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lkr. 122 Drittes Blatt Giehenet »«zeig« (Seneral-Anzelger fflr Merhefsech Dienstag, 29. mal 19fR

Silber vom ^erbeltirnen her Gießener Lurnerschnst

4

ö.Upor/

Miebach, Pioniersturm

1.

(Jugend):

2. 1900 Gießen

(Frauen):

2. 1900 2. M.

Der Provinzwalter für Oberhessen im Gau XII des DSB., Wendler (Bad- Nauheim) während seiner Ansprache. Im Bilde rechts der Beigeordnete der Stadt Gießen, Pg. Bartholo­mäus; links neben dem Redner der Führer des Sängerkreises Gießen, Pg. Koch.

4 X 100 - Meter - Staffel

1. Turnerschaft Gießen 51,6 Sek.;

53,6 Sek.

4X100-Meter-Staffel

gesetzt werden.

10X50-Meter-Staffel (Frauen): 1. 1900 Gießen 71,4 Sek.; 2. Turnerschaft Gießen 71,8 Sek.

Kugel st oßen: 1. Gugel 1900 Gießen (Unter- feldw. 1/15) 14,91 Meter; 2. Luh VfB.-Reichsbahn 14,78 Meter; 3. Kilo 1900 Gießen 12,92 Meter. Ganz großartige Leistungen der beiden ersten. Bei günstigem Wetter erreichen die beiden Gießener ihre persönlichen Bestleistungen, die ihnen sogar Eingang in die deutsche Bestenliste verschaffen.

Diskuswerfen: 1. Kilo 1900 Gießen 40,61 Meter; 2. Luh BfB.-Reichsbahn 38,42 Meter; 3. Gugel 1900 Gießen (Unterfeldw. 1/15) 38,12

Die Kundgebung des Sän- gerkreises Gießen im DSB. auf dem Landgraf-Philipp. Platz.

Am Sonntagnachmittag fand vor Dirigenten und Vorsitzenden im Caf6 Ebel eine Kritik des Wer­tungssingens statt. Der Referent Otto Rott- f i e p e r - Frankfurt a. M. leitete die Kritik mit einem sehr interessanten Vortrag ein. Die Ausfüh­rungen des Redners geben wir deshalb wieder, weil sie uns von grundsätzlicher Bedeutung erschei­nen und für die Veranstaltung in ihrer Gesamtheit Bedeutung haben dürsten.

Aufgabe des Chormeisters sei es, so führte er u. a. aus, vor allem, die Freude am sängerischen Erleben, das sich zusammensetze aus dem Erleben der Stimme, der Sprache und des Liedgutes, wach­zuhalten Fehler festzustellen sei leicht, doch sei dem Sänger damit nicht geholfen.

Es komme bei dem Singen mehr auf das Was"? an als auf daswie"? 3m Liedgut zeige sich die Gesinnung eines Chores.

Der Chormeister mache in dieser Beziehung keinerlei Konzessionen. Der Redner charakterisierte dann die beiden Richtungen, die bezüglich der Auswahl der

Oben: Turnerinnen und Turner während der Frei­übungen. Mitte links: Die Riesenwelle am Reck. Mitte rechts: Kühner Abschluß einer Hebung am Reck. Links unten: Die Kleinsten am Reck; der Turner Karl Reuter bemüht sich um die Er­tüchtigung des Nachwuchses. >

3m allgemeinen aber darf gesagt werden, daß fast nur Gutes, jum Teil sogar hervorragendes

zu Gehör gebracht worden ist.

Der 2. Kreisleiter I. Eberle dankte dem Kri- riker und forderte die Dirigenten zu fleißiger Wei- terarbeit auf. DerDeutsche Sängergruß" beschließt die Sitzung.

Sitzung der Bereinösührer und Dirigenten.

