t;
der
er-
iw
rau
int»
;eitt
*n.
die
mäßig den Kriegsschauplatz für alle großen Kümpfe in Europa abgeben mußte und fremde Heere in unseren Gauen ungestraft hausen und die armen wehrlosen Einwohner, besonders des platten Landes, ausplündern und quälen durften. Die Chroniken [inb
so voll von diesen Kriegsgreueln, daß es schwer fallt, in kurzen Ausführungen darüber zu berichten. Wir wollen aber, da es so höchst zeitgemäß ist, sich dessen zu erinnern, versuchen, in einer Reihenfolge kurzer Erzählungen. die von Zeitgenossen und Augenzeugen dieser Kriegserlebnisse niedergeschrieben worden sind, wenigstens die hauptsächlichsten Heimsuchungen an uns vorüberziehen lassen.
Bekanntlich war wohl oas größte Unglück, welches das deutsche Volk in seiner langen Leidensgeschichte betrofsen hat, der 30jährige Krieg, welcher von 1618 bis 1649 in fast allen Gauen unseres Darer- landes gewütet hat. Ganze Dörfer sind damals spurlos vom Erdboden verschwunden, in den übrig gebliebenen die Einwohner teils verschleppt, teils hingemordet, ein großer Teil auch durch die im Gefolge des Krieges auftretende Hungersnot und Pest hingeraffi worden.
Hören wir, wie der gräflich-solmsische Amtmann .Thomas MauliuS im Jahre 1636 in einer von ihm verfaßten Flugschrift den damaligen Zustand in Ober- Hessen beschreibt:
„Wer kann doch all den Jammer, so jetziger Krieg in unserem Vaterland teutscher Nation anrichtet genugsam beschreiben? Auf dem Feld ist alles verheeret, die Weinberg und Aecker verwüstet, die Wiesen zerfahren und zerritten. die Gewächs und Früchte verderbt. das Vieh gemetzget und verzehrt. Was vor dem .Krieg ein Lustgarten gewesen, ist jetzund eine Einöde worden! Wieviel schöne Städt, Dörfer und Flecken find mit Feuer angezündet und im Rauch gen Himmel geflogen, verderbt und zerschleift! Sind nicht alle Gewerb, Nahrung und Hantierung aus dem Land getrieben? Ist nicht alle Freud und Wonne des Landes dahin? Jedermann ist geplündert und alles, daran viele Jahre gesammelt und durch Gottes Segen mit viel Mühe und Arbeit zusammenaebracht, genommen worden. Wieviel alte, eisgraue Leut und junge, unmündige Kindletn in der Wiegen sind von den unbarmherzigen Kriegsknechten erstochen, erschossen und gespießt worden. Wieviel ehrbare Frauen und Jungfrauen mit Gewalt geschändet oder mit den Mannsbildern in das Elend weggeführet und dort erbärmlich traktiert worden! Auf den Straßen ist nichts als Morden, Stehlen. Rauben und Plündern, kurz alle Sünd. Schand und Laster, die Menschensinn erdenken kann und deren sich selbst die Heiden geschämt hätten, sind verübt worden und werden noch täglich verübt!"
Glaube niemand, daß diese Schilderung etwa übertrieben sei. Sie wird leider von nur zu vielen Augenzeugen bestätigt. Glaube aber auch niemand, daß es uns heute sehr viel besser ergehen würde als unseren Vorfahren, wenn es den feindlichen Heeren gelingen \ 0 fU 9 , in unser Land einzudringen.
Wer wie Schreiber dieses die schwarzen Afrikaner und wilden Inder gesehen hat. welche unsere Feinde aus uns loslassen, ganz abgesehen von den russischen Horden, die ja in dem armen Ostpreußen gezeigt haben, weS Geistes Kinder sie sind, dem graut vor dem Schicksal. das uns dann bevorstünde. Es würde sich wenig von den Greueln des 30jährigen Krieges unterscheiden trotz aller „europäischen Zivilisation", für welche unsere Feinde zu kämpfen vorgeben. Das muß aber auch für jeden Einzelnen eine Mahnung sein, sein Aeußerstes zu tun, um diese Gefahr abzuwenden.
