Frankreich gießt Oel auf die Wogen.
Oie Rivalität der Großmächte im Pazifik gefährlicher als der Ostchinakonflikt.
des Volkes getragene autoritäre Staatsführung. Das Volk hat am 19. August alle Macht in seine -and gelegt und sich in beispielloser Geschlossenheit um den Mann geschart, den es als den rechten Führer aus Zerrissenheit, Verzweiflung und Not zu Volksgemeinschaft und Reichseinheit, zu neuem Wohlstand im Innern und Freiheit nach außen erkannt hat. Das Ausland aber kann als Lehre des 19. August erneut zur Kenntnis nehmen, daß das deutsche Volk, zu einem stahlharten Block einheitlichen Willens zusammengeschmiedet, entschlossen ist, unter seinem Führer und Reichskanzler den Kampf um Ehre und Gleichberechtigung mit zäher Energie unbeirrt durch Drohungen oder Lockungen falscher Sirenen fortzusetzen, bis es die Stellung errungen hat, auf die es im Kreise der großen Völker einen unabdingbaren Anspruch hat. Man zerbricht sich in der ausländischen Presse ganz unnötig den Kopf über die künftige Politik des Führers. Das nationalsozialistische Deutschland hat seiner ehrlichen Bereitschaft zur Verständigung mit allen Völkern so oft Ausdruck gegeben und seinen entschiedenen Friedenswillen mit dem deutsch-polnischen Pakt und den mehrfachen Angeboten des Kanzlers an den französischen Nachbarn so eklatant unter Beweis gestellt, daß nur verstockte Böswilligkeit sich heute noch den Anschein der Besorgnis und Beunruhigung geben kann. Deutschlands klare außenpolitische Linie tftlt am 19. August keine Aen- derung erfahren, das Volksootum hat auch außem politisch nur wiederum erhärtet, was die Welt auch schon vor dem 19. August hätte wissen können, daß die Stimme des Führers die Stimme Deutschlands ist.
In den gleichen Tagen, in denen das deutsche Volk seinem neu erkorenen Reichsoberhaupt zujubelte und ganz Deutschland einem Fahnenmeer glich, wehten auch im Saargebiet die schwarz-weiß- roten Flaggen und die Hakenkreuzbanner des neuen Reiches. Das deutsche Volk an der Saar, durch die Bestimmungen des Versailler Diktats noch fast fünf Monate von seinen Brüdern im Reich sern- gehalten, durfte sich zwar nicht mit dem Stimmzettel an der großen Vertrauenskundgebung für den Führer beteiligen, aber eine äußere Demonstration der Treue und Zugehörigkeit zu Führer, Volk und Reich ließen sich die Saarländer nicht nehmen. Ihnen zu danken für ihre Treue, sie zu starken in ihrem zähen Kampf um ihr Recht, ßch zu Deutschland zu bekennen, und gleichzeitig der Welt einen leuchtenden Beweis engster Verbundenheit des deutschen Volkes mit seinen schwer ringenden Volksgenossen an der Saar zu geben, das ist die Aufgabe der Treuekundgebung, die der Bund der Saarvereine am morgigen Sonntag auf der trutzi- gen Feste des Ehrenbreitfteins bei Koblenz veranstaltet, wo sich hunderttausende Männer und Frauen aus dem Reich zusammen mit ihren Brüdern und Schwestern aus dem Saargebiet um den Führer scharen werden, um aus seinem Munde die unbeugsame Entschlossenheit zu hören, von Deutschlands unanfechtbarem Recht auf Land und Volt an der Saar kein Titelchen aufzugeben und den Saarländern die Rückkehr ins Vaterhaus nach Kräften zu erleichtern. „Dort, wo die Mosel die Fluten der deutschen Saar dem Schicksalsstrom der deutschen Westmark, dem Rheine, zubringt, wollen mir in einer einzigen Willenskundgebung dem ringenden Dolksteile an Deutschlands blutender Westgrenze die Treue des Dritten Reiches beweisen." So heißt es in dem Aufruf, den Staatsrat Simon, der Führer des Bundes der Saarvereine, ergehen ließ. Die Mitteilungen aus Koblenz zeugen von dem gewaltigen Widerhall, den der Aufruf und die Nachricht vom Erscheinen des Führers im Saarland sowohl wie in allen Teilen des Reiches gefunden haben. Möge das Ausland aus der Kundgebung auf dem Ehrenbreitstein sich ein Urteil darüber bilden, was nach Blut und Rasse, nach Geschichte und Landschaft, nach wirtschaftlicher Verbundenheit und kultureller Gemeinsamkeit, nach Recht und Gerechtigkeit deutsch ist und am 13. Januar 1935 wieder deutsch werden wird.
