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Drohungen und beleidigenden Zumutungen gepfla­sterte Weg, den Frankreich in den Genfer Verhand­lungen eingeschlagen hat und nach den Erklärungen

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Barthous anscheinend nicht" zu verlassen gewillt nur als der Weg des Vertragsbruches kennzeichnet werden kann.

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MeAbrüstungskonferenzsollerneutDeuWands RechisanspruchausGleichberechtigunganerkennen Ein Vorschlag Hendersons. - Die Jünfmächteerttärung soll durch die Abrüstungskonferenz bekräftigt werden.

Scharfe englische Kritik an Barthou.

London, 26. Mai. (DNB.-Funksvruch.) Die Rede des französischen Außenministers Barthou vor der Kammer wird von der englischen Presse aus­führlich wiedergegeben. Die liberaleNews Chro- nicle" erklärt, daß die Erklärungen Barthous sicher­lich keinerlei Hoffnung erweckten. Was seinenRedeschwall" über das Saargebiet betreffe, so laute die einfache Antwort barauf, daß Frank­reich das vom Völkerbund bestimmte Datum für die Saarabstimmung anzuneh- m e n habe. Wenn Barthou das englische Ab- rüftungsmemorandum für unannehmbar erkläre, weil es einen Rüstungsausgleich Deutschlands zu- lasse, dann solle er nicht die Fünfmächte- Erklärung vom Dezember 1932 vergessen, in der die deutsche Gleichberechtigung an­erkannt wurde.

Der Präsident der Abrüstungskonferenz Hen­derson hat dem Mitarbeiter desNews Chro- nicle" Vernon Bartlett während seiner Ueberfahrt nach Frankreich seine Ansichten zur Abrüstungs­frage dargelegt. Die bevorstehende Hauptausschuß­versammlung sollte alle ihre Bemühungen darauf richten, so erklärte Henderson, eine Rückkehr Deutschlands nach Genf zu ermöglichen. Henderson gab zu, daß Deutschland nur auf der Grundlage der vollständigen Gleich-

der Kosten

kreuzes herangezogen. Da sich die Kaufleute, unltr denen sich Inhaber bekannter Gaststätten befinden weigerten, die Beträge zu zahlen, ordnete die B§- Hörde die Schließung ihrer Betriebe an

In Kufstein wurde vor Pfingsten bekanntlich '" ~ " hohes Hakenkreuz auf eint Pendling gemalt. Nunmehr wui- Kufstein er Kaufleute von Behörde zur Aufbringung der Entfernung des Haken-

Regierungschef, sondern vom König aus^ wählt. Es ist nicht zu leugnen, daß die Vor'- I gänge in Bulgarien eine Erregung in piv tischen Kreisen ausgelöft haben. Das energische menti der Regierung hat aber allen Gerüchten über einen bevorstehenden Regierungswechsel vom erst den Boden genommen.

Fieberhafte Tätigkeit in der englischen Rüstungsindustrie London. 26. Mai. (DRB. - Funkspruch.) 3; großer Aufmachung weih der sozialistischeDaiH Herald" zu berichten, dah die englischen Rüstung» firmen zur Zeit mit der Herstellung oo1 Waffen aller A r t beschäftigt seien. 3n Styl'- ficld werde Tag und Rächt an der herstell' lung besonderer Stahlarten für Jluff zeuge gearbeitet. 3n einigen Fällen habe sich Umsatz neuerdings verdoppelt, viele Firmes hätten Hunderte von neuen Arbeitern eingesic^ Am größten sei die Beschäftigung der Firmen, W frrlegsflugzeuge Herstellen, drei der führen den englischen Fabriken seien zur Zeit mit Wui«' nenaufkägen aus den verschiedensten Ländern co Kampf- und Bombenflugzeugen beschäftigt. Als weis hierfür sei das Anziehen der Aktie englischer Flugzeugsirmen anzusehem

Stabschef Köhm Ehrenbürger von Stettin.

Stettin, 25. Mai (DNB.) ReichsmImM Stabschef Röhm traf am Freitag mit Begleitung in Stettin ein. Am Abend hatte 1 auf der Hakenterrasse eine ungeheure Menßy menge eingefunden. Vor dem Museum und aus zum Bollwerk führenden Treppe bildete u . t tragende SA. Spalier. Der Dberbürgermei|ier

waren.

