Gickener Zeitung
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Druck der Gießencr Verlagsdruckerei, Albin Mein.
Ar. 4«.
Telephon Nr. 362.
Samstag, V.n 2. Juni 1917.
Telephon Nr. 362
30 Jahrg.
Große Artilleriehurpfe im Westen.
Der U-Boot-Krieg bleibt die faärfste und erfolgreichste Waffe, flmtlicbt deuffcbe Cagesberlcblt
Wieder 76000 tonnen!
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Berlin, 29. Mai. 1. Neue U-Bootserfolge im Atlantik und englischen Kanal: 26000 Srutto-Reg.'To. Mit Ausnahme eines kleinen Seglers wa en alle versenkten Schiffe englischer Nationalität. Unter den versenkten Ladungen befanden sich u. a. 6000 To. Zucker, die für England bestimmt waren. Bon einem der Dampfer wurde der Kapitän und die Geschützbedienung als Gefangene eingebracht.
1. Von unfern Mittelmeee U-Booten ist neuerdings wieder eine größere Anzahl von Dampfern und Segelschiffen mit einem Gesamitonnengehalt von 50000 Brutto-Reg. Tonnen versenkt worden.
Der Chef des Admiralstabs d^x Marine.
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wtb Großes Hauptquartier, 30. Mai. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Tagsüber war nur im Wytschaete-Abschnitt die Actillerietätigkeit lebhaft. — Abends nahm das Feuer auch an anderen Stellen zu. — Erkundungsvorstöße der Engländer an der Artolsfcont, der Franzosen am Chemin des Dames wurden zurückgewiesen. — Boc- feldgefechte südwistltch von St. Quentin brachten uns eine Anzahl Gefangener ein.
Auf dem
Oestlichen Kriegsschauplatz ist die Lage unverändert.
Mazedonische Front.
Keine wesentlichen Ereignisse.
Dc^ Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Berlin 30. Mai Abends. Nicht besonderes.
21500 rönnen verfenKt.
Berlin, 30. Mai. Neue U-BootSersolge in der Nordsee: 2150V Bcutto-Registec Tonnen. Unter den versenkten Schiffen befanden sich u. a. 1 englischer Hilfskreuzer und 2 englische Dampfer.
Der Chef des Admicalstabs der Marine.
auf dem westlichen Wardarufereirx Anzabl Gefangener ein.
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wtb. Großes Hauptquartier, 31. Mai. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Nupprccht.
Die lebhafte Actillerietätigkeit im Upecn-^ und Wytschaete-Bogen daueit an. — Dicht südlich der Scarpe wurden mehrere englische Kompagnien, die abends überraschend gegen untere Gräben v rsticßen, verlustreich abgewiesen. — Nach kuizec Feuecsteigerung erfolgten nachts auch zwischen Monchy und Guemappe Angriffe der Eng'äyde'. In zähem Nahkampf warfen west- preußische Regimenter den mehrmals anlausenden Feind. Heeresgruppe deutscher Kronprinz.
Längs des Chemin des-Danus Rücken erreichte der Artillerickampf wieder größere Stärke. Auf dem süd- lichen Aisne-User stürmten nach umfangreichen Sprengungen wcstrheinische Truppen mehrere französische G<ä * ben und brachten 40 Gefangene und einige Maschinen- f gewehre zurück. — Oestlich von Auberive führten Teile eines oberrheinischen Regiments ein Erkundungsuntec- , nehmen durch, bei dem 50 Gefangene in unsere Hand fielen. — Während der Nacht kam cs auch auf dcm Westufer der Maas zu lebhafter Feuertätigkcit. Heeresgruppe Herzog Albcecht.
Nichts Neues.
Auf dem
Oestlichen Kriegsschauplatz hat sich die Gesamtlage nicht geändert.
Mazedonische Front.
Erfolgreiche Vorfeld.:efechtc beachten deutschen und bulgari'chen Streifabtcilungen im Cecna-Logen und
Der Erste Generalquartiermc'tei: Ludendorff.
wtb. Großes H a up tq u at ker, 1. Juni. 1917.
Westlicher Krieg Schauplatz.
Heeresgruppe KronpriiRupprecht.