Aber bis die Befreiungsstunde für die Saarländer schlägt, will man ihnen das Leben noch schwer machen und ihnen die Treue zu Volk und Reich mit Terror und Schikane vergelten. Unter den schützenden Fittichen der Regierungskommission, der vom Völkerbund eingesetzten „Treuhänderin" des Saarvolkes, täglich angestachelt von einer schamlos alle nationalen Bande verleugnenden Separatistenpresse lassen Marxisten und Emigranten ihre Wut über das Erfolglose ihrer Bemühungen an der Bevölkerung des Saargebiets aus. Die Regierungskommission schweigt zu allem. Es bedarf erst ener- aischer Beschwerden des Berliner Auswärtigen Amtes über unerhörte Ausfälle der von ihr geduldeten und mit sichtlichem Wohlwollen behandelten marxistischen Zeitungen beim Tode des Reichspräsidenten, um sie zum Reden zu bringen. Sie hat sich die Antwort allerdings leicht gemacht. Den nur zu berechtigten Klagen des Auswärtigen Amts begegnet sie mit der überaus faulen Ausrede, daß ihr bisher gesetzliche Maßnahmen gegen Verunglimpfungen verstorbener Staatsoberhäupter fehlten, daß sie solche aber nunmehr vorbereitet habe. Wir sind sicher, die Zeitungen der „Deutschen Front" im Saargebiet würden höchlich erfreut gewesen sein, sich von der Regierungskommission stets mit der gleichen peinlichen Gerechtigkeit behandelt zu sehen, hinter der Herr Knox sich nun verschanzt, um seine indolente Haltung gegenüber der marxistischen Pressehetze zu entschuldigen. Wenn dann die Regierungskommission zu ihrer Entlastung einfach den Spieß umzudrehen versucht und der deutschen Presse ungerechtfertigte Angriffe gegen die Regierung des Saargebiets vorhält, so ist das völlig fehl am Platze. Die deutsche Presse hat die selbstverständliche Pflicht, mit aller Schärfe die ganze Welt auf ein System aufmerksam zu machen, das unter Außerachtlassung seiner treuhänderischen Pflichten mit zweierlei Maß mißt und damit im Abstimmungskampf Partei nimmt. Gänzlich unangebracht ist der Hinweis in der Note der Regierungskommission auf die Zweibrückener Rede von Dr. Goebbels, dem es nicht im Traume eingefallen ist, „Angriffe schimpflicher Art" gegen die Saarregierung zu richten, wie diese behauptet, sondern der lediglich die sachliche Feststellung getroffen hatte, daß das Saarland deutsch ist. Das wird einem deutschen Minister wohl nicht verwehrt werden können. Besser, als solche ebenso lächerlichen wie unhaltbaren Vorwürfe zu erheben, stände es der Regierungskommission an, mit aller gebotenen Beschleunigung dafür zu sorgen, daß wenigstens während der letzten Monate vor dem Abstimmungstermin das deutsche Volk an der Saar erfährt, wie eine Regierung aussieht, die nur Treuhänderin des ihrer Fürsorge anvertrauten Volkes sein will, nicht aber durch einseitige Parteinahme dieses selbe Volk täglich vor den Kopf stößt. Wenn Herr Knox Interesse daran hat, seinen während seines bisherigen Wirkens im Saargebiet reichlich ramponierten Ruf wieder aufzubessern, möge er diese letzten Monate nützen.
