Lunge deutsche Naüon
Gelbstzuckt.
„Ausziehen!" . -
Die am Gummiseil verteilten Kameraden, aus jeder Seite fünf, sollen dos Startsell s°st°r und I
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Die Jungen sehen die umgestürzten Strandkörbe,
liegen.
Kriegsmuseum dar. —
„Start frei!' „Frei!"
Gönne und Gturm über Dünen und Meer.
Sturm, entfesselt, hemmungslos.
Wieder kommen die Jungen in das Seebad. Die
ganz wenige zerschossene und halbverkohlte Stammreste können wir entdecken. Aber unter dieser Decke, — welch geschäftiges Leben muß sich dort abge- r ■ z . « « A 1 1 .' -X 1 doll A A V» X A
Es schlägt zehn Uhr morgens. Der Hitze nach müßte es ein Uhr jein. Oder kann es überhaupt noch heißer werden? Steht er eine, zwei Stunden. Der kleine Hack weiß es nicht.
Die Kameraden sind im Gelände. Kein Mensch würde es merken, wenn die Fahne allein wehte und der kleine Hack sich in den Schatten legte.
Die Fahne allein wehen? Aber die Hitze. Da muß man doch kaputt geh^n. „Zu wissen, du mußt kaputt gehen. Das muß schwer sein", denkt der kleine Hack.
Das Land wirkt eigenartig grün. Eigentlich ist es doch gelb und trocken. Ganz saftig grün sieht der kleine Hack Gras und Baum und Haus.
unser Bannführer.
Uebrigens habe ich zugesehen, wie der Kaffee gekocht wurde; aber ich darf das Rezept nicht verraten. Nur ganz im Vertrauen sei gesagt daß trockene und grüne Kiefernadeln, Sand und Walderde, Zucker und vor allem viel Wasser —
Wettkochcn! Das klingt so nach Hausfrauen. Könnte vielleicht nach einem Saal mit vielen Kochherden, Preisrichtern und zahlreichen Schurzchen und Häubchen aussehen und stark nach Schweinebraten und Rotkraut riechen. Und • ganz in der Ferne könnte man noch einen feudalen Pudding vermuten ... Aber so war es nicht.
Früh hatte Fritz „Kaffee" gekocht^
„Das ist Kaffee, ihr Knulche! Verstanden! Kem Wort dagegen!" ,r, . ,
Na, wir Haden es ihm geglaubt, denn er ist doch
Jetzt blau, jetzt rot, jetzt gelb, grau.
Noch ist's Zeit, in den Schatten zu wanken. Ader die Fahne?
Jetzt gräßlich lila, jetzt^schwarz.
Der kleine Hack lag am Fahnenmast. In der Rechten den Säbel, in der Linkenn die Fahnen- schnür. ________ Lütke.
Die Dünen lagen weiß in der grellen Sonne, als der Trupp Hitlerjungen das Zeltlager verließ. Das Dünengras stand ruhig, nur der Sand riefelte manchmal leise. Am hellen Himmel schwangen Die dunklen Körper der Möven wie Schatten.
Heini stapfte mit nassen Schuhen durch die anlaufenden Wellen des Strandes, während Erich jeden Sandhügel erklomm, um in saufender Fahrt abwärts zu rutschen. Unten angekommen, kippte er jedesmal den Sand aus den Schuhen. Die drei anderen strolchten durch den Sand und sahen mit hellen Augen über die glitzernde Fläche.
Schließlich klapperten sie mit ihren harten Nagelstiefeln auf dem glatten Steinpflaster des Seebades, braungebrannt und mit herbem Seegeruch in der Uniform. Aus der Einsamkeit der Dünen, aus der Unendlichkeit von Himmel und Meer kamen sie in das Modebad. Ihr Blick umfaßte das Grün der Anlagen, die umsponnenen Fassaden der Hotels, die breitstufig hinter weißen Gittern lagen. Sie sahen die lachende, heitere, bunte Menge, die mit hellen Kleidern promenierte, sie hörten den weichen Klang der von dem Musikpavillon herüberkam, sie f (hauten neugierig hinüber zum Strand, der mit Strandkörben übersät war. Die Jungen lehnten sich über das Geländer, streckten ihre braunen Kniee
Segelflug heißt die Parole!
bon Heinrich Hübner, Friedberg.
