Ausgabe 
27.6.1917
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wo wir wie die Afrikaner, die Kanadier und die Australier zugestandenermaßen eure gleichgestellten Partner sein werden?" Würde es nicht weise sein diese Frage in bejahendem Sinne zu beantworten, ehe die Stimme, mit der sie gefragt wird, vor Zorn zu grollen beginnt? Zum Beispiel in Aegypten sind wir entweder Räuber abgesehen von einer ge­wissen Qualitätßverschiedenheit, sehr ähnlich den Deut­schen in Belgien oder aber wir sind ehrenamtliche Verwalter. Großbritannien hat seine Weltpolitik vor der Welt zu erklären."Wir möchten," so schließt der Aufsatz,daß alle unsere Völker es ver/tehen, und daß die ganze Menschheit es versteht: Unser Weltreich »st nicht ein Netz um die ganze Welt, in dem sich der Fortschritt des Menschengeschlechts verwickelt, sondern ein politisches System, das mit Bewußtsein Schulter an Schulter mit den anderen Demokratien der Erde arbeitet und den Weg bereitet für einen Weltbund freier und gleicher Völker und sich selbst daraus vor­bereitet, sich zu opfern und mit diesem Weltbund zu verschmelzen."

* * *

Wie die Stimme des Propheten in der Wüste klingen diese politischen Forderungen eines englischen Dichters. Die britischen Auguren werden entschul­digend und vielleicht wohlgefällig lächeln. Tenn ent­weder spricht hier ein idealistischer Wolkeukuckucks- heimer, über dessen Bewertung sich die englische Öf­fentlichkeit von jeher ganz klar war, oder es produziert sich ein Meister imcant", jener parfümierten un­durchdringlichen Heuchelei, die sich stets in der Ver­hüllung des wahren englischen Wesens nnb seiner Biele so großartig bewährt hat.

* England lächelt, aber vielleicht werden die poli­tischen Dichterworte in Frankreich, Rußland und Ita­lien. wo man Grund zu haben glaubt, nicht mehr so ganz fest auf die englische Unetgennützigkeit zu bauen, beruhigend wirken.

Und das ist ja wohl auch der Zweck, warum der Zensor, sonst so streng, diese Worte durchgelassen hat.

Allgemeine Kriegsnachrichten.

13 Milliarden Kriegsanleihe.

Das Ergebnis der 6. Kriegsanleihe-Zeichnung im Feld- und Heimatheere ist außerordentlich erfreulich. Es übertrifft dasjenige der vorhergehenden fünf Kriegsanleihen um ein vielfaches und beträgt nach den bisherigen militärischerseits erfolgten Feststellungen rund 13 Milliarden Mark. Hiervon entfallen, soweit elne statistische Gliederung sich ermöglichen ließ, rund 0'" Milliarden auf reine Feldzeichnungen und rund 0,8 Milliarden auf Heimatszeichnungen von Heeresangehörigen. Mit diesen Zeichnungen im Heere »st als Gesamtergebnis der 6. Kriegsanleihe die gewal- schrit^n^me 100X1 13 Milliarden Mark erheblich über-

Die Pflicht der Reichsfürsorgc für die Kriegsopfer.

Der Reichsausschuß für Kriegsbeschä- d tgte eröffnet eine Sammlung für die Kriegsbeschädig­ten, wodurch der Eindruck erweckt wird, als wolle das Reich seine Pflicht, für die Kriegsbeschädigten zu sorgen, auf die private Wohltätigkeit abschieben. - Demgegenüber wird uns von zuständiger Seite erklärt daß dieser Ausruf nicht gebilligt wird. Die Heeres­leitung anerkennt unbedingt die Pflicht des Rei­ches, in a u s r e i ch e nd e r Weise für die Kriegs­beschädigten zu sorgen, und sie hat keine Samm­lung zu ihrer Entlastung angestrebt. Dies soll auch nicht der Zweck der begonnenen Sammlung sein, viel­mehr soll diese nur einjetzen, wo die Reichspflicht zu sorgen nicht oder nur beschränkt vorliegt.

Eine feindliche Geheimorganisation in Deutschland.