P a r i s, 25. Aug. (DNB. Funkspruch.) Der Berichterstatter des „Petit Parisien" in Schanghai ist der Ansicht, daß der russisch-japanische Konflikt an Ort und Stelle sich weniger beunruhigend ausnehme, als von Europa gesehen. Weder von der Sowjetregierung noch von Japan werde in diesem Augenblick der Krieg gewünscht. Die einzige Gefahr sei, daß irgendeine untergeordnete Führung in Ausführung eines Befehls zu weit gehe. Auch der „Excelsior" ist der Ansicht, daß weder Japan noch die Sowjetunion kriegerische Abenteuer wünschten, die in Rußland die innere Ordnung und für Japan seine Eroberungen in China gefährden könnten. Die wahre Gefahr liege weniger in der russisch-japanischen auf die Mandschurei lokalisierten Spannung als in d e r internationalen Lage, die durch die Rivalitäten der Großmächte im Stillen Ozean und die Spannung in Europa gekennzeichnet werde.
Sowjetrußland rühme sich, in Sibirien 250 000 Mann in 700 Gebäuden zusammengezogen zu haben. Es rechne angeblich mit der Unterstützung durch die chinesischen Banden, vielleicht sogar mit der Hilfe Amerikas, das wegen der Kündigung des Flottenabkommens durch Japan beunruhigt fei und einer Atlantikflotte Befehl gegeben habe, sich im Pazifik zu fammeln. Die japanische Regierung cheine auch gewissen Anregungen aus London, wo ich eine Kampagne für die Rückkehr zur alten englisch - japanischen Allianz bemerkbar mache, williges Ohr zu leihen.
Eine Vermittlungsaktion der Mächte würde „Action Franxaise" für zweckmäßig halten. Wenn niemand dazu bereit sei, dürfe man vielleicht die Schlußfolgerung ziehen, daß niemand mehr die Macht oder den nötigen Einfluß besitze. 1903 und 1904 hätten England und Frankreich es wenigstens noch gewagt, daß Wort zu ergreifen.
Washington, 24.Aug. (DNB.) Die amerikanische Regierung hat kategorisch die russischen Gegenvorschläge zur Regelung der Frage der amerikanischen Forderungen an Sowjetrußland a b gelehnt. Staatssekretär Hüll hat die letzten Verhandlungen mit dem Sowjetbotschafter Troja- n o w s k i persönlich geführt und deshalb seinen Urlaub unterbrochen, lieber die Verhandlungen wurde von der Regierung eine amtliche Mitteilung ausgegeben, die lautet: Die amerikanische Regierung hatte nach der Wiederaufnahme der Beziehungen mit Sowjetrußland ihre Forderungen schriftlich formuliert. Seitdem sind Verhandlungen geführt worden, die sich jedoch mehr mit Einzelheiten als mit grundsätzlichen Fragen beschäftigten. Heute jedoch überreichte der russische Botschafter einen Gegenvorschlag, angesichts dessen es unmöglich ist, hinsichtlich der Erfüllung eines Abkommens optimistisch zu sein.
Nach der Besprechung mit Hüll gab Trojanowski zu, daß die Verhandlungen in eine Sackgasse geraten seien. Er habe jedoch die Hoffnung, daß sie fortgesetzt würden.
