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Oiekener Aeitung
Bezugspreis 50 psg. monatlich
vi-rieljähri. 1/)0 Mark, vorauszahlbar, frei ins Haus. Abgcholt in unserer Expedition 1,20Mk, durch die Post oder direkt durch Kreuzband vierteljährlich 1,80 Mk. — Erscheint an drei Wochentagen. — Redaktion: Slidanlage 21. — Aufbewahrung oder Rücksendung nicht verlangter Manuskripte erfolgt nicht.
Verlag der „Gießcuer Zeitung", Gießen.
Lroe-ition: Lüdanlage 21.
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Druck der Gießcucr Verlagödruckcrei, Albin Mein.
Nr. 41 .
Telephon Nr. 362.
Mittwoch, den 16. Mai 1917.
Telephon Nr. 363.
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Die fünfte Arrasfchlacht gewonnen. Die großen Angriffe der Engländer gefcheitert.
Guter Stand an der Aisne- u. Champagne-Front.
€l*70l(irCiCt)CS S&CACftCht. Feuer genommen. Die seitliche Beobachtung ergab, daß
H ; ; ***»*■*«»• ein Boot zum Sinken gebracht und ein Boot schwer be°
Wieder 25 000 rönnen versenkt. schädigt wurde. - 2. Einige feindliche Mo Nit 0 re
beschossen am 12. Mat morgens bei unsichtigem Wetter auf große Entfernungen Zeebrügge. Sie
Berlin, 11. Mai. Bei einem Vorstoß leichter utscher Stceitkcäfte in den Hoofden wurden am 10. Mai 5 Uhr 40 Min. vormittags, östlich vom Roocd- inder Feue-.schiff feindliche Slreitkräfte gesichtet, die im Näherkomm- n als 3 moderne englische kleine Kreuzer d 4 Zerstörer erkannt werden. Es entwickelte sich zu- üchst ein Ferngefecht in der R.chtung auf die flandrische "ste, das sich bis zur Thorntonbank hinzog. Dort hielten sich die feindlichen Kreuzer zurück und unsere Stceit- fte ermäßigten daher lhre Fahrt, um den Feind auf Here Schußweite hecankommen zu lassen. Im weiteren Verlaufe des Gefechts entstand auf einem Zerstörer der jrindltchcn Linie infolge unserer Artilleriewirkung an- Weinend eine Kessel« xvlosion. Der beschädigte Zerstörer Wok mit starker Steuerbocdschlagseite und sank kurz da» ".ms, wie einwandsfrei beobachtet werden konnte. Unsere g Btcctlfcäfte stießen nunmehr auf die feindlichen, die ab drehend mit höchster Fahrt Anschluß an ihre entfernt jchnden Kreuzer suchten, und stellten schließlich das Feuer «Ki als der Gegner im Norden aus der Sicht kam. Auf hnfka Seite sind weder Beschädigungen noch Verluste *'ringet ceten.
I ® Im 10. Mai fanden mehrere feindliche Flieger.an- ^,e aus Zeebrügge und Brügge statt; im ganzen wurden bomben gezählt Militärischer Schaden ist nirgends kvtftanden. Ein feindliches Flugzeug wurde von unseren stlvehcgeschützen abgrschossen.
MMeue U- Booterfolge. 8 Dampfer, 4 Segler Ftscherfahrzeuge mit 2 3 000 Br. Reg.-To, da» lr»» wurden 3 Dampfer un 3 Segler im englischen fStorni versenkt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.
llmüicbe deurfcDe Cagesbericehf.
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1917.
78 '
Großes Hauptquartier, 12. Mai. Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Krouprinz Rupprccht. i g Nach stärkster Artillerievolbcceitung griffen die Engender gestern abend beiderseits der Straße Arros — kllis, Arras—Donai und Acras—Cambrat stellen- j totife in dichten Massen an. Größtenteils wurden sie ^!ch unser Sperrfeuer obgrwiestn. Wo c? ihnen gelang, Unsere Linie einzudringcn, warf unser Gegenstoß sie i Ostreich zurück. Am Bahnhof Roeur wird noch ge- Epst. Heute morgen haben sich nach höchster Feuec- kigecung zwischen Achrville und Queant an mehreren lrlleu neue Kämpft entwickelt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Der Artillcriekampf wird an der Aisne und in der npapne mit wechselnder Stärke fortgesetzt. Bei Cerny rigten wir die Franzosen in erbitterten Nahkämpfen Rovellcrück« n zurück und hielten unsere dadurch ver ecte Linie gegen einen feindlichen Angriff. Gefangene er frisch etngesttzten Division blieben dabei in unserer b. — Angriffe auf die Höhen 91 und 108 östlich Berry au Bor wurden in erbittertem Nahkampf streich abgewiesen.
