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Arbeitstagung der Akademie für Deutsches Recht

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Aus aller Welt.

Aljechin und Bogoljubow kämpfen wieder unentschieden.

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Die 20. Partie des Schachweltmeisterschaftskampfes, die in Nürnberg zum Austrag gelangte, endete ebenfalls unentschieden. Dr. Aljechin wählte in seiner Eröffnung abermals das beliebte Damen­gambit. Der Kampf, der nur 2XA Stunden bean­spruchte, gelangte bald in das Endspiel, wobei Weiß (Dr Aljechin) eine etwas bessere Stellung erzielte, die jedoch zu einem Gewinn nicht ausreichte. Schon nach 43 Zügen sand damit die Partie ein unent­schiedenes Ende.

Nach dieser 13. Remispartie des Schachweltmeister- schaftskampfes ist der Stand folgender: D r. Al­jechin 12% Punkte, Bogoljubow 7% Punkte. Die 21. Partie beginnt am Dienstagabend in Karls­ruhe.

Turnerfchaflerlagung in Vad Blankenburg.

Das diesjährige Treffen des Verbandes der Turnerschaft auf deutschen Hochschulen in Bad Blankenburg (Thür.) steht im Zeichen der Zelt­gemeinschaft, der Tausende junger Studenten aus allen Teilen des Reiches. Als Gäste der Turnerschaft nehmen an der Verbandstagung auch fünfzig saar­deutsche Volksgenossen teil. Der Turnerschaftertag trägt nicht den Charakter eines Kongresses, sondern dient einer Willenskundgebung des Verbandes. Auf einem im Schwarzatal abgehaltenen Thing sprach der Amtsträger für turnerschaftliche Erziehung, Sy I. Knigge. Ein Jahrzehnt hindurch sei der Verband, damals auf verlornem Posten stehend, eindeutig für das neue Reich eingetreten. Aber nicht aus der Vergangenheit heraus wolle er seine Da­seinsberechtigung ableiten, sondern aus der in Zu­kunft zu leistenden turnerschaftlichen Erziehungs­arbeit. Sie solle erneut die Kraft geben, als tat­willige und tatkräftige Männer der Stoßtrupp zu fein für den Aufbau der Kameradschaft des Arbeiter­und Soldatentums unseres Führers Adolf Hitler. Auf einer Kundgebung sprach ferner Staatsrat Spaniol (Saarbrücken) zur Saarfrage. Eine Hel­dengedenkfeier und ein Turnfest zusammen mit der

landes vertreten. In den ersten Runden schien alles gut zu gehen, Hans Stuck war gut abgekommen und hatte sich in blendender Fahrt einen Vorsprung von drei Minuten erkämpft. Auch Momberger und Prinz zu L e i n i n g e n, die am Steuer der anderen zwei Porsche-Wagen saßen, kamen gut mit und leisteten ausgezeichnete Schrittmacherdienste für Stuck. Varzi, Moll, Nuvolari konnten sich nicht entfalten, sie fuhren wegen der nassen Bahn wohl auch etwas vorsichtig. Als dann Stuck an­halten und die Reifen wechseln muhte, übernahm

Nachdem die beiden Kissinger Partien an Pfingstfeiertagen rasch beendet waren, wurde Pause, wie bereits gemeldet, mit einer Massen- simultanvorstellung in Nürnberg ausgefüllt. Die beiden Meister setzten dann mit der 19. Partie ihr Ringen um die S ch a ch - W e l t m e i st e r s ch a f t fort. Der deutsche Meister zeigte sich in sehr guter Verfassung, er hatte bereits im Mittelspiel Dr. Al­jechin überspielt. Bogoljubow versuchte jedoch zu komplizieren, statt den einfachen Gewinnweg zu wählen, so daß es dem sich zäh verteidigenden Weltmeister gelang, das Spiel glücklich fortzusetzen. Bei der Wiederaufnahme wurde die Partie bereits nach wenigen Zügen remis gegeben, da der deut­sche Meister keine Möglichkeit sah, seinen geringen Vorteil in Gewinn umzusetzen.

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schiossenheit des deutschen Volkes und des deutschen Rechtsstandes hinmarschiere.

Kleine politische Nachrichten.

Reichspräsident von Hindenburg empfing Samstagnachmittag den Reichskanzler Adolf Hitler zu einer Besprechung schwebender politischer Fragen.

