Einzelbild herunterladen

Ur. 120 Drittes Blatt

Gießener Anzeiger (General-Anzeiger für Vberheffen)

Samstag, 20. Mai 1934

hessischer Kunstverxin, Turmhaus am Brandplatz, 16 bis 17 Uhr, Ausstellung.

Tageskalender für Sonntag. Stadt­theater, 19 bis nach 21.30 Uhr:Die Försterchristl". Lichtspielhaus, Bahnhofstraß«Früchtchen". Oberhessischer Kunstverein, Turmhaus am Brand­platz, 11 bis 13 Uhr, Ausstellung. Sängerkreis Gießen, Gau XII DSB., ab 8.30 Uhr, Kreiswer­tungssingen (Turnhalle am Oswaldsgarten, Neue Aula, Cafe Leib): 12.30 Uhr, Landgraf-Philipp- Platz, öffentliche Kundgebung. Bergschenke, ab 16 und 20.30 Uhr, Künstler-Konzert. Waldes- lust am Flughafen, ab 18 Uhr, Tanzmusik. Gießener Turnerschaft, 15 Uhr, Werbeumzug, an­schließend Universitäts-Sportplatz turnerische Vor­führungen und Handball - Werbespiel. VfB.- Reichsbahn, Waldsportplatz, 9 Uhr, Staffeltag Schlageter-Gedächtnis.

Künstlerkonzert auf der Berg­schenke am morgigen Sonntag wird im heutigen Anzeigenteil angekündigt. (Siehe Anzeige.)

Oberhessischer Kun st verein. Näch­sten Freitag nachmittag Mitgliederversammlung in Zimmer 6 des Stadthauses, Bergstraße. (Siehe gestrige Anzeige.)

Sammlung aller Ostdeutschen!

Die nationalsozialistische Führung hat der Arbeit für den deutschen Osten neuen Sinn und Inhalt gegeben. Aufgebaut auf nationalsozialistischer Welt­anschauung soll eine Gemeinschaft deutscher Frauen und Männer geschaffen werden, die im Osten das

Aus Der provmzialhauplstavt.

Vom neuen deutschen Menschen.

GA.-Gpendetag in Gießen.

£on Reinhold Braun.

Anläßlich des am 2 6. und 2 7. Mai 1934 slatt-

1819 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges des

auf

1213

14

auf

6.30

1112

Die ftaltet

Standarlengebaude(Landgraf-Philipp-Plah). Der Zapfenstreich marschiert durch folgende Straßen: Landgraf-Philipp-Plah, Sonnen- strahe. Neuen Baue, Ludwigslrahe, Alicen- strahe, Seltersweg, kaplansgasse, Neustadt zum Oswaldsgarten.

Sonntag, 27. Mai 1934:

Uhr: Wecken.

Uhr: Platzkonzert des Musikzuges des Reserve-Sturmbannes I 116 in der Plock- straße 2ohannesflraße.

Uhr: Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 in der Walltorstraße, Ecke Dammstrahe.

Uhr: Propagandamarsch durch die Stabt (Aufstellung am Standartengebäude).

Große Kundgebung der NSDAP, am 3 Juni.

der Kreisamtsleitung abzuholen.

heil Hitler!

gez. K l ö h , Kreisamtsleiter.

Diesen Zielen der kameradschaftlichen Hilfe­leistung dient der S A. - S p e n d e t a g, den unsere Standarte 116 vom heutigen Samstag­nachmittag bis zum morgigen Sonntagabend in Gießen veranstaltet. SA.- Führer sam­meln! hier werden nicht nur die SA.-Männer des Glieds, sondern auch und vor allem die Führer bis hinauf zu den höchsten Kom- mandosiellen der SA. in unserer engeren Hei­mat mit der Sammelbüchse auf die Straße und in die Gaststätten gehen, sowie an den Woh­nungstüren erscheinen, um für den SA.-Mann in Not eine Beihilfe entgegenzunehmen.

In diesem schönen Eintreten der Führer für ihre Gefolgsmänner offenbart sich in eindrucksvoller Weise der tiefe Sinn der SA. -Kameradschaft und die enge Verbundenheit zwischen den Führern und den Geführten. Dieser Gemein- s ch a f t s g e i st möge allen Mitbürgern ein l e u ch- t e n d e s Vorbild und ein Ansporn zum N a ch e i f e r n sein. Dieses Nacheifern möge vor allem seinen Ausdruck darin finden, daß die Spen­den für den SA.-Mann in Not recht reichlich fließen.

