Ausgabe 
19.5.1917
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Hiekener Iritung

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Verlag derGießeuer Zeitung", Gießen.

Expedition: Ziidanlage 21.

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Druck der Gießencr BerlagSdruckerei, Albin Mein.

Nr. 42.

Telephon Nr. 362.

Samstag, den 19. Mai 1917

Telephon Nr. 363.

29 Jahrg.

Im Westen neue feindliche Angriffe wieder abgewiefen. Deutscher Lnftfieg an der Themse.

Amllleltt deutlet« Oaesbericbte.

W6 S-°b,° 16. M.i. .9,7.

habet Gefangene abzunehmen. Die an her französischen Front seit Beginn btefeS Monats gemachten Gefangenen erhöhen sich hamit auf 2700 Mann. - Im ubetigen war hie Gefechtstcitigkeit im Bereich her Heeresgruppe sowohl wie auch an hen anderen Fronten im Westen bei Regen gering.

Oestlicher Kriegsschauplatz:

Keine besonheren Ereignisse.

Mazedonische Fronti

Nach tagelanger Artillerievorbereitung nörhlich unh

Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

Bei ungünstigen Wttterungsverhältnissen war hie Gefechtsiiitigkeit verhiilinismüßig gering.

Heeresgruppe heutscher Kronprinz.

Beiherseits Von Craonne unh nöidlich von Pros- nes hält die gesteigerte Artillerietiitigkeit ohne Unter­brechung an. Oestlich von La Neudilleibrach ein Markt, fches Bataillon auf 600 Meter. Breite in seinhliche Grüben ein unh hielt die r.eugewornene Stellung gegen meh- rere mit staiken Kräften geführte fronzäsische Angriffe.

175 Gefangene, sowie zahlreiche Gewehre aller-Art fielen in hie Hand der tapferen Truppen.

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Lage unverändert.

Mazedouische Front:

Das lebhafte Feuer zwischen Peespa- und Doican- see hat auch auf hie Strumafront übergegriffen.

Der Erste Generalquartiermeister: Luhenhorff.

»

Berlin, 15. Mai. Neue U Boot- Erfolge im At. lantischen Ozean: 5 Dampfer unh 4 Segler mit 2« 000 Br. Reg.-To.

Der Chef des Admiralstabs her Marine.

Deutscher Knftsteg u« her Th-mfe.

Berlin, 16. Mai. 1817. Am 15. Mai vormit tags trafen 3 deutsche SerUimpsflugzeuge unter Mhrung des Leutnants zur See Christiansen vor der Themse- mündung auf ein feindliches Flugzeuggeschwader, be stehend aus einem Srpwith Kampfeinsitzer und 2 F ug- boote. Nach kurzem heftigem Kampfe wurden die 3 feind­lichen Flugzeuge abgeschosffn. DerSeekampfeinsttzer stürzte

senkrecht ab und zerschellte beim Ausschlag auf das Wasser. Die beiden Flugboote wurden schwer beschädigt zur Land­ung gezwungen. Eines unserer Flugzeuge mußte infolge einiger Beschädigungen auf dem Wasser landen Seine Insassen wurden von Leutnant zur See Christiansen auf dessen Flugzeug genommen. Bis auf das beschädigte landeten unsere Flugzeuge wohlbehalten in ihrem fland- rikchen Stützpunkt. Ersteres. sowie die beiden feindlichen Flugboote wurden durch unsere Torpedostreitkrafte ein- gebracht Die französischen Insassen, 1 Offizier und 2 Unteroffiziere, wurden gefangen genommen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

»

Berlin, 16. Mai. Neue U-Bootserfolge im At- lantischen Ozean: 6 Dampfer und 1 Segler mit 20 000 Bruttoregistertonnen.

Der Chef des Admiralstabes der Marine.

