ttr. 199 Erster Blatt
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Das Saarland ist deutsch!
Oer Führer spricht auf dem Ehrenbreitstein zu Hunderttausenden aus dem Reich und von der Saar. — Deutschland zur Heimkehr der Gaardeutschen ins Vaterhaus gerüstet.
Reichsminister Goebbels eröffnet die Saaraus- stellung in Köln in Anwesenheit des Führers.
Begeisterter Empfang des Führers.
Köln, 26. Aug. (DNB.) Wie ein Lauffeuer verbreitete sich am Samstagabend die Kunde: „Adolf Hitler besucht die Domstadt, bevor er sich zur großen Saartreuekundgebung auf denEhrenbreit- stoin begibt!" Schon in den frühen Morgenstunden aes Sonntag hatte sich das Stadtbild völlig verändert. Ueberall sah man an den Häusern reichen Flaggenschmuck. Mit frischem Tannengrün waren die Häuserfronten verkleidet. In den Hauptstraßen, die vom Flughafen zum Kölner Messegelände führten, hatten die Parteigliederungen Ausstellung zum Absperrdienst genommen.
Auf dem Flughafen traf um 9.05 Uhr der Reichspropagandaminister Dr. Goebbels ein. In elegantem Schleifenflug setzten dann um 9.15 Uhr die beiden weiteren Regierungsmaschinen zur Landung an. Als der Führer dem Flugzeug entstieg, t) rauften laute Jubelrufe über das weite Flughafengelände. Zu einem wahren Triumphzug gestaltete sich die Fahrt des Führers zu dem auf der rechten Rheinseite gelegenen Messegelände. Ganz Köln war auf den Beinen, um den Kanzler zu sehen und zu begrüßen.
Vor der Messe.
Ein ungemein farbenprächtiges und überwältigendes Bild bot sich auch auf dem Messegelände, wo in den riesigen Hallen die Ausstellung „Deutsche Saar" untergebracht ist. Weithin grüßt das Hakenkreuz über das ganze Gelände hinweg und über den Rheinstrom, wo zahlreiche mit Wimpeln und Fahnen geschmückte Schiffe kreuzen. Rings um die steinernen Messehallen flattern an hohen Masten die Fahnen. Bon der anderen Seite des Rheines grüßen die Kirchtürme und der hoch hinausragende Dom herüber.
röte steigt allen Deutschen ins Gesicht bei dem Gedanken, daß solches ungehindert und ungestraft vor sich gehen kann in einem Land, das uns gehört und nur durch die Sinnwidrigkeit eines Friedensdiktates aus dem deutschen Raum herausgeschnitten worden ist. Niemand kann es uns verwehren, uns mit der ganzen Kraft und Empörung gegen diese Elemente zu wenden. Es sind asoziale, wurzellose Existenzen, die nirgendwo zuhause sind und sich nur der deutschen Sprache bedienen, um der deutschen Ehre Abbruch zu tun.
Aber sie irren, wenn sie glauben, damit das deutsche Volk der Saar irgendwo kopfscheu machen zu können. 3e länger man sie gewähren läßt, um so dringender und unwiderstehlicher wird in allen deutschbewußten Menschen des Saargebietes der Wunsch lebendig, einen naturwidrigen Zustand beendet zu sehen, und wieder zurückzukehren in den Bestand des Reiches. Die Welt soll wissen und sehen, daß deutsches Volk heim will zum deutschen Volk, und daß, wenn man im Januar des nächsten Jahres diese Menschen an die Wahlurne ruft, sie geschlossen ihr Bekenntnis zum Reich ablegen werden, da ja die Emigrantenelemente sowieso als Landfremde keine Wahlberechtigung haben.
