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ton der Verleihung des Ehrenbürgerrechts .in den Stabschef Kenntnis und überreichte dem Stabschef den Ehrenbürgerbrief. Stabschef Röhm iLnkte für die ihm zuteil gewordene Ehrung, auf lie er nicht vorbereitet gewesen fei; er dürfe diese k'hrung nicht für sich, sondern für die gesamte swmmersche SA. in Empfang nehmen. Der Etabs- qief schritt dann die Front der Ehrenkompanie der tziA. sowie der Hitlerjugend ab und begab sich auf ten DampferRugarb", mit dem er unter dem Sirenengeheul aller im Hafen liegenden Schiffe ind) Swinemünde fuhr.

Kunst und Wissenschaft.

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zu den Stickstoffsammlern zählt, auch sonst noch ein gut geartetes Vorfeld, z. B. für die H erb st ge treibe« satt. Der Nordwesten und Norden Deutschlands kom- mn für den einigermaßen sichern Anbau der Soja- bHne wegen ihrer späten Reifezeit nicht in Betracht

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lin, Kleist und Fichte auf quoll, was deutsch ist. In diesen Gottbegnadeten vollzog sich, um ein Wort der Führers zu gebrauchen, die Fleis<'werdung der dSlhsten Werte unseres Volkes. Sie haben den Mundftein für die deutsche Zukunft gelegt."

Die Tagung galt dem Gedenken des 175jährigen Geburtstages von Schiller, den die Goethe-Gesell- shoft, wie der Präsident Professor Petersen (Ber­lins, ausführte, freudig mitfeiern wolle, weil es für fik auf die heute oft im In- und Auslande ge- flellte Frage: Goethe oder Schiller nur die Ant° nort Goethe und Schiller gebe. Von besonderem Interesse aber dürfte eine Publikation sein, die die Dokumente über Tod und Bestattung Schillers ent- f)]|ten wird. Sie soll deshalb herausgegeben wer­den, weil in letzter Zeit erneut und völlig grund- ifos Verdächtigungen ausgesprochen worden sind, mH denen Schiller vergiftet worden sei und zwar unter Mithilfe von Goethe. Diese vollkommen aus bei Luft gegriffenen Anwürfe bezeichnete der Prä- fib-nt als eine unerhörte und an Dolksverrat gren-

Die Sojabohnenzüchturig in Oeutscl land.

Professor Dr. George S e s s o u s von der Uni- nrsitäl Gießen sprach im Rahmen der Tagung des Vereins Deutscher Chemiker in Köln über den der- ;itigen Stand der Sojabohnenzüchtung in I eutschland. Wir lesen darüber in derKölni- jjjen Zeitung" folgendes: Aus Hunderten von Sor- 1-n wurden auf dem Weimarhof bei Darmstadt e nge wenige m die engere Wahl gezogen, deren Jachbau in diesem Jahr im Reich in etwa 20 Be­ll eben vorgenommen wird, so daß im nächsten Ihr erhebliche Mengen von erprob- t m Saatgut vorliegen können. Außerdem wer- tm in diesem Sommer noch etwa hundert über ganz Iiutschland verbreitete Schauversuche veranstaltet, in die Landwirte von der Ertragsmöglichkeit der Eijabohne zu überzeugen. Der sichere Durch - sa n i t t s e r t r a g dürfte bei 14 Doppelzentner je jjiftar liegen. Der Preis wird im nächsten Jahr, tjinn der Anbau auf breiterer Saatengrundlage all- gjneiner vorgenommen werden kann, den Festprei­se. z. B. des Getreides, angepaßt werden.

pinc Reihe von Lichtbildern zeigten den Stand bt* Anbaufelder im Vorjahr auf dem Versuchsgut b« Darmstadt. Demnach hat sich der Anbau der nschr unfern Buschbohnen gleichenden Pflcmzen- foim nicht bewähr sondern die mehr unfern ©tau» tynerbfen ähnliche Wuchsart. Am besten dürfte der Sfmbau im Weinklima des Südwestens Deutsch» foibs sein. Durch den Anbau der Sojabohne würde den Bauerntum im südwestlichen Deutschland ein durchaus günstiger Fruchtwechsel geboten, dnn die Sojabohne stellt, abgesehen davon, daß sie

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de Beschmutzung.