„Start frei!" , ...
„Frei'." kommt es als Antwort zuruck.
Innere des Berges — in mehreren Stockwerken übereinandergelagert. Ueberall Beton, Stahl! Waffen! Waffen! Der Berg stellt,em einziges großes
Oes Führers Augen.
Zwei Augen schauen mich an. Zwei Augen weisen die Bahn. Ich hab' sie im Kampfe gesehn ich seh' sie auch jetzt vor mir stehn, vor meinem Gewissen.
In ihnen liegt mein Gericht. In ihnen mahnt meine Pflicht. In ihnen zerbricht der Verrat, in ihnen wird Glaube zur Tat: — die Augen des Führers.
G. Dabei.
Oer kleine Hack.
Der kleine Hack hat Wache.
Beine breit in den Sand gestemmt, „Sabel quer von Hand zu Hand, Blick gradaus.
Das Land ist schlafen gegangen. Schlafen am bei» len Sonnentag. Gras liegt vergilbt an den Hängen. Blätter dorren an saftlosen Aesten. Kein Tier, kein Mensch im weiten Blick kreis. Und der Fluß steht
Promenade ist verlassen, die Bänke stehen leer. Gegen die große Steinmauer rennt das Meer an und schleudert weißgepeitschte Wellen über die Pro-! menade. Die Bänke schwimmen im Wasser. Ein- Seine Leute laufen, in Mäntel gehüllt, in die draußen^dre Rheinebene. Häuser. I“*“
Alle Zungen ziehen mit.
Alle Jungen ziehen mit, keiner darf mehr fehlen. Gleiches Lied und gleicher Tritt, gleicher Geist und gleicher Schritt alle uns beseelen.
Weltenfluren offenstehn, daß wir sie erschre-iten.
Wenn wir eigne Werte sehn, die an andre übergehn, woll'n wir um sie streiten.
Kämpfen wollen wir um Recht und uns tapfer wehren.
Der alleine gilt als echt, der durch Einsatz im Gefecht wahret unsre Ehren!
Willy Pommerening.
vullll ___... Achtung vor uns selbst, die
nötig ist für unsere Ehre, und haben die Gewähr, ein uns einmal gestecktes Ziel auch zu erreichen.
Unser Wille muß darauf eingestellt sein, vorwärtszustreben. Nur so bleiben wir in einem dauernden, fruchtbringenden Schaffen, das unserem Leben Inhalt gibt. Ein Leben, benutzt zu dauerndem Feilen und Verbessern am Ich, muß und wird zu einer Höhe führen, die den Menschen weit über den Durchschnitt erhebt und seinen Volksgenchsen zugute kommt.
mäler der Weltgeschichte.
Hartmannsweilerkopf, — ein Epos voll tragischer
Wucht erklingt um diesen Namen. Manchen Sturm _____.
erlebte dieser Berg, mancher Kampf wurde auf ihm rot. — Die Weidenröschen haben den ganzen Berg ausgefochten ... mancher Soldat legte sich auf ihm und seine Schrecken mit einem purpurnen Blüten- zur letzten Ruhe nieder. — Tage der Schlacht er-^meer überdeckt! — brausten hier. Wir sind auf dem Weitermarsch. Drüben ragt das
Nun liegt er im Schein der Abendsonne vor uns.'Kreuz, ein letzter Gruß! Draußen in der Rheinebene Ruhe und Frieden verkündet sein Anblick. Von sei» zuckt Blitz auf Blitz, wir marschieren weiter, Deillsch- nem nächsten Punkte grüßt hoch und majestätisch lands Strome, dem Rhein zu; — im Herzen ein ein Kreuz. heiliges Gelöbnis, nie zu vergessen das Blut, das
Näher kommen wir. Größer und weihevoller auf jenem geheiligten Boden vergossen wurde, dro- wächst er vor uns empor ... Hartmannsweilerkopf!den auf dem Hartmannsweilerkopf!
