Ausgabe 
21.4.1917
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der Champagne entwickelten sich gestem mittag nordöstlich von Aubenve neue Kämpfe, die auch in der Nacht an­

dauerten und heute morgen unter weiterem Kräfteeinsah wieder an Heftigkeit zugenommen haben.

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine wichtigen Ereignisse. Auf dem Oestlichen Kriegsschauplatz, ist nach einigen ziemlich ruhig verlaufenen Tagen die russische Feuertätigkeit besonders zwischen Pripjet und Dnjestr wieder lebhafter geworden.

Mazedonische Front.

Nichts Neues.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

wtb Berlin, 19. April, abends. Südöstlich von Ar- ras lebhaftes Feuer. - Beiderseits von Craonne starker Artilleriekampf. Längs des Aisne-Mame-Kanals französische Angriffe, deren stärkster auf den Brimont bereits gescheitert ist. - In der Champagne blich unser Gegenstotz Gelände­gewinn des Feindes nordwestlich von Auberive aus.

wtb Grotzes Hauptquartier, 20. April. Westlicher Kriegsschauplatz.

Heeresgruppe Kronprinz Nupprecht.

Auf dem Kampffelde von Arras nimmt täglich die Feuertätigkeit zu, bei St. Quentin schwankt ihre Stärke.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.

Die am 16. März begonnene Einnahme der von lan­ger Hand ausgebauten Jone der Siegfried-Stellungen hat gestern nordöstlich von Soissons ihren Abschlutz gefunden durch Aufgabe des Aisneufers zwischen Lande und Soupir. Der Feind folgt zögernd. - Die Doppelschlacht an der Aisne nnd in der Champagne nimmt ihren Fortgang. Längs des Lhemin des Dan,es dauert der starke Artil­leriekampf an. Bei Braye, Temy und m,ter großem Maffen- einsah beiderseits von Craonne ,nähten sich frisch heran- geführte französische Regimenter vergeblich und verlustreich ab. den Höhenkamm zu gewinnen. - Den schon am 16. April ohne Ergebnis versuchten Angriff zur Umfassung des Brimont-Blocks von Nordwesten und Norden emeuerte der Franzose gestern nachmittag. Bor unseren'Stellungen an, Aisne-Mamekanal brachen die fünfmal anlaufenden Sturmwellen neu eingesetzter französischer Divisionen blutig Mammen; auch die Russen wurden wieder vergeblich ins Feuer geschickt. Unsere dort fechtenden Divisionen sind

Herren der Lage. - In der Champagne ist den ganzen

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Ing über im Waldgebiet zwischen der Stratze Thulzy-Nasroy und dem von uns freiwillig geräumten Auberive gekämpft worden. In einen, vortrefflichen Gegenangriff drängten wir den vorgestern vorwärts gekommenen Feind und seine zur Ausbeutung des Gewinnes ins Gefecht geworfenen frischen Kräfte zurück und erreichten die beabsichtigten Stellungen. Der zweite französische Durchbruchsversuch in der Champagne ist dadurch vereitelt. - Bisher hat die französische Führung mekr als 30 Divisionnen auf beiden Schlachtfeldern einäeseht. Sie wurden nach Beendigung der Sommekämpfe für den Durchbruchsangriff und die er­hofften Derfolgungsmärsche sorgfältig ausgebildet. Die Hoffnungen Frankreichs haben sich nicht

erfuUt!

Heeresgruppe Herzog Albrecht.

Keine Ereigniffe von Bedeutung.

Qestlicher Kriegsschauplatz.

Das russische Artilleriefeuer hat sich auch gestem in mehreren Abschnitten auf bedeutender Höhe gehalten In- fantcnetätigkeit ist nicht gemeldet.

Mazedonische Front.

Auf der Ewena Stena sind französische Angriffe zum Rückgewinn der am 17. April verlorenen Stellungen von deutschen und bulgarischen Truppen abgewiesen worden Auf einer Kilppe hat der Feind wieder Futz gefaßt.

Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.

Berlin. 20. April, abends. Bei Arras nichts neues. - An der Aisne-Front vielfach starker Artilleriekampf am Brimont ist ein neuer russischer Angriff verlustreich gescheitert. - Nachmittags haben sich zwischen Prosnes und Suippes-Tal von neuem Kämpfe entwickelt.

Im Osten nichts Wesentliches.

wtb Großes Hauptquartier, 19. April.

Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.

An der ffandrischen und Artoisfront war bei Regen und Sturm die Gefechtstätigkeit nur in wenigen Abschnitten lebhaft.

Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Aufgefundene Befehle zeigen, wie weit die Angriffs­ziele den am 16. April in den Kampf geworfenen fran­zösischen Divisionen gesteckt waren. An keiner Stelle sah oie französische Fühmng ihre Hoffnung erfüllt, an keiner Stelle haben die Tmppen auch nur annähernd ihre tak­tischen, geschweige denn ihre strategischen Ziele erreicht. - In der Nacht vom 17. zum 18. April gelang den Fran- zosen ein örtlicher Angriff bei Drage; im Laufe des Tages an mehreren Stellen der Höhenfront des Lhemin des Domes, mit besonderer Erbittemng bei Craonne geführte wieder- )olte Angriff des Feindes schlugen unter blutigen Qpfem ehl. - Bei La Dille aur Bois, deffen Waldstellungen ür uns ungeeignet geworden waren, richteten wir uns n einer Hinteren Defestigungslinie ein. - Am Brimont chickte der Gegner die in Frankreich fechtenden Russen zu vergeblichem verlustreichen Ansturm ins Feuer. In

Der Sieg der 6. Kriegsanleihe.

wtb Berlin. 18. April. Das Ergebnis der sechsten Kriegsanleihe beträgt nach den bis jetzt vorliegenden Meld­ungen ohne die zum Umtausch cmgemeldeten älteren Kriegs­anleihen 12 770 000 000 Mark. Kleinere Teilarrzeigen stehen noch aus. Ueberdies sind die Zeichnungen der Feld­truppen. für welche die Zeichnungsfrsst erst tm Mai ab­läuft in der Summe nur zum Xeil enthalten. Schon jetzt steht außer Zweifel, daß durch die Gesamtzeichnungen auf alle sechs Kriegsanleihen die Summe von 60 Milliarden überschritten wird. - Was niemand für möglich gehalten hätte, ist eingetroffen: Das Ergebnis der bisher erfolg­reichsten dritten Kriegsanleihe ist um 70 Millionen ge­schlagen. Diese gewaltige Kraftäußerung erbringt den kla- ren Bewies dafür, wie ungebrochen Deutschland auch auf wirtschaftlichem Gebiet nach fast drei Kriegsjahren dasteht. Sie legt zugleich ein glänzendes Zeugnis ab für die un­erschütterliche Entschlossenheit des deutschen Volkes, den Krieg siegreich durchzuführen, und für seine sichere Zu­versicht auf einen vollen Erfolg.