Aus einem Verbandstag der katholischen Arbei­tervereine (Sitz Berlin), der am Sonntag in Berlin stattfand, sagte der frühere Reichstagsabgeordnete Dr Fleischer:

Eine geheime, von englisch-amerikani­sch k m Gelbe gespeiste Organisation ist tätig, um in unsere Arbeiterschaft Unruhen hineinzutragen und sie unter Hinweis auf Ernährungsschwierigkeiten zu unbedachten Arbeitseinstellungen zu veranlassen. Wir legen aus das entschiedenste Verwahrung ein gegen dieses hochverräterische Treiben. Die deutsche Arbeiterschaft wird das deutsche Vaterland in der Stunde der Gefahr niemals verlassen.

Die Bewegung ist noch nicht zum Abschluß gekommen. Noch immer werden im geheimen auf­hetzende Flugblätter verteilt. Noch immer kommen klerne Konventikel zusammen, die sich unter die Ar- berterschaft begeben um Unzufriedenheit zu predigen. Es soll der Anschein geweckt werden, als kämen die Unruhen von unten aus der deutschen Arbeiter­schaft.

Die deutsche Arbeiterschaft ist nicht so ehrlos, W sie ihre kämpfenden Brüder draußen im Stich laßt. Es ist die englische Faust, die zum Hunger zwingt, und es muß ausgehalten werden, bis der Todfeind zur Einstellung der Feindseligkeiten gezwun­gen wird.

Diplomatische Geheimnisse, schweizerische Gesandtschaft in Rom l*eUt die Nachricht, wonach der Briefwechsel zwischen Fürst Bülow und gewissen römischen Kreisen,in denen man den Eintritt Italiens in den Krieg zu hintertreiben suchte", mittels der amtlichen Postsen­dung der schweizerischen Gesandtschaft befördert worden sei, amtlich in Abrede. Fürst Bülow habe niemals an die Gesandtschaft ein solches Ansinnen gestellt.

Neue Friedenskundgebungen.

Die Bolschewicki, die Anhänger der radikaleren Dichtung, haben in Petersburg gegen den wegen des Friedensvermittlungsversuches ausgewiesenen Schwei- Sialrsten Grimm große Kundgebungen veran-

or ??5 an . 25 30 000 Personen teilnahmen. Als

^.^eitsminister Sozialist Skobelew erschien, um

Gemüter aufzuklären, entstand ein un- xb^urer Lärm Er wurde mit Schmährufen überschüt­tet und aufgefordert, seinen Posten zu verlassen.

Neue Unruhen in Irland.

bei Irland, machten Sonntag Sinn Feiner

*' nm "mörige einen Angriff auf das Rekrutie- ,

rungSbureau. Es kam zu ernsten Tumulten, die Polizei griff wiederholt ein. Militär mit Maschinengewehren wurde aufgeboten. Ter heftige Steinhagel nötigte me Polizei zu drastischen Maßregeln. Ein Mann wurde durch einen Schuß getötet, ein Dutzend mit oem Bawnett verwundet. Die Unruhen waren um Mitternacht unterdrückt.

Furchtbare Dürre in Rußland.

Während in Rußland die Wintersaaten zu einem erheblichen Teile durch Ueberschwemmungen und AuS- frieren im Wolgagebiet vernichtet wurden, sind die Sommersaaten ausgebrannt. Vielfach haben die Bauern das Vieh auf die Getreidefelder getrieben, da die Weiden die schlechtesten seit etwa 80 Jahren sind. Auch aus Südrußland wird über schwerwie­gende Folgen der Dürre berichtet. Die Hitze in Bessarabten hat dort ein sehr rapides Anwachsen der Cholera hervorgerufen.

Bisher 8638500 Tonnen!

Sic haben zu früh gcjubclt.