Zwsessor Deetjen (Weimar) erstattete den chäftsbericht. Dem verdienstvollen Förderer des - , j v^hhe-Erbes, Professor Anton K i p p e n b e r g 'I W (Lipzig), dem Leiter des Insel-Verlages, wurde zu abinewj ^uxn 60. Geburtstag die große goldene Medaille r eJ c.y l?r Goeche-Gesellschaft verliehen.

S | Der 13. Deutsche Krüppelfürsorgekongreh, runi ?n Beuthen tagt unter der Leitung von Dr. "w Puffert, leitender Arzt des Krüppelheims zum orfld Mqen Geist, der 13. Deutsche Kongreß für Krup- " siürsorge. Die Deutsche Vereinigung für Krup-

! Mrsorge blickt auf 25 Jahre erfolgreichen Wir- lms zurück. Nach einer Begrüßungsansprache h Vorsitzenden der Vereinigung, Professor Dr. ^ocht-Berlin, erstattete der Geschäftsführer Dr. ^Hardt-Berlin den Jahresbericht. Besonders Monte er, daß Arbeit und Aufgabe der Veremi- firg mit den Aufgaben des nationalsozialistischen ttoates zusammenfallen. Nach Dankesworten M Vorsikenden an die Geschäftsführung und an P)ifar3t Dr. Seiffert für die Vorbereitung des Mgreffes wurde beschlossen, im Jahre 1935, und in der Woche nach Pfingsten, eine Mitglieder- rrommlunq der Vereinigung in Magdeburg schzihalten. Der 14. Deutsche Kongreß für Krup- PlÜrsorge wird im Jahre 1936 in Magdeburg sbt finden. Am Freitag fand nach Vortragen em Ode: schlesischer Grdnzlandabend statt. Am Sams- tcq begeben sich die Kongreßteilnehmer. auf eine 8unzlandfahrt. Die Grenzverhältnisse im Jndu- friigebief und verschiedene industriell« Anlagen Md'Gruben sollen besichtigt werden.

; Deutsche Himalaja-Expedition hak den Aufmarsch zum Nanga-Parbat vollendet.

! De deutsche H i m a l a j a - E x p e b i t i o n mel- bit aus Nanga-Parbat, daß sie ihren A"A"rsch Ur Nanga-Parbat vollendet hat. Dem Drahtlosen Keift ist folgender Bericht von dem Leiter der ipo-bition Willy Merkt 3ugegangen: 12. Mai

b < vn der Abmarsch in Astor, der letzten P f Ittbn, über Dashkin zum großartig w'lden tief eiop- chnittenen Tal des Indus. Bei Tallichs wurde di -Strom mit Booten überquert Zum erstenmal l»je sich hier im Abendlicht der Nanga-Parbat m Kt überwältigenden Masestat. Bei quälender 9»i gelangte die Expedition am nächsten Tage nach |US, dem einzigen Brückenubergang m Mfcm weltabgeschiedenen Gebiet des Indus Em -Sri aufstieg von 1300 Meter Hohe hinauf ms M°kvt-Tal'wurde an einem Tage geschafft und am r I Mai die Schneegrenze über dem Rakiotgletscher P ) treibt Hier wurde in 3000 Meter Hohe das vo r- 1 'Affige H auptlager der deutschen H.m°ala- yLitlon 1934 errichtet. Die Lasten sind vollstan ^Dingetroffen, die 500 Transporttrager werden st entlassen. Der Aufmarsch ist damit trotz des Mia ungünstigen Wetters programmaßig am Lag, den 18. Mai, beendet worden. Die Wissen-

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lüheii 49. Hauptversammlung der Goethe-Gesellschaft

?ü Bei her diesjährigen 49. Hauptversammlung der *2| Gc> e th e - G e s e l l s ch a f t in Weimar sprach nach ln!' btr Begrüßung der Mitglieder durch den Prästden- m'1 'IJ teil Prof. Dr. Julius Petersen (Berlin) namens iMiWV Stellvertreters des Führers Pg. Ernst Schulte sLtrathaus) und überbrachte dessen Grüße.Der öen M geistige Gshalt der Bewegung, die zu erleben wir. rgO'IIJas Glück haben, wurzelt in dem Urgrund, aus Q'^[jbein in Hamann, Herder, Goethe, Schiller, Holder-