Im Dünengelände an der ifte, im Wern Bogen und vornehmlich im Wytschaete.schnitt nahm gestern abend der Artilleciekampf großeefttgk-it an. — Mit zusammengefaßter Feuerwirkung weitete der Feind an mehreren Stellen starke Erkundungpße vor, die überall im Nahkampf zucückgeschlagen^v>en. — Auch vom La Baffee Kanal bis auf das der Scarpe er
reichte die Feuectätigkeit wieder oße Stärke. Hier brachen die Engländer zu Erkurngen bet Hulluch, Cherisy und Fontaine vor; sie wtn abgewiesen.
Heeresgruppe Deuts che conprinz.
An der Aisne-Front und in dehampa§„e (st die Gefechtslage unverändert. — Gefter,orgen fielen bei einem Unternehmen am Hochberge, süjjch b 0 n Nauroy, sechszig Franzosen in unsere Hand.
Heeresgruppe Heczog brecht.
Nichts Besonderes.
Oestlicher Kriegsschcnitz.
Bei Smorgon, Baranowitschi, und an der Bahn Zloczow—Tarnopol überschritt Feucrtätigkeit das bis vor kurzem übliche Maß.
Mazedonische Fro
Bulgarische Vorposten brachten t Feuer feindliche Vorstöße auf dem rechten Wardfec und süd- westlich des Doiran-Sees zum Scheite
Gestern verloren die Gegner vieigzeuge und drei Fesselballons durch Luftangriff ui Flieger.
Der Erste Genecalquartiermeistec: endorff.
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erfolgreiche Uorfeldgefec
Berlin, 1. Juni abends. LebhHeucrkamp im Wytschaetebogen. — An der Artois und nordöstlich von Soissons für uns erfolgreiche«, dgcfechte — Im Osten nichts Besonderes.
ll-vool-Zprnae 19 I’
Auf Veranlassung aus der Mitte desg^gg ergeht an das ganze deutsche Volk öi^orbetomg und die Mahnung, in greifbaren Taten <ä nn er zu gedenken, die die schärfste, schneidigste und tsreichste Waffe führen, die dieser Krieg unserem , n &ie Hand gegeben hat. Das sind unsere e> der Schrecken nnd das Grauen unseres hartr^ und skrupellosesten Feindes, der Engländer. Ih^ungen halten im Sturm und 'Wogendrang bei Na unter unsäglichen Gefahren treue Wacht unj, treffen sie den Lebensnerv unserer heimtückisq«^^ Herrliches und Glänzendes haben sie bisher , neue und schwerwiegende Taten stehen ihnen ber.,, der uneingeschränkte Tauchbootkrieg einsetzte % f, e 2 772000 Tonnen Handelsschiffsraum versenkffgsen- beute des Monats April betrug 1091000 ^nen Der englische Kapitän Hillcock Bellair n,{ e f en Kampf das „Wettrennen mit dem Tode", unigg^ wünschen, daß unsere Gegner bei diesem We den kürzeren Atem haben. Unentwegt, zuversichtbi^ff, voll werden unsere tapferen U-Boot-Leute aus= sichtsreichen Kampf weiter führen, der uns uixlen zusührt. Aber die Männer, die täglich u,„ch über und unter Wasser ihr Leben wagen, uch wissen und von der Ueberzeugung getragen,^ man im Daterlande in unauslöschlicher Dankte Dienste zu schätzen weiß, daß wir ihrer Nj„ Worten gedenken, sondern daß das deutsche iffllt ist, mit hilfsbereiter Tat zu beweisen, daß xp Boot-Helden nicht vergißt. Die U-Boot-Spen^ äußeres Zeichen dankbarer Anerkennung für dr^ sein, wenn sie dereinst ruhmbekränzt von heiße;, arbeit zu uns zurückkehren, und daß die Farm
die dort draußen den Seemannstod für das Vaterland fanden, nicht hilflos und verlassen bleiben. Um diese Ehrenpflicht für Vaterland und Volk klar und deutlich für jedermann in die Erscheinung treten zu lassen, haben der Reichskanzler, Generalfeldmarschall von Hindenburg und der Staatssekretär des Reichsmarineamtes, Admiral von Lapelle, das Ehrenpräsidium übernommen, während der Präsident des Reichstags, Exellenz Dr. Kämpf, den Vorsitz im Präsidium und Geschäftsführenden Ausschuß 9“*- r „ ^ ir f en ll^wih der Hoffnung Ausdruck geben, daß die U-Boot-Spende im ganzen großen Vaterlande ein begeistertes Gefühl der Zustimmung erwecken, daß jedermann, ob arm, ob reich, sein Scherflein spenden wird als Zeichen vaterländischer Opferwilligkett und Hilfsbe- reitschaft und unvergänglicher anerkennender Dankbarkeit.
flufentbaltswecbfel und TanmienunterfriHzuna während des Krieges.
