irtschast
folgendes
Bild:
Haushaltsdefizit.
Finanzlage
man
Bevölkerung:
Srantfuri a. 21.
Berlin
$r<mthin a. 21.
Berlin
Devisenmarkt Berlin — Frankfurt a. M.
furt
1LL
23-8. | 24-8-
Datum
23-8.
23-8.
6,95
93
96,75
>«
SchnlkheiS Patzenhoser
0
9,13
Grttzner
1 77,51
>1 183,76 I
01
8
8
i, 24-:
Geld
94,13
93,75
95
95,5
93,4
95,65
92
89,25
95
93,5
95
97,75
so
93
93
101,4
55,13
93,5
95,6
A.E.». Bekulo
Schluß- hirt
26,13
26
30,75
70
91
56,75
65,25
68
155,9
24,75
206
169,5
130
63,5
69
48,75
66
47
Schlußkurs
lll
Ifl
93
93
101,4
0
. 0
. 6
6
0
26,25
143,5
100,5
114
71,65
109,13
101
89,75
146,5
119,25
77,75
48,25
240,5
89,5
41
14
124,25
125
159
4,30
7,50 3,20
7,05 5,42 0,88 kann
1,10
3,00 1,98
4,93
4,02 0,67 für die
f
kN
3 ®. Farven-Industrie Scheideanstalt .., Goldschmidt ... Rütgerswerke ...
Metallgeiellschaft
>r
|ö
d ie ie
Veränderung v. H.
— 74 — 60 — 38 — 30 — 26 — 24
85,9
115
61,13
107,5
72,13
170,75
132
76
69
Rechnung 1933
Mill. RM.
1,1
7.25
Dreifacher Selbstmord in Hanau.
LPD. Hanau, 24. 2lug. Eine furchtbare Familientragödie ereignete sich heute Nacht in Hanau. Drei Angehörige der Familie Labes, und zwar Vater, Mutter und Tochter, setzten ihrem Leben durch Einatmen von Leuchtgas ein Ende. Die Eltern standen in den sechziger Jahren, die Tochter war 18 Jahre alt. In einem hinterlassenen Briefe ist als Grund für die Tat ein unheilbares Leiden bezeichnet, von dem alle drei befallen waren. Eine zweite Tochter der Familie Labes ist erst vor einigen Tagen gestorben.
in der Stahlvereins-GV. rechnet. Stahloerein selbst um 0,25. Rheinstahl 0,65 o. H., Harpener 1 v. H. fester. Rhein-Braun um etwa 4 o. H. höher taxiert. Phönix im Verlaufe über den Anfangsverlust von 0,25 um 0,50 v. H. höher. Mannesmann und Klöck-
Die nette deutsche GemeindefinanzpoM und ihre Auswirkung int Mein-Main-Gebiei
1,1
7,3
6,95
6,9
91,75
89,25
90,13
97
97,4 89,75 89,75
90,4
90
93
93
101,4
27,75
1,1
7,05
6,9
7
9,13
Matnkrafiwerke Höchst 4
Süddeutscher Buda 0|
Voranschlag 1934 Mill. RM.
Croneels 8 bis 10, Tiroler Gravensteiner, Ausland, 7 bis 15, Banann, Kiste 12V2 Kilogramm netto, 6,50, Brasil 5, Birnen, Tafel I, 8 bis 12, dto. II 5 bis 7, Kochbirnen 3 bis 4, Williamsbirnen I 10 bis 12, dto. II 6 bis 8, Philipvsbirnen 5 bis 6, Amanlis BB 5 bis 7, Gellerts BB 10 bis 12, Andenken an den Kongreß I 10 bis 12, dto. II 6 bis 8, Brombeeren 20 bis 30, Erdnüsse, Ausland, 20, Mirabellen I 9 bis 12, dto. II 5 bis 7, Pfirsiche I 15 bis 18, dto. II 6 bis 10, dto. brutto ital. 15 bis 30, Preiselbeeren 30 bis 32, Reineklauden 8 bis 9, Trauben brutto ital. 17 bis 22, span. 17 bis 18, holl. 55 bis 65, Zwetschen 4 bis 7.
