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Revolution in Portugal.

straftenühaift i» üLissabvn.

Ter Korrespondent der MadriderEpoca" meldet aus Lissabon, die Frage der Lebensmittelversorgung hat eine weitere Verschärfung erfahren. Trotz aller RegterungSmaßnahmen herrsO,» Brotmangel. In Lissa­bon stürmten vir hungrigen Voll-««sse» die Bäcker- tSdeu, und nur durch da- energische Eingreifen von Polizisten und Truppen, Die von den Waisen Gebrauch machen mutzten, tonnte die Ordnung wied..-ergestellt werden. Aehnltche VorloniAN.I..- wiederholten «ich in der Provinz. Jedoch nicht nur LebcaSmittel, sondern auch viele andere Artikel fehlen. fc> Fai ..i und Werkstätten dürsten bald feiern müssen. I - See» tranLportmittelkrise scheint unlr^bar Tie durch den verschärften N-Boollrieg in Portugal geschaffene Lage ist höchst benoruhigeud und bietet einen düsteren Aus. blick für die Zukunft.

Italien.

Htallra «acht sich «*f erur»langen ErschSpftiugskrieg

gefaßt.

Sie hat nichts geholfen, die neue italienische Offensive. Gar nichts. Tie Engländer hatten ihre Freunde wieder einmal vorgefchickr, damit sie ore Oesterreicher bedrängten und so auf Umwegen oie deutsche Westfront schwächten. Sogar ihre großen Schisssgeschütze stellten die Engländer in den Dienst

dieses Vorstoßes, ein Beweis dafür, wie außerordent­lich wichtig ihnen diese Hilfe Italiens war. Einige

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Tage schien es ja auch, als ob diese UeberrumplungS- versuche kleine Erfolge hätten. Aber

schnell wendete sich va» Blatt; unter schwersten Verlusten die Höhen hinabgewor- fen"über den Jsonzo zurückgewtchen", das war das Ergebnis der Kämpfe am Sonntag. Man hat stch wieder einmal sehr gründlich verrechnet. Vom Durch- bruch, dem erhofften, keine Spur. Das Land der Katzelmacher" mußte wieder einmal vergebens hoffen, nachdem man ihm die Sicherheit des Gelingens die­ses Vorstoßes in allen Farben auSgemaU hatte. Schneller rwch als an der Westfront hat die Angrei- fer ihr Schicksal erreicht, schneller als die Englän­der muß. Eadorna wieder zu seinem

Wetterberichte, diesmal über die Schneefchmelze, greisen, um das Volk zu beruhigen. Aber nachdem

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das italienische Hauptquartier selbst zugeben mußte,

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daß die Offensive zum Stehen gekommen sei, ersaßt das Volk die Wut. Man war stch darüber klar, daß die diesmaligen Anstrengungen nicht mehr überboten werden könnten, daß alles auf der einen Karte die­ser neuen Osfensive stand. Ter wachsende Kohlen­mangel erdrosselt die italienische Industrie und den Bahnverkehr; gibt keine Kohlenreserven mehr, und es ist nicht abzusehen, wie sich dieser Zustand bet der sinkenden Tonnage verbessern könnte. Auch hat sich die Kriegsmüdigkeit in Italien stark verbreitet; Reisende, die aus dem apenninischen Königreiche kom­men, versichern, daß schon jetzt der Widerstand gegen die Kriegsjortsetzung lebhaft sei. und daß bet den rasch ansteigenden Schwierigkeiten spätestens im Win­ter schwere revolutionäre Unruhen mit Sicherheit zu erwarten wären. So kämpfte Italien in der zehnten Isonzoschlacht nicht bloß für seinen Sieg, sondern auch gegen den Bürgerkrieg, und diesen Kampf hat es verloren, weil es nicht siegte.

r-te Sozialisten werde« immer deutlicher.

Tie beißenden Lehren der Wirklichkeit," schreibt da» große Mailänder Gegenstück des BerlinerBor- wärt«", derAvanti",haben ihre Früchte getragen und auch den unverbesserlichsten' Lügnern Vorsicht betgebracht." Selbst ein Malagodi derTribuna" hält für nötig zu schreiben, man müsse inbezug auf d^e Karstoffensive der harten Wirklichkeit in die Augen schauen,die russische Revolution habe für die Ver­bündeten schmerzliche Folgen gehabt. Man müsse stch

Den Engländern entgegen!