Als die Maibeute der U-Boote erheblich hinter der des April zurückblieb, da atmete John Bull

ordentlich auf. Und in seiner Renommierstimmnnq

hielt er mit seiner Freude nicht hinter dem Berge. Aber die Stimmung wird sehr schnell Umschlagen. Nach Be­kanntgabe der Mai-Beute unserer U-Boote beziffert sich der Gesamtbetrag der seit Kriegsbeginn durch krie­gerische Maßnahmen der Mittelmächte versenkten feind­lichen sowie neutralen Handelsschiffe auf 8 688 500 Bruttoregistertonnen, das sind fast 60 Prozent Brutto- regtstertonnen mehr, als die deutsche .Handelsflotte bei Ausbruch des Krieges zählte.

In derselben Zeit wurden außerdem an bri­tischen Kriegsschiffen 157 Einheiten mit einer Ver­drängung von 632 900 Tonnen und insgesamt 255 feindliche Einheiten mit 892 465 Tonnen vernichtet. Dieser Verlust kommt dem Bestand der Kriegsflotte der Vereinigten Staaten von Nordamerika zu Beginn des Krieges etwa gleich.

* * *

U-Boots-Gcfecht.

Berlin, 24. Juni. Im Atlantischen Ozean und ln der Nordsee sind durch unsere Unterseeboote neuer­dings < Dampfer, 1. Segler. 2 Fischdampfer vernichtet worden.

Eines der Unterseeboote hatte ein Gefecht mit einem Bewachungsfahrzeug und einem feindlichen Un­terseeboot. in dessen Verlauf ersteres durch Artillerie schwer beschädigt wurde. Das feindliche Unterseeboot wurde durch Salven eingedeckt: ob Treffer erzielt wur­den, konnte nicht einwandfrei beobachtet werden.

Ein anderes unserer Unterseeboote, das von einem feindlichen angegriffen wurde, erzielte auf dem Turm des Gegners einen Treffer.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

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Der größte finnische Dampfer versenkt.

Laut Mitteilung aus Petersburg wurde der Dampfer ..Hermes" mit einer Ladefähigkeit von 5000 sonnen versenkt. Der Dampfer war der größte der finnischen Handelsflotte. Ferner wurde nach einer Mitteilung vom 16. Juni ein ungenannter finnischer Dampfer auf der Fahrt nach Schweden im Bottnischen Meer durch ein U-Boot versenkt.

Der Lebcnsmittelmann jammert.

Der englische Lebensmittelkontrolleur Bathurst sagte über die Lebensmittelversorgung des Landes: -eutschland kann uns zwar nicht anshnngcrn, aber die Gefahr besteht, daß wir dies selbst tun werden. Die Tätigkeit der N-Boote hat bedeutend zugenom­men. Die Anzahl der angegriffenen Schiffe ist höher als ie zuvor. Dabei handelt es sich meistens um Schiffe mit großem Wasserverdrang. Der Juni wird wahr­scheinlich gegenüber dem Mai eine wesentlich höhere ll-Boot-Beutc aufzuweisen haben. Wir müssen un­seren Verbrauch gewaltig einschränten: eine sorgfältige Verteilung der vorhandenen Vorräte ist jetzt unbe­dingt erforderlich. Die Regierung wünscht mit allen Mitteln Weideland in Weizenland umzuwan­deln, aber . . ."

Vorbereitungen der Gegner.

Ruhe auf allen Fronten.' Das ist jetzt der allgemeine Eindruck, und insofern kann man jetzt von einer Einheitlichkeit der feindlichen Front spre­chen. Die Absicht, erneut anzugreifen, besteht zwar: wir können abwarten, ob und wie sie zur Aus­führung kommt. Am schärfsten kommen die Vorberei­tungen zu neuen Angriffen an der e n g l i s ch e n Front zum Ausdruck. Beim russischen Heere versuchen augenblicklich die Machthaber, unterstützt durch einen Teil der militärischen Führer und durch die eng­lische und französische Propaganda an der Front, das Heer zu einer neuen Offensive in Gang zu &nn* gen. Bern» französischen Heer scheint die An­griffslust durch die sehr großen Verluste der Früh­ahrsoffensive eine erhebliche Einbuße erlitten zu haben. Das wird immer deutlicher. Es geht dies hervor aus den Erklärungen des Kriegsministers Painleve in der Kammer und auch aus einer Reihe von Briefen, die in unsere Hand gefallen sind. Ita­lien wird sich wohl auch nur durch neue Zugeständ­nisse zur Wiederaufnahme seiner Angriffe bereit fin­den lassen.