Seine Durchlaucht der Reichsverweser des König­reichs Ungarn, Admiral von Horthy, hat dem preußischen Ministerpräsidenten und Reichsluft­fahrtminister Hermann Göring anläßlich dessen Anwesenheit in Budapest das Grohkreuz des ungarischen Verdien st kreuzes ver­liehen.

Gegen die deutsche Gesandtschaft in Kopenhagen wurden sechs mit röter Farbe gefüllten Flaschen geworfen. Die Täter, bei denen es sich ohne Zweifel um Kommuni st en handelt, konnten entkommen. Der Polizei ist jedoch von Augenzeugen des Bubenstreiches die Personal­beschreibung von zwei Personen mitgeteilt worden. Das dänische Außenministerium hat dem deutschen Gesandten das Bedauern der dänischen Regierung

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Der Rat der Volkskommissare der Sowjet Union hat b i e Preise für Brot, das auf Lebensmittelkarten verkauft wird, erhöht. Gleich­zeitig wurde beschlossen, die Löhne für die ge­samte Sowjetunion um 650 Millionen Rubel zu erhöhen. Die Preissteigerung für Getreide wird damit begründet, daß die Lanowirtschaft ihre Kosten decken müsse.

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Einzigartiger Kampf der Maschinen.

Berlin, 27. Mai. (DNB.) Auf der Automobil- Verkehrs- und Uebungsstraße der Reichshauptstadt, der Avus, wurde am Sonntagnachmittag das von der obersten nationalen Sportbehörde für die deut­sche Kraftfahrt veranstaltete 9. Internatio­nale Avusrennen 1934 für Rennwagen mit phantastischen Geschwindigkeiten ausgetragen.

Das sensationell sie Auto - Rennen Deutschlands bildete nicht nur für die Sportbegei­sterten, sondern darüber hinaus für alle Berliner und Deutschen den Mittelpunkt des Gespräches, waren doch zum erstenmal wieder seit Jahren deut­sche Firmen, z. T. mit vollkommenen Neukonstruk­tionen, angetreten, um den in vielen internationa­len Kämpfen erprobten ausländischen Maschinen und Fahrern als ernste und harte Konkurrenten entgegenzutreten. Schon in den frühen Morgen­stunden des Sonntags fetzte der Strom nach der Avus ein. Zehntaufende von Autos hatten die Avus zum Ziel, und bald waren sämlliche Park­plätze überfüllt. Aus ganz Deutschland, selbst aus dem Auslande, waren die Sportbegeisterten ge­kommen, um diesen einzigartigen Kampf der Ma­schinen mitzuerleben. Als kurz vor 14 Uhr die feier­liche Flaggenhisfung stattfand, umsäumten wohl an die 2 00 000 Zuschauer die 19,6 Kilometer lange Rennstrecke. Unter den zahlreichen Ehren­gästen bemerkte man u. a. Reichsverkehrsminister von Eltz-Rübenach, General Fritsch und Obergruppenführer Major Hühnlein. Für das Rennen waren alle nur erdenklichen Sicher­heitsmaßnahmen getroffen worden, um vor allen Dingen die Zuschauer nicht von ausbrechen­den Wagen gefährden zu lassen. Drei Schutz- zäune waren längs um die Bahn gezogen. Etwa 15 000 SA.-Männer und Mitglieder des NSKK. sind eingesetzt, um den Ordnungs- und Absperr­dienst zu- versehen. Ferner sind über die etwa 10 Kilometer lange Strecke 500 Aerzte und Sanitäter verteilt, um bei etwa vorkommenden Unglücksfällen sofort eingreifen zu können. Etwa eine halbe Stunde vor dem auf 14 Uhr angesetzten (^tartbeginn fand am Startplatz in Gegenwart sämtlicher Fahrt­teilnehmer eine feierliche Flaggenparade statt. Nacheinander gingen die Fahnen der sieben betei­ligten Nationen an den Masten hoch, und das Deutschland- unb das Horst-Wessel-Lied beschlossen die kurze einleitende Feier.

Deutschland bat Pech.