Koblenz, 24. Aug. Die Stadt Koblenz ist in ein einziges Flaggenmeer gehüllt. Die Häuserfronten sind zum Empfang der Deutschen von der Saar mit frischem Grün geschmückt. Am Bahnhof herrscht Hochbetrieb. Reibungslos werden die Ankommenden in ihre Quartiere geleitet. Tausende von Privatquartieren stehen zur Verfügung. In Massenquartieren wurde Platz geschaffen. Große Last- wagenzüge brachten Tausende von Feldbetten. Selten wohl haben die Straßen und Gäßchen von Koblenz so bewegtes Leben und Treiben gesehen wie an diesem Tage.
Von der Schiffsbrücke her dröhnen dumpf die Trommeln der einmarschierenden HJ.-Formationen. Hell klingen die Stimmen der Jungen, die nach langer Fahrt endlich die Stätte saardeutschen Bekenntnisses erreicht haben. Musik in allen Straßen und Gassen. An 70 Stellen der Stadt Riesenlautsprecher. Kampflieder des neuen Deutschland, und Märsche bringen in den letzten Winkel, lieber Koblenz steht eindeutig und fest das Wort, das der Führer selbst als Geleitwort für die Sonderausgabe des Koblenzer Nationalblattes gegeben hat: „Es wird keine glücklichere Stunde geben für das neue Deutschland, als die, in der wir die Tore aufreißen können und das Saarvolk wieder in Deutschland sehen!"
Oer Landesleiter der Deutschen Front zum Tag von Ehrenbreitsiein.
Saarbrücken, 24.Aug. (DRV.) Der Landesleiter der Deutschen Front, Pirro, hat an die Saarbevölkerung folgenden Aufruf zum Ehrentag von Ehrenbreitstein erlassen:
„Wir kommen zum Führer; der Führer kommt zu uns! Und wir sind glücklich! Der Tag von Lhren- breitstein wird in der Geschichte der Saar ewig ein besonderes Ruhmesblatt einnehmen, denn es ist ein Tag der gewaltig st en Demonstra- tion der Treue, des Glaubens und der Liebe zum Führer und unserem Vaterland! Das Erlebnis von Ehrenbreitsiein, das seine Krönung durch die Anwesenheit des Führers erhält, gibt uns allen erneut Kraft und Wut, die letzten Monate der Trennung und des Kampfes in ungebrochener Energie und äußerster Disziplin zu tragen. Dir wissen heute noch nicht, was uns die nächsten Monate bringen werden, aber das eine wissen wir bestimmt, daß sie uns der endlichen Freiheit entgegenführen. Wir glauben an unser ewiges Deutschland!"
Oie <5(5. bei der Gaartreuefahrt.
Wie vom Gaupresseamt mitgeteilt wird, beteiligt sich die Motor-SS. des ganzen Reiches an der großen Saar-Treuefcchrt am 25. und 26.
Wiederbelebung des britisch- japanischen Bündnisses?
Nervosität in Moskau.
R e v a l, 25. Aug. (DNB. Funkspruch.) Die Sowjetpresse bringt Schanghaier Nachrichten als Bestätigung der Gerüchte über die e n g l i s ch -1 a p a» nischen Verhandlungen. Die sowjetrussische Presse verheimlicht nicht ihre Nervosität und betont, daß eine weitere Annäherung Englands und Japans im Fernen Osten unbedingt Rückwirkungen auf die gesamte internationale Lage Hervorrufen würde. Besonders bei der augenblicklich gespannten politischen Lage im Fernen Osten gewinne dieser Schritt Englands besondere Bedeutung. Das Zusammengehen Englands und Japans in fernöstlichen Fragen beweise, daß die englische Politik ihre feindliche Spitze gegen Rußland bisher nicht aufgegeben habe, trotz ihrer offiziellen freundlichen Stellungnahme zum Ostpakt. Oie Sowjetunion und der Völkerbund.