Sinn und Zweck der Ausstellung, die wir hier eröffnen, ift, in unwiderleglichen Zeugnissen die Zugehörigkeit des Saargebietes zu Deutschland zu manifestieren. Hier sprechen nüchterne Tatsachen über die tausendjährige Geschichte des Deutschtums an der Saar bis auf den heutigen Tag zur Weltöffentlichkeit. Diese Ausstellung widerlegt die Legende vom überwiegend französischen Einfluß im Saargebiet. Es war notwendig, das einmal der Welt mit aller Klarheit vor
Augen zu führen. Volk gehört zu Volk! Und Volk läßt nicht von Volk. Mit der ganzen Kraft unserer nationalen Zusammengehörigkeit umspannen wir Saarvolk und Saarland. Wenn fast 200 000 Menschen dieser urdeutschen Erde heute nachmittag in Koblenz zusammenstromen, um aus dem Munde des Führers die Botschaft des neuen Reiches zu vernehmen, so soll die Welt an dieser spontanen Aeuherung saardeutschen Volkswillens erkennen, was recht und unrecht ist, und wohin dieses Land nach Natur und Ueberlieferung gehört. Deutschland will nur sein Recht. Es will nicht mehr als dies, es will sein Recht in Frieden behaupten, aber e s läßt nicht davon ab. Das deutsche Volk geht fernab jedem Revanchegedanken seiner täglichen Arbeit nach. Der Führer und seins Mitarbeiter hoben so viele Aufgaben im Innern zu lösen, daß es ihnen an Zeit und Lust ermangelt, vor Uebermut und Willkür die Welt in Sorgen ^u stürzen. Aber was uns gehört, daß muß auch uns gehörig fein. Und so öffnet das ewige Deutschland seine Arme, um getrenntes Land wieder an fein Herz zurückzunehmen. Unermüdlich soll von nun ab über eine Grenze, die Unverstand und Rachsucht gezogen hat, von hüben und drüben und von drüben nach hüben der Ruf erklingen: „Deutsch die Saar immerdar!" Verstummen aber wird er erst, wenn er Erfüllung gefunden hat. In diesem Sinne eröffne ich die Deutsche Saarausstellung in Köln.
Als er geendet hat, zeigt der ungeheure Beifall, wie er aus dem Herzen aller gesprochen hat. Noch einmal singt dann der Männergesangverein ein Lied „Wo gen Himmel Eichen ragen". Mächtig klingt es am Sckluß des Chors auf: „Deutschland, mein Vaterland . Spontan reißt es die Anwesenden zu begeistertem Beifall hin.
Gauleiter Staatsrat G r o h ö spricht jetzt die Schlußworte. Begeistert nimmt die Menge, die sich von ihren Plätzen erhoben hat, das Siegheil auf und stimmt ein in das Deutschland- und Horst- Wessel-Lied. Die Eröffnungsfeier ist beendet. Der Führer und Reichskanzler, Reichsminister Dr. Goebbels und die Herren der Begleitung begeben sich zu einem Rundgang durch die Ausstellung. Beim Verlassen des Saales werden dem Führer wieder stürmische Ovationen dargebracht.
In unaufhörlichem Zuge strömen in die große Festhalle der Messe die zur Eröffnungskundgebung geladenen Gäste. Der architektonisch so überaus wirkungsvoll gestaltete Hof unter dem Presfa- türm ist in den leuchtenden Schmuck der Fahnen getaucht. In großen silbernen Lettern ruft es in den Saal hinein: „Zurück zum Reich, die Saar ist deutsch." Allmählich füllt sich die Halle mit einer erwartungsfrohen Menge. In tief gestaffelten Reihen nehmen die Fahnenabordnungen zu beiden Seiten auf dem Podium Aufstellung. Die Spannung in der Halle ist aufs höchste gestiegen. Jeden Augenblick kann der Führer und Reichskanzler eintreffen. Heilrufe künden das Erscheinen des Führers an. Die Kapelle intoniert den Badenweiler Marsch. Eine ungeheure Welle der Begeisterung brandet dem Führer entgegen, als er mit Reichsminister Dr. Goebbels, dem Saarbevoll- mächtigten Gauleiter B ü r ck e l und den Herren feiner Begleitung den Saal betritt.
Die Erössnungsmndgebung.
Der Meister der Orgel Pros. Bachem spielt zunächst das Orgelkonzert Nr. 1 in O-Moll von Händel. Dann singt der Kölner Männergesangverein das Lied „Deutschland" von Heinrich Zöllner, das unter der Stabdirektion von Musikdirektor Brach in vollendeter Weise zu Gehör gebracht wyr4)e. Der Landesleiter der Deutschen Front P i r r o nimmt jetzt das Wort zu einer kurzen Begrüßungsansprache. Als nun Reichsminister Dr. Goebbels die Rednertribüne besteigt, schallen ihm tausendfältige Heilrufe entgegen. Erst nach Minuten kann er mit feiner Rede beginnen, die mehrmals von stürmischem Beifall unterbrochen wird.