— Noch in späten Zeiten wird man das Lied fin» ---------
durch das Gitterwerk.
Da waren Kinder mit Eimer und Schippen, und da waren Jungen mit großen bunten Bällen Ihr Blick ging über sie hinweg zu dem, was sie erregte: Drei große schlanke Boote schaukelten am Landungssteg und wippten mit ihren hohen Masten.
Die Jungen sprachen durcheinander und erzählten, was sie mit diesen Booten machen würden, wenn sie sie besäßen. Sie würden sie weit hinausschieben, die Segel Hochziehen und knatternd über dus Meer fahren, gegen den Hellen Strich zu, der Himmel und Wasser trennt.
Es mußte natürlich Sturm sein und die Segel, vor Nässe kleben und das Boot auf der Seite liegen und mit hohem Bug durch weißen Gischt preschen..
Aber Hitze liegt brütend über gelbem Strand, die Boote wiegen sanft, nur ein kleiner Junge im blauen Matrosenanzug, dessen Hosenbeine unten aufgekrempelt sind, patscht im nassen Boden um das Boot herum. —
Abends kommen die Jungen wieder, ste haben einen langen Marsch gehabt durch Sand und Wet-
Suppe und Suppe ist zweierlei!
Wenn Jungens ein Wettkochen veranstalten.
Es ist etwas Wunderbares, zum ersten Male das Gefühl des Fliegens zu haben, des Erhobenfems über die Erde in wörtlichem Sinne. Leste summen die Spanndrähte ihr gleichförmiges Lied. Unter mir flieht der Boden nach rückwärts. Eigentlich liege ich natürlich nach vorne, aber ich habe nur das Gefühl gleichmäßigen Schwebens.
Nur darauf habe ich zu achten, daß die Maschine nicht hängt. Nur eines muß ich, wie beim Fahrrad und doch anders: das Gleichgewicht halten. Leicht in das — für den, der's kann. Und alles will ge- l'rnt fein. Folgsam ist die Maschine, gehor^m dem Willen meiner Hand am Steuerknüppel. Neigt sie nach links: Knüppel rechts; neigt sie nach rechts: Knüppel links, natürlichen Bewegungen des Körpers entsprechend. Will ich hoch: Knüppel an den Körper, will ich herunter: Knüppel nach vorne. Mit den Füßen trete ich die Richtung em, die ich haben will.
Das ist alles. ,
Und doch, wie oft macht man es unwillkürlich noch falsch, trotz besseren Wissens. Es gehört eben Uebung dazu und Gefühl. Man mutz eben merken, und man merkt es auch mit ber ^eit, nach welcher Seite die Maschine hangt. Dann den Knüppel nach der entgegengesetzten, aber nicht zu stark, sonst hängt sie nach der andern
Anders summen plötzlich die Drahte. Langsamer wird die Fahrt. Ich muß etwas nachdrucken, sonst sacke ich senkrecht durch. Kurz vor dem Boden noch etwas ziehen, das fängt die Maschine ab, dann drücken, damit sie auf der Erde bleibt
Langsam habe ich auf der Grasslache aufqW Noch ein kurzes Rutschen — dann steht die Maschine. Ich löse die Anschnallgurte und steige aus. Von weitem Rufe: Siebzehn Sekunden!
vergessen habe.