Bon Paul Schweder,

Kaiser!. OSman. Kriegsberichterstatter.

Jerusalem. Nachts um die zwölste Stunde. Ein Pahlolauer Nachthimmel, sternenüdersät, hüllt Zion wie in einen kostbaren Krönungsmantel ein. Wir sind mit­ten in der Weihnachtszeit. Aus den Ehristenhäusern duftet es bereits nach WeihnachlSkuchen, und in den Herbergen unserer hier stallonierten Feldgrauen libt man die alten deutschen Wcthnachtülieder. Weih­nacht-stimmung und WcthnachlSzauder, wie überall ln der Welt, so auch hier, und hier vielleicht noch tnni- -er und ursprünglicher, well man gar so weit entfernt don der Heimat und ihrem Welhnachtötreiben und andererseits so nahe der Krippe und Bethlehem ist. Irgendwo in Oberbayern, in der Mark, im Sachsen­lande, am Rhein und in Ostpreußen mag um diese späte Nachtstunde auch noch jemand wach sein, um dem feldgrauen Jungen im heiligen Lande irgendetivaS hum Feste zu fertigen oder ihm ein paar Zeilen zu schreiben. Und auch hier liegt mancher noch mit wachen Augen und denkt an jenen oder jene. Lau ist die Lust der Nacht nach des Tages brütender Hitze, und von Bethlehem bis Golgatha hinüber zieht e» wie Wethrauchwolken durch die Stille.

Da plötzlich ein Alarmsignal und noch eins Es lommt aus dem türkischen Quartier und pftanzt sich mit Blitzesschnelle durch die ganze Altstadt fort Auch im feldgrauen Lager wird es lebendig. Ta und dort glaubt man vielleicht an einen schlechten Scherz oder meint, daß die Oberste Heeresleitung

die

stete Bereitschaft auch am Tage vor Heiligabend nach prüfen wolle. Aber schon rattern die schweren Benz-, Daimler., Horch- und Opelwagen des Kraftfahrparks

heran. Kavallerie und Infanterie wird sichtbar, die 'hmalen dunllen Schatten von Kamelleibern schieben ch heran, und geschäftig eilen Adjutanten und Or- onnanzen in der ganzen Stadt umher. Von den TrüpP^nlagern in den Vorstädten ziehen immer neue Scharen herbei. und bald gleicht Jerusalem ganz wie w oft in allen Zeiten m.n*n Ki*tg*n g*oße«

auf einen langen Erschöp fu ngSkr r eg gefaßt machen Die Krieg-Presse hat also/ fügt "Avanti" hinzu. ..bereits die Hoffnung auf den entschei­denden Schlag ausgegeben und kehrt zu ihrer

schon mehrmals verkündeten und wieder aufgegebenen Hoffnung ruf die Erschöpfung des Feindes zurück."

Wie es aber mit dieser Erschöpfung bestellt sein a>ird. das weiß man in Italien besser als wir. Wenn einer am Rande der Erschöpfung angekommen ist, d?nn ist ci Italien.

Tie . ciegLhetzer freilich sind e» nicht, die bun- ucn müss n. Das überlassen sie den Massen. Ihre ? itrikcn brauchen keine Kohlen; ihre Schornsteine rauchen von * englischen und französischen Bank­noten

Bethmann und Hindenburg

Rcichelriiuiig und Heeresleitung

Ueler unsere Kriegsziele beftnde ich mich in itt

voller Uebereinstlmmung mit der Obersten HeercSlei- *uua n sagte der Kanzler in seiner jüngsten Rede.

Lebhafter Beifall im Reichstage. Natürlich muh man sich freuen, wenn unsere führenden Männer in den entscheidenden Ttngen an einem Strange ziehen.

Kann man überhaupt einen Strich ziehen zwiscven den verschiedenen Kriegezielen ? Aus der einen Seite die militärischen und polnischen Ziele, wofür die Heereeleitung moralisch verantwortlich sein toll aus der anderen Seile die wirtschaftlichen uno i>ju> tjschen Ziele, die ausschließlich den Kanzler angeben sollen?' DaS sieht schiedlich auS, aber ntchl sried lich. und fruchtbar wäre ein solches Nebeneinander

gewiß nicht. .