Reval, 24. Aug. (DNB.) Die gesamte Sowjetpresse veröffentlicht das Programm der Sitzung des Völkerbundes, in dem ausführlich sämtliche zur Beratung stehende Fragen erwähnt werden m i t A u s- nahme der Aufnahme Sowjetrußlands in den Völkerbund. Von Sowjetseite ist bisher noch keine klare Stellungnahme erfolgt, da man in Moskau b i e Frage bes Eintritts Rußlands in ben Dölkerbunb in engsten Zusammenhang mit ber Frage bes Konfliktes t n Dftafien bringt. Sollte sich ber Konflikt im Fernen Osten allerdings noch mehr zufpitzen, fo wird die Sowjetunion sofort ihren Eintritt in ben Völkerbund vollziehen.
Der scharfe Ton der amtlichen Mitteilung über die Verhandlungen mit Sowjetrußland zeigt, daß die Beziehungen zwischen den beiden Regierungen durchaus nicht so herzlich sind, wie zeitweise angenommen wurde. Tatsächlich hat die amerikanische Regierung sich im Laufe ber letzten Monate immer mehr auf den Standpunkt kühlen Abwartens unb mit Mißtrauen gepaarter Vorsicht zurückgezogen, ben sie bereits vor Wiederaufnahme der Beziehungen eingenommen hatte. Man glaubt, daß die Wiederaufnahme der Beziehungen Amerikas zu Sowjetrußland einer der vielen Versuche Roosevelts war, den amerikanischen Außenhandel wieder anzukurbeln. Roosevelt sei aber nicht geneigt diese Ankurbelung mit einer Blankounterschrift unter russische Vorschläge zu erkaufen, in denen sich die Sowjetregierung sehr weitgehende und in ihren Folgen noch ganz unübersehbare Kreditvergünstigungen h-abe ausbedingen wollen.
August. Jede Motoreinheit entsendet einen Personenkraftwagen bzw. ein Motorrad nach Koblenz, um dort dem Führer, zum Zeichen ihrer Verbundenheit mit dem deutschen Saargebiet, eine Huldigungsadresse aus ihren Heimatgebieten zu überreichen. Insgesamt werde,, etwa 200 Fahrzeuge mit über 600 SS.-Mannern erwartet. Mit dem Eintreffen der Motor-SS., die in geschlossener Kolonne, von Montabaur kommend, durch die Stadt zur Karthause fahren wird, ist am 25. August gegen 14 Uhr zu rechnen. In echter SS.-Kameradschaft werden zu dieser Treuefahrt die treu st en SS. - Männer entsandt, als Anerkennung für vorbildliche Pflichterfüllung. Die Teilnehmer werden auf dem Asterstein bei Ehrenbreitstein Biwak beziehen.
Zeder kaust die Saar-plakette.
Zur Saartreuekundgebung in Koblenz hat der Führer eine Saar-Plakette erwählt, die in ihrer künstlerischen Formgebung vielfaches Symbol der Verbundenheit des Reiches mit der deutschen Saar darstellt. Zwei Hände einigen sich in festem Druck — das Reich und das Saargebiet. Beide sind treu vereint in den Schwur des Reiches und vor allem der Saardeutschen Deutsch ist die Saar. Und auf einem Ehrenmal, das dort gleichsam für die vielen in Treue gefallenen Kämpfer an der Saar errichtet ist, sieht der Wahlspruch dieser Helden: Des Deutschen Ehre ist die Treue. Der toten und der lebenden Kämpfer an der deutschen Saar gedenkt so das neue Reich, dessen Symbol über allem schwebt. In diesem Sinne innerer Verbundenheit werden all eDeulschenam26.Augustund bis zum Abstimmungstag die Saar* Plaketten tragen. Wer sie trägt, trägt sie für die deutschen Brüder an der Saar, denen das Tragen im Saarland verboten wurde.
Oie Urkunde zum Ehrenkreuz für Frontkämpfer.