Selbstverständlich ist jede einzelne Gabe, auch die kleinste, willkommen und wird mit Dank entgegengenommen. Wer aber in der rechten Weise spenden und damit der gesamten SA. seinen Dank für ihren Dienst zum Besten der Bolksgesamtheit ausdrücken will, der spende nicht nur, sondern mache aus seiner Spende ein Opfer.

Dieses Opfer kann nur darin bestehen, daß jeder­mann sich bei der Bemessung seiner Gabe einmal mehr als g e w ö b n l i ch a n st r e n g t und sich dabei das hohe Ziel vergegenwärtigt, dem der S A.- S v e n d e t a g dient: den hilfsbedürftigen SA. - Kameraden Lichtblicke und wei­tere Kraft für den Daseinskampf zu geben! Möge bei diesem Kampf gegen die Not kein Volksaenosse zurück stehen! Möge jeder deutsche Mann und jede deutsche Frau den Dank an den unbekannten SA.-Mann in einer reichen Spende für den SA.- Mann in Not ausdrücken!

SA.-Führer sammeln? Jeder sei ihnen Helfer und Mitkämpfer durch ein wirkliches Opfer, damit finanzielle Kräfte zusammen­kommen, die auch über den Tag hinaus die Not in der SA. bekämpfen und lindern helfen!

Deutsche Volksgenossen! Spendet und reichlich/ die SA. wird es euch danken!

Reserve-Sturmbanns I 116 am Selterstor. 1819 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges der Standarte 116 am Oswaldsgarten.

Volksgenossen!

Bekundet eure innere Verbundenheit mit den braunen Kämpfern durch reichliche Spenden!

NSDAP ., Amt für Volkswohlfahrt. Kreisamtsleitunq Gießen.

Eilt sehr!!

Die Ortsgruppen- und Stützpunktleiter werden ersucht, im Lause des Samstagvormittag, 26. Mai, verschiedene, eilige und dringende Sachen

dem Landgras-Philipp-Plah zum Propaganda­marsch durch die Stadt an: SZ., MZ./116, Fah­nenabordnung, Sturmbann 11/116, Nachr.-Sturm 20/116, B.1/116, RSZ.» RMZ./116.V/116, P.III/116.

Aufstellung durch Sturmführer höbet, Mel­dung 14 Uhr bei Standartenführer.

Marfch st raßen: Brandgasse, Wülltorstrahe, kirchenplah, Marktplatz, Marktstrahe, Bahnhof­straße, Westanlage, Seltersweg, Kreuzplah, Son­nenstraße, Neues Schloß.

Der Führer der Standarte 116 m. d. F. b.

Lutter, Obersturmbannführer.

GA. der NGOAP.

Standarte 116.

Standartenbefehl.

Sonntag, 2 7.2H a i, 13.45 Uhr, treten

Kreisleitung Gießen der NSDAP, veran- am Sonntag, 3. Sunt, m der Volks- zu Gießen eine große offentticye

findenden

GA -Gpendetags

finden in Gießen folgende Veranstaltungen statt:

Samstag, 26. Mai 1934:

1819 Uhr: Platzkonzert des Musikzuges des Reserve-Sturmbanns I 116 in der Plack- strahe Johannesstraße.

20.30 Uhr: Zapfenstreich! Aufstellung: am

SA.-Mann in Roi!

Jeder helfe! - Jeder opfere! - SA.-Führer sammeln.

Wir sprechen hier nicht von dem SA.-Mann des Durchschnitts von heute. Er wird in der weit über­wiegenden Zahl aller Fälle auskömmlich zu leben haben. Wenn auch ihm der Kampf ums Dasein nicht erspart bleibt, so wird er aber doch aus eige­ner Kraft mit den wirtschaftlichen Schwierigkeiten des Lebens fertig werden können.

Der SA.-Mann in Not, den wir hier im Auge haben, ist der Kamerad der SA., der vielleicht schon seit langer Zeit arbeitslos ist, der eine große Familie zu ernähren hat, der noch mit Nachteilen mannigfacher Art aus der Kampf­zeit fertig werden muh, der selbst durch Krank­heit und Not körperlich geschwächt ist und dringend der Erholung, oder sonst irgendwie der kameradschaftlichen Stühe und Förderung bedarf.