Politik und Heerwesen greisen ineinander Schon in Fr rede ns zelten, wo jeder Staatsmann bet seinen inneren Maßnahmen die Bedürfnisse des Heeres berücksichtigen muh und bei seiner auswärri- gcn Politik di« Frage zu stellen hat. ob and wie die Wehrmacht etwaige scharfe Folgen seiner Politik au^gleichen kann. Und nun erst in j^rieg:.',eilen! Io hat die Heeresleitung erst recht ein entscheidendes Wort in die Wagschale »u werfen bei allen Entschlüssen der Staatsmänner, die unmittelbar oder mittelbar die ttricgsaufgaben und die Kriegsziele berühren. Tas

morgen durch eine wörtliche oder tatsächliche Fest­stellung der Wahrheit Lügen gestrast werde.

Wenn er unter den gegenwaettgen Umstanden von Ser lleberelnstimmung in den Krieg :olen ivrichr, io har das »in« sehr aktuelle Äcdeutung. Er handelt .'ich setzt nicht um graue Theorien oder eine entserute Zukunkt sondern um praktische Ausgaben des Tages Tie drennendsle Fraye ist ,a die: ironner- und sollen ir': den Aussen ein besondere« Sm geaenkomm n ln «ussicht stellen? Ta« lst doch wahrliä keine Bng» .egenbeil die den Äetchekanzler allein ao- ginge und der Heeresleitung gleichgültig wäre handelt sich da nicht bloß am wirtschaftliche oder diplomatische Fragen, sondern auch um unsere milt- lyrische Sicherung im Osten Dabei hat doch die Oberste Heeresleitung ein ewiä: n Work, ja entscheidende L.'orr mirzurvceLcn Se.s..? ..uiN lich konnte der Reichs nzl r ..ul seiner Takiu -gegen, über Rußland und überhaupt mit der unter, schicklichen Behandlung der verschiedenen Feinde nicht eher hervortreten, che er die Zustimmung aller Instanzen gefunden hatte Auch die Zustim- mung der Verbündeten denn die S'che berührt Oesterrrlch mindestens ebenso, wie uns. und rieht ^nch wegen der Rückwirkung auf dem Balkan die Bulgrren und vtc Türken ins Spiel

So haben wir also die Uebereinstunmung. die wir br .nchcn Warum will man deren Wert bezweifeln?

ganze öffentliche Leben ist aus den^Krieg^ge,teilt; da bleibt

insu»« kaum etwas übrig, waö nicht in das Kriegs gebiet fällt. Am wenigsten in der sogenannten hohen Politik: denn jeder diplomatische Schritt gegenüber

den feindlichen oder den neutralen Staaten kann Wir- kungcn h<iben, die unsere Heeresleitung vor neue Auf­gaben stellt und zu neuen Berechnungen und Maßnah­men veranlaßt. r . ^ .

ö» ist ja selbswerständlich, da? der Reichskanzler sich nicht an den GeneralstabStisch setzt, um in die Tagesbefehle Hindenburgs htneinzupfuschen, und daß der Feldmarschall sich nicht darum kümmert, ob die neuen Steuern so oder so gestaffelt werden Zwischen diesen technischen Einzelheiten, die jeder Teil für stch erledigt, liegt aber das große und wichtige Gebiet der gemeinsamen Angelegenheiten, über die eine Verständigung erzielt werden muß. wenigs-.en in den Grundlagen und den letzten Zielen. Tac ganze Staatswesen ist eine Maschine mit einer Unzahl von Rädern und Rädchen. Sie sollen nicht neben einander laufen, jedes nach seinem Belieben, sondern tnetnandergreifend. getrieben von einer einheitlichen Kraft, und hinwtrkend auf ein einheitliches Ziel.

In der Monarchie ist diese zielsichere Zusam menfassung und Ordnung der Kräfte leichter zu er­reichen. als in den Republiken. Ter Kaiser und König gibt die Entscheidung, wenn die berufenen Räte aus den verschiedenen Tienstzweigen sich nicht einigen, können. Am besten ist es freilich, wenn der Monarch kein Machtwort zu sprechen braucht, das sich gegen

einen Ratgeber richtet, sondern wenn die berufenen Vorarbeiter mit einem e t n h e i t l i ch e n Ratschlag vor

ihn hintreten.