125 Zahn Zndustne- Aanksurl

In Anwesenheit des Reichsstatthalters in Hessen Gauleiter Sprenger, des Reichswirtschafts- mlnisters Dr. Schmitt und anderer Gäste begeht am Montag die Industrie- und Handelskammer Frankfurt die Feier ihres 125jährigen Bestehens. Sie ist eine der ältesten in ganz Deutschland. Ihr Ursprung geht bis in das 17. Jahrhundert zurück. Damals schon fanden in Frankfurt zweimal im Jahr die großen Internationalen Messen statt. Die aus Frankreich und den Niederlanden zugewander­ten Hugenotten verpflanzten den Großhandel und das Bankgeschäft nach Frankfurt. In diese Zeit fällt die Entstehung der Frankfurter Börse, die im Jahre 1605 zum ersten Mal erwähnt wird. In den Stürmen der napoleonischen Kriege wurde Karl Maria von Dalberg Fürstprimas des Rheinbundes und später Großherzog von Frank­furt. Dalberg wandelte die Deputierten der Kauf­mannschaft in dieGroßherzogliche Han­delskammer Frankfurt a. M." um. Der Beitritt Frankfurts zum Zollverein 1836 ging auf das Betreiben der Handelskammer zurück. Damit wurde das Frankfurter Wirtschaftsleben auf eine breitere und stabilere Basis gestellt. Der große Auf­schwung nach der Reichsgründung kam auch Frank­furt zugute. Eine Lebensfrage war es aber für Frankfurt, den Anschluß an die große Schiffahrts­straße des Rheins zu finden, der sich seit Einfüh­rung des Dampfschiffahrtsverkehrs als ausschlag­gebend für den Nord-Süd-Durchgangsverkehr ent­wickelt hatte. Dies wurde erreicht Mitte der 80er

und Handelskammer am Main.

Jahre durch die K a n a I i*f i e r u n g des M a ins, ein Erfolg, der in erster Linie den Be­mühungen der Handelskammer zu danken ist. Da­mit waren denn auch die Bedingungen für die künftige Entwicklung der Frankfurter Industrie gegeben.

Die immer stärkere Entwicklung der Industrie und des Verkehrs nach der Mainkanalisation und nach dem Ausbau des Eisenbahnnetzes führten zu einer entsprechend engen wirtschaftlichen Verflech­tung des ganzen Rhein-Main-Gebietes. 1919 gelang es zunächst mit der Handelskammer Hanau eine Verwaltungsgemeinschaft abzuschließen. Im Anschluß daran wurde in.Fulda eine besondere Geschäfts­stelle errichtet. Schwieriger waren die Verhandlun­gen mit den übrigen benachbarten Kammern. Man half sich zunächst mit der Errichtung von Zweckver­bänden, denen die Handelskammern Limburg, Dil­lenburg, Wetzlar und später auch Wiesbaden bei­traten. 1930 kam es auch zur Verschmelzung der Kammer Wetzlar mit der Frankfurter Kammer. Nach der nationalsozialistischen Revolution wurde Dr. Carl Lüer zum Präsidenten der Handelskam­mer gewählt. Es schlossen sich sodann auch Wies­baden und Limburg der Frankfurter Kammer an. Unter der tatkräftigen Mitarbeit von Reichs­statthalter Sprenger gelang es, die Preußische In­dustrie- und Handelskammer und die Hessischen In­dustrie- und Handelskammern in einer einheitlichen Organisation unter dem Namen:Rhem-Mainischer Industrie- und Handelstag" zusammenzuschließen.

Die 49 kostspieligen Liebesbriefe.

Höchst peinliches Abenteuer eines amerikanischen Millionärs.

Ein amerikanischer Multimillionär unternahm vor einigen Monaten eine ausgedehnte Geschäftsreise. Bei dieser Gelegenheit lernte der sechzigjährige Mann die Witwe eines Großkaufmannes kennen. Trotz feines verhältnismäßig hohen Alters geriet sein Blut beim Anblick der eleganten Dame in Walluna. Obwohl der Mullimillionär schon zwei­mal in seinem Leben verheiratet gewesen war, hatte er noch immer nicht die Fähigkeit verloren, sich Hals über Kopf z u verlieben. Die Dame war von den bezaubernden Umgangsformen des Multimillionärs entzückt und fetzte feinem glühenden Werben nur schwachen Widerstand entgegen. Sie mag dabei nicht zuletzt an die vielen Millionen ge­dacht haben, von denen sie heimlich schon lange ge­träumt hatte.

