Generalversammlung des Gleibergvereins
der
eine
zeichnete
Der Jestplaß des Soldatentages in Darmstadt
sowie die Zusicherungen von Seiten des Reichsstatthalters bei seinem kürzlichen Be
sten und und
einer Auf- Wetzlar in
Jahr 77,54 Mk., insge-
Leistungen. Die Verbundenheit mit Volk Heimat findet ihren Ausdruck durch Tanz Spiel der Originaltrachtengruppen aus Oberhessen, Odenwald und Bayern.
kannt, Herrn such.
Als
die in einem eingehenden Gutachten von den Kreisbranddirektoren Riegel und Braubach (Gießen) als notwendig hingestellt wurden. Außer der bereits intakt gebrachten Blitzschutzleitung, die im Ernstfälle vollständig versagt hätte, müssen noch Handfeuerlöschgeräte angeschafft und die Kamine in Ordnung gebracht werden. Ferner wären feuerhem- mende Trennwände auf dem holzreichen Speicher bzw. Cellonanstrich zu schaffen und ein neues Wasserbassin von etwa 80 Kubikmeter Inhalt zu
Darbietungen auf dem Festplatz im Laufe der Nachmittagsstunden sind überaus anregend und unterhaltend.
Die Darmstädler Sänger in rNassenchören lassen deutsche Lieder erschallen. Die Darmstädter Turnerschaft zeigt den Gästen die heroorragend-
40 Musikkapellen der auswärtigen Vereine mit Darbietungen beteiligen. Für Speise und Trank ist gesorgt. In drei Bierzelten findet großes Ochsen- braten am Spieß statt. Trotz der riesigen Massenansammlung wird man dank der ausgezeichneten Organisation des Wirtschaftsausschusses
denen die Vereine zu kämpfen hätten; aber wenn er hier die Grüße des Gauführers Ministerialrat Ringshausen übermitteln dürfe, so dürften die Sänger auch hoffen, daß die Leitung des Gaues XII im Deutschen Sängerbund auch für die Vereine einstehen werde. Die Pflege des Männergesanges bedeute das, was man einen geistigen SA.-Dienst nennen könne. Wenn heute die Arbeit der Männer- gesangvereine durch die Inanspruchnahme der Mitglieder der Vereine beim SA.-Dienst etwas erschwert werde, so solle man nicht aufhören in der Bemühung um den deutschen Männergesang. Immer müsse man sich vor Augen halten, daß die politische Sicherung unseres Volkes zuerst erfolgen mußte. Es dürfe kein Gegeneinander- sondern nur ein Miteinanderarbeiten geben. Das Wirken der Sänger sei anerkannt. Wo der Wille zur Mitarbeit sei, da sei auch ein Weg. Der Weg Deutschlands aber führe aufwärts! Gesungen werde nicht um des Vereines oder um unseres Bundes willen, sondern es werde getan, getreu dem Grundsatz des nationalsozialistischen Staates und getreu dem Willen unseres Führers Adolf Hiller im Sinne des Wortes „Nichts für uns, alles für Deutschland!" Des Führers in unerschütterlicher Treue und in freudiger Gefolgschaft zu gedenken, sei uns in dieser Weihestunde eine Herzenssache und all unsere guten Wünsche, unsere Einsatzbereitschaft und unser unbegrenztes Der
ber wichtigsten Zukunftsaufgaben beer die Maßnahmen eines erhöhten Brandschutzes,
Kassenoorrat aus dem vorhergehenden Mark, verschiedene Einnahmen 388,65 samt 11 424,97 Mark.
Ausgaben: Aufwertungszinsen wertungsschuld bei der Kreissparkasse
Höhe von 1300 Mark 74,80 Mk., Geschäftsunkosten 263,51 Mark, Versicherungen, Bauten, Mobilien 509,39 Mk., ein gezahlt auf Kasse 1350 Mark,. Bauarbeiten im Albertusbau 8795,35 Mark, Gebühren für Postbarschecks 1,36 Mk., insgesamt 10 994,41 Mark, so daß ein Barbestand von 430,56 Mark verbleibt. Die Geschäfts- und Kassenschulden durch den Umbau betragen ungefähr noch 3900 Mark.