In der brennenden Frage der Kriegcztele ist das erfreulicherweise der Fall. Wer daS bezweifelt, müßte

ja dem Reichskanzler zutrauen. daß er aller Welt ein Märchen austische, auf die Gefahr hin, daß er

^ Kriegersamilien-Unterftützung

Unter der Voraussetzung, daß die Pelressenden von dem Einberufenen unterhalten worden sind, oder daS Unterhaltungsbedürfnis erst nach erfolgtem Dienst, eintritt hervorgetreten ist. haben außer der Ehe­frau Anspruch auf Famiiienunterstützung: die ehe- lichen Kinder unter 12 Jahren, die Eltern. Groß­eltern. Schwiegereltern. Schwieaergroßeltern Geschwister, schuldlos geschiedene Ehefrauen, di, Anspruch auf Unterhaltsgewähruna haben, elternlose Enkel, uneheliche Kinder, wenn die Vaterschaft aner kannt oder festgestellt ist. auch wenn sie eine ftemde Staatsangehörigkeit besitzen, falls sie sich im Inlande befinden: ferner uneheliche, mit in die Ehe gebrachte Kinder der Ehefrau, auch wenn dev Ehemann nicht der Vater ist, und unter Umständen auch Pfleaeeltern und Pflegekinder, und endlich auch uneheliche Kinder deut­scher Mütter in Deutschland, deren Väter vsterrei- chisch-ungarischc Staatsangehörige und in das öster­reichisch-ungarische Heer eingetreten sind.

Für diese angeführten Personen besteht ein An­spruch aber nur, wenn der in den Dienst Eingetretcne zu den Mannschaften zählt und nicht etwa Kapi­tulant ist. Ter Anspruch besteht aber weiter für die Angehörigen der Reichsangehörigen, die an der Rückkehr aus dem Auslande infolge feindlicher Maß­nahmen verhindert oder vom Feinde verschleppt worden

sind, und ferner für die Angehörigen des Unterperso­nals der freiwilligen Krankenpflege.

Viele Klagen über die Familienuinerstunung de- ruhen zum großen Teil auf Unkenntnis oder Ver­kennung der Rechtslage. Es kommt nämlich nicht allein darauf an. daß der in den Dienst Eingetretene zu den Mannschaften zählt: der um Unterstützung Nach- suchende muß auch bedürftig sein.

ES ist den Behörden zur Pflicht gemacht wor­den. die Famtlienunterstüyung so weitherzig zu verteilen, wie nur irgend zulässig, um vor allen Dingen dem vor dem Feinde stehenden Ernährer da» ichere Gefühl zu geben, daß. während er dort drau­ßen zum Schutze des Vaterlandes auf der Wacht steht, eine Familie vor jeder Not bewahrt bleibt. Aber wie es Pflicht von Staat und Gemeinde ist. zu helfen, so

g ut sie können, so ist es eine selbstverständliche unbe- tngte Pflicht aller Unterstützten. Staat und Gemeinde, die aucy mit ihren Finanzen in Kriegsnot stehen, nach Kräften zu entlasten.

Tie Familienunterstützung setzt sich zi dem retchsgesetzltchen Mindeftbetrag und dem städtt

Zusammen au»

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en Zuschuß, der den örtlichen und erhältnissen entsprechend bemessen wird

persönlichen Der reichs-

Bor meinem Gasthof, der zurzeit auch den Kom­mandeur des ersten Expeditionskorps wie die Suez­armee offizieN heißt, den bayerischen Oberst Frei­