Französische Mitteilungen über schwere Verluste. Neuerlich aufgefundene Briefe geben über die Ver­luste der Franzosen bemerkenswerte Einzelheiten:

Ein Soldat des Jnf.-Regt. 10 schreibt:Meine Kompagnie wurde im August 1916 vor Verdun bis auf 16 Mann aufgerieben. Nach drei Monaten Ruhe olgten die ungeheuren Verluste an der Somme, dann kamen wir nach Maison de Champagne, das ein zweites Verdun für uns wurde: wir hatten 700 Mann Verluste. Und so geht es weiter . . ."

Ein anderer schreibt:Mein Regiment hat am 16. April das Fort Brimont mit angegriffen; dabei ind wir, wie meist, nur sehr wenig vorangekommen, aber wir haben mehr als die Hälfte unserer Effek­

tivstärke verloren und drei Viertel aller Offiziere wurden außer Kampf gesetzt, der Regimentskomman- oeur verwundet. Bei meiner Kompagnie fehlten allein 99 Mann. Alle Regimenter des 1. Korps, die an- griffen, hatten ebenso wie die Division Marocaine - li t f Qre Verluste, dabei ist der Angriff vollständig fehlgeschlagen. In den Zeitungen spricht man nicht davon. ..." *

f ., Bei diesen fürchterlichen Verlusten ist es erklär­lich, daß die Truppen mehr und mehr zu Diszi-

n loslgkeit neigen. Ein Soldat der 9. Inf.. -ttO. schreibt am 18. Mai in seinem Tagebuch:

c ''Morgen sollen wir angreifen, aber die Moral ist sehr gesunken. Alle sind scst entschlösse»», wenn in» Grabe»» der Befehl zun» Sturm gegeben wird, den Gehorsam zu verweigern, und ich selbst werde mich den Kameraden anschließen."

Keine Obstbeschlagnahme.

Besonders wichtig ist in diesem Jahre für die Versorgung der Bevölkerung die Marmelade, da die Fettlieferungen im Winter geringer werden dürfte»» als »m Vorjahre. Tie Reichsstelle für Gemüse und Obst rechnet für daö Jahr auf neun Marmela- denmonate und drei Kompottmonate Die Bevölkerung gebra»:cht jede»» Tag 30 Gramm Marme- lade für den Kopf, das sind für eine Bevölkerung von 50 M»ll»onen etwa acht Millionen Zentner. Man teilt 2 f 0 B ° 000 Zentner Kunsthonig. 400 000 Zent­ner Rüben,aft und 5 600 000 Zentner Marmelade Die Marmeladenfabriken haben auf eine Beschlagnahme des für die Marmeladefabrikation geeig»»eten Obstes gedrängt. Eine Beschlagnahine will die Reichsstelle aber unter keinen Umstände»» einführen, sondern, wen»» es notwendig ist, sich auf Versandsperre usw. be­schranken.

Gegen die Züchter, die die Erzeugerpreise über- schreiten., soll energisch vorgegangen werden. Auf­käufer aus Handels- und Privatkreisen sollen bei Zahlung höherer Preise sofort verhaftet »verden. Die Rerchsstelle betont, sie wolle dem reellen Handel keine Hindernisse m den Weg legen, doch müsse der Ver­kauf im Kleinhandel auch seine Grenzen haben. All­zuviel dürfe der Händler an seine Kunden nicht ab­geben, damit jedermann Obst erhalte. Die Reichs- stelle wird den städtischen Gemeinden Vorschläge»», eine Beschränkung der Einzelverkäufe in der Weise fest- ^^en, daß jeder Käufer auf einmal nur zwei bis drei Pfund erhalten kann.

Volkswirtschaftliches.

A 16 Jlinrf siir »inflcrftfliiff. In Ost- und West- ^ c6 et l jetzt viele Magergänse zun. Mästen

.Ar Preis beträgt bei Waggonladungen (800-1100 Stück) zurzeit 16 M. nach direkter Bestim­mungsstation franko Station. - Die Preise werden jetzt bekanntlich behördlich festgesetzt.