Wie dieReichspost" berichtet, wurde der mut­maßliche Attentäter vom Salzburger Festspielhaus verhaftet. Er war früher be; der Salzburger Stadtgemeinde beschäftigt. Da er als sozialdemokratischer S ch u tz b ünd - ler an den Februarunruhen aktiv teilnahm, rourbt er aus dem Dienst der Stadt entlassen. Somit ist die Lüge, Nationalsozialisten seien die Täter, zusammen-1 gebrochen. Die nähere Prüfung durch Sachverstän­dige hat ergeben, daß die Schäden durch den Bom­benanschlag in der Vorhalle des Salzburger Fest spielhauses außerordentlich schwer sind. U. a. müß­ten fast alle Marmorsäulen ausgebessert werden

Die Streikwelle in Amerika

Ernste Krisis des Aooseveltschen Aufbauwerks.

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berechtigung mit den anderen Staaten nach Genf zurückkehren werde und machte daher die An­regung, daß die Fünfmächte-Erklärung vom Dezember 1932 über die deutsche Gleichberech­tigung von dem Hauptausschuß der Ab­rüst ungskonferenz ausgenommen wer­den solle. Wenn der Hauptausschuß eine Entschlie­ßung annehmen würde, durch die sich alle Staaten den Grundsatz der deutschen Gleichheit in einem Sy st em der Sicherheit einstimmig zu eigen machen würden, dann sollte, so meinte Henderson, Deutschland wieder an den Besprechun­gen teilnehmen können. Er hoffe, daß ein solcher Schritt des Hauptausschusses Deutschland über­zeugen würde, daß es gerecht behandelt wird.

Es sei selbstverständlich ungewiß, ob Frank­reich die Fünfmächte-Erklärung von 1932 erneut bekräftigen wolle. Aber er könne nicht glauben, daß die französische Regierung die Aussichten auf einen völligen Zusammenbruch gleichmütig ins Auge fassen werde. Henderson nahm energisch gegen d i e Anregung Stellung, daß die Abrüftungsvevhandlungen an den Völker­bundsrat zurückverwiesen werden sollen. Er sehe darin keinen Vorteil, und Deut sch land würde sicherlich nicht teilnehmen. Die Groß­mächte würden wahrscheinlich ebenso unversöhnlich oder ebenso energisch am Ratstisch wie bei den normalen Abrüstungsbesprechungen sein. Man solle aber nicht sagen, daß die Abrüstungskonferenz be­reits tot fei.

Erbarmungslosigkeit der Bürgerkriege wie die frü. Heren Vorkommnisse in den USA. In der Aon kriegszeit jedenfalls gab es keine kommunistische Agitation. Wenn heute bolschewistische Hetzer die Lage für sich auszunutzen versuchen, ändert das nichts an der Feststellung, daß die R ü ck st ä n d i g. feit des gesamten amerikanischen Wirtschaftssystems ein gerüttelt Maß Schuld an den jetzigen Kämpfen hat. Denn die eigentliche Ursache des Arbeiterkampfes in Ohio, die Forderung nach einer zehnprozentigen Lohnerhö. hung, ist aus den oben angegebenen Gründen, aus dem Gegensatz von Preis und Lohn infolge des Gummidollar-Experiments, nicht ohne weiteres al- unberechtigt abzuweisen.

Bukarest, 25. Mai (DNB.) Der Freitag brachte Gerüchte über einen unmittelbar bevor­stehenden Rücktritt des G e f a m t f a b i n e t ts. Anlaß zu diesen Gerüchten gab eine neue Audienz Marschall Averescus beim König. W knapp aufeinanderfolgenden Empfänge des Kriegs­ministers, des Unterrichtsministers und des Minister­präsidenten Tatarescu durch König Karol ließen bfii Annahme au, daß der Rücktritt des Kabinetts er­folgen würde. Ministerpräsident T a t a r e f c u trat

DollfußbedrohtauchSprengfioff. anfchläge mit dem Standrecht.

W i e n, 25. Mai. (DNB.) Im Ministerrat wurde eine Ausdehnung des Standrechtsverfah. rens auf Spreng ft offanschläge beschlos. en. Das Standrechtoerfahren galt bisher für Mord, Raub, Brandlegung und boshafte Sachbe, chädigung unter besonders gefährlichen Umständen Das Standgericht fällt entweder das Todesurteil oder beschließt Rückverweisung an die ordentlichen Gerichte. Die Regierung will nunmehr auch Sprengstoffanschläge, wie Bomben - und Böl.. l e r a n s ch l ä g e, vor das Standgericht bringen. Der Ministerrat beschloß ferner, anstelle lanawie- riger Untersuchungen sofort wirksame Maßnahme« geaen staatsfeidliche Betätigung von Beamten ober Angestellten treten zu lassen. Ferner beadsichtigg die Regierung, zur Hebung des Fremdenverkehrs die Auslandsreisen der öffentlichen Be- amten und Angestellten einzuschränken.