Mit dem einfachen Dank an unsere heldenhaften Krieger ist eS nicht getan. Es ist Sache eines jeden einzelnen, an der Stelle, wo er hingestellt ist. sei es als Arbeiter. als Landwirt oder in welchem Berufe auch immer, mit seiner ganzen Persönlichkeit und durch Hingabe von Geld und Gut die Widerstandsnest des von einer ungeheuren Uebermacht von Feinden schwer bedrohten Reiches zu stärken! Das Beispiel oer Vergangenheit redet eine beredte Sprache. Der einzelne, der sich dem Gebot der Stunde entzieht. müßte sich dann sagen: „Du hast nichts getan, dieses Unglück abzuwehren \ a I. C.
Pflanzt Frühgemüse!
ollt-
st-
yrlrtrt* H
(liei pen
0*
jaben
zu
Wie man das Land zu keardeite« hat.
Der Boden muß frisch, locker und tiefgründig sein! Am besten eignet sich zum Frühgemüsebau humo- ser Sandboden, da dieser tiefgründig und durchlassend Zugleich ist. Auch guter .Humusboden ist dazu besonders geeignet. Dieser Boden verliert nämlich schnell die übermäßige Winterfeuchtigkeit und wird warm. Besonders vorteilhaft ist der Anbau von Frühgemüse da, wo der Sand leicht gegen Süden geneigt ist. Auch da, wo der Garten auf der Ost-, West- oder Nordseite durch Gebäude, größere Hecken, Bretterzäune und dergleichen geschützt ist, sind die erforderlichen Bedingungen an gute Lage erfüllt. Liese günstigen Lagere p- Verhältnisse müssen noch durch Schutzvorrichtungen M gegen kalte Nächte und Nässe erhöht werden.
Üßr Das zur Frühgemüsezacht verwendete Land muß
auf 39 Zentimeter Tiefe umgebrochen werden. Man düngt den Ar mit 8 Zentnern Mist. Vor dem Umgraben im Frühjahr streut mau noch auf einen Ar ^^Ki.lo Superphosphat und 4 Kilo 40prozentiges Kali- strlz. t es in diesem Jahre an Chilesalpeter fehlt, , nnch man, sich mit Jauche behelfen, die man verdünnt als Dung;gutz an trüben und regnerischen Tagen anwendet. ^
Ta • durch die Jauche d üogung das Gemüse sehr st«rk getrieben wird, wird es schwammig und ivischMacHaft. Tie Kartoffeln fetzen bei Jauchedüngung wenig Knollen, die Erbsen und Bohnen aber wenig Schoten an. Ein vorzüglicher Dünger ist der Peruguano, den man zur Hälfte untergräbt, zur andern Hälfte beim Säen oder Pflanzen verwendet. Als Kopfdüngung kann schwefelsaures Ammoniak verwendet werden. Bei Frühkartoffeln gibt man drei Finger voll in das Pflanzloch, doch so, daß die Kartoffel nicht von ♦"ifarifciSSR Dtt.^swff berührt wird. Die anderen Gartengewächse erhalten die erste 'Sabe bald nach dem Auf- also noch vor dem ersten Hacken und Schau-
>ten
au
feln. Der Dünger wird b<hutsam an die Reihen ge- streut. Tie Pfünzen dürfen nicht berührt werden.
Durch das Hacken wird der Dungstosf in den Boden gebracht, wo er durch Feuchtigkeit und Wärme zersetzt wird. Dasselbe Verfahren wiederholen wir beim zweiten Hacken. Will mm Riesenfrüchte erzielen, so gibt man noch eine drit e Gabe. Don Mitte August ab wird die Düngung unterlassen. Bei Bohnen gieße man in die Pflar^löch« - Jauche und pflanze dann erst die Bohnen, den, so» ^rba»-»rweise vertragen die Bohnen vor dem Pflanzen die stärksle Jauche sehr gut. Vor der Saat oder Pflanzung muß das Land häufig gelockert werden. Besonders zu empfehlen ist häufiges Hacken. Dadurch wird der Boden nicht nur unkrautrein, sondern auch locker gehalten — eine Hauptbedingung bei der Frühgemüsekultur.