Als sich der Millionär von der Dame verabschie­dete, stand sein Herz bereits lichterloh in Flammen. Er versicherte ihr mit überschwänglichen Worten, daß sie die einzige Frau sei, die er wirklich liebe und fügte das Versprechen hinzu, ihr fleißig schrei­ben zu wollen. Der bejahrte Liebhaber hielt sein Versprechen, fast jede Woche erhielt die Witwe einen äußerst gefühlvollen Liebesbrief, »n dem der Millionär immer wieder feine aufrichtige und leidenschaftliche Zuneigung beteuerte. Er beging dabei die Unvorsichtigkeit, von ewiger Liebe zu sprechen. Von einem Brief zum andern wurde seine Ausdrucksweise romantischer und seelenvoller. Die Witwe war schließlich überzeugt, daß ihr Verehrer in allernächster Zeit einen Heiratsantrag machen würde. Zu ihrer maßlosen Ueberraschung blieb je­

doch der Heiratsantrag aus. Der reiche Liebhaber schrieb wohl von seinen Gefühlen, aber nicht von feinen Millionen. Nach dem 49. Liebesbrief kam plötzlich die sensationelle Wendung: nichts von Liebe mehr, nichts von überschwänglichen Kosenamen, nichts von ewiger Treue. Nur ein einziger Satz, der von einer niederschmetternden Nüchternheit erfüllt war. Der Multimillionär hatte plötzlich die Lust ver­loren und wollte von der Witwe nichts mehr wissen.

Die Geschichte, die mit einer so zarten Romantik anfing, nahm ein schnödes Ende. Die Witwe war entrüstet und verlangte auf Grund der 49 Liebes­briefe die sofortige Heirat. Sollte sich der Herr dagegen sträuben, so müsse er ihr eine Ent­schädigung von anderthalb Millionen Dollar zahlen. Der Millionär wehrte sich mit Händen und Füßen gegen diese Zumutung. Die Frau erwiderte mit den schärfsten Drohungen, wenn er nicht bezahle, so werde sie ihn verklagen. Sie werde dafür sorgen; daß sämtliche 4 9 glü­hende Liebesbriefe öffentlich verle- s e n würden. Unter dem Eindruck dieser Mitteilung ließ sich der Millionär herbei, einen Vergleich zu schließen. Er zahlte der energischen Dame zwei­hundertfünfzigtausend Dollar. Als Gegenwert er­hielt er sämtliche Liebesbriefe zurück. Woraus man ersieht, daß es in manchen Fällen sehr vorteilhaft ist, wenn man Liebesbriefe sorgfältig aufhebt. Die­ser Amerikaner wird sich in Zukunft zweifellos hüten, seine Gefühle schriftlich niederzulegen.

schaftler, denen interessante geologisch-morphologische Beobachtungen lohnende Aufgaben stellten, trenn­ten sich im vorläufigen Hauptlager von der Gruppe der Bergsteiger und Hochträger. Beim Abschiedsmahl schoß Peter Aschenbrenner zwei kapitale' Steinböcke. Am Dienstag, dem 22. Mcm, begann der Vorstoß zum endgültigen Hauptlager bei meter­hohem Schnee und schlechter Wetterlage.

Eröffnung der Reicks-Theaterwoche durch Dr. Goebbels auf allen deutschen Sendern.

Die Eröffnung der Reichs-Theaterwoche durch Reichsminister Dr. Goebbels wird am Sonntag, dem 27. Mai, von 19 Uhr bis etwa 21 Uhr von allen deutschen Sendern übertragen. Der Rede folgt die Uebcrtragung des ersten Aktes der Wagneroper Tristan und Isolde".

Das Aachener Schachturnier.

Im Aachener Schachturnier um d i e Meister­schaft von Deutschland ergab sich nach den letzten Kämpfen folgender Tabellenstand. (Die ein» geklammerten Zahlen geben die Hängepartien an.) gi/2 Punkte Carls, 8 Punkte Lange (Essen), 71/» Punkte Heinicke (Hamburg), 7 Punkte John (Berlin), Dr. A n tz e (Bremen), Dr. Roedl (Nürnberg), Elstner (Berlin), Reinhardt (Hamburg) (1), 6 Punkte Engels (Düsseldorf), Krause (Leipzig) (1), 5'/-Punkte Weißgerber (Saar) Dr. L a ch m a n n (Stolp), 5 Punkte Hein - r i ch (Ludwigshafen) (1), 4lh Punkte G r o h - mann (Dresden), 4 Punkte Hahn (Bayreuth) (1) Wächter (Berlin), 3 Punkte Bongardts (Köln), 24/2 Punkte Schmitt (Breslau).