Punkt 14 Uhr fiel die Startflagge zum Rennen der kleinen Klasse. Das Wetter hielt sich noch und so konnten die 16 Wagen mit Vollgas auf die Reise gehen. V e y r o n auf Bugatti, der das Ren­nen schon im Vorjahre an sich brachte, sicherte sich gleich einen kleinen Vorsprung vor Günther Burggaller- Berlin den er auch zäh bis zum Schluß der zehn Runden verteidigte. Besonderes Interesse hatte man natürlich den neuen Zoller-Wagen entgegengebracht. Um so größer war die Enttäuschung, als alle drei nacheinander sang- und klanglos auf der Strecke liegen blieben. Auch sonst gab es noch allerhand Ausfälle- die Gebr. Bäumer, Earl Howe, der Tscheche Sojka und Va g n i e z - Frankreich wa­ren dem schweren Rennen auf die Dauer nicht ge­wachsen. Insgesamt beendeten von den 16 gestar­teten Fahrern ganze acht das Rennen. V e y r o n brauchte für die 196 Kilometer lange Strecke 1 Stunde, 4 Minuten und 36 Sekunden, er fuhr also 182,7 Stundenkilometer im Durchschnitt. Ihm folgte nach 33 Sekunden der Deutsche Burgg al­ler auf Bugatti mit 1:05,9 Stunden und als Drit­ter der Italiener Graf V a st e l b a r c o auf Mase- ratti mit 173,6 Stundenkilometer. _ ,

Kurz vor Beginn des Rennens derGroßen ging ein Hagelschauer nieder der aber ine Stimmung der Massen nicht so abduschen konnte wie die Nachricht, daß Mercedes-Benz feine Meldungen zuruckgezog en hat. Die Unterturk Heimer Firma konnte ihre Maschinen brs zum-Renn­beginn nicht mehr fertig machen und bl^ daher den Start ab. So mußten also die

Deutschlands Farben gegen den Ansturm des^Aus^

Deutschlands sensationellstes Autorennen

Auf der Avus in Berlin. Ausländer siegen in beiden Klaffen. Mercedes-Benz scheidet aus.

M o l l die Führung. Stuck ging ihm nach, feine Ma­schine kam aber nicht mehr auf volle Touren. Schließlich wurde der Kupplungsschaden zu gefähr­lich, so daß Stuck aufgab. Da auch Prinz zu Lei- ningen bald darauf ausfiel, hatte der kleine Momber­ger die ganze Last der Verantwortung auf sich. Man mufs es ihm hoch anrechnen, daß er in schnei­diger Fahrt ganz knapp hinter Moll und Varzi aus dem dritten Platz einkam. Moll fuhr sein Rennen in gleichmäßigem Tempo nach Hause. Er brauchte für Die 15 Runden und 294,426 Kilo-

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Berlin, 26. Mai. (DNB.) Im großen Sitzunas- saal des Preußenhauses hielt die Akademie für Deutsches Recht ihre zweite Arbeitstagung ab, der Reichsjustizminifter Dr. Gürtner, sowie zahlreiche andere Vertreter der Behörden beiwohnten.

Reichsjustizminister Dr. Frank erklärte im Na­men dieses Areopags des deutschen Rechts, daß es für die deutschen Juristen ein Saarproblem nicht gebe. Es gebe nur eine Frage d e s Abstimmungszeitpunktes, und wenn diese gelöst sei, dann kehre die Saar zum Deut- scheu Reich für immer zurück. Deutschland wolle sein Reich in Frieden und Gesetzlichkeit auf- bauen und es werde keine Macht der Erde geben, die es in diesem Werke irgendwie behindern könne.

Der Vizepräsident der Akademie, Geheimrat Prof. Dr. Kisch, Vorsitzender des Ausschusses für bürgerliche Rechtsfragen, führte dann u. a. aus, daß sich der Ausschuß zunächst mit drei Fragengebieten besaßt habe, nämlich mit der Organisation der Gerichte, der Beschleunigung des ge­richtlichen Verfahrens und dem Güte- gebauten. Weitere Aufgaben seien die Zwangs- vollstreckungsprobleme und die Ver­gleichsordnung. Der Ausschuß für das Erb- tz o f r e ch t habe sich mit der Schulungsarbeit be­faßt und die Zusammenarbeit zwischen den Bauern und den Juristen in den Vordergrund gerückt. Der Ausschuß für gewerblichen Recht s schütz habe ausgezeichnet Entwürfe des Reichsjustizmini­steriums zur Grundlage gehabt. Der stärkere Schutz des Erfinders, die Nichtigkeitserklärung zu Unrecht erteilter Patente, die Benutzung der Gerichte zu patentrechtlicheu Streitigkeiten und endlich die Zen­tralisierung auf wenig Gerichte, bei denen Kam­mern gebildet wurden, in denen neben Juristen auch technische Sachverständige sähen, seien weitere Aufgaben.