Berlin, 24. Aug. (DNB.) Dos Reichsgefetzblatt veröffentlicht in feiner Nummer vom 22. August ben Wortlaut für bie Urfunbe, die zusammen mit dem Ehrenkreuz Frontkämpfern verliehen wird. Die Ur- funbe trägt als Kopf bie Worte: „I m Namen des Führers unb Reichskanzler s". -Dann folgt bas Wort „Dem", hierauf wird ber Name eingesetzt, unb ber Text geht weiter „ist au ~runö ber Derorbnung vom 13. Juli 1934 zur (Erinnerung an ben Weltkrieg 1914—1918 bas von bem Jteia)5prafibenten Generalfelbmarschall von Hin» b e n b u r g gestiftete Ehrenkreuz für Frontkämpfer verliehen worben."
Amerikanisch-russische Schulden- verhandlungen in der Sackgasse.
Koblenz im ZeMouuk für die Saargafle.
Spare mit Rohstoffen!
„Der Sparsamste bleibt Sieger", eine Mahnung des Rohstoffkommissars.
Um ben Betrieben ber deutschen Wirtschaft bie Wichtigkeit ber Beteiligung an bem Hundert- tagefampf gegen bie Materialvergeudung, besten Durchführung in ben Händen )er Gesellschaft für Organisation liegt, jetzt in diesen ersten Stunden der Schlacht noch einmal vor Augen ühren und die Säumigen aufzurütteln, hat Der Rohstoffkommissar im Reichswirtschaftsministerium, Prof. Dr. Puppe, ein letztes Mahnwort erlassen. Dr. Puppe schreibt:
„Sparen heißt: Verminderung des Aufwandes, also Steigerung ber Leistungsfähigkeit. Im Wettbewerb ber Unternehmungen unb ber Nationen, im Kampf um bie Zukunft siegt ber, ber am wirtschaftlichsten zu arbeiten versteht, ber Sparsamste. Damit sage ich nur Selbstverständliches. Das reiche Amerika hat bereits 1921, ein mit Rohstoffen reich versorgtes Deutschland hat 1926 zum Kampf gegen Verschwendung an Stoff, Kraft, Zeit unb Arbeit aufgerufen. Was ist natürlicher, als baß in einem Deutschland» ber Leistungswillen unb ber Willenskraft zwar, aber doch auch bes Rohstoffmangels trotz einer an Rohftoffüberfluß franfenben Welt ber mahnenbe Ruf „Spare mit Rohstoffen", erneut laut wirb. Ich begrüße baher Ihre Aufforberung zum Kampf gegen bie Materialvergeubung im Sinne eines neuen Anstoßes in Richtung auf alte Ziele.
An Propaganda unb Ratschlägen hat es auf biesem Gebiet auch bisher wohl kaum gefehlt. Vielleicht hat sogar bie Geschäftstüchtigkeit berer, bie Ratschlag unb Geschäft oerbanben, bem Kampf gegen die Verschwendung mehr geschadet als genützt. Worauf es ankommt, das ist die lebendige Tat und die stille Arbeit in den Betrieben, dort, wo das Wissen um die Ersparnismöglichkeiten im täglichen Ringen mit Stoff und Zeit erwächst. Möge in den Betrieben Ihr Ruf Widerhall finden und erreichen, daß Führer und Gefolgschaft zu reudiger Zusammenarbeit im Sinne der Rohstofs- usparnis sich finden, getragen mehr von dem Gedanken des Dienstes am Volksganzen als von bem bes geschäftlichen Vorteils.
Tagung der evangelischen Landessynode Bayerns.
München, 24. Aug. (DNB.) Am Donnerstag trat in München bie Lanbesfynobe ber evangelisch- lutherischen Lanbeskirche in Bayern zusammen. Nach feierlichem Oottesbienft am Vorabend eröffnete ber Präsibent ber Synobe, Oberregierungsrat Bracker, bie Verhanblungen; er gebuchte bes Heimgegangenen Retters bes Daterlanbes, bes Reichspräfibenten von Hinb endurg, unb entbot bem Führer Adolf Hitler den freudigen Gruß ber Synobe.