Um 17 Uhr schloß sich noch eine Sitzung der Vor­sitzenden und Dirigenten sämtlicher Vereine des Krei­ses imHause der Deutschen Arbeit" an. Kreis- walter E. K o ch berichtet über den erhebenden Ver­lauf der Saarkundgebung in der Volkshalle am Pfingstsamstag

Er macht dann weiter noch eine Reihe Mitteilun­gen, die das Wertungssingen und seine Ausgestal­tung in Zukunft, den Beitrag Sänger und SA.» Dienst und anderes betreffen. Die Gerüchte, das Wiedererstehen der Arbeitergesangvereine betreffend,

Gchlageter-Gedächtm'ei-Gtaffeltag

Hervorragende Leistungen in den Rahmen-Wettbewerben der Gießener Trainingsgemeinschast.

1. 1900 Gießen 1. M. 56,4 Sek.;

58,6 Sek.; 3. Turnerschaft Gießen 56,3 Sek. Die Turnerinnen verloren kurz vor dem Ziel den Stab, so daß die Schlußläuferin ohne Stab durchs Ziel ging. Leider mußten sie deshalb an die letzte Stelle

bahn, 10.68 Meter.

Diskuswerfen: 1. Jakob, VfB -Reichsbahn, ' 31.55 Meter; 2. Leutheufer, VfB -Reichsbahn, 29.69 Meter; 3 Miebach, Pioniersturm 23/116, 29.38 Meter.

Weitsprung: 1. Strack, Turnerschaft Gießen, 6.01 Meter; 2. Schwan, Turnerschaft Gießen, 5.92 Meter; 3. Klein, Turnerschaft Gießen 5.58 Metern

Gerhardts 2. Sieg im Nationalen Brockenlauf.

Zweikampf mit Kohn (Berlin). 1

Der traditionelle Brockenlauf gewann bei seiner 8. Austragung am Sonntag durch die Teilnahm- des letzten Quer-durch-Berlin-Siegers, Otto Kohy (Berlin), erhöhte Bedeutung, Das über 20 Kilo-

Meter. Auch diese Leistungen können sich sehen las­sen.

^Tag der Mittelstreckler und Werfer.''

DerTag der Mittelstreckler und Werfer" auf dem Waldsportplatz des VsB.-Reichsbahn wickelte sich bei günstigem Wetter für alle Beteiligten zur vollsten Zufriedenheit ab. Lediglich etwas mehr Beteiligung der Unbekannten hätte man erwarten dürfen. Es gab fast überall schöne Kämpfe. Di- teilweise erzielten Resultate sind als sehr gut zu bezeichnen. Nachstehend die genauen Ergebnisse:

500 Meter-Laufen: 1. Goldschmidt, VfB.- Reichsbahn, 1:18 Min.; 2. Heinz Leutheuser, DsB.- Reichsbahn, 1:22.1 Min.; 3. K. Rinn, VfB.-Reichs- bahn, 1:24.2 Min.

1000 Meter-Laufen: 1. Pfaff, VfB.- Reichsbahn, 2:51.8 Min.; 2. Zajic, Tv. Lollar, . 2.53 Min.; 3. Weber, BfB.-Reichsbahn, 2:56 Min.

1 5 0 0 Meter-Laufen: 1. Sobezak, VfB.» Reichsbahn, 4:36.4 Min.; 2. Faulfeit, 1900 Gießen, 4:39.5 Min.; 3. Bäcker, Kraftsportverein Gießen, 4:41 Min.

Speerwerfen: 1. Strack, Gießener Turner­schaft, 41.90 Meter; 2. Luckhardt, 1900 Gießen, 33.51 Meter; 3. Schneider, Spo. Ettingshausen, 33 Meter.

Steinstoßen: 1. Miebach, Pioniersturm 23/116, 6.45 Meter; 2. Schneider, Spo. Ettingshau­sen, 6.41 Meter; 3. Jakob, VfB.-Reichsbahn, 6.38 Meter.

Hammerwerfen: 1. Leutheuser, VfB.-Reichs- bahn, 24.38 Meter; 2. Miebach, Pioniersturm 23/116 Gießen, 19.09 Meter; 3. Jung, 1900 Gießen, 18.88 Meter.