Mit der Bitte um eifrige Mitgliedswerbung schloß der Bericht. Anschließend geschah einstimmige Entlastung des Kassenwartes.
Der nächstjährige Voranschlag sieht vor: in Einnahme 2500 Mark, in Ausgabe 3200 Mark; der Fehlbetrag soll durch Zuwendungen aus öffentlichen Mitteln gedeckt werden.
Das Sommerfest soll als Abschluß der wahrscheinlich am 17. Juni beginnenden und acht Tage dauernden 2. Reichssingewoche (die erste sand dieser Tage in Potsdam statt) auf dem Gleiberg abgehalten werden.
Rektor i. R. Val. Müller- Gießen dankte dem Vorsitzenden für die der Heimatoereinigung Schiffenberg gewidmeten anerkennenden Worte und betonte die gemeinsamen Ziele beider Vereinigungen auf dem Gebiet Heimat und Volkstum.
Nach der Ehrung der verstorbenen Mitglieder des Vereins und dem Gedenken an Leo Schla- geter stattete Rektor i. R. Hellwig- Gießen namens der Anwesenden besonderen Dank ab an den unermüdlichen Vorsitzenden Dir. Menke n, dem Lagerleiter S ch u st e r für feine ausklärenden Informationen in der Presse, sowie Lehrer Praß für das gerüttelte Maß geleisteter Kassenarbeit. Mit der Mitteilung, daß jeden zweiten Samstag im Monat zwangloser Treffpunkt der Mitglieder auf der Burg fei und der Versicherung, stets seine ganze Kraft — was auch für den übrigen Vorstand gilt — in den Dienst des Vereins und der Heimat zu stellen, schloß der Vorsitzende mit einem „Sieg-Heil" die Versammlung, die noch das Horst- Wessel-Lied sang. Bei aemütlichem Beisammensein mit Angehörigen und Gästen kam dann die Geselligkeit zu ihrem Recht.
Vom Deutschen Reichskriegerbund „K y f f h ä u s e r", Landesverband Hessen-Darmstadt (Kriegerkameradschaft „Hassia") gehen uns folgende Ausführungen zu:
lieber die Hassia-Jubelfeier am 9., 10. und 11. Juni in Darmftadt ist zu berichten, daß der Sonntag der eigentliche Tag des hessischen Soldaten von früh bis spät auf das ab- wechselungsreichste ausgefüllt ist. In der Frühe großes Wecken durch alle Straßen der Stadt. Den im Laufe des Vormittags eintreffenden Kameraden ist Gelegenheit gegeben, die Sehenswürdigkeiten der Stadt zu besichtigen. Der große historische Festzug wird sich pünktlich um 13 Uhr in Bewegung setzen und um 15 Uhr auf dem großen Feftplatz — dem ftüheren Exerzierplatz — eingetroffen fein.
Auf diesem Platze werden sich nun, erfüllt von einem Strom der Begeisterung und der Kameradschaft, weit über 60 000 alte Soldaten, Kameraden und die Krieger des Weltkrieges Zusammentreffen, um die altbewährte Kameradschaft im neuen Deutschen Reich zu stärken und zu festigen.
Es ist eine alte Erfahrung, daß die Mehrzahl der Anmeldungen in den allerletzten Tagen eintreffen wird. Man wird also in Darmstadt sich auf eine Teilnehmerzahl vorbereiten müssen, die noch weit höher ist als die angegebene.
Aus dem Festplatz selbst sind alle Vorbereitungen getroffen, um den Kameraden und ihren Angehörigen, Freunden und Bekannten frohe und angenehme Stunden zu bereiten. Nicht weniger wie sechs Riesenzelte der leistungsfähigsten Bierbrauereien Hessens, sowie große Wein- und Kaffeezelte find aufgebaut und in der Lage, die gewaltigen Massen bequem und gastlich zu empfangen und zu bewirten. In allen Zelten spielen ununterbrochen Musikkapellen. Außerdem werden sich etwa
5. tiehertag des Sängerkmses Gießen im DBS.