Staatssekretär F r e i ß l e r, der Vorsitzende des Zentralausschusses der Strafrechtsaoteilung der Aakademie, konnte dem Präsidenten die abge­schlossenen Arbeiten dieses Ausschusses druckfertig überreichen. Er wies dabei darauf hin, daß dieses Gebiet einer grundlegenden neuen Richtunggebung bedurfte.

Professor Dr. Hedemann-Jena betonte, daß es sich beim bürgerlichen Recht um ein besonders schwieriges Gebiet handele, da hier der Volksgenosse auf Schritt und Tritt vckst der Rechts­materie berührt werde. Außerdem seien zunächst zu klären die Frage der Grenzziehung zwischen bürger­lichem und öffentlichem Recht und die Frage des Eigenrechtes der Stände, das ja nun auch im Erb­hofrecht und im Arbeitsrecht geschaffen sei. Als er­ster Versuch sei das M i e t r e ch t in Angriff ge­nommen worden. Auch in diesem sehr individuali­stischen Recht könne der Gedanke der Volksgemein­schaft ausgedrückt werden.

Rechtsanwalt Dr. M o e s m e r berichtete über die Tätigkeit des Ausschusses für Familien- recht, der zunächst nur einen Teilbegriff, die Ehescheidung, behandelt habe.

Der Präsident der Industrie- und Handelskammer Berlin G e l p ck e berichtet aus dem Ausschuß für Jmmobilienkredit, daß der Jmmobilienkre- dit nicht durch ein besonderes Gesetz eingereiht wer­den solle. Der Ausschuß habe sich für b i e Bei­behaltung d e s Grundbuches ausgespro­chen. Den heutigen Formen der Belastung (Hypothek und Grundschuld) seien beizubehalten.

lieberWesen unb Aufgabe bes SBetyr- rechts" sprach Oberführer Binz. Das Wehr­recht fei ein erweitertes notroenbiges Recht bes einzelnen, übertragen auf bie ganze Nation. Es gelte, alle juristischen Möglichkeiten auszuschopfen gegen biejenigen, bie uns das Recht zum Leben versperren wollten. Der Ausschuß habe den Kampf um bie beutsche Sicherheit unb Gleichberechtigung auf dem Gebiet der Lanbesverteibigung mit juristi­schen Mitteln zu führen. m .

Staatsrat Prof. Karl S ch m 111, ber Vorsitzenbe des Ausschusses für Staats- unb Verwaltungsrecht, erklärte, es gelte für ben Ausschuß zunächst bie zu einem leeren, allgemeinen Begriffe gewordene Körperschaft des öffentlichen Rech­tes neu zu schaffen. Eine engere Aufgabe fei bann bie Gerichtsbarkeit auf dem Gebiete bes öffentlichen Rechts unb bie engste enblich, bas Problem bes sogenannten Reichsverwal­tungsgerichtes.

Geheimer Justizrat Generalbirektor Dr Wilhelm Kißkalt sprach als Vorsitzender des Ausschusses für Aktienrecht. Der Ausschuß sei bemüht gewesen, den weltanschaulichen Grundsätzen des National­sozialismus durch seine Vorschläge Geltung zu ver­schaffen, so daß ber Geist des ehrbaren Kaufmannes wieder in die Wirtschaft einzieht.

Dr. D e r s ch berichtete über die Arbeiten des Ausschusses für Arbeitsrecht. Das künftige Arbeitsrecht müsse den Arbeitsvertrag als einen freiwillig abgeschlossenen zweiseittgen Vertrag gel ^Präsident Kleiner teilte mit, daß für den Entwurf eines R e i ch s s p a r k a s s e n g e s e tz e s zwei große Gesichtspunkte maßgebend feien Die Notwendigkeit der Vereinheitlichung des bestehen­den Sparkassengesetzes und die Anpassung an bie nationalsozialistischen Gebankengange und Rechts­auffassung. Mit Rücksicht, au die bersch ledenhett der Entwicklung in den einzelnen Landern werde man es bei einem Rahmengesetz belassen müssen.

