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wart Paul, Gießen, Pressebealeiter: Gaupresse­führer Oßwald, Bad-Nauheim).

In Gießen nimmt Hauptlauf II die durch das Gaugebiet führenden Nebenläufe auf.

Dom Herkules bei Kassel führt der Neben- lauf II f durch die alten chattischen Stammlande über Wabern, Homberg a. d. E., Ziegenhain, Treysa, Kirchhain, Marburg, Lollar nach Gie - ß e n zum Hauptlauf.

Von der südlichen Gaugrenze nimmt, von Bad Vilbel ausgehend, Nebenlauf II g 1 seinen Weg durch die Wetterau über Friedberg, Bad-Nauheim, Butzbach nach Gießen. In Bad-Nauheim, wo in mitternächtiger Stunde eine kleine Feier stattfindet, mündet der Nebenlauf II g, vom Vogelsberg (hoherodskopf) kommend und über Schotten, Nidda, Reichelsheim und Dorheim füh­rend, in den Lauf VilbelGießen ein.

Streckenleiter für die Nebenläufe sind: Kassel Gießen: Bezirksturnwart Ries (Kassel) und Kreisoberturnwart M. Textor (Marburg); Vil­belGießen: Kreisoolksturnwart Wenzel (Glauberg); hoherodskopf Bad-Nau- Heim: Kreisoberturnwart Dr. S i e g e r t (Stock­heim) und Kreisjugendturnwart Betz (Kefenrod).

Hauptlauf Hl,

der am 24. August in Zittau (Sachsen) begonnen hat, führt bei Geisa in der Rhön in unser Gau­gebiet. berührt dann Hünfeld, Fulda, Schlüchtern, Gelnhausen und Hanau (Feier!), tritt dann in das Gebiet des Gaues XIII Südwest über, erreicht aber bei Lorchhausen wieder den Gau Nordhessen, der bei Horchheim (kurz vor dem Schluß des Laufs am Ehrenbreitstein) wieder verlassen wird. (Lauf­leiter für den Gau ist Kreisoberturnwart P u n g s (Hanau), Pressebegleiter DT.-Kreispressewart N i k - kes (Hanau).

Hauptlauf X,

hat am 22. August in Nordschleswig an der deutsch- dänischen Grenze seinen Anfang genommen. Er führt über Hamburg, Schwerin, Lanz bei Lenzen (Geburtsort Jahns), Braunschweig, Hannover, Hil­desheim und tritt bei Wrexen in das Gebiet des Gaues Nordhessen. Von hier geht es durch das waldecksche Land über Arolsen, Corbach nach Herz- Hausen am Edersee und von da weiter über Fran­kenberg, Battenberg, Hatzfeld zur Gaugrenze des westfälischen Turngaues. (Laufleiter im Gau Nord- Hessen ist Kreisoolksturnwart Voßhage (Cor- bach), Pessebegleiter DT.-Kreispressewart Müller (Corbach).

hunderttausende tragen in diesen Tagen die Ur­kunden mit den Treuebekenntnissen zum Führer und zur deutschen Saar, von Ort zu Ort und treten damit ein für unsere Volksverbundenheit, für die es «mr eine Losung geben kann:

heil dem Führer!" Deutsch ist die Saat!

Schlageters Bruder: Staffel-Läufer.

Der Lauf 6 (Baden), der am Denkmal Albert Leo Schlageters in Schönau (Schwarzwald)

ihren Anfang nimmt, hebt sich im Rahmen der Saarland-Treueftaffel insofern hervor, als der Bru­der Leo Schlageters als Anfangslaufer den Kocher in Empfang nimmt. Schlageter wird auch auf dem Ehrenbreitftein in Koblenz mit den Urkunden als Schlußläufer dem Führer persönlich übergeben.

Ringkampf Saarbrücken-Gießen verschoben.

Der für Samstag, 25. August, vorgesehene Freundschaftskampf im Ringen Saarbrücken Gießen muß aus Anlaß der Saarkund­gebung in Koblenz auf Samstag, 1. September, verlegt werden.

Schwedensieg im Modernen Fünfkampf

Bei Stockholm wurde ein Wettbewerb des mo­dernen Fünfkampfes mit dem 4000-Meter-Gelände- lauf abgeschlossen. Die überraschenden Ergebnisse brachten eine ziemliche Umwälzung des bisherigen Gesamtstandes. Sieger des 4000-Meter-Laufes wurde der Schwede Lt. von B o i s m a n in 14:38,2 Min., eine in Anbetracht der großen Hitze sehr gute Zeit. Auch auf dem 2. Platz endete ein Schwede, Rittmeister Oxenstierna. Oblt. Birk konnte den 3. Platz behaupten. Oblt. h a n d r i ck wurde 5., Oblt. P ü t t m a n n 10., Oblt. Ein - Wächter 16.

Im Gesamtergebnis konnte der schwedische Lt. Thofelt, der als Zehnter einkam, die Führung be­haupten und damit den Wettbewerb als Gesamt­sieger beenden vor seinem Landsmann Oxenstierna. Oblt. Birk rückte gegenüber dem Vortag auf den 3. Platz vor, wahrend Oblt. Einwächter diesen mit dem 8. vertauschen mußte, noch vor ihm placierte sich Oblt. Handrick.