52 Männerchöre stellen ihr Können unter Beweis. — Große Kundgebung auf dem Landgraf-Phitipps-Plah.
wurde in drei Sälen unserer Stadt und zwar in Neuen Aula der Universität, in der Turnhalle des Turnvereins 1846 und im Saale des C a f 6 Leib durchgeführt. Bereits zu früher Stunde wurde mit der Arbeit begonnen. Jeder Verein hatte zwei Lieder zum Vortrag zu bringen. In der Hauptsache wurden Volkslieder zu Gehör ge-
Ehrungen
bekannt. Für 40jährige Sangestätigkeit werden die Sangesbrüder Jean H e ß („Liederkranz- Heiterkeit" Gießen) und Karl Burger I. („Sängerkranz" Watzenborn-Steinberg) ausgezeichnet. Für 5 0jährige'Sangestätigkeit wird Sangesbruder Heinrich Wagner („Konkordia-Harmonie" Rödgen) geehrt. Für 25jährige Dorstandstätigkeit werden den Sangesbrüdern Heinrich Geißler, Heinrich L u h II. und Heinrich Degen (sämtlich Gesangverein „Germania" Großen-öinden) Aus- Zeichnungen zuteil.
lieber die am Nachmittag im Casö Ebel abgehaltene kritische Besprechung berichten wir noch.
Da wollen wir tüchtig die Sonne genießen! Wir müssen nur fleißig den Daumen drücken, damit die Sonne auch wirklich scheint. Und vorher auch rechtzeitig an Leokrem denken, denn natürlich wollen wir uns möglichst keinen Sonnenbrand holen, sondern unsere Haut soll sich richtig erholen! Leokrem mit Sonnen-Vitamin bräunt schneller und hilft die Sonne doppelt genießen. Leokrem, ein Erzeugnis der Chlorodont-Fabrik, ist schon von 22 Psg. ab in allen Fachgeschäften erhältlich.
bracht.
Die einzelnen Säle waren bis auf den letzten Platz besetzt. Mit gespannter Aufmerksamkeit folgten die kritischen Zuhörer den jeweiligen Darbietungen und wohl mancher der teilnehmenden Sänger wird Vergleiche gezogen haben zwischen den Leistungen des Chores seines eigenen Vereins im Verhältnis zu den Leistungen der anderen Vereine im Kreis. Das Wertungssingen in seiner Gesamtheit gab gleichzeitig einen Einblick in den ungeheuren Reichtum an Volksliedern in unserer Volksgemeinschaft, einen Reichtum, der in Melodie und Text gleichermaßen groß ist. Da hörte man manches begeisternde Vaterlandslied, manches feinsinnige Lob der Heimat und viele zarte Liebeslieder, in denen die Ge° mütstiefe deutschen Volkstums klar zum Ausdruck kam. Manches flotte Soldatenlied erklang und ritz die Zuhörer mit. Verschiedene Darbeitungen hinterließen ob ihres rein religiösen Stimmungsgehaltes einen tiefen Eindruck. Das Wertungsfingen war vorzüglich organisiert und konnte in der dafür vorgesehenen Zeit durchgeführt werden.
Die Kundgebung.