Im Zusammenhang mit der Erweiterung des Standrechtsverfahrens sucht die der Regierung, nahestehende Presse auch weiter planmäßig be« Eindruck aufrechtzuerhalten, als ob die österreichi- chen Nationalsozialisten allein für di- zahlreichen Sprengstoffanschläge der letzten Zeil verantwortlich seien. Bezeichnenderweise liegt jedotz noch immer feine amtliche Mi11eilung über das Ergebnis der polizeilichen Untersuchung der Eisenbahnanschläge vor. Von den Behörden mußte vielmehr in zahlreichen Fällen zugegeben werden, daß bei den Sprengstoffanschlä­gen in letzter Zeit Kommunisten am Werke

Rücken zu kehren. Welche Zugeständnisse habe . Frankreich an Polen hinsichtlich Sowjetrußlands 1 gemacht? Welche Haltung werde die französische Re­gierung einnehmen, wenn Polen einen ständigen < Ratssitz für sich verlangen würde? Deutschland, Bel- aien und Polen rüsteten, und Frankreich würde die­sem Beispiel folgen. Don dieser Politik habe nur das Comit6 des Forges einen Vorteil.

Außenminister Barthou

erklärte bann, er hoffe mit der Unterstützung Eng­lands und Italiens die Aufrechterhaltung der U n abhängigkeit Oesterreichs zu erreichen. Seit den letzten Monaten sei bereits eine gewisse Entspannung festzustellen. Seine Reise nach s Warschau habe als Ergebnis das Fortbestehen - des französisch-polnischen Bündnisses gezeitigt. Er habe in Warschau wohl von Rußland gesprochen I und alles getan, um beide Länder einander näher > zu bringen. Er sei vielleicht auch nicht unbeteiligt an der Erneuerung des Nichtangriffspaktes. Der I Eintritt Rußlands in den Völkerbund 1 wäre wünschenswert. Er habe in diesem ) Sinne gehandelt: Er habe mit Litwinow über die Bedingungen des Eintritts Rußlands in den Völker- 1 bunb gesprochen. (Nähere Angaben hierüber unter- 1 ließ er jedoch.) j

Barthou widmete sodann einige Worte dem < freundlichen Empfang, der ihm in der T s ch e - ; choslowakei zuteil geworden sei, und zollte dem , Präsidenten Masaryk besondere Anerkennung, die von dem gesamten Haus mit Beifall ausgenom- ; men wurde. In Rumänien und in Südsla - Wien werde er, Barthou, gelegentlich feiner bevor­stehenden Besuche sein Bestes tun, um alle Meinungsverschiedenheiten zu zerstreuen, die zwi­schen Frankreich und seinen Freunden entstanden sein könnten. Er wisse aber genau, daß diese Freunde Frankreich treu geblieben seien. Frankreich sei nicht isoliert. Die Beziehungen Frankreichs zu der Türkei seien u. a. ein Beweis dafür,

3n der Frage der Abrüstung sehe die gegen­wärtige Regierung die Politik ihrer Vor­gänger fort. Denn die französische Politik, die darin zum Ausdruck käme, bliebe immer ' die gleiche: Herabsetzung der Rüstungen und Gleichberechtigung, aber in der Sicherheit und mit wirksamen Garantien. (Zurufe: Sehr gut! Sehr gut!) Die französische Regierung habe England nichts anderes erklärt, als daß sie das englische Memorandum nicht als Grundlage einer Verhandlung anerkennen könne im Hinblick auf den gegenwärtigen Stand der Verhandlungen, in die neue Bedingungen eingeschaltet werden mühten. 3n der Tat bliebe eine Reihe von Fragen offen. 3n der englischen Rote sei weder von der Luftfahrt noch vom Völkerbund die Rede gewesen. Frankreich habe also die Pflicht gehabt, dementsprechende Fragen zu stellen und eine Antwort abzuwarten. 3n der französischen Rote vom 6. April habe Frank­reich auf die deutsche Aufrüstung angespielt. Frankreich wolle nicht die Politik der Auf­rüstung, sondern halte an der Abrüstung fest. Die französische Regierung sei nicht etwa der Ansicht, dah alles zu Ende wäre, und dah alle Türen geschlossen seien, die der Ab­rüstungskonferenz und des Völkerbundes. Frankreich bliebe vielmehr den Grundsätzen der Abrüstungskonferenz und den Völker- bundssahungen treu. Für die Zukunft gebe es zwei Hypothesen: Werde die Abrüstungskonfe­renz ihre Arbeiten fortsehen, oder werde sie ihr Mandat dem Völkerbund zurückgeben? Die Meinung der französischen Regierung sei bekannt. Die französische Regierung bleibe der Sache des Friedens treu, und diesen Frieden könne sie sich auherhalb des Rahmens des