Frankfurter Eiermarkt.
Frankfurt a. M., 24. August. Am Frankfurter Eiergroßmarkt traten nur geringe Zufuhren in Erscheinung, die indessen Genügten, um den gegenwärtig kleinen Bedarf zu decken. Insbesondere ist das Angebot in deutschen Eiern sehr gering, aber auch das Angebot an holländischer Ware ist gehemmt. Die Preise waren leicht erhöht. Für deutsche Eier zahlte man Vs Pfennig, für Ausländer 3/< Pfennig mehr. Die offiziellen Verkaufspreise des Großhandels an den Kleinhandel stellten sich in Pfennigen pro Stück frei Frankfurt a. M. nach den Notierungen der Marktdirektion und der Landesbauernschaft wie folgt: Deutsche Markeneier
Mainz Frankfurt Offenbach Wiesbaden Darmstadt Hanau Zusammenfassend
4% vesgl. Serie II .........
"breinh. Rente v. 1903 •Yi /oRumkm.vercinh.Renrev.1913 2<?Jr~moni,'dlc vercinh. Rente .. 9 V*% Ancnolier
*
* Treuhänder Schwarz bestätigt. Standartenführer Franz I. S ch w a r z, der bisher mit der Führung der Geschäfte des Treuhänders der Arbeit für das Wirtschaftsgebiet Hessen beauftragt war, ist jetzt in seinem Amte bestätigt worden.
* Eine Umgründung der Bamag Me- g u i n AG. Wie der Fwd. erfährt, macht die Bamag Meguin AG., Berlin, im Sinne der Konzernaufteilung ihr Filialwerk in Butzbach (Hessen) s e l b st ä n d i g. Der Butzbacher Werksbetrieb wird unter der Firma Butzbacher Werke für Eisenverarbe itung AG. in Butzbach mit 1 Mill. RM. Aktienkapital, das fast völlig von der Bamag Meguin AG. übernommen wird, fortgeführt in den bisherigen Fabrikationszweigen Schienen- und Schwellenschweißung, Weichenbau, Apparate- und Kranenbau usw. Beschäftigt wird hier heute eine Belegschaft von 265 Mann gegen 200 Mann vor einem Jahr und 62 Mann zu Anfang 1932.
* E i n Drei-Millionen-Reichsmark* A u s l a n d a u f t r a g der Grün & Bilfin - gor A G., Mannheim. Die Grün & Bilfinger AG., Mannheim, hat von der portugiesischen Regierung den Auftrag zum Bau einer Werftanlage für die portugiesische Kriegsmarine erhalten. Wie der Fwd. dazu erfährt, handelt es sich um ein Objekt von rund 3 Millionen Reichsmark, das eine Bauzeit von 1% Jahren verlangt.
* Brasilianischer Kaffee gegen deutsches Eisenbahnmaterial. Der Hamburger Kaffeemarkt hat sich in den letzten Tagen stärker belebt. Hierzu hört man, daß im Einvernehmen mit dem Banco de Brasil zunächst 86 000 Sack Kaffee gegen deutsches Eisenbahnmaterial kompensiert worden sind. Weiterhin fei es möglich, für Importe aus Brasilien auf ein neu errichtetes Konto dos Banco de Brasil bei einer deutschen Devisenbank (nicht der Reichsbank) Zahlungen zu leisten, wodurch weitere Abschlüsse zustande kommen. Die gesamten neuen Käufe dürften voraussichtlich über 200 000 Sack hinausgehen, das entspricht etwa einem deutschen Monatsbedarf.
* Günstige Konjunktur in b e n Ei seng', e ß e r e i e n. Die Industrie der Eisengießereien (Oefen und Herde) im Lahn-Dillgebiet hat die letzten Wochen und Monate, die sonst Zeiten der Geschäftsstille sind, gut überstanden. Die Beschäftigung hat sich befriedigend entwickelt, der Beleq- schastsstand konnte erhalten bleiben. Auch die Industrie für elektrische Installationsmaterial in Porzellan und Bakkolith ist voll beschäftigt. Teilweise war in letzter Zeit, verursacht durch die landwirtschaftlichen Arbeiten, Mangel an weiblichen Arbeitskräften vorhanden.
frankfurter Börse.