Aus aller Welt.

General von Gerok 80 Jahre.

Am 26. Mai feiert in feinem Heim in Stuttgart General der Infanterie von ©er o f feinen 80 Geburtstag. Nach einer glänzenden militärischen Laufbahn übernahm er bei Ausbruch des Welt­krieges im August 1914 die Führung der in der Hauptsache aus Kriegsfreiwilligen aufgestellten 24. Reserve-Korps, dem als 4 8. Reserve-Di­vision die Regimenter 221 und 222 angehörten. Die Angehörigen der 48. Res.-Dio. werden sich gerne des vornehmen, liebenswürdigen, pflicht­treuen und tapferen Führers erinnern, der jede Gelegenheit benutzte, sich in den vorderen Stellun­gen zu zeigen und sich nach den Wünschen und dem Befinden der ihm anvertrauten Truppen zu erkundigen. Möge dem 80jährigen Führer, der mit Stolz auf seine Leistungen im Weltkrieg zuruck- blicken kann, noch ein recht langes Leben beschieden sein.

Brand auf dem FernlenkzielschiffZähringen".

Amtlich wird mitgeteilt: Bei den Schießübungen der 3. Marineartillerieabteilung in Swinemünde setzte am 25. Mai ein 15-Zentimeter-Volltreffer die Korkfüllung einer Wteilung des Fern-lenkziel- s ch i f f e sZ ä h r i n g e n" in B r a n d. Das Ziel- schiff ist in den Swinemünder Hafen eingelaufen, wo der Brand abgelöscht wird. Die Fahrbereitschaft derZühringen" ist, soweit bisher zu übersetzen,

durch diesen Brand nicht unterbrochen. Da das Fernlenkschiff bei Schießübungen bekanntlich ohne Besatzung fährt und von einem zweiten Fahrzeug aus funkentelegraphifch gelenkt wird, sind Personen nicht zu Schaden gekommen.

Erziehung der Fußgänger in Berlin. Fast 10 000 Verkehrssünder an einem Rachmittag.

An einem der letzten Tage wurde in der Reichs­hauptstadt eine aroßangelegte Erziehungs­aktion der Fußgänger durch die Schutzpoli­zei durchgeführt. Alle Fußgänger, die ihre Pflich­ten im Straßenverkehr verletzten ober die notwen­dige Vorsicht vermissen ließen, hatten ein poli­zeiliches Einschreiten zu erwarten. In 207 Fällen mußte wegen besonders grober Ver­stöße gegen die Verkehrsordnung Strafanzeige er­stattet werden. Wegen geringerer Vergehen wur­den 1607 gebührenpflichtige Verwarnungen erteilt. Schließlich genügten in 7786 Fällen mündliche Ver­warnungen und Belehrungen seitens der Straßen­aufsichtsbeamten. Somit wurden im Laufe der von 15 bis 19 Uhr anhaltenden Aktion insgesamt 9600 Verkehrssünder festgestellt.

Die Deutsche Kurzschrift bei der Reichspost.

Die Deutsche Reichspost gab als erste Deutsche Reichsbehörde Anweisungen für die Verwen­dung der Kurzschrift im Dienste heraus. Danach soll die Deutsche Kurzschrift sowohl im Ver- waltungs- wie im Betriebsdienst verwendet wer­den. Die Oberpostdirektionen werden zunächst mo­natlich mindestens einmal eine Verfügung in Kurz- schrift erlassen. Meldungen, die darin gefordert wer­den, sind ebenfalls in Kurzschrift zu schreiben. Nach dem Schreiben des Reichspastministers muß es das Bestreben der Dienststellen, insbesondere der Ober­postdirektion sein, das Anwendungsgebiet der Deut­schen Kurzschrift zu erweitern.

hohe Zuchthausstrafen

für eine gemeingefährliche Geldfälscherbande.