Völkerbundes nicht vorstellen.

Zum Schluß ging der französische Außenminister auf die Saarfrage ein. Er betonte, daß die Verwaltung des Saargebietes durch den Vertrag geregelt sei. Nach 15 Jahren müsse sich die Bevöl­kerung darüber äußern, ob sie den gegenwärtigen Status beibehalten, zu Deutschland zurückkehren, oder für Frankreich stimmen wolle. Die Abstimmung müsse aber frei, aufrichtig und umfassend sein. Man habe von französischer Seite vorge­schlagen, daß eine Erklärung von der französischen und der deutschen Regierung abgegeben würde. Deutschland habe dies abgelehnt. Er erkenne an, daß Deutschland in dieser Hinsicht recht- gehabt haben könne, und darum habe er nach­gegeben. Das Problem sei dann aber anders gestellt worden. Eine Abstimmung sei nur dann aufrichtig, wenn sie frei sei, und wenn die Abstimmung g e h e i m bliebe. Er, Barthou, habe es abgelehnt, die Einwohner des Saargebietes gewissen Repres­salien auszusetzen. Wenn er anders gehandelt hätte, würde er es nicht gewagt haben, vor der Kammer zu erscheinen.

Das für ein Empfang wäre ihm wohl bereitet worden, wenn er dem zugestimmt hätte, dah die Volksabstimmung auf einen bestimmten Zeitpunkt festgesetzt worden wäre, ohne dah vorher ausreichende Schuhmah- nahmen getroffen wären? Ein blohes Versprechen Deutschlands genüge ihm nicht, er sei der Ansicht, dah er in dieser Hin­sicht der einmütigen Stimmung der französi­schen Kammer entsprochen habe. (Barthou er­wähnte hier, um die Repressalien zu kennzeich- nen, die gewisse Saarländer nach der Abstim- mung über sich ergehen lassen mühten, eine in einer Münchener Zeitung enthaltene Kari- k a t u r über Matz Braun, der dort an einem Baum aufgeknüpft dargestellt wurde.) Barthou betonte dann, dah Frankreich an einer bal­digen Regelung der Saarfrage ge­legen fei, die nicht nur auf den deutsch-französi­schen Beziehungen, sondern auf der gan­ze n Welt laste Aber einer Festsetzung des Abstimmungszeitpunktes könne er nicht zustim­men, solange keine ausreichenden Garantien gegeben seien.

Die französische Regierung werde alles tun, um einen Krieg zu vermeiden. Frankreich werde seinen Bündnssen treu bleiben. Das Verhältnis Frank­reichs zu Italien gestalte sich enger und auch die Beziehungen zu England hätten trotz einiger Mei­nungsverschiedenheiten sich dadurch nicht abgekühlt. Frankreich sei nicht isoliert. Was man auch denken möge, die Regierung habe das internationale An- sehen Frankreichs nicht vermindert.

Präsident Roosevelt muß erleben, daß seine stützenden Eingriffe in das Wirtschaftsleben das brüchige System der bisherigen Wirtschaftsauf­fassung aufs schwerste erschüttern. Der Klassen- kämpf ist auf breiter Front entbrannt und führt zu blutigen Zusammen st ößen zwischen Streikenden und Polizei. Zu besonders schweren Kämpfen, in denen auch zum Schutz der Fabrikanlagen Militär eingesetzt wurde, kam es in der 300 000 Einwohner zählenden Industriestadt Toledo im Staate Ohio. (Mittlerer Nordosten.) Hier wurde mit Maschinengewehren und Tränen­gas gegen das Heer der streikenden Arbeiter vor­gegangen. Ein neuer Streik droht in der gesamten amerikanischen Stahlindustrie. Der an der pazifischen Küste herrschende Hafenarbeiterstreik dauert schon drei Wochen. Die Streiklatze hat sich auch durch Bemühungen der Negierung nicht grund­legend gebessert. Zwar wurde der Streik in Minneapolis durch einen Vergleich beendet, jedoch lehnten die Streikenden in Toledo jede Verständigung ab. Es kam dort in der Nacht zum Samstag erneut z u Zusammen ft ößen mit der Nationalgarde, die mehrere Salven in die Luft abgab, nachdem sie von den Streikenden wiederum mit Steinen beworfen wurden. Die Aus­sichten auf eine Beendigung des Hafen- arbeiterftreits an der Westküste sind gleich­falls nach wie vor sehr gering. Auch in New Orleans ist kein Nachlassen des D o ck a r b e i t er­st r e i k s zu bemerken, vielmehr kam es dort zu heftigen Zusammenstößen, bei denen mehrere Dock­arbeiter verletzt wurden.