Mittagsbörse: Sonderwerte weikerhin beachtet.
Frankfurt a. M., 24. Aug. Die Börse lag im großen und ganzen ruhig und für einige Sonder- werte in sich weiter fest. Allerdings liegen die Groß- werte nicht einheitlich. Dafür aber gehen die Kurssteigerungen für zahlreiche mittlere Werte unter Berücksichtigung ihrer inneren Verfassung weiter. Besonders Anregungen für eine allgemeine Bewegung lagen nicht vor.
Farben bei 146,75 behauptet. Auch die übrigen Chemiewerte fast unverändert. Montanwerte zumeist etwas fester, wobei man auf Ausführungen
deren Ausmaß im einzelnen aus der folgenden Zusammenstellung zu ersehen ist.
Barkosten für d i e laufende Arbeitsfürsorge pro Kopf der ~
der Kommunen im Rhein-Maingebiet "feststellen: Wenn auch die Entlastung jetzt noch nicht in erheblichem Maße wirksam ist, so wird sie doch hoffentlich in ihrem weiteren Verlauf zu einer völligen Gesundung der Kommunalfinanzen führen und da- mit zur Belebung des gesamten Wirtschaftslebens beitragen.
•% Deutsche Reichsanlelhe v. 1927
<% et)em.7% Dt. Neichsanl. v. 1929 6Vi% Doung-Anleihe von 1930 .. Deutsche Anl..Ablös.»Schulb mit AuLlos.-Rechten ......
Desgl. ohne Auslos.-Rechte .. .. 6%.e5em.8% Hess. Bolksstaat 1929 (rückzahlb. 102%)...........
6% Hess. Ländesbank Darmstadt
Gold M. 12........
6%% Hess LandeS^Hypotheken» bank Darmstadt Ligui.
Oberhessen Provinz-Anleihe mit Auslos.-Rechten
Deutsche Komm. Sammelabl. An- leihe Serie 1 mitAuelos.^lechien
6% ehem. 8% yrcinks. Hyp.-Bank Goldpfe. 15 unkündbar bis 1935
9% ehem. 7% Franks. Hyp.-Bank
Goldpfe. 16 unkündbar bis 1936
W/o ehem. </•% Franks. Hyp^ Bank-Llgu.-Psandbriefe......
6/2% ehem. 4Vi% Rheinische
Hyp.-Bank-Liqu.-Goldpfe.
4% ehem. 8% Pr. LandeSpfand» briefanstalt, Pfandbriefe R. 19
• % ehem. 7% Pr. Landespfand- briefanstalt, Pfandbriefe R. 10
Eteuergutich Verrechnungskurs .
4% Oesterrelchtsche Goldrente... «-20% Oesterrelchtsche SUberrente «% Ungarische Goldrente
4% Ungarische Staatsrente v. 1910
* V*% öeefll. oon 1913 ........
6/o abgesl. Goldmexikaner von 99
* % Türkische Zollanleihe von 1911
4% Türkische Lagdadba-n-Aaleihe
w IS-
Abendbörse freundlich.
Die ruhige Grundstimmung des Mittagsverkehrs hielt auch auf der Abendbörse -an. Eine gewisse Anregung hatten am Aktienmärkte die Montanwerte aus den günstigen Mitteilungen, die aus der HV. des Stahlvereins gemacht wurden. Stahlverein selbst lagen mit 41,25 v. H. gut behauptet. Ilse Genüsse 0,50 o.H. höher, Harpener und Mannesmann tendierten ebenfalls nach oben. Gefragt waren westdeutsche Kaufhof auf die Abschlußmeldung hin, der ausgewiesene Verlust bleibe hinter den Befürchtungen zurück. JG.-Farben waren mit 146,75 um 0,13 v. H. gebessert.
Der Rentenmarkt behiell sein ruhiges Aussehen, verschiedentlich will man jedoch eine Verlagerung des Interesses auf Renten beobachten. Altbesitz und späte Reichsschuldbuchforderungen hörte man auf Basis des Berliner Schlußnivsaus.