Scho» manche KciegsteilnchmecfamUie ist vorüber.
3 e,t tn lU-cke Not gekommen, dadurch, daß sie sich über die Bcteutung des Aufenthalts. Ivechscls für die Famillenunterstützmig nicht im klaren war.
Zur Zahlung der Familien Unterstützung ist ein- für allemal der,enige Lieferungsverbaud verpflichtet, inner- halb dessen Bezirk die Familie zuBeginn ihrer Unter- ltutzuiigsbececht gnng ihren gewöhnlichen Aufenthalt hatte. Verzieht nun eine Familie in den B,zirk eines anderen Llcferungsverbandes, so muß der erste Lieferungsver- vorausgesetzt, daß die Bedürftigkeit weiterhin be- steht, weiter zahiem. Wenn berechtigte und dringende Grunde für den Fortzug sprechen, so muß der erste Liefecungsoerband die Familtenuntecstützung den per- sonlichen und o.tlichcn Verhältnissen deü neuen Anfent- haltsortes entsprechend festsetzen.
.m°?^a»"!,7^^5^iegerfamilie, die aus dem Bezirke ^"validigen Liefecungsvecbandes verziehen will mußte sich darum zunächst an die in Betracht kommende Behörde wenden mit der Anfrage, ob die von ihr für den Fortzug geltend gemachten Gründe als berechtiat und dringend anerkannt werden, so daß die Familien- unterstutzung in derselben Höhe weitccgezahlt wird. Ist i[ie . »onpanbja auf die FamUienunterstlltzung , £§ an dem Orte zu bletben wenn die betreffende Behörde den Foctzug nicht gutüeißt da sonst vielleicht nur die Reichsunterstutzung wett-rge.' wahrt wird und der betreffenden Familie die Wohltattn der fast an sämtlichen Orten bestehenden ergänzenden Fürsorge nicht zuteil werden. Nach den neuesten Ent- ^'dungcu weiden solche Familien, die ohne berechtigte bringende Grunde verzogen sind, an dem neuen
stück.nn f,e ;. mtt bcr gewährten Unter,
ttugung nicht auskommen können, von der Acmenver-
wattung und nach armenecchtitchen Gesichtspunkten unter.
Besonders häufig kommt es vor, daß Frauen aus Landgemeinden, denen nur die Reichsunterstutzung oder nur gelingeGemeindezuschllsse gewährt werden, in Groß.
* e '. besonders hohe Familienuntecstützungen S der Hofnung, daß sic dann von der
d e hvhe Familienuntecstützung erhalten werden.
Da die Großstadt geooch nicht für sie eintritt und die Armenveiwaltungen ihnen nur sehr geringe Beihilfen gewahren, kommen diese Familien meistens in die^größte
Es ist diesen Familien nur zu raten, an den ursprüng. tchen Autenthallsoct zuruckzukchren, da der zuständige Liefe!ungsverband dann wieder für sie soraen muß Lobaid die Familie erklärt, zurückkehren zu wollen, ist der zuständige Lieferungsvkrband verpflichtet tbr' ite Kosten der Rückietp oder des Rücktransportslu^
..... Jahre 1916 hat dos Reich an Famillenuntec- Itutzungen insgesamt über 1640 Millionen Mark gezahlt!
'st eine ganz gewaltige Leistung, die beweist wie die Heimat es mit der Pflicht der Fürsorge für - J eme *; ftämiJfei nimmt. In den ein- 127 8 mTi?." telt b'e bezahlten Beträge zwischen
m ' Un A 13 J' 3 ,m Dezember dagegen betrug
Wf ^? e ÖeC ^sonderen Weihnachts- äiilaae 216,6 Millionen Mark. Wohlgemerkt handelt es