herrn Kreß von Kressenstein, beherbergt, erscheint der

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allbekannte Wüstenwagcn des Generalkommandos, und schon weiß es aanz Zion, daß es noch in dieser Nacht hinausgehen wird in die Wildnis des Sinai den Engländern entgegen! Ter schlanke blonde Oberst, der, wie ein Saul, auch die Seinen um Haup­teslänge überragt, gewährt meine Bitte um Mit­nahme zu der Expedition schon, ehe ich sie ganz vorgetragen habe.Aber." so sagt er,die Sache ist nicht ungefährlich und ich muß pflichtgemäß jede Ver­antwortung für Ihre Person und Ihre Sicherheit ab- lehnen!" DaS hätte er nicht sagen sollen. Denn welcher Kriegsberichterstatter sehnte sich nicht seit Beginn des Weltkrieges danach, endlich einmal mehr von den Er. etgnissen zu sehen und mitzucrleben. als was ihm sozusagen programmäßig vorgeführt wird. Und noch dazu an der Seite des Heerführers selbst, dessen Emschlüsse von ihm selbst noch unbekannten Vorgän gen abhängig sein werden, und die mitzuerleben mir allein vergönnt sein soll

Heute ist eS so gut wie sicher, daß ich die Wüste bis zum Kanal durchqueren und etwas zu sehen kommen werde, um das mich die Kollegen an den anderen Fronten beneiden werden Allein ich muß meine Ungeduld noch etwas zügeln. Der Oberst halt vor der Abfahrt längere ernste Zwiesprache mit seinem GcneralstabSchef und mit seinen Adjutanten In­zwischen zieht die gut ansschende türkische Kavallerie und das wunderschöne und malerische erste oSma- nische Kamelreiter« Reg im ent an uns vorüber und wei­terhin lange Infanterieketten mit ihren auf Maul­tieren. Kamelen Eseln und Netnen flinken Pferdchen verstauten Munitions- und ProvianttranSporren. Vor­weg find bereits die Lastkraftwagen mit den Pionieren und Mafchinengewehrabrellunaen adaezogen und drü den in Bet-Dfchala werden sich in diesem Augenblick

schon die Funker und vor dem weiten Play vor der GeburlSkirche in Bethlehem die leichten und schweren

Geschütze zur Abfahrt rüst«,.

jUttnanb weiß» p*\axx, wotztn »4« »ftttfe geh*"

wird. Aber es gibt ja nur einen Weg für uns alle: den nach der Wüste, die fast unmittelbar vor den Toren Jerusalems beginnt und am Kanal endet We­nigstens für die Unfern endet, da unser Interesse nur bis zu ihm und seinen Besesllgungen reicht. Längst wissen wir eS. daß diese im Laufe der jetzigen kriege' rischen Operationen nach und nach von den Engländern geschaffenen neuen Befestigungen zurzeit für uns eine fast unüderstetgbare Schranke bilden Ader es muß ihnen klar sein, daß zu gelegener Zeit der Wea über ihre jestungsartig au-gedauren Srünpunktr' mir den gewaltigen

Stacheldrahwerhauen. oen detonierten

Schützenoräben und den gut auegebanlen Unlerüäit- den auch hinweggehen kann Rur verraten wir ihnen

nicht, wann dieser Zeitpunkt für uns gekommen fein wird.

Zu Beginn der neuen türkischen ParlamentS- sejsiop hat es der KrteaSmtnifter und Vizegeneralifsi- muS der osmantsä-en Heere Enver Pascha be­reit- ausgesprochen, daß wir inzwischen unsere Trup­

pen von der Suezfront etwas zurückgenonimen haben und daß das feit Beginn des türkisch-ägyptischen Krte

ge» in Besitz genommene Gebiet auf der Sinaihaldinsel von uns zum Teil geräumt worden ist Ader er hat auch gleichzeitig keinen Zweifel darüber gelassen, daß dies lediglich aus strategischen Rücksichten geschehen ist, und daß unsere Suezarmee vollständig schlag, bereit hinter der neuen selbstgewählten Linie steht. Wir sind in der glücklichen Lage, unsere Feinde ganz im Unklaren über unsere nächsten Ziele lassen zu körmen. und so tapven sie aegenwärtig unsicher in der Wüste umher, ohne zu wissen, was sie angesichts unserer scheinbaren Untätigkeit anfangen sollen. Sie haben am Meer entlang und in der sogenannten Stein- wüste vorgefüblt. auch eine eingleisige Eisenbahn bitz fast an ei Arisch vorgetrieben und versuchen nun von dort aus kleine Borstöße zu unternehmen, die wir in diesen Tagen abzuwehren haben werden, damit nicht etwa bet Ihnen die Meinung entstehe, wir seien Übar- Haupt nicht mehr da.

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