Im Verlaufe blieb das Kursbikd etwa erhalten, Ilse Bergbau kamen 0,50 v. H. fester zur Notiz, während Westdeutsche Kaufhof auf Gewinnmitnahmen 0,13 v. H. nachgaben. Am Einheitsmarkt wurden Moenus bei 74,50 v. H. erneut rationiert und mit 60 v. H. zugeteilt. Enzinger Union und Bayern- spiege! erhöhten sich um 1,90 bzw. 1,50 v. H. Von Schweizer Bundesbahnen 4prozentige um 2,25 v. H. schwächer, Z^prozentige mit 168 unverändert.
An der Nachbörse nannte man Altbesitz 95,65, Farben 146,90, Aku 63,50, Gelsenkirchen 61,75. Kurse: Altbesitz 95,65, Stahlbonds 79,25, Dedi 65,25, Reichsbank 155,50, Buderus 85,75, Harpener 107,50, W Bergbau 173,50 bis 174, do. Genüsse 132,50, Rheinstahl 90,38, Stahlverein 41,25, Aku 63,50, AEG. 26,50, Scheideanstalt 224, Farben 146,75, Goldschmidt 90,25, Metallgesellschaft 85, Schlickert 90, Westdeutsche Kaufhof 26,90 bis 26,75.
Frankfurter Obst- und Gemüfemarkt.
Frankfurt a. M., 24. Aug. Gemüse: Nach wie vor starke Zufuhren von Gurken, Tomaten und Weißkraut. Auch die übrigen Gemüsearten, besonders Bohnen, waren gut vertreten. Preise für Bohnen, Gurken und Tomaten weiter rückläufig, im üebrigen wenig verändert. Geschäft gebessert. Es erzielten: Blumenkohl 15 bis 40, dto. Steige 12 St. holl. 6 bis 6,50, Buschbohnen 7 bis 10, Stangenbohnen 12 bis 15, Eskarol 5 bis 8, Gewürze gr. Bdl. 25 bis 30, Salatgurken 3 bis 15, Einmach- gurfen, Essig, 20 bis 50, dto. Salz 60 bis 75, Karotten 4 bis 5, Kartoffeln, gelbe, rund, 3,80 bis 4,25, dto. Juli-Nieren 5, dto. Mäuschen, gelb, 7 bis 8, Knoblauch, Ausland, 18 bis 20, Kohlrabi, ober, 3 bis 4, Kopfsalat 5 bis 10, Lauch 2 bis 5, Peter- ilie 15 bis 18, Pilze, Pfifferlinge 40 bis 45, Steinpilze 20 bis 30, Rettich 3 bis 5, Römischkohl 4 bis 5, Rote Rüben 4 bis 5, Rotkraut 6 bis 7, Sellerie 5 bis 15, Spinat 10 bis 12, Spinat, Neuseeländer, 8 bis 10, Schnittlauch 18, Tomaten I 5 bis 6, dto. II 3 bis 3V2, Wirsing 5Vr bis 9, dto. holl. 7V2, Zwiebeln, Sachsen, 5V2 bis 53A, Pfälzer Zwiebeln 5Vs bis 6V?, Perl-Zwiebeln, holl., 15 bis 16.
Obst: Weiterhin sehr starkes Angebot von Aepfeln, Birnen und Zwetschen: von den übrigen Obstarten genügend. Preise für Mirabellen, Pfir- iche und Zwetschen weiter zurückgeaangen, sonst wenig verändert. Geschäft etwas lebhafter. Von Aepfeln und Birnen Ueberftänbe. Es erzielten: Ek- äpfel 8 bis 10, Wirtschaftsäpfel 4 bis 5V2, Falläpfel 2Vr bis 3, Alexander 8 bis 10, Lebe! 6 bis 8,
Man ersieht daraus, daß eine wesentliche Besserung bereits eingetreten ist.