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Die kommunistische Agitation, die bisher in der Nordamerikanischen Union kaum Fortschritte machte, hat bei der sturen Haltung des reaktionären Hoch­kapitalismus geschickt die Lücken ausgenutzt, die das in allen Fugen wackelnde Niraprogramm Roose­velts darbot. Es rächt sich heute, daß die amerika­nische Arbeiterschaft in den meisten Industrien unter der Vorherrschaft des Manchestertums, also des extremen Herrn - im - Hause - Standpunkts der Unternehmer, kein Koalitionsrecht hatte und im Zeitalter der Umpflügung aller wirtschaft­lichen Gewohnheiten unter dem Druck der Krise die Roosevelt-Experimente sind lediglich eine Folge dieser Ursache die Trustherren versuchten, den krassen Unternehmerstandpunkt bis zuletzt aufrecht zu halten. Eine trockene Zahl gibt den Schlüssel zu diesen Unruhen. Während auf dem Papier die Preise stiegen und nach dem Roosevelt-Programm

Berlin, 26. Mai. (DNB.) Sämtliche Berliner Morgenblätter weisen die Bemerkung Barthous scharf zurück, daß ihm in Bezug auf die Saar Versprechungen der deutschen Regierung in der Amnestiefrage nicht genügten und daß er darüber hinaus materielle Sicherheiten verlange. So schreibt derVölkische Be­obachter": Es ist wohl der offensichtlichen Er­regung Barthous zuzuschreiben, als er von der Saarfrage sprach, daß der französische Außenmini­ster Zweifel in das Wort der Reichsregierung setzte. Es ist wohl im Interesse Frankreichs besser, wenn es nicht eine Diskussion über Ver­tragstreue herausfordert. Nach den bekannten Drohungen des Bergwerksdirektors Guillaume etwa muß vielmehr Deutschland fragen, welche Sicherheiten der Völkerbund bietet, daß von Seiten der zahllosen französischen Beamten in allen Zweigen der Verwaltung, insbesondere der franzö­sischen staatlichen Grubenverwaltung, kein Druck aus Bergarbeiter und Angestellte mehr auggeübt werden kann. Der deutsche Standpunkt in der Abstimmungsfrage ist völlig eindeutig, der unzweideutig den Grundsatz vertritt, daß d i e Freiheit der Abstimmung gesichert werden muß. Deutschland ist daher im Rahmen der Verträge bereit, entsprechende Garantien für die Abstimmungsberechtigten zu geben. Wenn Frankreich darüber hinaus für gewisse nicht- bobenftänbige Elemente, die es im Saargebiet unterhält, um dort zu wühlen, gleiche Sicherungen verlangt und bei Nichterfüllung seiner Forderung mit Sabotage der Abstimmung droht, so durchbricht es klar die Forderungen des Versailler Vertrages im Hinblick auf die darin fest­gelegte Unabhängigkeit und Freiheit der Abstim-

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mung. Wenn her französische Außenminister sich bei der angeblichen Gefährdung der unabhängigen Abstimmung auf die Karikatur in einer deutschen Zeitung berufen zu können glaubt, so ist dazu zu sagen, daß, ganz abgesehen von dem imaginären Charakter jeder Karikatur, auch das spezielle Objekt derselben, der Emigrant Matz Braun, mit der Abstimmung und den zu ihrem Schutze zu treffenden Maßnahmen nichts zu tun hat. Wenn bei der vertragswidrigen Ruhrbesetzung deutsche Patrioten nur wie hier in effigie ihr Leben gelassen hätten, es wäre um die moralische Abrüstung in Europa besser bestellt.