Sofort nach dem Abschluß des Wertungssingens in den einzelnen Sälen marschierten die teilnehmenden Sänger in geschlossenem Zuge und bei frischem Gesang von Marschliedern durch die Stadt nach dem Landgraf-Philipp-Platz, auf dem sich die Sänger unter dem Zeichen einer großen Haken- ^Machwoll erklang zum Auftakt der Kundgebung der Deutsche Sängergruß^ (Methfessel und als Massenchor die „Mahnung von H. Heinrichs. Der
Kreiswalter pg. Koch-Gießen hielt sodann die Begrüßungsansprache in der er die Sangesbrüder herzlich willkommen hieß. Besonders begrüßte er den Vertreter der Stadtverwaltung Gießen, Beigeordneten Pg- A..°^iholo- mäus, und den Vertreter der Führung des Gaues XII im DSB, Proomzialwalter W e n d - l e r - Bad-Nauheim. Sodann führte er u. a. fol- ^"Wertunasfingen 1934! Ein Jahr mühevoller Arbeit ein Jahr der Umgestaltung unserer gesamten SL°e°rbeL un lie«. Mt-r uns Ohne Ausnahme
Im Gleichschritt mit der SA. ""sch'er^n auch mir ^Ft^6Q^rörn ÄrfiüV'^ die°g,stige SA. Adolf Hitlers. . ,
Die Volksgemeinschaft, getragen durch das deutsche Liev die stets unsere vornehmste ^usgaoe,, umy edelstes Ziel war, sie ist durch die nationa sozialistische Machtübernahme zur Wahrheit und zum Gemeingut aller deutsch denkenden Volksgenossen ge wordem Wenn wir deutschen Sanger heute zufam
Steuererleichterungen vom 20. April 1934 ist ferner als Fortsetzung der Jnstandsetzungsaktion folgende Erleichterung vorgesehen: Bei der Veranlagung der Einkommen- und Körperfchaftsfteuer ermäßigt sich die Steuerschuld für die Steuerabschnitte, die in der Zeit vom 1. Januar 1934 bis 31. Dezember 1935 enden, um 10 vom Hundert der Aufwendungen für Instandsetzungen und Ergänzungen an Gebäuden, soweit Beginn und Ende der Arbeiten in die Zeit zwischen dem 1. Januar 1934 und dem 31. März 1935 fallen und Zuschüsse aus öffentlichen Mitteln (des Reiches ober der Gemeinden) für diese Instandsetzungen und Ergänzungen weder unmittelbar noch mittelbar gewährt werden. Für Jnftand- setzungsarbeiten an Gebäuden, die einem gewerblichen Betrieb dienen, werden die erwähnten steuerlichen Vergünstigungen auch gewährt, wenn Zuschüsse nach Abschnitt I des Gesetzes zur Verminderung der Arbeitslosigkeit vom 21. September 1933 zugebilligt sind.
Bornottzcn
— Tageskalender für Montag: Stadttheater, 20 bis nach 22.30 Uhr „Langemarck". — Ortsgruppe Gießen-Nord, Zellen 2, 3 und 5, 20.30 Uhr, Zellenabend; Redner: Bannführer Häuser. — Lichtspielhaus, Bahnhofstraße: „So ein Flegel!".
— Aus dem Stadttheaterbüro wird uns geschrieben: Heute abend kommt als 32. Vorstellung des Freitag-Abonnements das Schauspiel in sechs Bildern „Langemarck, der Opfergang der deutschen Jugend" von Edgar Kahn und Max Monato unter der Spielleitung von Karl Löser zur Erstaufführung.
*
** Dienstjubiläum bei der Reichsbahn. Dieser Tage konnten zurückblicken: Auf eine vierzigjährige Dienstzeit bei der Reichsbahn: Rangiermeister Karl Moos; auf eine fünfunddreißigjährige Dienstzeit: Lokomotivführer Hermann Kreye, Karl Lotz und Karl Schmidt und Amtmann Wittlich; auf eine dreißigjährige Dienstzeit: Reichsbahnsekretär Franz Sommershof, Zugschaffner Hermann Scholl und Stellwerksmeister Johann Bork; auf eine fünfundzwanzigjährige Dienstzeit: Zugschaffner Gustav Kreiling und Reservelokomotioführer Karl Reichardt. Dem Jubilar mit 40 Dienstjahren wurde von dem Leiter des hiesigen Bahnhofs, Reichsbahnamtmann Wahl, nach herzlichen Glückwunsch-, Dank- und Anerkennungsworten je ein Glückwunschschreiben des Reichspräsidenten, der Reichsbahn,Hauptverwaltung und der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. überreicht. Den übrigen Jubilaren wurden von den Dienststellenleitern und dem Amtsoorstand des hiesigen Reichsbahnbetriebsamtes I nach anerkennenden Glückwunsch-, An- erkennungs- und Dankesworten Glückwunschschreiben der Reichsbahndirektion Frankfurt a. M. und des Reichsbahnbetriebsamtes I und Verkehrsamtes Gießen überreicht. Von Seiten der Mitarbeiter wurden den Jubilaren reiche Ehrungen zuteil.
trauen zum deutschen Volke sei zusammengefaßt in Dem Rufe: „Unserem deutschen Volkskanzler Adolf Hitler, unserem geliebten Vaterland und unserem deutschen Liede ein dreifaches „Sieg-Heil!" Gemeinsam wurde sodann das Horst-Wessel-Lied gesungen.