Betrachtet man den Stand der Steuerertrage, so kann man hier gleichfalls eine Erleichterung feststellen,
wenn diese auch nur relativ geringfügig ist. Die preußischen Gemeinden rechnen durchweg mit einem Mehr an Steuererträgen. Wiesbaden erwartet gegenüber 1933 eine Zunahme von 0,25 Millionen, Frankfurt trotz vorsichtiger Schätzung eine solche von etwa eine Million. Die hessischen Gemeinden haben sich im Verfolg einer Weisung des Finanzministeriums darauf beschränkt, im wesentlichen die Vorjahresergebnisse in den diesjährigen Etat einzusetzen. Bei ihnen tritt deshalb eine Erleichterung vorläufig nicht in Erscheinung, obwohl zu erwarten ist, daß auch die hessischen Gemeinden ein Mehr an Steuereinnahmen im Jahre 1934 erzielen werden.
Die dritte Frage betritt den Stand der Umschuldung und die dadurch hervorgerusene Entlastung. Darüber ist nur schwer Abschließendes zu sagen.
Ganz allgemein muß betont werden, daß für den größten Teil der Städte Hessens und hes- fen-Haffaus die Umschuldung nur wenig Erleichterung bringt, da die meisten Schulden e langfristig sind.
Nur Frankfurt macht eine Ausnahme. Dort kommen von den 400 Millionen städtischer Schulden 142 Millionen für die Umschuldung in Frage. In Darmstadt kommen von den etwa 45 Millionen städtischer Schulden nur 4,5 Millionen zur Umschuldung.
In der neuesten Nummer der „Rhein-Mainischen Wirtschaftszeitung" schreibt Dr. Heinz Leo Müller (Darmstadt) unter der vorstehenden Überschrift folgenden Aufsatz.
D. Red.
Die Finanznot der Gemeinden, die Ende 1933 bereits bedenkliche Formen angenommen hatte, führte dazu, daß die nationale Regierung dem Fragenkomplex ihr besonderes Interesse zuwandte.
Durch eine Reihe neuer Gesetze wurde den Gemeinden die Möglichkeit gegeben, an die Sanierung ihrer Finanzen heranzugehen. Die lUahnahmen der Regierung gegen die Krise wirkten sich dabei indirekt auf allen Gebieten der Gemeindefinanzwirtschaft ent- lasiend aus.
Daneben griff die Regierung auf einzelnen Gebieten direkt helfend ein. Zunächst wurden die unerträglich hohen Wohlfahrtslaffen der verschiedenen Gemeinden durch den Wegfall des sog. „Krisenfünftels", d. h. des Gemeindeanteils an den Kosten der Krisenfürsorge, fühlbar vermindert. Ebenso bewirkten die zahlreichen zur Förderung der Wirtschaftsbelebung unternommenen Maßnahmen eine allmähliche Steigerung der Einnahmen. Schließlich versuchte die Reichsregierung durch das Gemeindeumschuldungs- gesetz vom 21. September 1933 den Druck der kurzfristigen Schulden zu verringern. Das Umschuldungsgesetz gibt die Möglichkeit, die nicht fundierten Schulden in eine mit 4 o. H. zu verzinsende Umschuldungsanleihe umzuwandeln, die vom Umschul- dungsverband der deutschen Gemeinden als Gesamtschuldner herausgegeben wird. Weiter dient das neugeschaffene „Gemeindefinanzgesetz" der Durchsetzung des Führerprinzips in der Gemeindefinanzverwaltung.
Die Auswirkungen dieser zahlreichen Hilfsmaßnahmen der Reichsregierung zur Sanierung der Gemeindefinanzoerwaltung lassen sich erst teilweise übersehen. Soweit das möglich ist, kann man zweifellos eine Entlastung feststellen.
Betrachtet man im Anschluß an diese allgemeinen Feststellungen die Finanzlage der rhein-maimschen Städte, so wird entsprechend den vorhergehenden Ausführungen zweckmäßig die Entwicklung der Wohlfahrtslasten, der Steuererträge und des Schuldendienstes zu verfolgen fein.