DieDeutsche Allgemeine Zeitung" bezeichnet die Aeußerung Barthous, daß ihm in bezug auf die Saar Versicherungen der deuffchen Negierung in der Amnestiefrage nicht genügten, als eine unerhörte Anmaßung und betont, daß der wirkliche Grund zur Vertagung der Völker- bundsratsentscheidung über die Festsetzung der Ab­stimmung in der Tatsache zu erblicken fei, daß Frankreich mit seinen Forderungen den Rah­men des Versailler Diktats über­schritten habe. In derDeutschen Zei­tung" heißt es: Wir verlangen weiter nichts als die Freiheit und Fristgerechtigkeit der Abstimmung, wie sie im Versailler Vertrag vorgesehen ist. Dessen Bestimmungen sind so eindeutig, daß

Arbeitszeitverkürzungen keinen Lohnausfall bewir­ken sollten, ist in Wirklichkeit der Real lohn des amerikanischen Arbeiters im gleichen Verhältnis wie die Arbeitszeit verkürzt worden, also durch­schnittlich um zehn v. H. Mit anderen Worten: Die Preise -liefen den Löhnen davon. Wir kennen diese Erscheinung aus dem Versuch der Inflation, durch Ankurbelung der Notenpresse die Staatsausgaben mit Papier zu decken, für die keine Gegenwerte vorhanden waren, und die schaffenden Kräfte durch Nominallöhne über das Sinken des Reallohnes und dessen Kaufkraft hinwegzutäuschen. Erst am Ende der Inflation wurde Deutschland be­wußt, wie sehr diese Inflation uns ausgebrannt hatte.

Dazu kommt für die USA. ein Zweites. Die Diskrepanz zwischen Lohn und Preisen wird ver­stärkt durch die Macht der K a r t e l l e, die in sich zu großen Unternehmerverbänden zusammengeschlos- sen sind, denen aber die Masse der Lohnempfänger keine ähnliche Organisation entgegenzustellen hat. Im Niraprogramm war vorgesehen, die Gewerk­schaften und auch die Verbrauche rschaft sollten in den Ausschüssen für die einzelnen den Codes unterliegenden Industrien vertreten sein. So­fort spitzte sich die Frage dahin zu, ob die allgemei­nen Gewerkschaften als Vertreter der Arbeiterschaft anzusehen seien ober die sog. Werkvereine, jene gelben Organisationen also, die in den einzelnen Betrieben nach Anweisung der Trustherren sich bil­deten. Sie dienten dazu, innerhalb der Betriebe jede, auch die gerechte Lohnbewegung zu erschlagen. Da in den USA. keine Werksgemeinschaft besteht, son­dern der Kampf der Jnteressentengruppen nach übe« ralistischen Prinzip, hatte in diesem Kampf der Trustmagnat, verbunden mit den Behörden, eine unbeschränkte Macht nicht nur in der Lohnfestsetzung gegenüber der Arbeiterschaft, und diese Macht wurde im Profitinteresse selbstverständlich schonungslos an- gesetzt.

Irn Kampf der Arbeiterschaft gegen die Unterneh­mehrgewalt innerhalb des liberalistisch-kapitalisti- schen Systems gehören die Kämpfe z. B. der Kupfer­arbeiter aus der Vorkriegszeit gegen die Sherifs, hinter denen die Kupferkönige standen, zu den ekel­haftesten Kapiteln des Kampfes zwischen Arbeit und Kapital. Damals wurden Tausende von Arbeiter­familien erbarmungslos dem Hungertode überliefert. Und wenn heute die Staatsgewalt mit Tränengas nicht nur gegen demonstrierende Streikende in To­ledo vorgeht, sondern auch ganze Arbeiterviertel vergast, bann gehört das ebenso zu der Rubrik der

Schlosses entgegen. Als Anlaß für die Spannuny des heutigen Tages dürften die Forderungen militärischer Art angesehen werden, diii Marschall A v e r e s c u dem König oorgebrafll haben soll. U. a. soll er eine Liste von 160*1 Offizieren vorgelegt haben, die bei den letzten B«' förberungen nicht berücksichtigt worben seien. Tato- refcu soll erklärt haben, baß er nur bann W. Verantwortung über die Zustände in der Armee Mtyj.tfJ;,. übernehmen könne, wenn der K r i e g s m i n i stc c \ von i h m selber benannt werde. Bishe- er wurde der Kriegsminister nicht vom jeweilig» uiq \Oc

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dieser Annahme beim Verlassen des königlichem Mthe-T, ~ ........ ~ k 13. :