Wenn unsere 6. Krieganleihe wieder 10 bis 11 Mil­liarden ergeben hätte, wie die 5. und die 4. Anleihe, so wäre das schon ein großer Erfolg gewesen. Der Ertrag von fast 13 Milliarden, die Uebertrumpfung der glänzen­den dritten Anleihe um l U Milliarden - das ist ein wun­derherrlicher Triumph. - Wer triumphiert? Zunächst die Geldkraft des deutschen Volkes. Noch glorreicher ist aber der Triumph der Willenskraft des deutschen Volkes. Wir sind reich an Geld, noch reicher an Mut und Entschlossen­heit. - Seit der letzten Anleihe im vorigen Herbst hatten wir folgende Ereignisse zu verdauen: 1) die trotzige Ab­lehnung unseres Friedensangebots, 2) die Verkündigung des ungehemmten Tauchbootkrieges, 3) die Kriegsarklär- ung von Nordamerika nebst den diplomatisch Bruch mit China und Brasilien, 4) die russische Revolution, 5) die Eröffnung der Kämpfe an der Westfront. Man könnte noch als 6. Ereignis hinzufügen: die Einschränkung unserer Brotration, die uns den Emst der Ernährungfrage für die nächsten Monate schärfer fühlen läßt. Line Erleichter­ung unserer Lage konnten wir von der mffischen Umwälz­ung erhoffen, doch blieb bei der fortdauemden Gähvung in Rußland die Sache noch unsicher. Tine gewisse Erschwer- ung brachte uns die kriegerische Wendung in der neuen Welt, die dem gehnverbande unserer Feinde eine Groß macht als elftes Glied einfügte. Diese neue Gefahr hätte Leute mit schwachen Nerven erschüttem können, hat aber das deutsche Volk zuversichtlich getroffen. Der gom, der uns bei der frechen Antwortnote der Feinde vom Jahres­anfang aufstieß, war kein Strohfeuer, sondem wirkte nach­haltig als frische Triebkraft für unsem Kampfwillen. Die Eröffnung des ungehemmten Tauchbootkrieges wurde mit Freuden begrüßt, obschon man sich über die Schwierig, keiten und Gefahren durchaus klar war. Die Berichte vom Hauptkampfplatz im Westen wurden mit Verständnis und Starkmut ausgenommen, sowohl die Nachricht von der Iurückbiegung in die Hindenburglinie als die Botschaften vom verzweifelten Ansturm der Engländer und Franzosen. Die Gegner glauben unseren Worten nicht, wenn wir ihnen sagen, daß im deutschen Volk Mut und Kraft nicht im mindesten erschüttert sind, sondem vielmehr wachsen an Stärke und Stolz. Jetzt haben sie dagegen einen tatsäch­lichen Beweis, an dem sich nicht rütteln und nicht deuteln läßt. Ein Anleiheergebnis, das alle vorhergegangenen über- trifft, legt für die Volksstimmung in Deutschland ein über­wältigendes Zeugnis ab.

Das deutsche Volk hat in diesem entscheidenden Ab schnitt des Krieges nicht allein seine eigenen früheren Leist­ungen übertroffen, sondem auch die Geldleistungen der beiden .reichsten" Feindesländer so weit übecholt, daß weder England noch Frankreich irgendwelche Aussichten haben, den Dorspmng wieder einzuholen. Frankreich hat bisher nur 20 Milliarden in festen Krieganleihen aufbrin­gen können. England mit größter Kraftanstrengung etwa 37 Milliarden. Deutschland hat aber insgesamt 60 Militär- den von 5 prozentigen Kriegsanleihen ausgenommen. Eine kolossale Summe, die vor dem Kriege kein Mensch uns zugetraut hätte. Wir selbst auch nicht, da wir erst nach und nach gemerkt haben, daß wir so reich und so leistungs- fähig sind.

Der glänzende Triumph, den wir im Spiel der w jiU bemen Kugeln" errungen haben, hat nicht allein für die gegenwärtige kriegerische Kraftprobe seine große Bedeutung, sondem auch für die künftige Entwicklung im Wettbewerb der Völker nach Wiederherstellung des Friedensverkehrs. Die Feinde haben uns längst gedroht mit dem wirtschaft­lichenKrieg nach dem Kriege". Mögen sie dieserhalb noch so viele Konferenzen abhalten, nachher entscheidet

doch die wirtschaftliche Kraft, die in den einzelnen Dölkem steckt, und auf diese Kraftprobe können wir es mhig an.