Der Vorsitzende des Ausschusses für Sozialver­sicherung 23 r u cf n e r gab der Überzeugung Aus- süßlichen Fragen habe ergeben, daß das ^erstcye

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Beridj^über die Arbeiten des Ausschu'fts für _

SA. und HI. Blankenburg sollte zeigen, daß die Turnerschaft ihre Verbandsarbeit nicht als Selbst­zweck anfehe, sondern daß sie sich eins fühle mit ihren Kameraden aller Schichten ber jungen Gene­ration.

Reichs-Schüler-Leistungsschreiben in Deutscher Kurzschrift.

Die Deutsche Kurzschrift (früher Einheits­kurzschrift) hat sich roieberum glänzend bewährt. Wohl bie größte kurzschriftliche Veranstaltung, bie jemals ftattfanb, war bas erfte beutsche Reichs - Schüler-Lei ft ungsschreiben, bas mit Unterstützung bes Reichsministers bes Innern unb ber beutschen ßänberminifterien durch- geführt mürbe, lieber 100 000 Angehörige von mehr als 3000 beutschen Lehranstalten lieferten freiwillig über 85 000 Arbeiten. Auch beutsche Aus- lanbsschulen nahmen teil: bie beutschen Schulen in Istanbul (Türkei), Rustschuk (Bulgarien), im Haag (Holland). Der Zweck ber Veranstaltung, ben Schü­lern Freube am eigenen Können zu vermitteln, würbe überall erreicht. Die Begeisterung war groß, sogar Linkshänber unb Einarmige' schrieben mit. Besonders hervorgetan haben sich bie Volks­schulen, bie bamit aufs neue ben Beweis erbrachten, baß bie Deutsche Kurzschrift als Unterrichtsfach aller Schulgattungen vorzüglich geeignet ist. Eine neue Kurzschrift-Generation wächst heran, bie Staat unb Wdttschaft nützen wirb.

Neuer Langstreckenflug der Franzosen Lodos und Rossi.

Die beiben französischen Langstreckenflieger C o b o 5 unb Rossi finb am Sonntagfrüh 5.10 Uhr vom Flugplatz Le Bourget aus zu einem L ang­st e ck e n f l u g in Richtung San Diego in Kalifor­nien gestartet. Sie haben Funkgerät an Borb. Ihr Apparat, ber nach ihrem KamerabenJoseph Le Brix" benannt ist, rollte 1800 Meter, ehe er knapp hochkam. Die beiben Flieger haben zunächst Kurs auf Sübirland genommen unb werben je nach ben Wettermelbungen eine mehr nördliche ober süd­liche Richtung einschlagen. Sie haben 7800 Liter Benzin an Bord, die es ihnen ermöglichen sollen, ihren eigenen Rekord von 9150 Kilometer auf über 10 000 Kilometer zu verbessern. Gegen 7 Uhr wurde derJoseph Le Brix" über Cherbourg gesichtet. Um 11.45 Uhr ist folgender Funkspruch von dem FlugzeugJoseph Le Brix" eingegangen:Befin­den uns 48,15 Grad nördlicher Breite und 16,35 Grad westlicher Länge. Haben 1430 Kilometer in sieben Stunden zurückgelegt. Stimmung gut. Gruß an die Freunde." Cobos und Rossi haben die Funkstation auf Cap Race (Neufundland) in einem Funkspruch ersucht, ihnen bei der Orientierung zu helfen, da sie infolge dichten Nebels über der Neufundlandbank Schwierigkeiten hätten, den Weg nach Neufundland zu finden. Nach ihrem letzten Standorttelegramm vefanden sie sich 400 Meilen öst­lich von Cap Race.

(Eine Freiballon-Nachtfahrt in die Schweiz.

Am Samstag um 20.30 Uhr startete der FreiballonM ü n ch e n 4" in Gersthofen bei Augsburg zur 6. Freifahrt der Fliegerortsgruppe München. Der Ballon, der von Architekt H e l b mann geführt wurde und eine Höhe von 2500 Meter erreichte, überflog am Sonntagfrüh um 4 Uhr zwischen Friedrichshafen und Romanshorn den Bodensee. Die glatte Landung erfolgte nach der Ueberfliegung von Frauenfeld in der Schweiz am Sonntagfrüh, wo den deutschen Ballonfahrern eine ausgezeichnete Aufnahme zu Teil wurde.

Schneefall im Riesengebirge.