Frühkartoffeln: Freche Rosen. Kaiserkrone find die besten Sorten. Um recht frühe Speisekartosseln zu erhalten, werden die Knollen in einem hellen, warmen Raum, nicht im kalten Keller, vorgetrieben. Ich benutze dazu die Küche. Tie Knollen werden in fiache Kästen mit der Spitze nach oben gestellt. In einem Kasten dürfen höchstens zwei Schichten Kartoffeln lagern. In etwa 14 Tagen werden die Augen gleichmäßig ausgetrieben sein und dicke, kurze, violette Triebe angelegt haben. Diese vorgekeimten Knollen, deren Keime nicht länger als fingergliedlang sein dürfen, da sie sonst leicht ausbrechen, werden im April ausgepflanzt. In südlichen Lagen richtet man an Gebäuden, Mauern oder Planken ein 1 Meter breites Beet mit gut gedüngter Erde her. Um die Erde zusammenzuhalten. umgibt man das Beet mit schmalen Brettern. Mit dem Spaten werden die Kartoffeln mit den Keimen nach aufwärts eingesetzt und leicht mit Erde bedeckt. Tie gekeimten Kartoffeln müssen beim Aussehen recht well sein. Bei vorkommenden Frösten und kalten Winden deckt man das Beet mit Schilf- oder Strohmatten. Einfacher ist es, gut geöltes Papier auf leichte Holzrahmen zu nageln, die ohne Schaden tagelang über dem Beet liegen können, da sie lichtdurchlässig sind. Vor einem Schafstall zog ich zwei Reihen Frühkartoffeln (Kaiserkrone) und fünf Reihen Erbsen (Wunder von Amerika) in vorzüglicher Beschaffenheit. Gegen das Erfrieren können die jungen Triebe auch wiederholt mit Erde bedeckt werden, da sie leicht durchwühlen. Auf diese Weise erhalten wir Frühkartoffeln schon in der dritten Juniwoche, spätestens aber im Juli.
Erbsen: Tie besten Früherbsen sind plattrunde Sorten, z. B. Maikönigin, Saronia, Ruhm von Vietz. Grüne Folgererbse. Tie Erbsen gedeihen am besten auf solchem Land, das vor zwei oder drei Jahren frisch gedüngt wurde. Auf frisch gedüngtem Land schießen sie ins Kraut und erzeugen wenig Schoten. Tie Erbsen sät man Anfang März in Reihen, die 40 Zentimeter Abstand haben. Entweder sät man die Samen einzeln, wenige Zentimeter voneinander entfernt, oder je 3 auf Fingerlänge entfernt. Sie werden so tief gelegt, daß beim Abrechen keine Körner herausgekrallt werden. So find sie vor Vogelfraß geschützt. Tie jungen ausgehenden Triebe können wiederholt mit Erde bedeckt werden. Später werden sie von den Vögeln nicht mehr abgefressen, da sie einen bitteren Geschmack haben. Tie hochwachsenden Sorten werden durch Reiser gestiefelt. Neuerdings wird ein Drahtnetz empfohlen, daß man zwischen je 2 Reihen spannt. Die Erbsen brauchen viel Licht. Es dürfen aber nur zwei Reihen nebeneinander stehen. Tie Zwischenräume zwischen den übrigen Erbsenreihen müssen eine Beete betragen, die mit niedrigem Gemüse bepflanzt werden. Man kann auch die Erbsen in Kästen vortreiben lassen. Haben sie 3 bis 4 Blätter entwickelt, dann werden sie ins Freie gepflanzt.
Bohnen: Tie besten Buschbohnen sind: Weiße Hin- richs Riesen, Alpha, Sachsa: Stangenbohnen: Phänomen, Ton Karlos: Wachöstangenbohnen: Ideal, Butter. Wachs, Monllor. Tie Buschbohnen sät man erst anfangs April nach dem Auspflanzen der übrigen Gemüsesetzlinge, 6 bis 7 Samen in Töpfen von 8 bis 10 Zentimeter lichter Weite in gute Komposterde. Tie Töpfe werden ins Mistbeet gesetzt und später nach der Abhärtung, Anfang Mai, wenn keine Fröste mehr zu befürchten find, ins freie Land gepflanzt. Werden sie ins freie Land direkt gesät, so darf das erst Anfang Mai erfolgen. Tie Entfernung der Reihen beträgt 30 Zentimeter, in den Reihen sollen die Pflanzlöcher 40 Zentimeter voneinander entfernt sein. Tie Löcher find 4 Zentimeter tief. In jedes Loch kommen 3 Bohnen. Wird enger gesät, so beschatten sich die Pflanzen gegenseitig und setzen keine Schoten an. Tie Schoten müssen geerntet werden, wenn sie beim Biegen leicht durchbrechen und noch keinen Körneransatz zeigen.