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fünfzehn (15) feindliche Flugzeuge gestern ab- sossen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Geringe Gefechtstätigkeit.
L Mazedonische Front.
*Im Cernabogen, beiderseits von Gradesuica und ich vom Funa, sind erneute feindliche Angriffe ohne ?» E,.folg für d n Gegner abgeschlagen. Auf den Höhen /Dobropolje (östlich der Cerna) sind kleinere Kämpft sh nicht abgeschlossen.
'Der Erste Generalquarticrmeister: Ludendorff.
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v 29 590 Tonnen veesenkt.
W e r l i n, 12. Mai. I.RussischeMotorbo ote, jnt Westeingang des Rigaer Meerbusens sich m, wurden von unfern Batterien unter wirksames
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sich, als unsere Batterien das Feuer eröffneten. Der Sachschaden ist gering. Keine Menschenverluste. Zwei feindliche Flugzeuge wurden abgeschoffen. — 3. Reue wBoots- er folge im Atlantischen Ozean und im englischen Kanal: 6 Dampfer, 7 Segler, 12 Fischerfahrzeuge mit 29 500 Bruttocegiste, tonnen.
Der Chef des Admiralstabs dex Marine.
wtb Berlin, 12. Mat, abends. Die heute morgen gemeldeten Angriffe der Engländer erfolgten zwischen Gavrelle stnd der Scarpe beiderseits der Straße Arras- Cambrai und bei Bullecourt. Sie sind unter schweren Verlusten für den Feind gescheitert. Bei Roeux wird noch gekämpft.— An der Aisne und in der Champagne nichts Neues.
9
wtb. Großes Hauptquartier 13. Mai. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Die großen Angriffe der Engländer sind gescheitert! Nach starker Artillerievorbereitung, die sich auf das ganze Schlachtfeld von Arras zwischen Lens und Queant ausdehnte, brachen die Englänger in den frühen Morgenstunden zwischen Gavrelle und der Scarpe, beiderseits der Straße Arras — Tambrai und bei Bullecourt gegen unsere Linien vor. In Roeux gelang es ihnen, einzudringen. An allen anderen Stellen wurden sie durch Feuer und im Nahkampf unter schwersten Verlusten abgeschlagen. — Abends erfolgten beiderseits von Monchy mehrere neue Angriffe, die gegenüber unserer tapferen Verteidigung ebenfalls blutig scheiterten. Vorteile, welche die Engländer in Bullecourt erringen konnten, wurden ihnen durch den schneidigen Gegenstoß eines Gardebataillons wieder entrissen. Heute sind um das Dorf neue Kämpfe entbrannt.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Während es nördlich der Aisne zeitweilig ruhig geworden ist, hat sich der Artilleriekampf am Aisne - Marne -Kanal und in der Champagne, nach Osten bis nach Tahure übergreifend, wieder verschärft. Ein nächtlicher Vorstoß der Franzosen beiderseits der Straße Eorbeuy - Pontavert blieb erfolglos.
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Der Feind vorlor am 12. 5. in Luftkämpfen vierzehn, durch Abwehrfeuer von der Erde drei Flugzeuge. Ein französischer Flieger mußte hinter unseren Linien notlanden.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Keine Veränderungen.
Mazedonische Front.
Aus die Höhe von Dobropolje (östlich der Cerna) und südlich von Huma wurden mehrere feindliche Angriffe abgeschlagen. Die Stellungen sind dort restlos und fest in unserer Hand.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Berlin, 13. Mai, abends Bei Arras lebhaftes Feuer. Teilvorstöße der Engländer gegen den Park von Oppy und gegen Bullecourt sind gescheitert - An Aisne- und Ehampagnefront Lage unverändert.