A Ein zircbsstcrbcir macht sich in den kleinen Ge- oassern und Wasserläufen in der Lötzener Gegend bemerkbar. Vermutlich handelt es sich um die sage- nannte Krebspest. B

Achtung! Kirschkerne sammeln! Wie im vorigen ^^hpe, ^len auch in diese»»» Jahre die ölhaltigen --bstkerne gesammelt werden. Um den Sa»»»»»»eleifer

^n, wird für Kirsch- und Pflallmenkerne o P>9 Pro Pfund vergütet. Die Kerne müssen rein und trocken fein. Es empfiehlt sich, sie den Schulkindern nntzugeben oder erst »n größeren Mengen zur Sammel- stelle zu bringen. Diese befindet sich wieder bei Frau Sanitätsrat Dr. Conrads. Im vorigen Jahre hat der Kriegsausschuß im Reiche über 76 000 Zentner Kerne gesammelt; die daraus zu gewinnenden 38 000 Zentner Oel werden zur Herstellung von Margarine verwendet.

Aus aller Welt.

** Willkürlich bewegbare Ersatzglieder. Der- LÄk^^!^^Professor Sauerbruch zeigte in der Gesellschaft der Aerzte »n Wien ein von ihm entdecktes operatives Verfahren, das bezweckt, willkürlich beweg­te Ersatzglieder für amputierte Glieder mit Hrlfe lebender Kraktauellen herzustellen. Dieses Ver- sah^n »st den Berliner Chirurgen bereits seit dem 9. Krregschirurgenkongreß bekannt, der hier vor eini­gen Monaten abgehalten wurde, und auf dem Prof Sauerbruch bereits die von ihm angegebene Methode Dorgeführt hatte. Es handelt sich bei dem Sauer- oruchscheu Verfahren um eine direkte Verbindung der ber der Amputation bloßgelegten Muskel- stumpse mit den von ihnen zu bewegenden Ersatz- gliedern. Das Verfahren, das bisher gute Resultate gezeitigt hat, »ft noch im Stadium der Ausgestal­tung. Hoffen wir baldiges gutes Gelingen.

** Gemeinschäoliches Rauchen. Gegen das leicht- srnnrge Rauchen wurde in der letzten Sitzung des Zweckverbandes Groß-Berlin scharf Front gemacht. - ^n der letzten Zeit feien zu den schon gemeldeten Branden noch 20 hrnzugekommen, durch die im Grune- wald »and be» Grünau nicht weniger als 387 Morgen guter Waldbestand vernichtet »vorden sei. Die Brand­ursache sei in fast allen Fällen auf das leichtsinnige Umgehen mit Streichhölzern, Zigaretten und Zi- garren zumeist jugendlicher Personen beiderlei Geschlechts zurückzuführen. Der schon entstandene Scha­den belaufe sich auf mehr als 100 000 Mark. Hierzu komme aber, daß der vernichtete Waldbestand auf ^.ohräehnte hinaus für den Ausflugverkehr und dre Erholungsbedürftigen unbrauchbar ge­worden ,et. Anstelle des schönen Waldes werde man rn den nächsten Jahren Holzzäune sehen.

,**.50 Fahre im Gefängnis. Im Spital zu Schro- benhausen fand ein bewegtes Leben seinen Abschluß. Dort verschied ein gewisser Franz Wägete von Stein- gr»sf, welcher von seinen 83 Lebensjahren 50 im Ge- sanglns zugebracht hat, und zwar ausschließlich wegen Vrebstahls. Sein Vater war 36 Jahre eingesperrt.

** Ein falscher Rittmeister Freiherr von Richt­hoven trat »n Kassel auf, wurde aber entlarvt. Es.war o.er Landwirt Schenk aus der Nähe von Kottbus. Er Uetz sich alle Sehenswürdigkeiten zeigen und trank manche Flasche auf die 52 errungenen Luftsiege.

** Unvorsichtigkeit beim Brotbackcn führte zu einer großen Feuersbrunst in der Gemeinde Dämmer (Kreis Namslau). Sechs Wirtschaften sielen ihr zum Opfer.