Nach einem Bekenntnis zum Führer und Reichskanzler Adolf Hitler erinnerte der Minister daran, daß die Bevölkerung des Rheinlandes wie selten anderswo Leid und Qualen um ihre Zugehörigkeit zum Reich habe erleiden müssen. Darum sei die Freude und Genugtuung über den Besuch des Führers doppelt groß. Der Minister hob dann den deutschen Charakter des Rheinlandes hervor und kam auf das Saargebiet zu sprechen, das wider Recht und Blut aus dem Körper des Reiches herausgerissen und einer fremden Verwaltung untergeordnet worden sei.
„Mit Schmerz und Entrüstung hat das deutsche Volk in den vergangenen Wochen feststellen müffen, wie eine nichtswürdige Kumpanei von land- und volksfremden Emigranten in ihrem blinden Parteihaß gegen die national- sozialistische Idee und Bewegung selbst nicht davor zurückgefchreckt ist, in dieser deutschen Provinz vor den Augen ihrer deutschen Bevölkerung das Anden- ken des weit über Deutschlands Grenzen in der ganzen Welt verehrten Herrn Reichspräsi- deuten und G e n e r a l f e l d m a r s ch a l l s in einer Art und Weise herabzuwürdigen und zu besudeln, die jeder Beschreibung spottet. Die Scham
Des Führers RHeinfahrl.
Bon Menschen schwarzumsäumte Ufer, festlich geschmückte Boote, bekränzte Uferstraßen der Meinstädte begrüßen den Führer am deutschen Strom.
Als kurz vor 12 Uhr der Führer die Saaraus- fteUung in der Kölner Messehalle verließ und hinunterschritt zur Bootanlegestelle, zeigte sich ihm ein Bild von unvergleichlicher Schönheit. Sämtliche Ufer st raßen Kölns zu beiden Seiten des Rheins waren auf zehn Kilometer Länge vollkommen mit Menschen überfüllt. Selbst auf den Dächern der Straßenbahnen hatten sich Hunderte, ja Tausende niedergelassen. Sämtliche Fen st er und Dächer der Häuser waren dicht besetzt. Fahnen und Wimpel wurden geschwenkt. Selbst in den zarten Filigranen der Kölner Domtürme bemerkte man Schaulustige. Auf dem Rhein lagen zahlreiche Personendampfer und Motorschiffe, dichtbefetzt mit festlich gestimmten Menschen, die mit echt rheinischem Temperament ihrer Freude Ausdruck gaben.
Run begann eine Fahrt d e n Rhein hinauf, die von wahrhaft historischer Bedeutung ist. Der Führer Deutschlands am freien deutschen Rhein,
der Führer Deutschlands auf der Fahrt zu Hunderttausenden jener deutschen Brüder, die, noch ihrer Freiheit beraubt, unter fremder Hoheit schmachten. Heil-Rufe grüßen überall und Böllerschüsse. Ein ganz besonderes Erlebnis waren die riesigen Flottillen von Paddelbooten, Seglern und Motorbooten. Es verband sich hier Schwur und Huldigung mit Freude und sommerlicher Beschwingtheit. Vorbei geht nun die Fahrt am Handelshafen mit seinen Lastkähnen, auf denen Schiffer und Arbeiter mit erhobenem Arm stehen. Flaggen werden gehißt, und auch die Besatzungen der holländischen, französischen und belgischen Rheinschiffe ehrten Deutschlands Führer durch Erheben des rechten Armes. Viele dieser Schiffe führten am Bug die Hakenkreuzflagge, eine Ehrung für Deutschlands Staatsoberhaupt. Aus den großen Verladekranen der Braunkohlengrube Weßling und auf den Schiffen im Umschlaghafen haben sich viele hundert Arbeiter versammelt.
Durch das Siebengebirge.