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wtb Großes Hauptquartier, 14. Mai. 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
An der Küste, im Ppern- und Wytschaete-Vogen nahm die Artillerietätigkeit teilweise zu. - Nachdem das starke Artilleriefeuer auf dem Kampffelde von Arras tagsüber stellenweise nachgelassen hatte, setzte es abends zwischen Lens und Queant mit erneuter Heftigkeit ein. Englische Teilvorstöße bei Oppy und Fampoux scheiterten. Die Kämpfe bei Bullecourt wurden mit Erbitterung fortgesetzt. In zähem Ringen behaupteten wir dieTrümmerstätte des Dorfes gegen mehrere feindliche Angriffe. - In St. Quentin wird die Zerstörung durch Beschießung des Feindes täglich größer.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An der Aisneftont ist die Lage unverändert. In der Champagne erreichte der Artilleriekampf besonders zwischen Prunay und Auberive beträchtliche Stärke.
Der Feind verlor am gestrigen Tage 12 Flugzeuge und einen Fesselballon. Leutnant Wolff schoß seinen 30., Leut- nant Freiherr v. Richthofen seinen 24. Gegner ab.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Geringe Gefechtstätigkeit.
Mazedonische Front.
Zwischen Prespa-See und Wardar blieb die Artillerie- tätigkeit heftig. An einzelnen Stellen gegen unsere Linien vorgehender Feind wurde abgewiesen.
Der Erste Generalquactiermetster: Ludendorff.
9
Berlin, 14. Mai, abends. Wechselnd starke Artil- lerietätigkeit an den Kampffronten im Westen. Bei Craon- nelle, Eorbeny und Berry-au-Bac blieben französische Teilvorstöße erfolglos.
*
rr ros rönnen verrenkt!
Berlin, 14. Mai. Neue U-Boots-Erfolge im Atlantischen Ozean: 5 Dampfer 1 Segler und 2 Fischdampfer mit 22 000 Tonnen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
wb.
1917.
Großes Hauptquartier, 15. Mai Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Zwischen UPern und Armentiercs hielt die lebhaftere Actillecietätigkeit an. Durch kurzes Trommelfeuer an der Scarpe und bei Monchy vorbereitete engliche Angriffe kamen in unserem Vernichtungsfeuer nicht zur Entwicklung. Südlich und östlich von Bullccourt wurden feindliche Vorstöße blutig abgewiesen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
An mehreren Stellen der Aisne- u. Champagne- Front nahm der Artilleriekampf wieder zu; gegen die Höhenstellungen des Chemin des Dames östlich von Ecrmich und nördlich von Pcosnes steigerte ec sich zu erheblicher Stärke. Die St. Berthe-Ferme östlich deS Fort de Malmaison wurde in frischem Draufgehen durch mehrere Kompagnien gestürmt und gegen feind- liche Wiedercrobecungsversuche gehalten. Ebenso behaupteten Rheinländer eine am 13. Mai auf Höhe 108 nördlich von Sopigneul durch Zurückdrängen der Front neu gewonnene Linie gegen viermal wiederholte Angriffe. Bei Ailles, nördlich von Craonne und westlich der Straße Corbenny—Berry au Bac blieben französische Teilvorstöße erfolglos. Oestlich der Maas wur- den Angriffe feindlicher Stoßtrupps gegen das Dorf Blancee abgeschlagen.
feindliche Flugzeuge ein weiteres mußte
In Luftkämpfen stürzten sechs hinter den deutschen Linien ab, bei uns notlanden.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Keine besonderen Ereignisse.
Mazedonische Front.
Nördlich von Monastir und im Cernabogen ist der Artilleriekampf in erneuter Steigerung begriffen.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
Berlin, 15. Mai abends. Am Atsne-Marne- Kanal und in der Champagne lebhaftes Actilleriefeuer. An den überigen Fronten im Westen blieb es bei zeit- weise schlechter Sicht ruhiger.
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Berlin, 15. Mai. In der letzten Zeit versuchten russische Seeflugzeuge mehrfach die Tätigkeit unserer Boipostenfahrzeuge an der kurländischen Küste zu hindern. Am 13. Mai morgens wurde daher die russische Flugstation Lebara ausgiebig mit Bomben belegt.
Der Chef des Admiralstabes der Marine.