Die Wohlfcchrtslaften zeigten bis Mitte 1933 in allen Städten Hessens und Hessen-Rassaus steigende Tendenz. Das erste Vierteljahr 1934 btadjte eine weitgehende Entlastung,
ner bröckelten eine Kleinigkeit ab, Buderus bei anhaltend größeren Umsätzen gut gehalten. Elektrowerte zumeist etwas niedriger, so Bekula 0,50, Siemens 0,75 v. H. Am Kunstseidemarkt Bemberg behauptet, AKU. in Rückbildung der gestrigen Steigerung 0,90 v. H. schwächer. Schiffahrtswerte eher freundlich, so Hapag um 0,75, Nord-Lloyd um 0,25 v. H. Bon Zellstoffwerten Aschaffenburger 1 v. H. erholt, Waldhof nur knapp gehalten. Im einzelnen gewannen Verkehrswesen 2, Junghans 1, Reichs- oankanteile 0,50, Südd. Zucker 0,25 v. H. Der Rentenmarkt lag zwar noch ruhig aber etwas freundlicher. Reichsanleihe, so Späte Schuldbücher und Altbesitz 0,13 v. H. erhöht. Fremde Werte ruhig.
Im weiteren Verlauf verzeichneten Ilse Bergbau- Aktien eine Steigerung auf 174 nach 170 v. H., Ilse Genüsse auf 132 (131) bei lebhaften Umsätzen, AKU. erhöhten sich oon 62,75 auf 63,75, Verkehrswesen gewannen weiter 1 v. H., Gesfürel nochmals 0,40 v. H. Von Einheitswerten Moenus um 1,75 v. H. weiter gebessert, Hanauer Hofbrauaktien höher gesucht. Im Freiverkehr nannte man Bamag-Me- guin 7,5, Wayß und Freitag 75, Growag 60, Adler- werke 39,50. Der Pfandbriefmarkt lag bei kleinen Umsätzen stimmungmäßig etwas freundlicher, desgl. Stadtanleihen, Auslandsrenten ohne nennenswerte Veränderung. Tagesgeld 3 v. H.°
Die Regelung des Absatzes von Hülsenfrüchten.
Der Reichsernährungsminister hat eine Verordnung zur Regelung des Absatzes von Hülsenfrüchten erlassen, wonach der Reichsnährstand ermächtigt wird, zur Regelung des Absatzes von Hülsenfrüchten
1. Bestimmungen über Sortierung, Verpackung, Kennzeichnung und Verladung von Hülsenfrüchten zu erlassen,
2. Bestimmungen über Absatz, Bearbeitung und Verarbeitung von Hülsenfrüchten zu erlassen, 3. Maßnahmen für die Ueberwachung der Einhaltung dieser Bestimmungen zu treffen,
4. Preise und Preisspannen für Hül entrückte festzusetzen,
5. vorzuschreiben, daß bei Zuwiderhandlungen geaen eine auf Grund der Ermächtigung erlassene Anordnung gegen Angehörige des Reichsnährstandes Ordnungsstrafen bis zu 100 Mark je Zentner der Menge von Hülfenfrüch- ten, auf die sich die Zuwiderhandlung bezieht, festgesetzt werden können.
Macht der Reichsnährstand von dieser Ermächtigung Gebrauch, so hat er die Anrufung eines Schiedsgerichtes vorzusehen. Er kann den Geltungsbereich der von ihm erlassenen Anordnungen auf Teile des Reichsgebietes beschränken und auch für einzelne Gebiete verschiedene Anordnungen erlassen. Hülsenfrüchte im Sinne dieser Verordnung sind Erbsen, Bohnen und Linsen ohne Rücksicht auf den Verwendungszweck.
gamtnnfrtSmertta.’Batet ..... o
Hamburg-Südam. Dampfschiff. 0
Hansa-Dampfschiff........... 0
Norddeutscher Lloyd .. 0 ® Verkehrswesen tot .. 0 Berliner Handelsgesellschaft ... 4 ^©inmerj. und Prioat-Bank . 0 Deutsche Bank und Disconto-
Gesellschaft.............. o
Dresdner Bank..............o
Neichsbank 12
Schluck. Mittag» börse
24.8-
Kl. 8 11, Kl. Ä 10V2, Kl. B 9V2, Kl. C Kl. D 8. Holländer Kl. B 93/4 bis 10, Kl. A lOVt bis 10^, Kl. S 11% bis 11^. Jugoslawen 8,60 bis 8,75, Ungarn 88/< bis 9.