In der Nacht zum Samstag ist, wie aus Hirsch- berg gemeldet wird, im Riesengebirge Schnee­fall 'eingetreten, so daß in höheren Lagen von 800 Meter aufwärts die Berge eine leichte Schneedecke aufweisen.

Zwei SS.-rNänner vom Zuge überfahren und getötet

Die Pressestelle der Reichsbahndirektion Breslau teilt mit: Bei Kilometer 25,2 der Strecke Oppeln Neiße wurden auf dem unbeschrankten Ueberweg der Kunststtahe GuschwitzEllguthTilowitz der 20 Jahre alte Motorradfahrer Siegfried Petrus und sein 21 Jahre alter Beifahrer Walter Wol - ter, beide aus Lamsdorf, von einem Personenzug überfahren unb getöte t. Die beiden Ver­unglückten waren SS.-Männer. Der Ueberweg ist gut übersichtlich. Warnkreuze unb Kraftverkehrs- Zeichen finb vorhanden. Die (Ermittlungen nach der Unfallursache schweben noch.

Tribüneneinsturz während eines Autorennens. 18 Schwerverletzte.

Während des Autorennens um den Großen Preis der Picardie bei Amiens trug sich ein schwerer U n - fall zu. Eine 130 Meter lange Tribüne stürzte plötzlich ein. Bisher konnten 18 Schwerver­letzte geborgen werden. Kurz vor dem Unglück hatte sich der Wagen eines Fahrers überschla­ge n. Der Fahrer wurde schwer verletzt in ein Krankenhaus geschafft, wo ihm ein Bein a b - genommen werden mußte.

BJirbelftum in Chile. Bisher drei Tote und zahlreiche Verletzte.

Nach einer Meldung aus Santiago de Chile wurde die Stadt Concepcion von einem Wirbel- ft u r m heimgesucht, durch den mehrere Stadtviertel völlig verheert wurden. Bisher sind drei Tote und zahlreiche Verletzte gemeldet worden.

Graf Zeppelin" über Kap Dojador.

Nach Mitteilung der deutschen Seewarte in Ham­burg hat das LuftschiffGraf Zeppelin" am Sonntag um 22 Uhr MEZ. Kap Bojador südlich der Kanarischen Inseln an der afrikanischen Küste erreicht. Das Luftschiff hatte am Sonntagnachmittag eine Durchschnittsgeschwindig­keit von 150 Kilometer.

Lebenslängliches Zuchthaus für bie Entführer ©eitles.

Die festgenommenen drei Entführer des Petroleummagnaten G e 111 e s finb bereits 24 Stunben nach ihrer Verhaftung zu lebensläng­lich e r Zuchthaus st rafe verurteilt worben. Die Verbrecher bekannten sich schulbig, da sie anbernfaüs bei ihrer Ueberführung burch bas Ge­richt zum Tobe burch ben Strang hätten verurteilt werben können.

Völkerrecht den Nachweis, daß durch den Vor­friedensvertrag von 1918 das Recht Deutschlands auf das Saargebiet ausdrücklich anerkannt worden fei. Präsident Wilson habe erklärt, daß Frankreichs Anspruch auf das Saargebiet im Widerspruch stehe mit den zum Vertragsgegenstand erklärten 14 Punkten. Der Völkerbundsrat werde Über das Saargebiet nach den Bestimmungen des Versailler Vertrages zu entscheiden haben. Er werde eingedenk sein müssen, daß jede Entschei­dung, die nicht die uneingeschränkte Souveränität des Deutschen Rei­ches über das rein deutsche Saargebiet wieder­herstelle, ein Rechtsbruch sei.

Der Sachverständige für Rassenforschung im Reichsministerium des Innern Dr. Acyim G e r e k e prach überRasse und Recht", Die Gegenwarts­aufgabe heiße, den deutschen Menschen gegen jeg­liche Angriffe von innen und außen zu schützen. Aufgabe der Zukunft sei es, d e n B e st a n d des Volkes nicht nur zu wahren, sondern auch dafür zu sorgen, daß es in Zukunft leben könne. Der Familie als der kleinsten Zelle des Volkes müsse das deutsche Recht als Schild gegeben wer­den zur Abwehr gegen alles, was sie feindlich be» türme. Der Präsident der Akademie, Reichsjustiz­kommissar Dr. Frank, stellte in seiner Schluß­ansprache fest, daß die Akademie auf das große Ziel der Einheit, Reinheit und Ge-