Wer selbst in den Reihen der SA. steht, weiß genau, daß es leider immer noch eine große An­zahl SA.-Kameraden gibt, die sich in solcher be­drängten Lage befinden. Er weiß genau, daß diese Kameraden trotz der Not ihren Dienst als Gefolgs­männer des Führers mit Eifer und in vorbildlicher Treue versehen, er weiß, daß diesen Kameraden nichts zu viel ist, wenn es gilt, der freiwillig über­nommenen Pflicht im Dienste des Führers und des Vaterlandes zu genügen. Wer selbst das braune Ehrenkleid der politischen Soldaten Adolf Hitlers trägt, weiß auch, daß von den wirtschaftlich besser gestellten SA.-Kameraden in echt kameradschaftlicher Gesinnung viel getan wird, um dem hilfsbedürftigen Mitkämpfer seines Sturmes nach besten Kräften beizustehen: er weiß, daß der gute kameradschaft­liche Sinn bei dem echten SA.-Kameraden vor keinem Opfer zurückschreckt.

Dennoch bleibt viel zu tun übrig, um der Not der hilfsbedürftigen SA.-Kameraden in wir­kungsvoller Weise entgegenzutreten. Dabei ist nicht nur an wirtschaftliche Bedrängnis der Gegenwart, oder allein an gesundheitliche Schäden zu^enken.

Es ist auch erforderlich, den seit Jahren ohne jede Erholungsmöglichkeit lebenden SA.-Kameraden mit ihren Familien einmal Gelegenheit zur Aus- pannung im Urlaubsmonat der SA.

zu bieten, ferner schon von langer Hand her Mög­lichkeiten zu schaffen, die den hilfsbedürftigen SA.- Kameraden im kommenden W i n t e r den Kampf ums Dasein leichter machen helfen. Wenn nach besten Kräften ein starker Rückhalt über die unmittelbar drängende Gegenwart hinaus geschaf­fen wird, dann kann davon gesprochen werden, daß der SA.-Mann in Not mit den Seinen nicht nur die Hilfskraft seiner engeren Sturmkameraden, son­dern darüber hinaus den Beistand der größeren deutschen Gemeinschaft hinter sich weiß.

-K ?m ÄÄ'Ä*

kanut, daß am nächsten Mittwoch, 30- 20 W,

von der Hausfrauenberatung e»n Dortr

wird sprechen.

F. b. Richtigkeit:

gez. Mohaupt, Kreisgeschäftsführer.

Die Hitler-Jugend kommt vom pfingitlager zurück.

Nachdem die G i - tz - n « r H I. am Gedenier See in bester Kameradschaft acht Tage bei günstiger Witterung und ausgezeichneter Verpflegung verlebt hat, wird sie sonnengebräunt am heutigen a m 5 » tag zwischen 18 und 19 Uhr nut Musik m der Licher Straße einmarschieren.

*Koniomcn.

Tageskalender für Samstag. Stadt­theater, 20 bis 22.30 Uhr: "Die Psingstorgel . - Ortsgruppe Gießen-S:id, Zelle 3, 20.15 Ufjr, ,,Tanri Häuser", Zellenabend. Lichtspielhaus, Bahnhof- straße:Früchtchen". Gleiberg-Derem, 16 Uhr, Burg Gleiberg, Generalversammlung. Ober-

Das tiefe Eine, das uns alle vereine mit Seel' und Geist, es heißt: Gestalt werden auf dieser Erden, Gestalt voll Kraft und Gehalt, immer jung, niemals alt! Jnwend'ge Gestalt!

Die in des Daseins Bezirken reifen will, kämpfen und wirken! Was auch komme, alles ihr fromme!

Ob heiterer Tag, ob Sturms Gewalt:

Nicht lassen vom Ziel, vom Ziel: Gestalt!

Da spricht der Meister Eckhart:Besser wäre ein Lebe meister, denn tausend L e s e meister!"