Der Massenchor „Deutschland, heil'ger Name" (Daußnern) unter der vorzüglichen Leitung des Kreischormeisters Blaß (Gießen) vereinigte die Stimmen der oberhessischen Sänger zu einer großartigen Wirkung. Zum Schluß der Kundgebung gab der Kreiswalter, Pg. Koch (Gießen), noch verschiedene
bauen. Es sei Sache der Regierung, hier dem Verein, der doch Treuhänder des Staates ist, helfend unter die Arme zu greifen.
Sodann trug der Kassenwart, Lehrer Praß (Krofdorf) die
Jahresrechnung
vor, die in der Einnahme folgende Poften und Summen auswies: Vereinnahmte Beiträge 1568 Mark, Geldzuwendungen öffentlicher Körperschaften 500 Mark, Abgabe des Burgwirtes 800 Mk., zinsloses Darlehen aus dem Reichs-Reinhard-Programm 2000 Mk., von Kassen abgehoben 5314,91 Mark, bereits eingezahlte Spenden 875,87 Mark,
mengekommen sind, so hat dies nicht nur den Zweck, in friedlichem Wettkampf unsere gesanglichen Einzelleistungen bewerten zu lassen, nein, wir wollen auch der Oeffentlichkeit einen Beweis bringen von den geistigen und kulturellen Aufgaben unserer Männer- gesangvereine im neuen Staate; hierfür mögen die Leistungen unserer Vereine einzeln sprechen. Wir wollen aber auch der Oeffentlichkeit den Beweis geben, daß alle unsere deutschen Männergesang- vereine bestrebt sind, unserem Volke zu dienen, ihm sein edelstes Kleinod, das deutsche Lied wiederzugeben und in jede Volksseele hineinzusingen.
Wenn ich hier namens meiner Sangesbrüder erkläre, daß wir fest entschlossen sind, ja es uns zur Pflicht machen, unsere ganzen Kräfte einzusetzen für den geistigen Aufbau von Volk und Vaterland, so gilt dies als erneuter Beweis eines restlosen Treuebekenntnisses zur nationalsozialistischen Idee.
Dagegen erwarten wir aber auch von allen führenden und maßgebenden Stellen Entgegenkommen und Verständnis für unsere bescheidenen Belange.
Es ist eine Tatsache, daß eine große Anzahl von Mitgliedern und Sängern durch anderweitige hohe Inanspruchnahme unseren Vereinen verloren gegangen sind. Der hierdurch bei den Sängern in Erscheinung getretene Pessimismus um die Existenz ihrer Vereine gibt mir Veranlassung, den Vertretern unserer Gauleitung im Auftrage aller Vereine des Sängerkreises zu bitten, diese für unsere Sängerbewegung nicht besonders günstigen Auswirkungen einmal an maßgebender höherer Stelle besonders zu erörtern. Wir deutschen Sänger werden uns in jeder Weise hierfür dankbar zeigen, und werden nicht rasten, die uns gestellten Aufgaben als eine uns heilige Mission an Volk und Vaterland zu erfüllen.
Es gibt für uns nur den einen Wahlfpruch: „Unser deutsches Lied nur für das deutsche Volk! Unser ganzes Tun nur für Deutschland!"
Beigeordneter pg. Bartholomäus begrüßte im Auftrage des Oberbürgermeisters die oberhessischen Sänger und entbot den Glückwunsch der Stadtverwaltung. Die Stadtverwaltung wisse die Veranstaltung des Sängerkreises Gießen zu schätzen, und zwar deshalb, weil sie auch den Wert des deutschen Liedes für unser Volkstum und die ganze Volksgemeinschaft kenne. Daß das deutsche Volkslied erhalten bleiben möge, das sei die Hoffnung unser aller. Hier müsse sich jeder Berufene als Träger seiner Aufgabe fühlen, lieber der Erfüllung der einzelnen Aufgabe dürften wir aber nie das große Ganze vergessen, denn kein Teil unseres Volkes könne ohne, den anderen bestehen. Das Schicksal unseres Volkes hänge nicht von einem einzelnen Kulturgut allein ab. Der starke Körper fei ebenso notwendig, wie das eine oder andere kulturelle Gut. So ergebe sich für den einzelnen immer die Aufgabe, an feinem Platze feine Pflicht zu tun. Jeder müsse bestrebt sein, seine Kraft dafür einzusetzen, daß das Lied „Deutschland, Deusich- land über alles" in voller Berechtigung erklinge. (Lebhafter Beifall.)
