stellungen der Russen östlich von Zloczow in breiter Front durchbrochen.

»

wbt. Großes Hauptquartier, 20. Juli 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

In Flandern erreichte nach regnerischem Vormittag, der vorübergehend ein Nachlassen der Kampftätigkeit zur Folge hatte, die Artillerieschlacht von Mittag an wieder äußerste Heftigkeit. Feindliche Vorstöße bei Lombartzyde und östlich von Meffines scheiterten. An der Artoisfront lebhafte Feuertätigkeit zwischen La Baffee. kanal und Lens, besonders südöstlich von Loos. Bei ! Gavrelle nachts vmstoßende englische Bataillone wurden

(Fortsetzung auf der 4. Sette.)