Eins der großen Vorbilder der Vereinigung von beiden in einer Person dünkt mich Johann Gottlieb Fichte. Gustav Freytag erzählt, daß bei Landsturm- Uebungen der damaligen Zeit niemand eifriger ge­wesen sei als Fichte:Es war eine Freude, den eifrigen Mann zu sehen, wenn er auf dem Exerzier­platz die Waffe schwenkte und zur Attacke aussiel. Man hatte ihn zum Offizier machen wollen; er hatte das mit den Worten abgelehnt:Hier tauge ich nur zum Gemeinen!" Im Gegensatz zu ihm in ihrem Benehmen auf dem Exerzierplätze stan­den etliche seiner Universitätskollegen, wie beispiels­weise der Professor Buttmann, der großeGrieche". Er vermochte durchaus nicht rechts und links zu unterscheiden: er erklärte das für das Schwerste." Da haben wir den überragenden Lesemeister und den mangelhaften Lebe meister; denn ein Stück Lebens-Untüchtigkeit offenbart sich doch zweifelsohne in dem, nicht rechts von links unterscheiden zu können.

Ist das nicht das Begrüßenswerte der neuen Zeit, daß man im Menschentum des Dritten Rei­ches die organische Verbindung von Lese- und Lebe­meister erreichen möchte? Es ist doch eine nicht fort­zuleugnende Tatsache gewesen, daß wir in den ver­gangenen Zeiten teilweise auf den Lesemeister mehr Gewicht legten, als auf den Lebemeister! Die Ver­zerrungen im Wesen vieler Menschen kamen daher und sind noch heute in starker Menge vorhanden. Diese Verzerrungen wirken naturgemäß auch auf das Berufsleben. Mancher hat diese oft recht schmerzlichen Wirkungen in seinem Dasein am eige­nen Leibe erfahren und erfährt sie noch heute.

Der neue Mensch, der gefordert wird, soll ae- diegen sein in seinem B-erufskönnen, wie es echte deutsche Art verlangt; aber er soll auch gediegen sein in seinem Charakter und auf jeden Fall zu den Lebenstüchtigen gezählt werden. Das verlangen wir von Mann und Weib.

Berufspraxis und Lebenspraxis bei dem deutschen Menschen miteinander in Einklang zu bringen, zwi­schen beiden das Gleichgewicht herzustellen, das ist das Erziehungs-Hochziel gegenwärtiger und künfti­ger Zeit. Alle wahre Gesialt-Werdung knüpft sich an dieses Ziel, die des Einzelnen und des ganzen Volkes! Alles Kämpferische ist darin eingeschlossen. Denn der kämpferische Mensch ist im Gleichgewicht zwischen Lesemeister und Lebemeister.

Aus solcher Erkenntnis stoßen wir in das Kern- we'en des Nationalsozialismus und manche seiner Maßnahmen vor. Vor solcher Erkenntnis bricht auch manches falsche Urteil ihm gegenüber in sich zusammen. Unverrückbare Forderung bleibt, daß jeder, wo er auch stehe, mit ehrlichem Verlangen am Lesemeister und Lebemeister tn fid) arbeitet! Eins bedingt das andere. Ohne dieses Werk am eigenen Menschen ist bas Dritte Reich, die Verwirk­lichung der Gedanken des Nationalsozialismus un- ^^Nur^die größte Unerbittlichkeit gegen uns selbst führt zum Ziele, führt in bas ersehnte Menschen­tum.

halle zu Gießen eine große 0 T Te n J 7 Kundgebung, in der Gaupropagandaleiter Müller - S ch e l d , Frankfurt a. M., sprechen wird. Die Kundgebung wird um 14 Uhr beginnen und spätestens bis gegen 16 Uhr beendet fein. Da- durch ist allen Mitbürgern m Stadt und Land die Möglichkeit gegeben, an der wichtigen Kundgebung teilzunehmen und danach doch noch den gewohnten Sonntagsnachmittagsspaziergang 3" machen, ebench haben z B die Sportvereine die Möglichkeit, nach der Kundgebung ihre Spiel- durchzufuhren An- gesichts der großen Bedeutung der Kundgebung und des günstigen Zeitpunktes sollte kein Volks­genosse hei diesem politischen Ereignis in unserer