Nr. 7: Mehlsuppe. Ich hätte es allerdings Mehlkleister genannt. Die Milch war noch nicht richtig durchgekocht, das Mehl noch in seinem Urzustand, Qlso roh. Sonst schmeckte die Suppe, wenigstens äußerten sich in dem Sinne der Koch und sein Opfer, der Gast. Die Brüder aßen tapfer drauflos
3um Schluß hatten wir Gäste, besser Opfer des Wettkochens, das zweifelhafte Vergnügen, die Kochgeschirre und Löffel wieder zu reinigen. Das mar nicht immer eine reine Freude, denn ungebrannter Mehlkleister und ähnliche Dinge pflegen sehr fest zu ^Jm allgemeinen war dieses Wettkochen aber doch eine gelungene Sache und ich bin gern bereit, bei ähnlichen Veranstaltungen wieder als Preisrichter mitzu„würgen". Go ste.
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Nr 5 Mit Eierklößchen darin. Em wirklich großartiger Fraß: der allerdings besser geschmeckt hatte und dem Magen bekommen wäre, wenn die Klötzchen auch wirklich gar gewesen wären. Folgen des , Genusses": schreckliches Bauchweh.
Nr. 6: Süße Suppe: Leider nicht jedermanns Geschmack. Ich vermutete, wohlwollend gerechnet, mim .bestens ein Viertelpfund Zucker in Wasser, Mehl und Milch. Der Erzeuger dieser „Suppe muß sich über die nicht ganz geratene Tochter Gewissensbitze gemacht haben, denn er bat die Preisrichter um Frist, da er in der Eile noch einige Kleinigkeiten
DM.-Mdel „Malermeistern"!
Also ein Heim hätten wir endlich? Es ist zwar nicht mehr als ein großer, kahler Raum, aber es ist doch schon etwas, was wir unser Eigen nennen können. Nun heißt es, die nötige Ausstattung zu besorgen! Von allen Seiten werden Tische, Stühle und Bänke gestiftet. Damit sind die gröbsten Schwierigkeiten überwunden — meint ihr?! Dann habt ihr aber nicht die Schönheit unserer vier Wände gesehen. — Rosa, eine scheußliche Farbe! Daß die noch weichen mutz, ist uns allen klar; del uns besteht das ungeschriebene Gesetz: alles selber machen! , ... ,
Gute Freunde und Gönner schütteln über unsere Absichten nur den Kopf: das wird ein schönes Ge- chmier und Gekleckse geben, jetzt habt ihr doch wenigstens noch eine rosa Wand! — Aber nun gerade'.' Wir werden uns selbst ein richtiges Heim schaffen! —
Am nächsten Morgen treten um 8 Uhr pünktlich alle, die nur irgend Zeit haben, zum „Abwaschen" an. Angetan mit dem ältesten, nicht mehr zu verderbenden Kleid und einem Riesenkopftuch, bewaffnet mit Eimer und Scheuerbürste, so rücken wir gegen die verflixte rosige Farbe ins Feld!
iWer keine Trittleiter auftreiben kann, steigt auf den Tisch, und die anderen fangen eben unten an. — Schrubbend und spritzend mit ungeheurem Wasserverbrauch arbeiten alle verbissen — die herrliche Farbe weicht, und — in kleinen und großen rosa Klecksen findet sie sich auf unseren Kleidern wieder zusammen, dafür haben wir aber auch die gröbste Arbeit geschafft!
Die feinere Arbeit bleibt für den nächsten Tag. Da bewaffnen wir uns mit Farbtöpfen und Pinseln und der nach allgemeiner strenger Kritik aus- gewählten neuen Farbe. Jetzt heißt's aufpassen! Immer schön von oben nach unten streichen und darauf achten, daß auch die Farbe'gut deckt. Die Kante macht das meiste Kopfzerbrechen; denn sie ; muß tadellos gerade werden!
Nach vollendeter Arbeit sehen wir uns unser Werk an. Abex was ist das? die Wände sind ja i alle fleckig! — sollte unser Können wirklich so . . . ! aber nein, als unser schönes Werk endlich trocken : war, konnte jeder sehen, daß unser Heim in einem i gleichmäßig hellen Anstrich prangte.