Berlin, 16. Mai abends. Bei Regen und Nebel war die Gefechlstäligkeit an der W stfront gering. Bei Roeux und Bauxaillon kam es zu örtlichen Jnfanterte- kämpfen. In Mazedonien sind nördlich von U onaistic feindliche Angriffe gescheitest.

wtb Großes Hauptquartier, 17. Mai. 1917. Westlicher Kriegsschauplatz: Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Infolge eines starkes englischen Gegenstoßes mußten wir «inen am frühen Morgen im R°mx mungen n

Geländcqewinn wieder aufgeben, ^m Anschlutz an oie en nirbltd) der Scalpe vor- und nachmittags dtn

FL 'starke englische Angriffe wurden unter schweren Verlusten für den Feind abgeschlagen Auch südwestlich von Rieueourt blieben Vorstöße der Engländer ohne X ©; olfi - An der Front der Heeresgruppe machten wir im Mai bisher 2300 Engländer zu Gefangenen.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Bei Baurallion und östlich von Laffaux schoben tm

unsere Linie dmch überraschenden Handstreich etnige Hun-

t M^ter vor und behaupteten die erzielten E folge

gegen französische Angriffe. Außer blutigen Verlusten

Searborough mit Granaten. Mehrere Treffer wurden einwandfrei beobachtet Am 5. Mai ist das englische Flotten'BegleitschiffLavenaeei" von einem unserer U- Boote versenkt worden.

An die Waldbesttzer!

Das Feldheer braucht ständig große Mengen Schnittholz. Vielen Sägewerken fehlt aber das nötige Rundholz. Hier läßt sich Abhilfe schaffen, wenn die den Sägen am nächsten und bequemsten «egenden Schläge abgetrieben werden. Dieses Holz muß dann aber auch an die nächstgelegnen Sägen gelangen.

Ebenso verhält es sich mit Gruben- und Lerkoh- Nach tagelanger Arrmerrevoroerenun» i .»«gm,

""N

nordwenucy ddu ^conanic cmiugcnuc Angriffe endeten mit einem vollen Ecfolg für die dort kämpfenden deutschen bulgarischen Truppen. Im Nah- kampf und durch Gegenstoß wurde der Feind überall verlustreich zurückgeworfen.

Der erste Generalquartiermetster: Ludendorff.

* Berlin 17. Mai. Vom Wsten und Osten sind

keine besonderen Ereignisse zu melden.

Berlin, 17. Mai. Unsere U-Boote haben im Mittelmeer neuerdings 9 Dampfer und 6 Segelschiffe von insgesamt über 30 000 Tonnen versenkt.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

wtb. Große? Hauptquartier, 18. Mai. 1917.

Westlicher Kriegsschauplatz:

Heeresgruppe, Kroupriuz Rupprecht.

An der Aarrassront nahm das Artlllertefeuer bei- derietts der Scaipe wieder zu. Ein nach Mitternacht an der Straße Gavcelle-Fresnoy vorbcechendec eng­lischer Angriff wurde im Nahkampf abgewiesen. - Die Trümmklstätte des ehemaligen Dorfes Bullecurt ist befehlsgemäß ohne Einwirkung durch den Feind geräumt worden der sich erst 24 Stunden später dort sestsetzte.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Auch an der AisncChampagne-Front wurde mit zunehmender Sicht die Tätigkeit der Artillerie wieder, lebhafter, besonders auf den Höhen des Chemin-des- Dames und bei ProsneS. Dieser Feuersteigerung folgende Teilung l iffe der Franzosen bei Braye, nördlich von Crao- 7 elle und bei Craonne wurden fämtlich abgeschlagen.

Eb-nso blieb nördlich Von Sapigneul ein erneuter Vor- Geschäft Recklinghausen noch dem De­sto f; des Feindes gegen die Höhe 108 erfolglos^Oest- ( na{)m bie Regierung das Anerbieten nicht «ch der La Höhere Ferme stürmten 2, aus Berlinern b j es ^ utn Dorteil des Herzogs von Arenb und Brandenburgern bestehende Kompagnien einen von den Franwscn in den Kämpfen am 5. Mai besetzten ©naben und nahmen die aus über 1o0 Mann bestehende Besatzung gefangen-

Oestlicher Kriegsschauplatz.

Abgesehen von stellenweise auflebender Feuertättg- keit keine Ereignisse von Bedeutung.

Mazedonische Front.

Im Cernabogcn erlitt der Feind gestern eine neue Schlappe. Rach sechstägiger Artillerievorbereitung beiderseits von Makovo eins.tzende Angriste wurden restlos abgewiesen. Bon den am Kampse beterltgten deut­schen Truppen haben sich besonders ostpceußischr und schlesische Bataillone sowie Gardeschutzen ausgezeichnet.

Der Erste Generalquartiermetster: Ludendo ff.