Mit der vor der Mannheimer Strafkammer er­folgten Verurteilung mehrerer Geld­schein f ä l s ch e r ist ein Kriminalfall abgeschlossen worden, der 1930 von Mitteldeutschland ' seinen Ausgang genommen hatte. Wegen Verbrechens gegen §§ 146 und 147 RStGB. wurden verurteilt: Der 43 Jahre alte Ernst (Start Lo f f aus Ru­dolstadt und der 46 Jahre alte Franz Janson aus Coburg zu je acht Jahren Zuchthaus, Ehren­rechtsverlust und Polizeiaufsicht, der 32 Jahre alte Oswald Muschi aus Rudolstadt zu drei Jahren sechs Monaten Gefängnis, der 31jährige Hermann Lerch aus Mannheim zu vier Jahren Zuchthaus und Polizeiaufsicht. Acht weitere Angeklagte, Ehe­frauen und Bekannte der Haupttäter, erhielten Ge­fängnisstrafen von drei Monaten bis zu einem Jahr acht Monate. Starkloff und Janson begannen im Sommer 1930 in einem eigens dazu hergerich­teten Betontresor bei Rudolstadt mit der Her­stellung falscher Zwanzigmarkscheine, mit denen sie bald zahlreiche Städte Mitteldeutsch­lands überschwemmten. In Coburg war ein Ver­steck für die fertigen Falschscheine errichtet worden. Sicher geworden, begannen die Fälscher einen Vor­

stoß nach Süddeutschland. In Mannheim konnten Starkloff und der Hauptoerbreiter Muschi 1932 ver­haftet werden. Die Kinder Jansons, der Bruder Lerchs und die mitangeklagte 29 Jahre alte Katha­rina Drescher wirkten gleichfalls bei der Ver­breitung der Falsifikate mit. Im ganzen hatten die der Verbreitung angeklagten Personen feit dem Spätjahr 1930 in zwei Serien Scheine in einer Auflage von 214 bzw. 911 Stück in den Verkehr gebracht.

Abgeschlagener UeberfaU auf eine Bank in Ehikago. Ein Toter, ein Schwerverletzter.

Beim Versuch, im Chikagoer Vorort South- Holland eine Bank auszurauben, wurde ein Räuber getötet, ein anderer schwer ver­wundet. Die Bande, vier Männer und zwei Frauen, fuhren im Kraftwagen vor dem Gebäude vor. Während die Frauen am Steuer blieben, drangen die Männer in dem Augenblick, als das Bankgewölbe automatisch geöffnet wurde, in die Räume ein. Die auf einem Balkon postierte Bank­wache eröffnete darauf sofort das Feuer aus einem Maschinengewehr. Während zwei Verbrecher ge­troffen niederstürzten, flüchteten die anderen mit dem Kraftwagen und konnten trotz heftiger Beschie­ßung entkommen. Der Wagen ähnelt dem von der Dillingerbanbe benutzten Kraftwagen.

Eine IHörberin zum Tobe verurteilt.

Das Berliner Schwurgericht verurteilte entjpre» chenb bem Antrag bes Staatsanwalts bie 44jäyrige Frieda Juchniewicz, bie am 15. Dezember die 75jährige Witwe Frau Ida Krüger in bereu Wohnung niebergeschlagen und dann an der Tür­klinke erhängt hatte, zum Tode und zum dauernden Verlust der bürgerlichen Ehrenrechte. Wegen fort­gesetzter Unterschlagung und des fortgesetzten Diebstahls, den die Angeklagte an einem ge­lähmten Rentner, den sie betreute, begangen hatte, wurde sie zu 1% Jahren Gefängnis verurteilt.

7Mt der brennenden Zigarette am Benzintank.« Folgenschwerer Garagenbrand in Paris.

In einer Pariser Garage in der Nähe der Porte des Ternes entstand ein Brand, der sehr schnell um sich griff. Die Garage brannte vollkom­men nieder, und der Besitzer kam in den Flam­men um. Wie nachträglich festgestellt werden konnte, war er betrunken und hatte in der Nähe der Bezintanks geraucht. Das Feuer übertrug sich auf eine andere Garage, die z. T. niederbrannte, sowie einen Hundezwinger, in dem etwa 56 Hunde den Flammen zum Opfer fielen.

Brückeneinsturz in Kaschmir. Bisher 13 Tote geborgen.