> Also hatten wir es doch geschasst! — Unsere ge- ■ meinsame Malerarbeit hat allen Freude gebracht und außerdem einmal allen Außenstehenden den Kameradschaftsgeist einer Mädelgruppe gezeigt.
Deutschland braucht Kerle, die zupacken können, die an eine Ausgabe Herangehen und sie sicher lösen. Männer, die feststehen in den Stürmen des Alltags, Kerle, die hart sind und Opfer zu bringen vermögen, wo es not tut. Die ihr eigenes „Ich' zurückstellen und das große „Wir" verfechten.
Dazu gehört aber die innere Reife, die soldatische Haltung, und die erzielen wir allein durch Arbeit an uns selbst, durch Formen und Bilden an unserem Ich, durch Selbstzucht.
Da gilt nur selten das freudige, willkürlich gestaltende Wollen, sondern weit mehr ein eisenhartes Muß, an dem wir beweisen können, wie es mit uns bestellt ist. Wir müssen lernen, uns selbst zu
pen. Suppen allerdings, von denen man sich gpr keinen Begriff machen konnte, woraus fie eigenthd) bestanden. Ich als Preisrichter hatte es außerorden - lich schwer. Um nicht bei der nächsten Gelegenheit eine gehörige Tracht Prügel zu beziehen mage uh es nicht, die Namen der Koche zu nennen. Ich will daher die Suppen numerieren. Also:
Nr.1: Sehr, sehr dick und sämig. Man mußte sich Mühe geben, mit dem Löffel durchzukommen. Wenn der gute Mann nicht noch zum Schluß einen Suppenwürfel mit „Frühlingsgeschmack" ganz heimlich Zugesetzt hätte, der nun in größeren oder kleine» ren Klumpen in -dieser Suppe schwamm, hatte es n°9lr b2 *3 Semmelmilchsuppe. Die Hersteller waren die Helden, die die Eier ausg^runken das
höre sein Urteil über meinen Flug. Die andern hören zu, denn jeder kann für sich aus den F h- lern der andern lernen. Nun stehe ich mit den andern Kameraden am Startseil. Wenn letzt das Kommando kommt zum Ausziehen wird wieder jeder seine ganze Kraft einsetzen müssen. Das ist das, was bei der Fliegerei mehr denn sonstwo vorhanden sein muß und auch sichtbar m Erscheinung tritt: die echte Kameradschaft. Alle für einen!
Wenn ich dreißig Sekunden m der Lust bleiben kann, bann habe ich die erste Prüfung bestanden, die A, bann trage ick bas A-Abzelchen, die weiße Möoe im blauen Felo. _r , ..
Bis dahin aber heißt es noch harte Arbeit an sich selber. Dann wird es eines Tages gelingen.
Schon sind die Kameraden heran. Nun hecht es die Maschine wieder auf den Hang hinauf, zuruck zum Startplatz schleppen, damit der nächste fliegen ^Während der den Sturzhelm aufsetzt und festgeschnallt wird, stehe ich vor dem Fluglehrer und
Wettkochen heraus. Sofort wurde mit den Vorbereitungen dazu begonnen. Zuerst trat einmal Kamerad „Schlaucher" mit einer Schar braufgangeri» jeher Jungen in Tätigkeit. Es wurden zunächst die zu dem Wettkochen notwendigen „Materialien" besorgt, oder wie wir sagen, organisiert. Nach kurzer Zeit war Schlauchers Gilde bereits mit den Fretza- lien in Rohform im Anmarsch. Ganze drei Pfund Mehl, sechs Kochgeschirre voll Milch, teils mager, teils noch magerer, fünf Brötchen (von gestern), dreizehn Eier, ein Pfund Zucker und natürlich auch
ter. Der Himmel ist grauschwarz geworden mit fliegenden Wolken. Die See dunkel mit weißem, jagen- ' «dem Gischt. Aus drohendem Himmel stößt der
beginnen auszuziehen. Gleich wird das Kommando „Laufen!" kommen, bann heißt es laufen unb ziehen mit aller Kraft.