Mainzer Getreidemarkt.
Mainz, 24. Aug. Es notierten (Großhandels- Einstandspreise je 100 Kilogramm lokal Mainz: in RM.: Weizen Preisgebiet XVI 20.50, Roggen 16.50, Hafer 15.90, Braugerste 19.75 bis 20.75, Industrie- gerate 19.00 bis 19.50, Malzkeime 15.50 bis 16.00, Weizenkleie, fein, 11.25, Weizenkleie, grob, 11.60, Roggenkleie 12.00 bis 12.75, Biertreber 16.90 bis 17.00, Soyafchrot 15.80 (Fabrikpreis). Allgemeintendenz: Das Geschäft bewegt sich weiterhin in engen Grenzen.
Frankfurter* Buttermarkt.
F r a n k f u r t a, M., 24. Aug. Das Angebot am Frankfurter Buttergroßmarkt in frischer deutscher Ware blieb verschwindend gering, wenn auch die Zufuhren nicht weiter rückgängig waren. Ein Mangel in der Befriedigung des Bedarfs trat jedoch kaum ein, da von den öffentlichen Stellen genügend Ware zum Ausgleich zur Verfügung gestellt wurde. Die Preise blieben unverändert. Für die Spitzenlagen wurden 145 bis 146 Mark, für feine deutsche Molkereibutter 147 Mark bezahlt.
Schluß!. Abend» börse
24 8-
92
89,25
90,13
96,75
97
89,75
89,75
90,25
90,5
93
93
101,4
28,25
1,1
7,25
6,9
7,13
9,13
Kurszettel der Berliner und Frankfurter Börse.
Die hinter den Papieren angeführten Ziffern geben die Höhe der zuletzt beschlossenen Dividende an. — Reichsdaakdiskont 4 o. H.. Lombardzinsfuß 5 o. H.
Schluß» kurS
23-8.
Abschließend -ist eine Befrachtung des Gesamthaushaltes einzelner Gemeinden interessant. Es ergibt sich dabei für die beiden letzten Jahre ' '
Datum
Mans.elder Bergbau......... Ö
kokswerte ..... 0
Phönix Bergbau ........... 0
Rheinische Braunkohlen ..... 10
Sitzern stahl 0
Bereinigte Stahlwerke........0
Otavi Minen ...... 0
Kaliwerke Aschersleben........5
Kaliwerke Westeregeln........6
Kaliwerke Salzdetfurth..... 7%
Esektr. A-ferungsgelellschäft
Licht und Kraft
Kelten & Guilleaume .. .
Gesellsch.s.Elekrr.Unternehmung. 6
Rheinische Elektrizität ........ 6
Schütter! «Co...............6
Siemens L Halske............ 7
LahmeverSEo............. 10
146,75
224
89,25
39,13
84
68,5 |
104
Aku (Allgemeine Kunstseide) .. 0
Bemberg ............ 0
Estoss Waldhos ............0
Hoff Aschaffenburg .......0
auer Gas ......... 7
Daimler Motoren ............ 0
Deutsche Linoleum........... 0
Oren stein L Koppel .......... 0
Leonhard Tie- ......... 0
khade.....................10
Serum ulatoren-Fabrü........0
Lonrt-Gummi ......... 0
Philipp Holz mann Zementwerk Heidelberg ...... 01 lemeutwerl Karlstadt......... o|
Buderus .....0
Deutsche SrdlU ..............4
Gelsenkirchen«........... 0
Harpener.............. 0
Hoesch Eisen—Küln-Neuessev .. 0
3lfe Bergbau ...............4
3lse Bergbau Genüsse ........ •
Klülknerwerke......••••••••• 0
UanM4mana«9l0kni mwmm •
Schlußl. Minag- börse
24-8.
7
9
0 0
0
Diertelj.-Durch-
1. Viertels.
Aende-
schnitt 1933
1934
rung
RM.
RM.
v. H.