Allgemeine Kriegsnachrichten«
Das Ende der Kartoffeln in England
Ter „Times" zufolge ist in England die Kar- tosfelnot so hoch gestiegen, daß die Einführung verschiedener kartoffelloser Tage in der Woche bevorstehr Tie englischen Kartoffelvorräte sind erschöpft. Was in einzelnen Dörfern noch vorhanden ist. wird von den Bauern zurückgehalten, um noch höhere Wucherpreise zu erzielen. Londoner Lazarette können nicht mehr mit Kartoffeln versorgt werden.
Schwedische Hilfe für unsere Kriegsgefangenen.
Sechzig schwedische Studenten gehen aus Stockholm nach Rußland ab. um die schwedische Gesandtschaft in Petersburg in ihrer Tätigkeit für die in Rußland befindlichen Kriegsgefangenen der Mittelmächte zu unterstützen.
22 feindliche Flugzeuge abgeschossen.
Bei dem am Sonnabend herrschenden guten Wetter war die beiderseitige Fliegertätigkeit an der Westfront äußerst lebhaft. In erbitterten Luftkämpren büßte der Gegner nicht weniger als 19 Flugzeuge ein. Drei weitere Flugzeuge des Gegner wurden durch das Feuer unserer Abwehrgeschütze zum Absturz gebracht. — Unsere Marineflieger warfen mit Erfolg Spreng« und Brandbomben auf die Hafenanlagen und Gaswerke von Dover.
Ministcrtrisis in Frankreich. __
Das Ministerium des geschliffensten französischen Politikers, des Advokaten, ehemaligen Journalisten. Sozialisten usw. Briand. .ist über den Ernührungs- schwierigkeiten zu Fall gekommen. nachdem es ihm viermal in schwierigen Situationen gelungen war. mir hochtönenden Phrasen gegen Deutschland sich zu retten.
Ter Präsident Poinearee ist sein auf der Suche nach neuen Kräften. Nachdem er zunächst bei Teschanel. einem gemäßigten Anhänger der Alliancevolitik. vergeblich angefragt harte, ersuchte Poinearee Ribot, ein Kabinett der ..patriotischen Vereinigung" zu bilden. Ribot behielt sich seine Antwort vor. bis er sich mit mehreren Parlamentsmitgliedern habe be- svrechen können. — Mit solchen ..Koalitionsministerien" versucht man es stets, wenn sich keine Partei mehr findet, die die Verantwortung für den Gang der Tinge übernehmen will.
" Großfürst Nikolai Nikolasewitsch hat Befehl gegeben. alle politischen Gefangenen zu befieien.
Aus aller Welt.
„üo schießt man sich toi!" scherzte in DiNen- burg beim Spielen mit einem Revolver ein 21 jährige» Mädchen, setzte den Revolver an den Kopf — ein Schutz krachte, und die Unglückliche war tot.
Mord aus „Sensationslust". Die 83sährige Rent- nerin Schweickardt in München, die am 11. d M mit zwei Kopfschüssen tot in ihrer Wohnung gefunden wurde, ist. wie jetzt aufkam. einem „besseren" iungen Mädchen zum Opfer gefallen. Die 17 jährige Mörderin beging nach ihrem Geständnis den Mord ohne Raubabsicht, nur aus ..Sensationslust".
*° Für 30 000 Mark Schuhe unterschlagen hat in
Berlin der Kutscher eines Spediteurs, in dem er die große Schuhladung zu einem Hehler brachte. Er ist flüchtig.
*• J»n Dienst erschossen. Der Gendarmerie-Oberwachtmeister Gustav Müller von Königshofen-Grabfeld wurde, beim Kontrollieren der Mühle von dem 20 jährigen Mül- lerSsohn Kreß vom Fenster auS erschossen, nachdem er die Leffnung der Mühle vorher verweigert hatte.
** Eine jugendliche Diebesbande von 20 Burschen, die Schlachträume bestahlen, wurde in Berlin ertappt. Zehn Burschen wurden nach heftigem Widerstand verhaftet.
*• Tovcssturz aus Furcht vor dem Gatten. Die Frau der Gasarbeiters F. Wittzack in Berlin stürzte sich nach einem heftigen Streit mit ihrem Manne aus dem Fenster ihrer im vierten Stockwerk gelegenen Wohnung und blieb tot auf dem Straßenpflaster liegen. Die Frau. Mutter von neun Kindern, hatte sich vor dem Gatten, der sie bedrohte, in das Schlafzimmer geflüchtet. Wittzack, der al» roher und streitsüchtiger Mensch geschildert wird, wurde verhaftet.