efner Besprechung über die Beteiligung der Gießener Vereine an der Kundgebung fand gestern Abend auf Einladung des Kreispropagandaleiters ntc Vertreters der Kreisleitung der NSDAP ^eine Zusammenkunft der Vereins,uhrer im Gasthaus Hindenburg statt. Bei d°r Feststellung hpr Anwesenheitsliste ergab sich, daß zwar oie meisten Vereine unserer Stadt vertreten waren jedoch eine ^^1 Berejnsfüfcrer Der CmJaMmfl 8« dieser wichtigen Besprechung nicht I^e geleiyel hnffpn Mie Kreispropagandaleiter Schm e 13 ton,- I-^i-se In7er°ssel°sigk°it von Ver-m-fuhrern bereits bei früheren Veranstaltungen ^tage ge­treten diese Gleichgültigkeit der fraglichen Verein

großen Geltung zu verhelfen.

Schicksalsland der deutschen Zukunft sehen. Zu dieser Arbeit sind in erster Linie die Männer und Frauen berufen, die in unseren östlichen Provinzen ihre Heimat haben. Sie zur Aufbauarbeit zusam- menzuschließen, ist Aufgabe der ostdeutschen Heimat­verbände.

Auf Anordnung der zuständigen Stellen der Gauleitung der NSDAP, des Landesleiters Pg. Wendt, ist für Gießen und das nördliche Ober­hessen derBund heimattreuer Schle­sier" bestimmt worden. In ihm sammeln sich alle Ostdeutschen (West- und Ostpreußen, Grenzmärker, Danziger, Memeler, Posener, Schlesier und Ober­schlesier) und all die Volksgenossen, die die Ost­landsarbeit fördern und unterstützen wollen.

Anmeldungen sind zu richten an denBund heimattreuer Schlesier", Ortsgruppe Gießen, Post­fach 40, Herbert Ko st 0 rz.

Kreiswertungssingen in Gießen.

Der Sängerkreis Gießen, Gau XII im Deutschen Sängerbund, veranstaltet am morgigen Sonntag sein Kreiswertungssingen in Gießen. Die bedeut­same Sängerveranstaltung wird an drei Stellen der Stadt vor sich gehen, und zwar in der Neuen Aula, im Cafä Leib und in der Turnhalle. Ueberall wird das Wertungssingen um 8.30 Uhr beginnen. An jeder Singstätte werden 18 Vereine mit ihren künstlerischen Leistungen vor den Wertungsrichter treten. In der Aula hat Julius Eberle- Lollar die Leitung, Wertungsrichter ist Otto R 0 11 s i e - per- Frankfurt a. M, im Caf6 Leib obliegt die Leitung Ad. Neurath, Wertungsrichter ist H. Samper, in der Turnhalle hat die Leitung Al­bert Schneider, Wertungsrichter ist Dr. Wer­ne r - Frankfurt a. M. An bas Wertungssingen schließt sich um 12.30 Uhr eine öffentliche Kund­gebung auf dem Landgraf-Philipp-Platz an. Um 15 Uhr folgt dann im Cafö Ebel die kritische Be­sprechung Der Ergebnisse des Wertungssingens. Die Freunde des deutschen Männergesangs in Stadt und Land seien auf diese bedeutsame Sänger­veranstaltung besonders hingewiesen.

Werbekundgebung der Gießener Turnerschast.

Im Rahmen einer Werbewoche der Deutschen Turnerschaft veranstaltet die Gießener Tur­ne r s ch a f t (Tv. v. 1846 und Mtv.) am morgigen Sonntag, 27. Mai, eine große Werbekundgebung. Eingeleitet wird diese durch einen Werbeumzug aller Abteilungen, zu welchem die Teilnehmer um 15 Uhr an der Turnhalle am Oswaldgarten antre­ten und durch Neustadt, Bahnhofstraße, Horst-Wes- sel-Wall, Seltersweg, Neuenweg, Neuen Bäue, Gar- tenstraße, Kaiserallee nach dem Universitäts-Sport­platz marschieren. Dort angekommen werden die Turner und Turnerinnen der Öffentlichkeit einen Ausschnitt aus dem unerschöpflichen Arbeitsbereich der Deutschen Turnerschaft vermitteln und Zeugnis ablegen dafür, daß sich jeder Volksgenosse und jede Dolksgenossin in der Deutschen Turnerschaft nach Sinn und Geschmack betätigen kann und daß es für die Eltern kein besseres körperliches Erziehungs- mittel für ihre Kinder gibt, als es in der Arbeit der Deutschen Turnerschaft geboten ist. Neben den allgemeinen Freiübungen werden die einzelnen Abteilungen unvorbereitet Uebungen jeder Art zei­gen; volkstümliche Wettkämpfe, Uebungen mit dem Medizinball, sowie Faustballspiel'e werden das Pro­gramm vervollständigen, und ein Handball-Werbe- spiel der 1. Mannschaft der Gießener Turnerschaft gegen die 1. Mannschaft der 2. Komp. J.-R. 15 wird einen Einblick in dieses in der Deutschen Turner- schaft in ganz besonderem Maße gepflegte Kampf­spiel gewähren. Die Gießener Turnerschaft wird mit dieser Veranstaltung erneut das Gelöbnis ablegen, daß sie bereit ist, 'ihre ganze Kraft für Volk und Vaterland einzusetzen.