Dann nahm Lanbesbifchof v. Meifer bas Wort und schilderte in längerer Rede, worum es heute in der deutschen evangelischen Kirche gehe. Im Kampf der evangelischen Kirche um ihre Existenz gehe es unr das Recht und seine Geltung in der Kirche. Die Dynamik des Lebens dürfe über oeralterte Formen hinweggehen, aber niemals dürfe sie Unrecht in Recht verkehren. Es gehe weiter darum, daß in ber Kirche nach Treu unb ©tauben unb unbebing- ter Wahrhaftigkeit gehandelt werde. Es gehe ferner um eine wahrhaft geistliche Leitung in der Kirche, deren Autorität in ihrem geistlichen Wesen begründet liegen müsse. Es gehe schließlich um die unverkürzte Geltungdes evangelisch ■ lutherischen Bekenntnisses in der deutschen evangelischen Kirche. Lan- desbischof D. Meiser bekannte sich dabei als überzeugter Freund und Förderer einer starken einigen deutschen evangelischen Kirche.
Nach einem Bericht über ben Verlauf der Nationalsynode vom 9. August trat die San» dessynode in bie Aussprache ein, bie sich bis in bie Nachtstunden erstreckte. Das Ergebnis bieser Beratungen, an ber sich u. a. auch alte nationalsozialistische Kämpfer beteiligten, war fotgenbes ein» ftimmige (Ergebnis:
Die bayerische Landessynode seht sich für eine starke und in sich einige deutsche evangelische Kirche ein. Sie bedauert aber, daß die Haltung der derzeitigen Reichskirchenregierung es unmöglich mache, die Eingliederung unter den gegenwärtigen Umständen zu vollziehen.
Unter bem Beifall ber Verfamrnung sprach bie Synobe bem Lanbesbischof einstimmig ihr Vertrauen aus. Mit tiefer Bewegung würbe bas Lied „Nun danket alle Gott" angestimmt. Landesbischof Meiser dankte ergriffen für das ihm bezeugte Vertrauen, das ihm eine große Stärkung fei auf dem Wege, ben er zu gehen habe.
Oer Reichsjugendföbrer an die Elternschaft.
Berlin, 24. Aug. (DNB.) Am Mittwoch von 20.35 Uhr bis 20.45 Uhr wird ber Reichsjugendführer Baldur von Schirach über alle deutschen Sender zu den Eltern unserer Hitler-Jungens und -mädel sprechen. Der Abteilungsleiter Rundfunk ber Reichsjugenbführung Gebietsführer Cerff hat für bie gesamte H i t l e r - I u g e n b G e - meinfdjaftsempf ang angeorbnet. Zu der angegebenen Zeit versammeln sich alle Gliederun- gen unb Einheiten ber HI. um bie Lautsprecher, um biefe Senbung abzuhören.
Oer Tleichspwpagandaminister zum „Tag des Deutschen Weins".
Vorn Reichsminister für Volksaufklärung und Propaganda wird folgender Aufruf erlassen:
Es wird gebeten, den am 25. und 26. August von ber Reichsbetriebsgemeinschaft 14, Landwirt- schaft, unb ber NS.°Gemeinschaft „Kraft durch Freube" veranstalteten „Deutschen Weintag 193 4" im Interesse bes notleibenben Winzerstan- bes zu unterstützen.
Der Reichsminister für Dolksaufklärung und Propaganda: gez. Dr. G o e b b e Is.
Kunst und Wissenschaft.
Frankfurter Goekhepreis
für den Komponisten Hans psihner.
Der Goethepreis der Stadt Frankfurt, der im vorigen Jahre an den Dichter Hermann Stehr gefallen ist, wird am Dienstag, 28. August, in Frankfurt an den Komponisten Hans P f i tz n e r verliehen werden. Am Abend des Tages findet im Opernhaus in Anwesenheit des Künstlers eine Aufführung feiner musikalischen Legende »Palestrlm? statt,


