fet:
wtb. Berlin, 23. März, abends Im Somme» und Oise-Gebiet Voipostengsfechte; sonst im Westen und Osten nichts wesentliches.
wtb. Großes Hauptquartier, 24. März 1917.
Westlicher Kriegsschauplatz.
Beiderseits von Somme und Oise spielen sich täg lich Gefechte unserer Sicherungen mit Bortruppen der Gegner ab, die nach den häufigen verlustreichen Zusammenstößen nur zögernd voriühlen, vielfach schanzend, und in ihrer Bewegungsfreiheit durch die von uns getroffenen Maßnahmen stark gehindert sino. — Gestern griffen die /ranzosen unsere Posten westlich La Fere längs der Ailctte'Nicderung und bei Neuville und Mar- gival an; sie find überall zueückgewicsen worden. In dex Champagne gelang es unseren Erkundungstrupps an mehreren Stellen der Front, Gefangene aus den französischen Linien zu holen.
Lestlicher Kriegsschauplatz.
Front des Generalfeldmar'chall Prinzen Leopold v Bayern.
Nach Feuervocbereltung bei Smocgon, Bacano- witschi und am Stochod vordringcnde -lujklärungSab tetlungen der Russen wurden vertrieben. — Südwestlich von Dünaburg ist ein feindliches Flugzeug am Dryswjath-See ein Fesselballon von unfern Fliegern abgeschossen worden.
Heeresfront des Generaloberst Erzherzog Joseph.
Wirksames Feuer von Artillerie und Minenwcrfern leitete Angriffe ein, bet denen uns re Truppen südlich des Trotusultales die russischen Stellungen auf dem Grenzkamm zwilchen Solyomtac- und Czobanostal im Sturm nahmen und 500 Gefangene embrachten. — Bald darauf einsetzende Borstöße der Russen nördlich des Magyaros sind gescheitert.
Heeresgruppe des GencralseldmarschallS von Mackensen.
Nichts Neues.
Mazedonische Front.
Die Lage ist unverändert.
Die Kämpfe zwischen Ochrida- und Pcespa-See und bet Monafttc scheinen einen vorläufigen Abschluß ge- fanden zu haben. — Vom 13. b\i zum 21. März wie dcrcholNn sich täglich die Angriffe der Franzosen, btc dazu beträchtliche Teile ihrer 76., 156. und 57. Division, sowie mehrere Kolonial Regimenter eingesetzt haben. Am 15. und 18. März vom Feinde errungener Gelände gew nn wurde durch unseren Gegenangriff am 20. und 21. März wettgemacht; die beherrschenden Höhen im Berggelände westlich und nö.blich des Bickens von Mo- nasttr, die das Ziel der Franzosen waren, sind fest in unserer Hand. — Die verbündeten Truppen haben in zähem Ausharren, in schwerem Feuer und in k^asvollcm Angriff sich vortrefflich bewährt Das Zusammenwirken von Infanterie, Artillerie und Hrlsöwaffen war nach kla- rem Bollen sicherer Führung Vorbild!,ch. Es wurden dem Feinde sehr schwere Verluste beigebracht, durch welche die augenblickliche Ruhe bedingt zu |cin scheint. — Die Truppe sieht weiteren Kämpfen voll Berrrauen auf ihr Können entgegen.
Der Erste Generalquarticrmetst^r: Ludend orff.
Berlin, 24. Mäcz, abends. Keine wesentlichen Ereignisse.
„vodnäs Möve.
Berlin, 22. März. Der Hilfskreuzer „Möve", Kommandant Burggraf und Graf zu Doyna-Lchlodicn, kehrte von seiner zweiten mehrmonatigen Kreuzfahrt rin Atlantischen Ozean nach einem heimischen Kriegs- Hafen zurück. Das Schiff brachte 22 Danlpfec und 5 Segler mit 123 100 Bruttoreglsterlonnen, darunter 21 feindliche Dampfer, von denen 8 bewaffnet waren und 5 im Dienste der englischen Admixalitär fuhren, und 4 feindliche Segler auf.
1. „Bo l ,n v e" englischer Dampfer mit einem Zivölszeniimeter geschütz, NH1< Br. R. T. in Ballast.
2 gm n 1 U ' ° 1 fl // norwegischer Dampfer, 2 587 Br.-R.T., Stück-
3. „M o ii nt T e m P l e", englischer Dampfer, mit einem Lieben elnhalb-entimetergeschiitz, 0 702 Br. R.-T, Lebensmittel, Stiill gut und Pferde. "
4 * m? C ^ ° * ^ ornwel r, englischer Segler, IC2 B.-R.T.,
ft. „K i ng w e v v g e", englischer Dampfer, 3852 Br.-R.-T. plvslvstoffe, Lebensmittel und Stückgut »lLambrian Ran ge", englischer Dampfer, 4 235, B R T Weizen und Stückgut. '
,. „(« c o v g i c", englischer Dampfer, mit einem Bwülfzentime lergeschlip, 10077 Br R T., Weizen, Fleisch nnd Pferde, „parro w da le", englischer Dampfer, 4 «>35 Br R. T Mn Nittvn und Lebensmittel, Kriegsbedarf.
