18ne Mrü6 n ^ n W
I \ e <n JR»?; ^ ( j> wir ei ®> «nb [o
Gießenev Beifnita
«Si
iÄ?
'•JSsäp'i
ÄS *
iīy
Sil* h.S,: h w;
> A 3 S
d'° Englikider md 'ft®? Amenka-z ■«tangeis an Selb,t=
f SP Ain nur und was von dm S ta * gegenüber u „=
Euuns selbst und u haben. Wir $ aIt * n i dnstr zwgi ^eerfolg hinter & ivstanzösischenBer.
: früheren Kriegsm-
1,8 MiL M.
8,5 litt. M.
0 «. M.
2 HD. TO.
2 litt. m.
Bezugspreis 40 pfg. monatlich
vierteljährlich 1,20Mk., vorauszahlbar, frei ins Haus. Ab geholt in unserer Expedition oder in den Zweig, ausgabestellen vierteljährlich 90 Pfg. — Erscheint Mittwochs und Samstags. — Ncdaktionsschluh früh 8 Uhr. — Für Aufbewahrung oder Rückfen- düng nicht verlangter Manuskripte wird nicht garantiert.
Verlag der „Giesteuer Zeitung", Gießen.
Expedition: Südanlage 21.
Anzeigenpreis 20 pfg.
die 44 mm breite Petitzeile, für Auswärts 30 Pfg. Die 90 wm breite Reklame.Zeile 73 Pfennig. Extrabeilagen werden nach Gewicht und Größe berechnet. Rabatt kommt bei Ueberfchrcitung deS ZahlungS- zieleS (30 Tage), bei gerichtlicher Beitreibung oder bei Konkurs in Wegiall. Platzvorschriften ohne Verbindlichkeit.
Truck der Giesteuer Vcrlagsdructcrei, Albin Klein.
Ar. 38.
Telephon Nr. 342.
Samstag, den 28. April 1917
Telephon dir. 363.
Jahrg.
Auch die weiteren Durchbruchsversuche der Franzosen und Engländer gescheitert.
Die Verluste der Engländer als „unerhört hoch".
i in Gießen.
arte.
eine
flmtlicbe deutfcbc cagrsbericbir.
wtb Großes Hauptquartier, 21. April.
Westlicher Kriegsschauplatz. Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht. Erkundungsvorstöße im Ppernbogen brachten eine Anzahl Gefangene und Beute an Grabenwaffen ein. - Die allmähliche Steigerung der Feuertätigkeit zwischen Loos und der Bahn Arras-Cambrai hält an.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz. Truppen aller deutschen Stämme vollsühren auf dem gewaltigen Schlachtfelde an der Aisne und in der Champagne den Kampf Mann gegen Mann, wie in bis zum Tode getreuem Ausharren bei schwerstem Feuer täglich und stündlich Heldentaten! Der Heeresbericht kann sie nicht einzeln nennen. - Gestern vormittag wurde durch Stoßtrupps die ehemalige Zuckerfabrik südlich von Cerny vom Feinde gesäubert; weiter östlich, an der Hurtebise-Fe. schlugen unsere Truppen französische Teilangriffe ab. - Am Brimont wurden französisch-russische Sturmtruppen verlustreich zurückgewiesen. - In den Nachmittagsstunden setzte an der ganzen Aisnefront und in der Champagne wieder starker Artilleriekampf ein. Heftige Angriffe entwickelten sich bei Braye, von der Hochfläche von Paissy bis in die Senke östlich von Craonne und zwischen Prosnes und der Suippes-Niederung. Am Chemin des Dames brach der feindliche Sturm im Feuer, an einzelnen Stellen im Nahkampf, zusammen. In der Champagne scheiterten die Angriffe vor unseren Stellungen. Nördlich von Reims und in den Argonnen brachen unsere Sturmtrupps in die feindliche Linie und kehrten mit Gefangenen zurück.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Oestlich von St. Mihiel verlief ein Unternehmen nach Wunsch. Auch dort blieben mehrere französische Gefangene in unserer Hand. - Das ungünstige Wetter der letzten Tage schränkte die Flugtätigkeit ein. - Sei dem 17. April sind im Luftkampfe 7, durch Abwehrkanonen 3 feindliche id Gießen, s Flugzeuge abgeschossen worden. Auf dem
Oestlichen Kriegsschauplatz.