Die zu nichts verpflichtende Teilnahme auch an den Uebungs stunden in den Turnhallen der beiden Vereine wird allen Freunden der Turnsache in der kommenden Woche jeweils ab 20 Uhr gerne ge­stattet.

Fahnenweihe alter Soldaten in Gießen.

Wie bereits berichtet, findet am Sonntag, 3. Juni, die Weihe der Sturmfahne der Ortsgruppe Gießen des Reichsbundes ehemaliger Berufssoldaten statt. In einer gestern Abend imHessischen Hof" ab­gehaltenen Sitzung des vorbereitenden Ausschusses konnte Ortsgruppenführer Schwender eine weit» gehende Beteiligung der geladenen Behörden und Korporationen an der Veranstaltung feststellen.

Neben Staatsminister Jung haben fast sämtliche eingeladenen Behörden ihre Teilnahme zugesagt. Ebenso ist eine weitgehende Teilnahme der einge­ladenen Wehrverbände und Korporationen zu er­warten. Die Standarte 116 stellt einen Ehrensturm. Da die Veranstaltung gleichzeitig eine machtvolle Kundgebung für den Wehrwillen fein soll, ist be­sonders erwünscht, daß die Militärvereine und son­stigen eingeladenen Korporationen nicht nur mit einer Fahnenabordnung, sondern geschlossen an der Veranstaltung teilnehmen.

Bei dem am Vormittag im Hose der Neuen Kaserne stattfindenden Feldgottesdienst werden die beiden Militärgeistlichen Ansprachen halten. Außer­dem wirkt die Reichswehrkapelle bei dem Gottes­dienst mit. Nach der Weihe der Sturmfahnen durch den Bataillonskommandeur Major von Wachter und Uebernahme der Fahnen durch die Orts- gruppenführer wird der Vertreter des Reichstreu­bundes ehemaliger Berufssoldaten eine Ansprache halten. Hieran schließt sich ein Vorbeimarsch. Der Standortälteste hat den Zutritt zur Neuen Kaserne und damit Teilnahme des Publikums an dieser Veranstaltung gestattet.

Nach dem Vorbeimarsch marschieren die Festteil­nehmer (Ehrenkompanie der Reichswehr, Orts­gruppen des Verbandes Hessen bzw. Hessen-Nassau im Reichstreubund ehemaliger Berufssoldaten, Wehr- verbände, Studentenverbindungen, Militärvereine usw.) mit ihren Fahnen durch Kaiserallee, Lud- wigsplatz, Neuen Bäue, Sonnenstraße nach dem Landgraf - Philipp - Platz, wo am 116er - Denkmal eine Gefallenen-Ehrung stattfindet. Hier wird Gene­ral a. D. Fritz nach einem Choral der Reichs­wehrkapelle die Gedenkrede halten unter Nieder­legung einer Kranzspende für die gefallenen Kame­raden. Mit dem LiedeIch halt einen Kameraden" findet die Ehrung ihren Abschluß.

Am Nachmittag nimmt die Ortsgruppe geschlossen» an der großen Kundgebung in der Volkshalle teil, während die auswärtigen Teilnehmer sowie die Familienangehörigen sich auf derKarlsruhe" zu einem geselligen Zusammensein einfinden.

Gietzcncr Wo^nm^rkrpreise.

Gießen, 26. Mai. Es kosteten auf dem heu­tigen Wochenmarkt: Süßrahmbutter 140, Landbutter