Laufen!
Ich faffe ben Knüppel fester. Jetzt steht er in normaler Lage. Die Startmannschaft euert sich beim Ausziehen an, sie hat schwer zu ziehen. Am Rumpfende sitzen troei Kameraden und halten das Flugzeug. Auf „Los!" werden sie loslafsen, und die Kraft des zurückjchnellenden Seiles wird das Flugzeug in die Höhe schnellen.
Zunächst gleite ich ein Stück über den Boden. Das ist das Gefühl, das man beim ersten Rutscher bat; es dauert nur ein paar Sekunden. Eine Kleinigkeit habe ich am Knüppel gezogen: ich habe mich vom Erdboden gelöst und gewinne Hohe ein paar Meter. Ich nehme den Knüppel wieder etwas nach vorne, damit ich nicht überziehe und an Fahrt
Salz. m v m ,
Mit einer unübertrefflichen Grazie und Gerechtigkeit verteilte Fritz nun diese Rohprodukte an die acht Küchenbullen, die sich zum Wettstreit gemeldet hatten. Natürlich geschah das in einer streng vertraulichen Sitzung der Küchenbullen, zu der die Oef- fentlichkett nicht zugelassen wurde. Hier wurden auch die Bedingungen bekanntgeaeben, unter denen das Wettkochen vor sich gehen sollte. Ich kann leider darüber nichts Näheres sagen, da ich zur Oefsentlich- keit gehörte. Diese wurde erst wieder herangezogen, als acht Kochgeschirre an zwei Stangen über einer stark qualmenden Feuerstelle hingen und teilweise schon kochten. Die Zuschauer und Hilfsarbeiter konnten drei Arten von Küchenbullen feststellen:
1. Die Erfahrenen. Sie gingen mit abge- klärten Gesichtern daran, die für sie leichte Aufgabe zu lösen. In der Lässigkeit ihrer Bewegungen und der Selbstverständlichkeit ihrer Handgriffe erkannte man sofort in ihnen die Fachleute
2. Die Gefräßigen. Sie hatten nichts Eiligeres zu tun, als zunächst einmal die ihnen zur Verfügung stehenden Eier auszutrinken und zu versuchen, durch geschickte Schack- und Winkelzüge sich in den weiteren Besitz von Eiern zu setzen.
3. Die Neulinge. Sie gingen mit hochroten Gesichtern von einem zum andern, stellten harmlose Fragen über das Wetter und die Unsterblichkeit der Maikäfer im allgemeinen und versuchten so nebenbei, ganz zufällig natürlich, etwas abzusehen.
Zunächst: Ein Sieger konnte leider nicht festgestellt werden. Da waren wie gesagt sieben Kochgeschirre — Fritz machte das Wettkochen außer Konkurrenz mit — mit sieben verschiedenartigen Sup-
i vor 20 Jahren ... . .. . r,. . ..