und an der
Mazedonischen Front
ist bei meist geringer Gefechtstätigkeit die Lage unverändert. Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
ad. Hergestellt nach ädter und Dr. Perl, An, Mn Soda, kein zi gut. „Fania“ ist .Rüche,Bad, Büros,
M. 4.-
.. io.-.
brik Berlin
b Engros-Preise. Hilastr. 22. C Elsner.
:n ob. Anwesen
wirtschaftliches
hessische M>.
von
6olö,P |flfin
. ȊS*
Ä Schotte». ieichB, m
Berlin, 21. April, abends. Bei Arras starker Feuerkampf nördlich der Scarpe. An der Aisne-Champagne- Schlachtfront im ganzen geringere Tätigkeit, die bei Braye, Hurtebife Fe. und nordwestlich Auberive zeitweilig zunahm.
Im Osten nichts Neues.
wtb Großes Hauptquartier, 22. April.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
An mehreren Stellen der Flandrischen und Artoisfornt nahm gestern der Artilleriekampf an Stärke und Ausdehnung zu. Nördlich der Scarpe steigerte er sich zeitweise zu äußerster Heftigkeit. Truppenbewegungen vor unseren Linien wurden unter Vernichtungsfeuer genommen. Cm starker englischer Erkundungsvorstoß auf dem Nordufer des Baches wurde durch Gegenangriff zurück gewiesen. An der englischen Front, nordwestlich von St. Quentm, vormittag kleine Gefechte. Südlich der Somme nur Artillerie- tätigkeit.
Heeresgruppe Kronprinz.
An der Aisne und in der Champagne blieb durchweg die Kampftätigkeit bis zum Abend gering. " Der Berry au Bac sprengten unsere Sturmtrupps em frauzoflsmes Blockhaus mit Besatzung. Bei Braye, Hortebise Fe. (an der Straße Reims-Neuchatel, nördlich Prosnes) und auf dem Westuser der Suippes Gefechte, die für den Femd verlustreich endeten. — Südlich von Ripont wurde em französischer Vorstoß abgewiesen.
Heeresgruppe des Generalfeldmarschalls Herzog Albrecht von Württemberg.
Die Lage ist unverändert. Die Gegner verlor^! im Lustkampf gestern 6 Flugzeuge, von denen 5 durch Oie Jagdstaffel des Rittmeisters Freiherrn von Richthosen av- geschossen wurden. - Marineflieger brachten über Rieu- port ein feindliches Luftschiff zum brennenden Absturz m See.
Oestlicher Kriegsschauplatz:
Nichts Neues.
Mazedonische Front.
Auflebende Gefechtstätigkeit im Temabogen und südwestlich des Doiransees.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
9
wtb Berlin, 22. April, abends. Heftiger Feuerkampf in einzelnen Abschnitte der Arras-Front; Infanteriegefecht bei Loos im Gange. An der Aisne und in der Champagne tags bisher meist mhig, nur nordöstlich Sois- sons lebhaftes Feuer. Dom Osten nichts Neues.
9
Greiflnifle zur See
wtb Berlin, 20. April. Am 14. April wurde westlich Alexandrien ein zu den Bewachungsstreitkrästen gehöriger kleiner englischer Kreuzer, wahrscheinlich der „Fox- glover"-Klasse, von einem unserer Unterseeboote in einem Nachtangriff durch zwei Torpedotreffer schwer beschädigt. Das Sinken konnte wegen der Dunkelheit und feindlicher Gegenwirkung nicht mehr festgestellt werden, ist aber mit hoher Wahrscheinlichkeit anzunehmen.