A Bier im Sommer. Uebcr die Viererzeugung und die Rohstoffvorräte der norddeutschen Brauereien wird mtt-- geteilt. daß fast alle Brauereien noch so viel Vorräte an Gerste und Malz auf Lager haben, daß eine Ver« sorgung des Privatpublikums mit Bier bis tief in den Hochsommer hinein gesichert erscheint. Auch die Dresdener Großbrauereien teilen mit. daß sie trotz der ungenügenden Rohstofflieferungen während des ganzen Sommers Bier liefern können. Natürlich werden auf den einzelnen nur geringe Mengen kommen. Man wird sich mit einem bl» zwei Glas Bier zufrieden geben müssen.
A Kriegsbeschädigte Kapitulanten Nicht kriegS- oerwendungsfähige Personen, so z. B auch kriegsoe- schädigte Unteroffiziere und Mannschaften können im Heere kapitulieren. Sie erhalten damit die Möglichkeit. später im Zivildienst als Beamte versorgt * * *
Kleine Neuigkeiten.
' Im Evangelischen Hospital in Graudenz sind zwet 79 und 80 Jahre alte Frauen an Gasvergiftung gestorben Man hatte abends vergessen, den GaShahn zu schließen.
* In Lobsens wurde eine 62 jährige Frau, während sie das im Keller sich ansammelnde Wasser auSschöpfte. von epileptischen Krämpfen befallen, fiel mit dem Kopf in eine mit Wasser gefüllte Tonne und ertrank.
* Bet Jüterbog sprang ein militärischer UntersuchungS- gefangener, der sich wegen zweier Mordtaten verantworten sollte. auS dem Zug. Er erlag feinen Verletzungen
* Im Alter von 102 Jahren verstarb in Altdorf eine Frau. Die Greisin war bis zu ihrem Tode geistig und körperlich ziemlich frisch.
rmd Ernst.
tk Ernährung der Schulkinder. Professor Dr Langstein machte in einem Berliner Vortrage über diese gerade jetzt sehr wichtige Frage folgende beachrenswerte Ausführungen:
Es gibt keine zu trennende Säuglings-. Kleinkinder- und Schulktnderhygiene. das Kind ist im Entwicklungsalter ein Ganzes. Hygienische Unterlassungssünden der ersten Jahre beeinflussen die spätere Entwicklung. Ter wichtigste Faktor im Leben des Kindes ist das Wachstum: darauf muß die Ernährung besondere Rücksicht nehmen. Während der Erwachsene nur so viel Nahrung zu sich zu nehmen braucht, als er zur Erhaltung des Lebens, zum Umsatz in Bewegung und Wärme gebraucht, muß das Kind R»- ierven aufspeichern, weil eS für fein Wachstum Zellenoermehrung nötig hat. Im Säuglingsalter wächst das Kind am schnellsten, aber durch die Milchnahrung ist «4 in diesem Alter am besten versorgt. Das Schulkind braucht die Hälfte bis zwei Drittel der Nahrung eines leicht arbeitenden Erwachsenen. 1300 Wärmemengen (Kalorien). Davon müssen 230 bis 330 Kalorien Eiweiß sein: ohne Eiweiß kein Wachstum. Die Zahlen sind heute in der Kriegszeit sehr wichtig, weil wir danach berechnen können, ob die Kinder mit dem Kostmaß auskommen können oder nicht. ES sind den Kindern soviel Nahrungsmittel zugemessen. wie sie brauchen. Zum Glück lassen sich auch Fett un^> Kohlehydrate, die der Mensch neben Eiweiß zur Ernährung braucht, durcheinander ersetzen. 10 Gramm Butter kann man ersetzen durch 20 Gramm Brot. Doch soll man sich hüten, aus der heutigen Ernährungsweise Schlutz- folgerungen zu ziehen.
Im PrivathauShalt wird am meisten gesündigt beim ersten Frühstück der Kinder. E« ist nicht ausreichend und erzeugt viel Schulschäden. Neben Kaffee, der keinen Nährwert hat, sollt« möglichst viel Milch gereicht werden, Supp»,