Eine im Bau befindliche Brücke über den Fluß Tschenab in Kaschmir ist plötzlich eingestürzt. Etwa 100 Menschen wurden in die Tiefe gerissen. Viele von ihnen ertranken. Bisher sind 13 Leichen geborgen worden.

Zwei Bergleute durch Kohlenoxydgas getötet.

In dem Stollenbetrieb her Abteilung Faulbach der Braunkohlenwerke Hirsch berg bei Groß- Almerode (Reg.-Bez. Kassel) wurden zwei Berg­leute, deren Fehlen bei Schichtwechsel bemerkt worden war, tot aufgefunden. Der Tod war durch Einatmen von Kohlenoxydgafen erfolgt.

Deutschland bahnbrechend

auf dem Gebiet der körperlichen Ertüchtigung.

Im Prunksaal der ungarischen Akademie der Wissenschaften in Budapest wurde in Anwesenheit des Vertreters des Reichsverwesers, des Kultus- und Unterrichtsministers Hvmann die Inter­nationale Tagung für die körperliche Ertüchtigung der Jugend eröffnet, an der Vertreter von 17 in- und außereuropäischen Staaten teilnahmen. Die Begrüßungsansprache hielt der Präsident der ungarischen Akademie der Wissen­schaften, Berceviczy. Er wandte sich in deut­scher Sprache an die deutsche Abordnung und ver­wies auf die großen Verdienste, die sich bas beutsche Volk als Bahnbrecher ber Körperkultur um bie körperliche Ertüchtigung der Jugenb erworben habe. Wir erleben jetzt wiederum die Auferstehung bes beutschen Nationalgeistes", sagte ber Rebner,wir hoffen alle, baß diese Erneuerung auch auf dem Gebiete der korperllchen Ertüchtigung der Jugend weiter ausschlaggebend zur Geltung kommen wird."

Verschollener Kriegsteilnehmer meldet sich aus Rumänien.

1914 zog auch ber verheiratete Musiker unb Land­wirt Heinrich Rernbe aus Bischheim (Pfalz) ins Feld. Nach Kriegsschluß kehrte er mit seinen Karne- raden aus Rumänien zurück, verschwand aber plötz­lich auf dem Transport an der rumänischen Grenze. Er war und blieb seit dieser Zeit verschwunden. Jetzt schrieb der Vermißte an seinen Bruder in Bischheim und erbat sich einige amtliche Bestätigungen. Wie man hort, soll Rembe Musiklehrer in Rumänien sein.

Wettervoraussage.

Da ber hohe Druck mit feinem Kern noch über ben britischen Inseln lagert und sich über Sudskan- dinavien auch eine flache Storung befindet, fließt fortgesetzt kühle Luft nach Deutschland. Das Wet­ter gestaltet sich daher zunächst noch etwas wechsel­haft und für die Jahreszeit zu kühl. Es ist aller­dings über dem Nordatlantik ein neues Tief im Anzug, welches das Hochdruckgebiet mehr nach dem Festland verschieben wird, wodurch dann ruhigeres und auch wärmeres Wetter zustande kommt.

Aussichten für Sonntag: Wechselnd­wolkig mit Aufheiterung, noch mäßig warm, meist trocken.

Aussichten für Montag: Ruhigeres und auch etwas wärmeres Wetter.

Lufttemperaturen am 25. Mai: mittags 18,3 Grad Celsius, abends 13,8 Grad; am 26. Mai: morgens 10,9 Grad. Maximum 19,3 Grad, Minimum 6 Grad. Erdtemperaturen in 10 cm Tiefe am 25. Mai: abends 19,6 Grad, am 26. Mai: morgens 15,3 Grad Cel­sius. Sonnenfcheindauer 12V- Stunden.

Hauptschriftleiter: Dr. Friedrich Wilhelm Lange. Verantwortlich für Politik: Dr. Friedrich Wilhelm Lange, für Feuilleton: Dr. Hans Thyriot, für ben übrigen Teil: Ernst Blumschein. Anzeigenleiter: Hans Beck, verantwortlich für ben Inhalt ber An­zeigen: Theobor Kümmel. DA. IV. 34: 11 200. Druck unb Verlag: Brühl'fche Universitäts-Buch- und Steinbruckerei R. Lange, K. ©., sämtlich in Gießen.

Weisse und gesunde Zähne