Der Chef des Admiralstabs der Marine.
9
Wien. Im Anschluß an einen feindlichen Lustschiffangriff auf die Umgebung von Triest, der keinen nennenswerten Schaden brachte, belegte am 20. April vor Tages- anbmch eine Gruppe unserer Seeflugzeuge die militärischen Anlagen von San Canziano mit Bomben und erzielten mehrere Treffer, die auch einen großen Brand hervorriefen. Alle Flugzeuge sind unversehrt eingerückt.
Flottenkommand o.
*
Calais und Dover beschossen.
wtb Berlin, 21 April. Leichte deutsche Streitkräste sind in die Nacht vom 20. zum 21. April in den östlichen Kanal und gegen die Themsemüdung vorgestoßen. Die Festungen Dover und Calais wurden auf nahe Cntfern- ungen mit insgesamt 650 Schuß wirkungsvoll unter Feuer genommen. Calais war unbewacht. Ein vor Dover angetroffenes Vorpostenfahrzeug wurde vernichtet. Als auf dem Rückmarsch kein weiterer Gegner gesichtet wurde, machten Teile unserer Streitkräste unter Führung des Korvettenkapitäns Gautier Kehrt und nahmen nochmals Kurs auf den Kanalausgang. Hierbei stießen sie östlich von Dover auf eine größere Anzahl von englischen gerstörem und Führerschiffen. Es kam zu scharfen Gefechten auf nächste Enffernungen. Ein feindliches Führerschiff wurde durch Torpedoschuß versenkt, mehrere audere durch Artillerietreffer schwer beschädigt. Wahrscheinlich ist von den letzteren ebenfalls eines gesunken. - Don unseren Torpedobooten sind G 85 und G 42 aus diesem Gefecht nicht zurückgekehrt und müssen als verloren gelten. Alle übrigen Boote sind ohne Beschädigung oder Verluste wieder eingelaufen. - Ein südlich der Themsemündung vorgestoßener Teil unserer Streitkräste traf keine Kriegsfahrzeuge des Gegners an und konnte nur einige Gefangene von einem Handelsschiff einbringen.
Der Chef des Admiral st abes.
> •
wtb Großes Hauptquartier, 23. April.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeresgruppe Kronprinz Rupprecht.
Zwischen Loos und der Bahn Arras- Cambrai dauerte nesteln der Aitilleriekampf an. — Nordwestlich von Lens drangen englische Stoßtrupps in 500 Meter Breite in unsere vordersten Gräben; sie wurden durch Gegenstoß zurückgeworfen; auch nachts blieb das Feuer stark; heute früh haben nach Trommelfeuer in breiter Front die Jn- fanteriekämpfe begonnen.
Heeresgruppe Deutscher Kronprinz.
Vormittags war nur nordöstlich von Soissons die Feuertätigkeit gesteigert. — Vom Nachmittag an bekämpften sich längs der Aisne und in der Champagne die Artillerien wieder mit zunehmender Heftigkeit. — Hand- granatenkämpse spielien fich auf dem Chemin des Dames- Rücken ab: ein starker französischer Angriff nordwestlich von La Bille aux Bois brach verlustreich zusammen. —
Zwischen ProSneS und der SuippeS-Niederung brachten Vorstöße dem Feinde keinerlei Vorteil. — Wir machten am Höchberg, südwestlich von MoronvillierS, und durch Eindringen in die französische Stellung südlich von St. Marie a Py über 50 Gefangene.
Heeresgruppe Herzog Albrecht.
Nichts Neues.