3. „St. r he obere-, englischer Dampfer, 4082 BrR T Kohlen. ' '
10. , D r a m a t i st", englischer Dampfer, 5400 Br. R .T . Muni tion, ^rilchte.
11. „Nantes«, französischer Segler, 2600 Br-R.-T., Salpeter.
12. ..«vnierev-, französischer Segler, 8100 V.-R.-D.. Weizen.
13. Hudson Maru", japanischer Dampfer, 3800 B R-T Stnagut.
14. ..Radn orsi,i.re". enalischer Dampfer, mit einem zwölszen. tlmetergeschnp. 4300 Br.-R.-T.. Kaffee nnd Kakao.
lft. „Mtnich-, englischer Dampfer, 8 800 Br. R T.. Kol,len 10. »di e t ()c v b i, Lal t w , englischer Dampfer, 4 4M Br R.-T RctS nnd Stückgut.
17. „Jean", kanadischer Segler, 212 Br.-R.-T , Zucker.
18. „Staat", norwegischer Segler. 1800 Br.R.T., Wal-Oel.
10. „B r e ck n o ck s t, i l, re", englischer Dampfer, mit einem Zwölf
zentimetergeschiip. 8400 Br. R.-T.. Kohlen.
20. ..French Pr inee", englischer Dampfer. 4800 Br R T Hafer, Mals. ornedbees.
21. „E d d i", englischer Dampfer, 2050 Br. R. T., Kohlen.
22. „Kath erine", englischer Dampfer. 2900 B.-R.-T., Beizen.
LI. „R hob ante", englischer Dampfer, 3000 Br.-R.-T., Ballast.
24. ..Esmeraldas", englischer Dampfer, 4 680 Br. R.-T, Ba- laft.
25. „C taki", e: gliicher Dampfer, mit einem Zwölfzentimeterac- ichüv, 7400 Br. R T Balaü.
26. „Demeierton", englischer Dampier mü einem Sicbenein halbzcnt meterge'chüv. 6 000 Br. R.-T., Holz.
27. „baoernor", englischer Dampfer, mit einem Zwöl'zenti metcrgcschüy, 5500 Br.-R. T., Ballast.
Wtb wieg. 23. März 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
Bon diesen Pn'cn rr7ctchte der englische D impfec „Bar ro wd a le" am 31 Dezember 1916 mit 469 Gefangenen einen deutschen Hafen, der japanische Dump fer „Hudson Maru" am 16. I'nuae 1917 mit den Besatzungen von „D r a m a t i ft". „R a d n o r s h i r e", „Mtnich", .Rethe rby Hall", .Nantes", und .Ä Salier es" den Hafen von Pccna nbuko. Die übet flen Schiffe wurden versenkt. S. M. Hilfskreuzer „Möve" brachte 593 Gefangene mit.
Tcr Eh f des AdmiraistobcS der Manne.
Uns 7 g. meld tcr Bo stoß an der Dieciezina kofl^ dem Fi'.ndc starke blutige Verluste. Sonn nichts \
j mrldrn.
Jlalteoischer üricgrfchauplay.
SU :nc buonöuen Hreigniss».
Südöstlicher Kriegsschauplatz
Ocstlich des Ochrida-SetL sch.itcUe abelmaiS eil
fcanzösi'chcr Angriff.
Ter Stellvertreter des Cbefs des Generalstabes. von H ö s e r. Feldmarschalleutnant.
knver Pafcba beim Halfer.
Berlin, 24. Mär; Der fhllDert'.etenbc Ob rbe fehlShabcr des osman-i'chcn H^creS Envec Puscha m«Ute zu Beipccchungcn mit dnn Kaiser, dem Gcneralseldmar schall v. Hindcnburg und Gene.alLudc::do»ff im Großen Hauptquartier und begab sich dann zum Besuche der deutschen Truppen an öle Westfront
Oefterreicb-utigarlfcbe tagesberlcine.
wtb. Wien, 22. März 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz.
An der Bieriezina sticßen unsere Abteilungen bis in die zweite Linie der Russen vor und kehrten mit einem gerangenen Offizier, 226 Mann. 2 Revolocrkano nen, 6 Maschinengewehren und 14 Minenwerfern zu- rück. — Vorstöße feind.lcher JagdkommandoS scheiterten überall, wo sie versucht wurden.
Italienischer und südöstlicher Kriegsschauplatz.
Nichts zu melden.
Der Stellvertreter des Chefs des Generalstabs v. Hofer, Feldmarschalleutnant.
wtb. Wien. 24. März 1917.
Oestlicher Kriegsschauplatz Heeresgruppe des G.oeraljcldmarschalls von Mackeasc».