Kugel st oßen:

23/116, 10.98 Meter; 2. Schneider, Spo. Ettings­

hausen, 10.69 Meter; 3. Rodriguez, VfB.-Reichs-

In Verbindung mit demTag der Mittelstreck­ler und Werfer^ wurde auch diese Veranstaltung auf dem Platz des VfB.-Reichsbahn durchgeführt. Nachdem alle Teilnehmer aufmarschiert waren, hielt der Kreisathletikfachwart G. Richtberg, Gießen, die Gedächtnisrede für Albert Leo Schlage ter und Hanns Braun. Herr Richtberg betonte be- sonders für die Jugend, den Opfersinn dieser beiden großen Helden, die für ihr Vaterland das Leben gaben, nachzueifern. Mit einemSieg-Heil" auf Deutschland und den Führer Adolf Hitler klang die Ansprache aus. , .

Die hierauf folgenden Staffeln, sowie besonders die eingelegten Rahmenkämpfe, brachten qualifi­zierten Sport mit hervorragenden Ergebnissen.

100-Meter-Lauf: 1. Luh VfB.-Reichs­bahn, 11,3 Sek.; 2. Koch 1900 Gießen 11,5 Sek.; 3, Rodriguez VfB.-Reichsbahn 11,6 Sek. Für Luh eine großartige Leistung, der feine Vielseitigkeit er­neut unter Beweis stellte.

100-Meter-Lauf (Jugend): 1. Menges Turnerschaft Gießen 12,5 Sek.; 2. Weiß 1900 Gie- ßen 12,7 Sek.; 3. Volk 1900 Gießen 13. Sek.

4Xl'0 0-Meter-Staffel: 1. 1900 Gießen 45 5 Sek.; 2. VfB.-Reichsbahn 45,6 Sek. Ein schar­fes Rennen, das die besser wechselnden 1900er knapp gewannen. __

1 0 X 200-Meter-Staffel : 1. 1900 Gie­ßen 4,06 Min.; 2. VfB.-Reichsbahn 4:11,8 Min. hier waren die 1900er einwandfrei besser und führ­ten vom Start bis zum Ziel.

Das Weriungssmgen des Sängerkreises Gießen

Eine kritische Würdigung.

seien vollkommen aus der Luft gegriffen und ent­behrten jeder Grundlage. Alle Gesangvereine von Derufsgruppen haben sich dem Deutschen Sänger­bund anzuschließen. Herr Samper macht Mittet- lung über die Bestellung von ,Kulturwarten", die geplante Herausgabe von Chören und dieSänger­warte".

Herr Koch ermahnt sodann die Sanger zu treuem Ausharren und zu ernster Arbeit, damit das deutsche Lied im deutschen Vaterland den Platz einnehme, der ihm gebühre. , .. _

Der Prooinzwalter Wendler bringt die Ver- bundenheit der Bundesleitung mit den Vereinen! »um Ausdruck, dankt dem Kreiswalter für die Ar- beit zu dem heutigen Tag und die Saarkundgebung.

Dankbare Anerkennung fanden die Wertungs- richter Herr Otto R o t t s i e p e r (Frankfurt a. M), Dr. Werne r, Frankfurt a. M., und H.Samper für die in uneigennütziger Weise geleistete schwere Arbeit der Wertung. ;

In der üblichen Weise wurde die Sitzung ge-1 schlossen.

Rundfunkprogramm.

Mittwoch, 30. Mal.