Unsere Flieger schossen 4 feindliche Fesselballons in Brand und brachten in Lustkämpftn 11 Flugzeuge zum Absturz. — Rittmeister Freiherr v. Richthosen blieb zum 46. Male, Leutnant Wolfs zum 20. Male Sieger. Die Jagdstaffel des Rittmeisters Frh. v. Richthosen hat bis gestern 100 feindliche Flugzeuge abgeschoffen.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Mehrfach noch lebhaftes Feuer der russischen Artillerie auf unsere Linien. Es wurde kräftig erwidert. Bombenabwürfe russischer Flieger bet Lida wurden durch Angriffe auf Molodeczno und Turez (norwestlich bezw. südöstlich von Minsk) vergolten.
Mazedonische Front.
Am Ostufer des Wacdac und südwestlich deS Doiransees heftiges Ärtilleriefeuer, dem nur am Doiransee ein englischer Angriff folgte. Ec wurde von den bulgarischen Truppen abgewiesen; eines unserer Fliegergeschwader griff aus der Luft in den Kamps ein.
Der Erste Generalquartiermeister: Ludendorff.
»
wtb B e c l i n, 23. April, abends Auf dem Schlachtfeld von Arras ist heute der neue englische Ansturm unter schwersten Verlusten ergebnislos zusammengebrochen. — An der AiSne und in der Champagne zeitweilig starker Artilleriekampf. Im Osten nichts Wesentliches.
9
wtb Großes Hauptquartier, 24. April.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Heeregruppe Kronprinz Rupprecht.
Auf dem Schlachtfelde von Arras führte die auf Frankreichs Boden stehende britische Macht gestern den zweiten großen Stoß, um die deutschen Linien zu durch- buchen. — Seit Tagen schleuderten schwere und schwerste Batterien Massen von Geschossen jeder Art auf unsere Stellungen Am 23. April früh morgens schwoll der Actilleriekampf zum stärksten Trommelfeuer, an. Bald darauf brachen hinter der Feuerwand her bis auf 30 Km. Frontbreite die englischen Sturmtruppen, vielfach von Panzerkcaftwagen geführt, zum Angriff vor. Unser Vernichtungsfeuer empfing ste und zwang sie vielerorts zum verlustreichen Weichen. An anderen Stellen wogte der Kampf erbittert hin und her. Wo der Feind Boden gewonnen hatte, warf unsere todesmutige, angriffssreu- dige Infanterie ihn in kraftvollem Gegenstoß zurück. Die westlichen Vororte von Lens, Alvion, Oppy Gavrelle, Roeux und Guemappe waren Brennpunkte des harten Ringens. Ihre Namen nennen Heldentaten unserer Regt- mcnter aus fast allen deutschen Gauen zwischen Meer und Alpen. — Nach dem Scheitern des ersten setzte über das Leichenfeld vor unseren Linien mit blonderer Wucht auf beiden Searpe-Ufern gegen Abend ein weiterer großer Angriff mit neuen Massen ein. Auch seine Kraft brach sich am Heldenmut unserer Infanterie teils im Feuer, teils im Nahkampf, und unter der. vernichtenden Wirkung unserer Artillerie. Nur an der Straße Arras Cam- brai gewann der Feind um wenige 100 Meter Raum. Die Trümmer von Gucmoppe find ihm geblieben. — Wie an der Aisne und in der Champagne, so ist hier, bei Arras der feindliche Durchbruchsversuch unter unze- heucen Verlusten gescheitert. Englands Macht erlitt durch die Voraussicht deutscher Führung und den zähen Siegeswillen unserer braven Truppen eine schwere blutige Niederlage. Die Armee steht voll Zuversicht neuen Kämpfen entgegen.
An den Erfolgen der letzten Schlachten hat seinen besonderen Anteil jeder deutsche Mann oter Frau, Bauer oder Arbeiter, der fich in den Dienst des Vaterlandes stellt, seine Kräfte einsetzt für die Versorgung des Heeres. Der deutsche Mann an der Front weiß, daß ein jeder daheim seine Schuldigkeit tut und rastlos schafft, um ihm draußen in der Schwere des Kampfes auf Leben und Tod, um Sein oder Nichtsein beizustehen.