provinzialwalier Wendler/ Bad-Nauheim
Oberingenieur Kurz über die „Erzeugung und Verteilung der Elektrizität feit einem halben Jahrhundert; Ausblicke fürs dritte Reich." Die Vorträge werden allgemein verständlich fein und durch Lichtbilder erläutert werden.
Zum Schluß wird ein Film (etwa V- Stunde Laufzeit) vorgeführt, der die letzten Neuerungen auf dem Gebiete der Elektrotechnik zeigen wird. Zu dem Vortrag werden alle deutschen Männer und Frauen, die sich für das Vortragsthema interessieren, insbesondere aber auch Handwerk, Gewerbe und Industrie, freundlichst eingeladen. Für KDAJ.- Mitglieder ist Teilnahme Pflicht.
Der letzte Schulungsabend wird Ende Juni einen Vortrag des Kreisschulungsleiters Pg. Michel, über die „Sitten und Bräuche unserer Vorfahren", bringen.
Deutsche Arbeitsfront - Kreisbetriebsgruppe: Handel.
Zu der Kundgebung am Montag, 28. d. M., in der Handelskammer zu Frankfurt a. M. anläßlich der Feier des 125jährigen Jubiläums der Frankfurter Industrie- und Handelskammer, abends 8V4 Uhr (in der Fefthalle) wird erwartet, daß der Einzelhandel durch zahlreiches Erscheinen reges Interesse bekundet. Es sprechen unter anderem Reichsstatthalter Sprenger und Reichswirtschafts- minifter Dr. Schmitt.
Kreisbetriebsgruppenführer: Handel, gez. H e y d.
Oie Geschästsstunden der Industrie- und Handelskammer.
Wie wir erfahren, hat auch die Industrie- und Handelskammer Gießen die durchgehende Arbeitszeit, wie sie bei den anderen Behörden üblich ist, eingeführt. Vom 1. Juni ab find die Dienftftunden auf die Zeit von 7 bis 15 (3) Uhr, Samstags von 7 bis 12 älhr festgesetzt. Die Geschäftsführung steht den Firmen täglich mit Ausnahme von Samstags von 9 bis 13 Uhr zur Verfügung.
AuSparteiamtlichenBekanntmachungen
Die NS.-Frauenschaft Gießen-Mitte teilt mit, daß die Sprechstunde am heutigen Montag von 20.15 bis 21 Uhr im Geschäftszimmer, Kaplansgasse 18, ftattfinöet.
Instandsetzungs- und Ergänzungsarbeiten an Gebäuden.
Der Reichsarbeitsminister hat den Termin, bis zu dem die mit Reichszuschüssen geförderten Jn- ftandsetzungs-, Ergänzungs- und Ilmbauarbeiten an Gebäuden beendet fein müssen, bis zum 31. Mai 1935 verlängert. Hierbei handelt es sich indes nur um Arbeiten, für die Zuschüsse bereits durch Vorbescheid bewilligt find, nicht um neue Anträge. Durch eine Ergänzungsoerordnung zum Gesetz über
Der Sängerkreis Gießen im Gau XII des Deutschen Sängerbundes hatte seine ihm zugehörigen Vereine für den gestrigen Sonntag zur Teilnahme am 5. Kreisliedertag in Gießen eingeladen. Mit diesem Liedertag war gleichzeitig wieder das große Wertungssingen verbunden, bei dem die Vereine ihre im Laufe des Jahres geleistete Arbeit am deutschen Lied unter Beweis stellen sollten. Fast alle Vereine des Sängerkreises waren vertreten.
Das Wertungssingen
Am Samstagnachmittag hielt der Gleibergverein aus der Burg Gleiberg seine diesjährige Generalversammlung ab.