5.50 Uhr: Gymnastik I. 6.15: Gymnastik II. 6.40: Frühmeldungen. 6.55: Frühkonzert. &20 bis 840: Gymnastik. 10: Nachrichten. 1040: Schulfunk Wir sind des Geyers schwarzer Haufen. Bauernaufstand M Odenwald. 10.45: Praktische Ratschlage für Küche und Haus. 11.50: Sozialdienst. 12: Mittags- toruert I. 13: Nachrichten. Saatdienst. 13-10: Jad)- richten aus dem Senderdezirk 13.20: Mittags- konrert II. 14.30: 3 mal 15 Minuten aus dem S-nderg-inet. 15.50: Wirtschaftsbericht. 16: . mittugskanzert des Philharmonischen Orchesters. 17.30: lieber das neue Gesetz gegen gefährliche Ge- wohnheitsoerbrecher. Ein Bericht von Dr. F. Rehl- meier Frankfurt a. M. 17.45: Stunde der Jugend. Heimat in Not! Zur Erinnerung an den Tiroler Freiheitskampf von Andreas Hofer. 18.20. ßifelotfe non der Pfalz in ihren Briefen. Van Stud.enasiesior I. Faber-Kaltenbach, Kaiserslautern. 18.35 Junge deutsche Dichtung: Karl Heinrich Waggerl. Vottrag von Lilly Biermer (mit Rezitationen). 18.50: Griff ins fi ute 19Platin." Ans der Geschichte eines edlen ffierfftaffee Ein Hörbild. 19.30: Do ksmusik. 20: Stuttgart: Nachrichten. 20.10: Reichssendung. Unsere Saar. Den Weg frei aur Verständigung. 20 30: Operelten-Konzert. 22: Von Trier: Mondo- linen-Konzert. 20.20: Nachrichten.

Lieder zu beobachten waren. Die eine habe dem sängerischen Gefühl hemmungslos nachgeg^ien, die andere sei in leere Artistik ausgeartet, die schwersten Schaden gebracht habe. Der Redner wendet sich dann in seinen weiteren Ausführungen gegen die Wett streite und Preissingen. Damit sei endlich em Ende zu machen. Singen ist kein Sport, im Gegenteil: Aneinander-Emporranken zu höheren Lelstimgen. Die kleinste künstlerische Leistung hat natürlich zur Voraussetzung ein gewisses Maß handwerklichen Könnens. Der Sänger muß die Grundelemente des Gesanges und der Sprache beherrschen. Das Schwerste sei die richtige Tongebung. Das alles yave der Chormeister seinen Sängern zu vermitteln dabei aber die Gesangstunde so zu gestalten, daß die Freude erhalten bleibt. Hauptsache sei schließlich die seelische Einstellung auf das Liedgut. Der Redner geißelte sodann die Indolenz und Gleichgültigkeit mam^er Sänger. Sie sei ansteckend und mache die Bemühun­gen der guten Sänger und der Chorleiter oft zuschan- den. Hand in Hand mit der richtigen Tongebung müsse die Pflege der Sprache gehen. Zweä'des Ge sanges sei, der Schönheit der deutschen Sprache A druck zu verleihen. Musik und Sprache ergeben das Liedgut Schlimmer als die Vorstöße gegen d.e Sprache, die meist im Dialekt begründet (legen Je en die gegen den Geist der Dichtung. Der Kritiker sprich

bann über die Atemeinteilung und die musikalische Sauberkeit. Hier müsse man beim Mannerchor wegen seines engen Satzes und der tiefen Lage oftgutwillig hören".

Er warnt dann weiter vor der Wahl zu schwerer Chöre, denen die vereine oft nicht gewachsen sind Lobend hebt der Kritiker hervor, datz .m Programm des Wertungssingens Chore im Lie- bertafelffil und (og. Kunstchöre die dem BJett- gefang ihren Ursprung verdankten, sehlen u sich (»gegen eine starke Hinneigung zum echt Volkstümlichen zeigte.

Es berührte ihn besonders °ng°nchm, Chöre bevorzugt wurden, die wie Rain, Snab u. a. den merstmi-mgen lockert und in den einzelnen St «Rebner

Melodieführung zeigten. Sodann geht °r^ auf die Leistung jedes einzelnen Vereins nayer ein.

Werbet konnte er bei vielen Vereinen Lobendes erwähnen, anderseits aber auch noch manches Feh lerhafte zur Sprache bringen.

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