Bald grüßen Bonns Türme von weitem und links: die Waldgipfel des Siebengebirges. Man sieht Königswinter und Godesberg, wo der Dolksjubel ganz besondere Ausmaße annimmt. Hier sind die Ufer aufs festlichste geschmückt. Aus jedem Hotelfenster hängen Fahnen, Girlanden bekränzen die Fassaden. Ein Donner von Böller- schüsfen empfängt hier das Motorboot. Der Führer läßt das Tempo des Bootes verlangsamen und in die Nähe des Ufers fahren, um den begeisterten Rheinländern aus der Nähe zu danken für ihre Treue. Auch die Brücken, die wir durchfahren, sind schwarz von Menschen. Nun sind wir am Ro- landsbogen vorbei. In N e u w i e d ist die lange Front der neuen Hochwasserschutzmauer mit dichten Menschengirlanden besetzt. Dann kommt Vallendar in Sicht und rechts darüber die wuchtigen Mauern der Festung Ehrenbreit- stein, von der riesige Hakenkreuzfahnen herniedergrüßen.
Die letzten Kilometer vor Koblenz sind die Ufer wie ausgeftorben. Hier sind die Einwohner fast bis auf den letzten Mann hinaufgeströmt zum Ehrenbreitstein. Das Deutsche Eck bietet sich uns als gewaltige Menschentraube dar. Der weite Platz, Die langen Kais, alle Stufen des Monumentes, jedes verfügbare Eckchen ist dicht mit Menschen be
setzt. Hier allein haben sich über 50 000 eingefunden, die auf dem Ehrenbreitstein keinen Platz mehr finden konnten, um nun durch Lautsprecher hier am Deutschen Eck an einer für Deutschlands Geschichte historischen Stätte die Worte des Führers zu hören.
Langsam fährt unser Boot an dem Ufer entlang, damit jeder Gelegenheit hat, den Führer zu sehen, und damit der Führer auch die, die nicht zu ihm auf den Ehrenbreitstein kommen konnten, grüßen kann. Durch die geöffnete Schiffsbrücke hindurch fahren wir bis zur Pfaffendorfer Brücke, dann wendet unser Boot, und nun geht es wieder rheinabwärts nach Vallendar, wo die Wagen zur Fahrt auf den Ehrenbreitstein bereit« stehen. Die Tatsache, daß der Führer in Vallendar landen würde, war geheimgehalten worden. Trotzdem aber hatten pfiffige Rheinländer die Vorbereitungen in Vallendar richtig gedeutet, und als die Wagenkolonne des Führers anfuhr, waren bald Taufende am Ufer versammelt, um den Führer bei Betreten des Ufers zu empfangen. Nur wenige Minuten Fahrt, dann sind wir auf dem Oberehrenbreit ft ein, dann liegt vor uns im gleißenden Sonnenlicht die weite Fläche, die ein weites, kaum übersehbares wogendes Meer von begeisterten Männern und Frauen barfteUL
Herzliche Begrüßung der Saarländer in Koblenz.
Die Saarkundgebung auf dem Oberehrenbreitstein hat begonnen. Alle Erwartungen, die man hinsichtlich der Beteiligungsziffer hatte hegen können, sind bereits am Vormittag des Sonntags weit übertroffen. In ununterbrochener Folge rollten während der Nacht zum Sonntag und am Sonntagvormittag selbst die Sonderzüge von der Saar und aus allen Gauen des deutschen Vaterlandes an und brachten Tausende und Abertausende von Volksgenossen nach Koblenz. Besonders eindrucksvoll ist immer wieder die Ankunft der Saar-Sonderzüge. Noch auf dem Bahnhofsoorgelände schallt nach jeder Zug- ankunft, einem ernsten Gebet und feierlichem Schwur gleich, das Deutschlandlied zum Himmel. Es ist ergreifend zu sehen, mit welcher Andacht die deutschen Brüder von der Saar unsere Hymne mitleben, die sie so frei und unbekümmert in ihrem Heimatgau nicht fingen können. In der Stadt war die Nacht über Riesenbetrieb. Schulter an Schulter drängt und schiebt sich die Menge durch die Straßen. In den Lokalen der Stadt hält es schwer, ein Plätzchen zu ergattern. Freundschaften werden hier geschlossen. Die Saarländer stehen überall im Mittelpunkt der allgemeinen Freude. Ernst werden die Mienen der Zuhörer nur bann, wenn die Gäste von ihren Leiden und Bedrückungen erzählen, wenn sie davon sprechen, was sich die art- und landfremden Peiniger des Saarlandes Tag für Tag zuschulden kommen lassen an Quälereien, Denunziationen, heimtückischen Angriffen auf alles, was im Saarland deutsch fühlt und deutsch ist. Aber die Freude, endlich einmal — und sei es auch nur für einen oder zwei Tage — aus all dem Kummer und Leid herausgenommen worden zu fein, überklingt doch immer wieder alle schweren und ersten Gedanken.