Der Vorsitzende, Direktor M e n k e n , eröffnete die Generalversammlung mit herzlichen Worten der Begrüßung. Er skizzierte in großen Zügen die Arbeit des Vorstandes, die insonderheit durch den Umbau im Albertusflügel eine besondere Note erhalten hat. Direktor M e n k e n zollte besondere
Anerkennung der Tätigkeit des Jugendnotwerks,
in dem über 20 junge arbeitslose Handwerker mit Lust und Liebe gearbeitet haben, und er wies Vorwürfe einiger Geschäftsleute mit der Tatsache zurück, daß dreiviertel der Bausumme dem Hand- werksstand und der Geschäftsstelle zugute gekommen sei.
Der bisherige Lagerleiter auf dem Gleiberg, H. F. S ch u ft e r, gab einen eingehenden Bericht über die seitherigen Lager und über solche, die zukünftig eingerichtet werden können. Er dankte dem Gleibergverein, insonderheit dem Vorsitzenden für das zweckmäßige Werk, das allenthalben Anklang fänoe. Ein Verein habe nur bann noch Zweck, wenn er die richtige Einstellung den Aufgaben der Zeit gegenüber zeige.
Durch die Lager fei der Gleiberg infolge Verbreitung des Erlebten in der heimischen und auswärtigen Presse weithin im Rhein-Main-Lahn- gebiet bekannt geworden.
Sowohl der erste Kursus 3ur Schulung der Kameradschaftserziehung mit über 60 Teilnehmern als auch bas kleinere Juriftenlager sowie bas Lager ber Sübwestbeutschen Stubentengruppe hätten gezeigt, wie ein Lagerbetrieb sein soll. Durch bie Nähe ber Universität Gießen bilbe ber Gleiberg einen ibealen Schulungsplatz. Besonbers betonte ber Rebner, baß bie altehrwürdige Burg nach wie vor ber Ausflugsort für bie Umgebung bleibe, sie fei lebiglich jetzt noch um eine Sehenswürdigkeit bereichert.
Direktor M e n k e n gab 'bann bie Spenden in Höhe von über 1000 Mark van Gemeinden unb Einzelpersonen mit bem Dank an die Spender be
hielt fobann als Vertreter des Gaues XII eine kurze Ansprache. Er übermittelte die Grüße des Gaues XII unb bankte ber Leitung des Sängerkreises Gießen für die Bemühung um die Veranstaltung. Er, der Redner wisse, baß sich die Leistungen im San- gerfreis Gießen auf erfreulicher Höhe bewegten, und es fei ihm nicht bange darum, daß hier das deutsche Lied erhalten werde, wenn alle jene Kräfte weiter an ber Arbeit bleiben, bie im vergangenen Jahre wirkten. Die Leitung des Gaues und des Bundes kenne die Sorgen und Wünsche qvnymucn viyuiuiuuuu *uin.|u/u|i3uu=|u/unc» ber Gesangvereine, kenne die Schwierigkeiten, mit allen Anforderungen gerecht werden können. Die
Sport- unb Rabfahrervereine zeigen burch befon- bere Vorführungen ihr hervorragenbes Können.
Abenbs finbet in ber Festhalle großer Tanz statt, zu bem eine ausgezeichnete Musikkapelle aufspielen wirb. Ein Vergnügungspark, wie ihn Darm- ftabt wohl selten gesehen haben wirb, ist vorhan- ben. Nicht weniger wie sechs Riesenkarussells ber neuesten Art, etwa 12 Zuckerbuben, Eisgarten unb mehrere Eisstänbe, fünf große Schießbuben, Brat- rourftröftereien, Fischbuben, Wafselbuben, Schaububen aller Art sorgen ununterbrochen für Unterhaltung.
Am Montag, 11. Juni, finbet in ben Nach? mittagsstunben ein großes K i n b e r f e ft statt. Es wirb hier ausbrücklich feftgefteUt, baß bei ben schwierigen Vorbereitungen bes Hessischen Solbaten- tages beutsche Männer am Werke sinb, bie mit unübertrefflicher Begeisterung unb Liebe zur Sache biefes Darmstäbter Ereignis wirklich zu bem gestalten, was ber Sinn bes Festes bebeuten soll, bie Derbunbenheit bes alten Kameraben unb beutschen S 0 lbaten mit Volk unb Heimat.
Und nächsten Sonntag?