91ichtö Neues.
HcercS'roui des Geueroiobcrst Erzherzog Joscph
Unsere Tcuppkn pandcn »»csteln beiderseits del Esobanyos Tales in hcfiigcm Kampfe. Nördlich dcr Talcs erstürmien sie in zwn Ki om.lec Breite und etch c^nhalb Kilometer Tiefe die feindlichen Gräben auf dea Solyomtar. Ein bald darauf südlich des Tales ein setz ndcc russischer Gegrnjlog gegen unfire MaguaroS Stellung brach im Sperrfeuer zusammen. Der Fein! flüchtctL in jdne Gräd.n zurück. Die Zahl der einge brachten Gesongcnrn beträgt 500. Unsere Verluste üni sehr gering. — südöstlich von Dorna Watra sti^st unsere Auftlärungsavleliungen dis zur vierten ruisijchei Linie vor.
Hccrcssronl des GcncrLlscldwarjchalls Prtazcu Leopold vou Baycru.
EL ist nichts zu melden.
Italieuischcr uvd südöstlicher Kriegsichaupiatz Keine bcsondercn Ereignisse.
Der SleUverlreler des Chejs des cheneraistad» von Hofer, Feldmarfchalleulnanl.
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Vciantwvrillch: Aibtn äti'cm ur Gteß»n.
Sci klMM ^ „ dcr Slrl-Is-? güfröftüd) von JJ
VilklMgsMeßkN ^rfunber landen räumt vor. - 2
des ssmalkanals die
illäkum män Kriegsanleihe zetebnet
Die Gründe sind verschieden. Man zeichnrt:
aus dem natürlichen Gefühl heraus, daß cs einfache
Witterungen,
Bürgerpflicht ;|t, die iLHiuel für ben schütz der Gtcnzcn ln geldwirlschastlich llchligstcr Form aus zubringcn^
well die Erreger Anspruch darauf haben, daß die Zurückgebliebenen wenigstens wirlschaflilche Leist ungen oollbrtngen, wenn sie mit ihrer Person nicht an der Verteldlgnng des Vaterlandes tcllnehmen können;
weil die ^Uchtkänlpfer für ihre Person, ihr eigenes Vermögen, ihr Haus, ltzee Felder, ihre Hypolh.ken, Effcklenanlagett, ihr G.schast, kurz, ihre wlUlchast liehe Exljlenz und bas eigene wie das Leben threr Ang.hörlgnt am besten schütz.n, w^.nu |ie der Steetunacht die nötigen Geldutittel (aus die geld wlrtschasUlch gesundesteWetje), verjchaffen halsen; weil tni Ausland die trügerische Hoffnung restlos zerstört werdnt muß, dag das Worleu und Zton nen ln Deutschland rrgeudwann erlahmen werde; weil es innere Befriedigung gewahrt, für die Leistungen unserer herrstcheu Armee und Flotte Dank und Gruß zu senden; weil man sich vorahnend über den Jubel fccut, den Kraft und Einsicht rcr Zurückgeblirbcnen iu den Reihen der kampf nden Brüoec wie er auslöst n werden.
well eine bessere und höher veczinzliche Anlage bei gleicher unbedingter Sicherheit nicht zu finden ist; well es sich um eine Anlage von Spargeldern handelt, die man jederzeit wiedec flüsslg machen fmm;
weil cs mit den wirtschaftlichen ftiäftn der G.g- nec zu Ende geht und die Entschckdang zu un seren Gunsten also mchr mehr lange aus sich warten lassen kann;
zum ande.n, weil, wenn dem Einsatz aller Waffen (11 Bootl!) der Etnsatz aller Geldmittel entspricht, die Entscheidung erzwungen wird; um gein und freudig dem einfachsten varerländi scheu Gefühle zu folgtn;
um nicht beschämt zu fan, wenn das Gespräch auf Beteiligung und Nichtbeteiligung kommt; der Landwirt, weil Bcsitz und A» beit unter einem siegreicht N Deutschland am meisten gesegnet sind; der Arbeiter, weil auch seine Leb.nsbedingungen aufs engste sich mit dem Wohlergehen des Vaterlandes verknüpfen;
der Industrielle, der des Schutzes der Heimat und zu^ricdknee Arbeiter bedarf;
der Rentner, der ferne Einkommensquellen dom siegreichen Vaterland b.schirmt haben w^ll;
d.is Alter, das am Ende seiner Tage sein LcbcnS» werk nicht bedroh sehen mag;
die Jugend, aus dem vorwärtsstrebenden Drange zu ollem, was groß und edel ist;
sic Alle, nun, weil sie eben Herz und B.'.ftand zugleich haben.
Zu unserer grossen Freude wurde uns heute ein gesundes Töcht (.reiten geboren
Pfarrer Röhrbein u. Frau Hanna,
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Worpswede, den 21. März 1917.
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