Und dann sind wir hmunt-rgest>-g-n .n d>- --------- , v . . v v . (Srfüihenaräben die Unterstände. Jetzt erleben wir, den verlassenen Pavillon und die laufenden Leute ' .» .r. &ärte und Grausamkeit wurden seine
und — lachen! Der Wind rast aus schwarzen Wol- ‘ 1 • /@ranaten, Geschosse ... unb Blut,
kenlöchern und läßt die Haare flattern. Unter ben ö o Erde tränkte und diese harten
schützenden Dachvorbauten der Derkaufsstände I - . l . . furchtbar muß die Seele dieser Men- stehen die Kinder mit den Spielbällen und starren \zerrüttet worden sein in dieser Hölle, wo stets in die Regenflut. I Gefahr und überall der Tod lauerte. Und jetzt ver-
Da lachen die Jungen wieder und sind wie oon j rteI)en wir e5 auch, warum diese Menschen zu einem Druck befreit. Sie lachen unb fingen. Ihre s s^use so wenig zu erzählen vermochten,
braunen Knie stoßen gleichmäßig vor, ihre Stiesel. i Betonmauern und Stahlklötze suchten die
knallen plötzlich im Gleichschritt, ihr Blick huscht Unterstände zu schützen. Und doch: furchtbar ist die
über die Steinkästen der Hotels, über deren Trep- oerrJruna &cin Daum grünt auf dem Berge. Nur
penftufen Regenbäche rauschen. Was vorher schil- ' d' - " * "■ -■
lerte, ist farblos geworden, die weißen Boote liegen
grau und umgetippt auf dem oberen Strand. _ fle|ajU(Uu« —....... ,>«, —* v.^-
Und die Jungen fingen, fingen ihre Kraft gegen ( « Unterirdische Stollen durchdringen das
den Sturm und marschieren, ohne sich umzusehen, Lr ---«—
zu ihren Zellen, die unter dem Sturmhimmel
gen von der deutschen Thermopylenschlacht, von dem Kampf um den Hartmannswei erkopf.
Auf gepflegten Wegen schreiten wir vorwärts Neben uns wölben sich Tausende kleiner Hügel. Einen jeden krönt ein Kreuz. Durch blühende Weidenröschen wandern wir der Bergspitze zu über Stacheldraht und zerschossene Baumstumpfe, wer oie Pro-' Wir sind oben! Herrlich hat sich der Blick ge- Wasser Ein- weitet, vor uns liegt der stelle Abhang unb well brauhen die Rheinebene. - Hwr also war es, wo
Wallfahrt ins alte Kriegsaebiet. und^bU^/ ins^Land. Droben am Himmel ziehen
Von fern sahen wir ihn, den Berg des Todes, — die Wolken — wie einst vor Jahren, wie damals, ein kahler, trauernder Hügel, steigt er auf, der süd-, als noch Blut in Strömen auf diesem Berge floß, lichste der Dogesenberge; rechts, links, hinter ihm die Doch jene Zeit ist vorüber, droben auf dem Berge Genossen, sie alle stehen aufrecht und stark, — Denk- ragt das schlichte, mächtige Holzkreuz. — Sind sie " vorüber, jene Tage, wirklich vorüber? Nein, wir
haben sie nicht vergessen. Noch heute wogt und rauscht ein ungeheures Meer auf diesem Hügel, blut-
upier, -uei vzuji. -oi-c -vmwt-*- -- .> .....
anVÄ ÄVbS Auch di- Fahne ist schlafen gegangen Träumt
asien Semmel den Geicymaa iy vv ö DOn kommenden Taten, denen sie voranwehen wird,
tauben. „ <„nf, 21t mr r. Die-ler Heldensohn • Und der kleine Hack bewacht Fahne und Taten, hatte ^nöch'der"^rste"n^Priifung^ve^uch" seine Suppe j muänt ,edn Uhr mornns. Der W n
durch Zusetzen von gehörigen Mengen Salz und unter heftigem Rühren genießbarer zu. machen, denn er gab kund, nach irgendeinem chemischen Gesetz werde Zucker durch Salz neutralisiert; mit diesem Gesetz muß es irgendeine geheimnisvolle Bewandtnis haben, den die Suppe schmeckte nach der Prozedur weder süß noch salzig: sie schmeckte schauder-
io 2vaio- roureu uie , 7, uns bestellt ist. Wir mu en lernen, uns jeio]i zu
- möglichst Mehl verschachert und die teilweise ch ; befehlen und diesen Befehl ebenso ausführen, als
reines^Wasi er —' - ine große Rolle fielen. . Lurch Zucker, Saiz .und hE'"g-br°«° Ad^ge-^h°b- ihn ein vorgesetzter Führer uns gestellt. Rur *SSSifSU"nä<**■»« -!»" W- sm-HfnAon hormic (Sofort wurde mit den Dor- vollkommen. ___•