»

Berlin, 18. Mat, abends. Im Westen nur wr einzelt lebhaftere Gefechtstätigkeit.

Berlin 18 Mai. Reue U-Boots-Erfolge im At- wntiscken Orean, englischen Kanal und in der Nordsee:

1t Dampfer, 3 S, gier und 11 Fischerfahrzeuge mrt 2-, 000

Brutto-Reg.' Tonnen.

Der Chef des Admiralstabs der Marine.

»

Berlin, 18. Mai. Am 29. April abends beschoß eines unserer U-Boote die befestigte englische Kustenstadt

öyoiz.

Die Kciegsamtstellen werden an die Waldbesttzrr herantreten und ihnen die Forsten und be­

zeichnen, aus denen und zu denen vorzugsweise das Holz kommen muß.

Berlin. 17. April 1917.

Kriegsrninisterium.

Krtegsarnl.

Groener.

vir flegalabgaben im vergba».

Die Berqbautreibenden des Ruhrkohlenbezirks sind »um Teil noch heute zur Zahlung von Regalabgroen ver- pflichtet, für die sie alljährlich außerordentlich hohe^um- men aufzubringen haben. Unter Bergregal versteht man das den früher reichsunmittelbaren Fürsten und Herren verliehene Recht in ihren standesherrkchenDezirkenge. wisse Mineralien ohne Mutung und Verleihung selbst zu gewinnen oder diese Minerralien nach Maßgabe der Lan desgesehe an andere zu verleihen und von den Be ehenen Bergswerksabgaben zu erheben Nachdem d,e früher an den Staat zu zahlende Bergwerksabgabe (zuletzt 1 /des

Rohertrages) außer Hebung gesetzt worden war, ist rechtliche Verpflichtung zur Entrichtung der Regalabgabe mar auf dem Prozeßwege bestritten worden, allem das Reichsgericht hat die Berechtigung zur Weitererhebung der Abgabe anerkannt.

Eine große Bedeutung hat im Laufe des letzten Jahrhunderts das Bergregal des Herzogs von Are n- b e r g bekommen, daß dieser m den dreißiger Jahren des vorigen Jahrhunderts für eine Jahresrente von 1000 Talern oder ein entsprechendes Kapital an preußisch Staat abwtreien bereit war. Da ;edoch damals tn oer Grafschaft Recklinghausen noch kein Bergbau umgmg, nahm die Regierung das Anerbieten mcht an. Wie sehr dies zum Borteil des Herzogs von^Arenberg und neuer- lich auch unmittelbar zum Schaden des Preußischen Berg- fiskus war, ergibt sich aus den m der ZeitschnftB l u ck auf", Essen, in Nr. 36, Jahrgang 1916, und Nr. 14. Jahrgang 1917, veröffentlichten Zusammenstellungen über die von 1866 bis 1916 gezahlten Bergwerksabgaben.

Bis Ende 1916 hat das Bergregal dem Herzog von Arenberg insgesamt die gewallige Summe von 26 53 Millionen Mark eingebracht. Im Jahre 1866 be trug die Summe der Abgaben 379 Mark, ,m Jahre 1916 erreichte sie den Betrag von 2,085 Millionen Mark. Der WeMlische Bergfiskus liegt mit fast seinem ganzen

Felderbesih in dem Arenberg'schen Regalgebret und hatte

in dem einen Jahre 1916 dem Herzog bereits 365 M0 Mark an Bergwerksabgabe zu zahlen. Nach völlig Inangriffnahme seines westsälischen Bergwerksbesrtzes wird 9 ber Bergfiskus an den Herzog von Arenberg em Mehrfaches der bisherigen Beiträge zu entrichten haben. Da der Ruhrbergbau bei seinem F°rtschre,ten nach Nor­den sich vor allem in der Grafschaft Recklinghausen aus. breitet ist die Zahl der, der Bergwerksabgabe an den Herzog von Arenberg unterworfenen Zechen m tandiger Zunahme begriffen. 1900 zählte man rhrer 13, 1910 da gegen 20 und 1916 gar 26._

flu$ stellen.

Einführung beweglicher Knnventtste« bet Vevteztnvg von Kebensmittetrn Hierzu ist am Landtagsabg. Ctßnert folgenden Anrat auf seinen Antrag.