Hinauf zum Ehrenbreiissein.
Die Zugänge zur Feste Ehrenbreitstein und zum Festplatz selbst sind schon in der Nacht fast verstopft. Endlose Kolonnen von Saarländern marschieren die kurvenreiche Bergstraße empor, sich Plätze zu sichern und das erhabene Bild des im Glanze der Uferlichter dahinfließenden deutschen Stromes tief da unten zu erleben. Zahllos grüßen die freundlich blinkenden Lichter von Koblenz, Ehrenbreitstein und all den anderen größeren und kleineren Orten herauf zur Feste. Der Regen hat schon am Frühabend des Samstag aufgehört. Die Sicht ist überraschend und erfreulich klar. Auch der leichte Frühnebel am Sonntag verschwindet bald vor der Gewalt der Sommersonne, die sieghaft zur Kundgebung durchbricht. Zehntausende sind schon oben und immer neue Massen strömen hinzu. Aber so beschwerlich auch der Aufstieg ist, die Stimmung der Massen könnte nicht besser sein. Ein hier und da auffliegendes Scherzwort läßt auf dem langen Weg die Mühsale vergessen, die lange Wanderung freudig ertragen. Der „Hilfszug B ayern" ist oben eingesetzt und versorgt schon am Vormittag hungrige Mägen.
Die Fe<dgoiiesdienste.
Pünktlich um 10.30 Uhr sammelten sich die Kundgebungsteilnehmer zum katholischen Feld- gottesdienst, den ^Dechant und Ehrendomherr Romscheid zelebrierte. Mit ruhiger, weithin- schallender Stimme sprach der Priester zu den Gläubigen. Menschen eines Stammes und eines Volkes wollten der Welt sagen, daß sie in heiliger Treue zusammenstehen. Im heiligen Meßopfer und in der heiligen Kommunion wolle Jesus Christus auch unsere Treue, auch der nationalen Treue die sakrale Weihe und lebendige Kraft geben. „So wollen wir Volksgenossen aus innerer Wahrhaftigkeit, aus der Gebundenheit an Gott, den Vater, und an Christus, aus der gotterfüllten Liebe, die in unsere Herzen eingeschlossen ist, durch den Heiligen Geist, der in uns wohnt, opferbereite Volksgenossen zueinander sein und unserem Vaterland mit der ganzen Seelenkraft, die von Gott begeistert ist, dienen." Das — so schloß Dechant Romscheid — soll unser Gelöbnis sein und für Volk und Vaterland und für den Führer werden wir beten aus der Tiefe unserer Seele.
Pfarrer Wolfrum (Koblenz) hielt dann einen evangelischen Feldgottesdienst ab. Seine Worte waren glühendes Bekenntnis zum deutschen Volk und Vaterland, zu dem saardeutsche Brüder endlich zurückkehren wollen. Hier oben auf der stolzen Feste Ehrenbreitstein, deren Mauern umrauscht und umwebt seien von dem Hauch einer großen Vergangenheit, in der so viele deutsche Männer kämpfend gestorben seien für Deutschlands Ehre und Freiheit, werde ein Schwur zum Himmel erklingen: Wir wollen deutsch sein wie die Väter waren, wir wollen heim zu unserem Mutterland Deuifchland! Es könne nicht Gottes Wille fein, daß er das zerreiße, was er zusammengefügt habe in einer tausendjährigen Geschichte, was er zusammengeschweißt habe in Zeiten der Not und Gefahr. Glaube der Tat ist es, der in Deutschland die Menschen heute beherrscht. Der Kampf gegen Hunger und Not, die Verbundenheit