kommen lassen. Unsere Volkswirtschaft ist so gesund und blutreich, unsere nationale Arbeitskraft ist so jugendfrisch, das Verständnis der Bevölkemng für die wirtschaftlichen Aufgaben ist so allgemein, so gründlich und so tatkräftig, daß uns kein Wettbewerber übertreffen kann, auch der Engländer nicht, der trotz aller altenHerrlichkeit" im Hintertreffen geblieben ist. - Wenn die Engländer und ihre Genossen auf die finanzielle Unterstützung Amerika's bauen, so ist das nur ein Beweis ihres Mangels an Selbst- vertrauen und eigener Kraft. Amerika wird ihnen nur die Zahlungen für seine Waren stunden, und was von den Waren überkommt, muß Gnade und Glück gegenüber un­seren Tauchbooten haben. - Wir helfen uns selbst und brauchen keine Krücken von draußen zu haben. Wir kön- nen durchhalten und wir wollen durchhalten.- dafür zeugt aufs neue sowohl der gewaltige Anleiheerfolg hinter der Front als auch das Scheitem der englisch-französischen Der- zweiflungsoffensive im Westen. - Die früheren Kriegsan- leihen hatten folgendes Ergebnis:

1. Anleihe, Sept. 14

2. Anleihe, März 15

3. Anleihe, Dez. 15

4. Anleihe, April 16

5. Anleihe. Qkt. 16

4 491,8 Mill. Mk. 9106,5 Mill. Mk. Mill. Mk. Mill Mill

12160

10712

10652

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Dem Uaterlande Gold und Edelsteine!

In der Zeit von Mittwoch, 25. April, bis einschließlich Mittwoch, 2. Mai, soll eine hessische Gold woche Gelegenheit geben zu einem wuchtigen Ergebnis an Gold, Edelsteinen und Platin.

Gewaltig sind die grldwirlschaftlichen Aufgaben, die der Krieg unserer deutschen Volkswirtschaft ge­bracht hat und fortdauernd bringt, und warmer Tank gebührt den Männer, die sie zu lösen berufen sind, für alle treue Führerschaft, für ihre unermüdliche, erfolgreiche, schwere Arbeit tm Dienste der Allgemeinheit.

An uns aber ist es, die Lösung der geldwirtschaftlichen Aufgaben in der nächsten Zukunft und für die Uebergangszeit erleichtern und sicherstellen zu helfen durch einsichtsvolle gebefreudige Darbringung unsertr

ßoldfacbcn und der kdelsleingesedmeider.

«»gefeuert durch de» beispiellosen Opfers»,» unserer Truppen, die in heldenhaften, Ringen unsere Grenzen schützen.

vir tzingatir von Soldsachrn und lumrlrnschmnck ist nicht nur von wirtschnfftichrr, sir ist auch von tirfgrljrnürr politischer Lrdrutnnlt, als Zrugnia sirghaftrn Oplrrwillrns! So fri ra denn! Trrmmi wir uns vom rntdrlirlichrn Schmuck, bis rinr brffrrr Zrit ihn wirdrr ju riarr Frruör macht, tzohr vaterländische Zwecke fordern daa.

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bestehen in den Städten Bensheim, Bingen, Tarmstadt, Friedberg. Gießen. Groß-Umstadt. Mainz, Worms. Hilfsstellen: Alofeld, Altenstädt, Alzey, Babenhansen, Bad-Nanheim, Büdingen, Butzbach, Dieburg Echzell Gedern, Gensingen, Groß Bieberau, Groß Zimmern. Heppenheim, Höchst, Lanbach, Lauterbach, Michelstadt' Nidda, Rieder-Ingelheim. Ober-Ingelheim, Osftnbach a. M., Oppenheim, Orlenberg. Reinheim Schotten' Schwabenheim, Ulrichstein.

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Der Vorsitzender, Der Geschäftsführer:

Dr. Becker, Fmanzmm.ster. Bafllau, Geh. Finanzrat.

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in der ganzen Aisnefron artet Artilleriekampf e di bei Drape, von der 1 xnke östlich von Graonn ^5chkx-Niedemng. Am j irindllche Sturm im Feue kmpf, zusammen. 3n d I.Tiffc vor unseren Stellt I h den Argonnen brachen lche Linie und kehrten i

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