Darmstadt
7,25
3,59
— 51
Mainz
10,67
6,12
— 43
Gießen
6,16
3 64
— 41
Offenbach
21,20
16,68
— 21
Wiesbaden
9,20
7,40
— 20
Hanau .
10,00
8,24
— 17
Worms
11,23
9,50
— 15
Frankfurt
9,63
8,20
— 14
Sranftun a. 21.
Berlin
Schlußkurs
Schluß!. Abend, börse i
Schluß» furd
Schlußk
Mittag» b-cke
Datum
23.8.
| 24-8.
] 23-8
24-8
23.August
24-August
Amtliche Notierung
Amtliche Notierung
I Drie
Geld | Brie-
Buenos Aires
0,681
0,685
0,678
0,682
Brüssel .....
58,90
59,02
58,89
59,01
Rio de Jan. .
0,184
0,186
0,184
0,186
Sofia ......
3,047
3,053
3,047
3,053
Kopenhagen.
56,22
56,34
55,99
56,11
Danzig.....
82,02
82,18
82,02
82,18
London .....
12,59
12,62
12,535
12,565
HelsingforS..
5,554
5,566
5,534
5,546
Paris ......
16,50
16,54
16,50
16,54
Holland ....
169,73
170,07
169,73
170,07
Italien.....
21,61
21,65
21,60
21,64
Japan ......
0,747
0,749
0,745
0,747
Jugoslawien
5,664
5,676
5,664
5,676
Oslo.....:
63,26
63,38
62,99
63,11
Wien.......
48,95
49,05
48,95
49,05
Lissabon....
11,435
11.455
11,39
11,41
Stockholm...
64,89
65,01
64,62
64,74
Schweiz ....
81,67
81,83
81,67
81,83
Spanien....
34,32
34,38
34,32
34,38
Prag.......
Budapest ...
10,44
10,46
10,44
10,46
Neu York ...
2,477
2,481
2,477
2,481
Banknoten.
8,1
8,1
—
4,3
4,3
—
—
7
——
4
4
—
34,65
35,13
35
25,25
26
26
—
25,25
—
—
—
30,25
30,75
30,25
66,25
70
67
90,5
90,5
91,25
56,5
56,75
56,25
64,65
65,25
64,75
68
68
68
155,5
155,5
155,9
26
26,5
26,4
144,75
143,5
144,5
105
100,25
105
112,25
113,5
113
70,5
70,75
70,4
109,75
109,5
109
—
101,5
—»
89,25
90
88,65
145,75
145
146,25
118
118
117,5
85,75
85,4
85,4
115,5
115,5
115
61
61,75
61
106
107,5
108
——
—
72
—
174
170,5
132
132,5
131,75
76,5
76
76,13
68,75
68,9
68,65
78
77,9
78,65
—
93,25
93,4
48,5
47,5
48,25
245,5
241,5
246,5
90,4
90
90,13
41,25
40,75
41,13
14
14
14
126,5
123,5
126,5
126,5
125
127
159
158,5
160
146,75
147
146,65
224
——
—
90,25
89,5
90,25
39
39,25
39
85
84,5
85,25
70,5
68,75
70,4
104
-
127,5
-
_
113,25
114,5
63,75
63,4
63,75
68,5
68,75
69
48,4
48,25
48,25
67
66,75
67,25
—
125
124,75
47,25
47
47,4
58,5
55,25
58,75
—
79
80,5
26,9
24,5
26,25
202
205,75
203
173
170,5
173
130
129
129
25,41
25,25 I
25,65
77,5
-
—
1841
183
«3,5
Amerikanische Noten..............
2,429
58,73
55,94
2,449
58,97
56,16
Dänische Noten .................
Englische Noten .................
12,49
12,55
Kränzostsche Noten...............
16,46
16,52
Holländische Noten ...............
169,31
169,99
Italienische Noten................
21,48
21,56
Norwegische Noten ..............
62,82
63.0R
Deutsch Oesterreich, i 1OO Schilling
Numüntsche Noten...............
—
Schwedische Note» ...............
Schweizer Noten.................
spanische Noten
KigaXtfdjg NotM i rriin iinin
64,45
81,49 34,18
64,71
81,81