Gesamtergebnis des Modernen Fünf­kampfes: 1. Oblt. Thofelt (Schweden) 26 P.; 2. Rittm. Oxenstierna (Schweden) 26,5 P.; 3. Oblt. Birk (Deutschland) 27 P.; 4. Lt. Orban (Ungarn) 27,5 P.; 5. Lt. von Boisman (Schweden) 28,5 P.; 6. Oblt. Handrick (Deutschland) 33 P.; 7. Lt. Almgren (Schweden) 38 P.; 8. Oblt. Einwäch - ter (Deutschland) 39,5 P.; 17. Lt. Püttmann (Deutschland) 67 P.

Länderwertung: 1. Schweden 8 P.; 2. Deutschland 17 P.; 3. Ungarn 25 P.; 4. Finnland 44 P.

Gchmelina-Neusel.

Boxkampflag in Hamburg.

Der Boxsport zum Wochenende steht im Zeichen des großen Hamburger Kampfes zwischen Max Schmeling und Walter N e u s e l. Die ehemalige Hamburger Dirt-Track-Bahn ist auf ein Fassungs­vermögen von 120 000 Personen umgearbeitet wor­den. Der Kampf ist recht interessant. Max Schme- ling, ehemals Weltmeister im Schwergewicht und der erste deutsche Boxer, der die Weltmeisterkrone in Amerika erringen konnte und der stürmisch nach vorn drängende Westdeutsche Walter N e u s e l sind zwei Boxer erster Klasse, wobei man jedem den Sieg von Herzen gönnen kann. Für beide steht bei diesem Kampf viel auf dem Spiele, das meiste aller­

dings für Neusel, der im Begriff steht, eine große Karriere zu machen, die durch eine Niederlage gegen Schmeling vielleicht eine vorläufige Unter­brechung erfahren kann, während Schmeling durch einen Sieg über den Westdeutschen wieder Jemen Anschluß an die Weltklasse finden kann. Der Kampf geht über zwölf Runden und wird durch em um­

fangreiches Programm umrahmt. (5pneifter Hans Schönrath trifft auf den fchlagftarken Spanier Gastanaga, Adolf Witt (Kiel) kämpft mit Adolf Heuser (Bonn) um die deutsche Meister­schaft im Halbschwergewicht und Stegemann boxt gegen Köhler um die deutsche Meisterschaft im Leichtgewicht.

Der Start zum ersten Rad-Länderkampf Deutschland Polen, der in Gestalt einer Fünf- Etappen-Fahrt von Berlin nach Warschau durchgeführt wird, am Morgen des 22. August in Berlin-Friedrichsfelde.

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Scheller gewinnt auch die 2. Etappe.

Auch die zweite Etappe der Radfernfahrt Berlin- Warschau, die gleichzeitig als Länderkampf zwischen Deutschland und Polen gewertet wird, endete mit einem deutschen Siege. Wieder war es der Biele­felder Scheller, der als Erster am Ziel in Pofen ankam. Er benötigte eine Fahrzeit von 3:21,30 Stunden, für die 103 Kilometer und schlug Haus­wald-Siegmar im Endspurt nur um eine Länge. Die Polen schnitten diesmal besser ab. Ihr bester Mann, Kielbasa, kam auf dem dritten Platz ein. Im gro­ßen Ganzen schnitten die Polen wesentlich besser ab als auf der ersten Etappe, sie konnten den deut­schen Sieg aber nicht gefährden. Auch im Gesamt­ergebnis konnte Deutschland seinen Vorsprung wie­der vergrößern, denn unter den zwölf schnellsten Fahrern befanden sich nur drei Polen.

Gesamtergebnis des Länderkampfes nach zwei Etappen: 1. Deutschland 65:55:32,4 Stunden, 2. Po­len 69:39:02,0 Stunden.

Zwei Jahre Gefängnis für Frankfurter Kommunistenkührer. Frankfurt, 23. Aug. (LPD.) Der I. Senat des

Volksgerichtshofes verurteilte am Donnerstag den 36jährigen Leiter der Trotzki-Gruppe in Frankfurt a. M., Wilhelm Dort er, wegen Vorbereitung zum Hochverrat und Aufrechterhal­tung des organisatorischen Zusammenhaltes einer verbotenen Partei zu zwei Jahren Gefäng- n i s. Der Angeklagte war durch seine Tätigkeit am Institut für Sozialwissenschaft in Frankfurt mit der marxistischen Lehre in Berührung gekommen und dann auf dem Wege über die KPD.-Opposition zur sozialistischen Arbeiterpartei (SAP.) übergetreten, deren linken Flügel, die Trotzki-Gruppe, er in Mainz und in Frankfurt leitete. Das von ihm her­ausgegebene illegale Schriftenmaterial hatte er versehentlich am 11. September v. I. in einem Straßenbahnwagen liegen gelassen.

Bekanntmachung

betreffend den Ankauf von volljährigen Truppen- Pferden im Herbst 1934.

Vorn 15. August 1934.

Nachstehend bringen wir eine Bekanntmachung des Herrn Reichswehrministers vom 24. Juli 1934 über den Ankauf volljähriger Truppendienftpferde im Herbst 1934 zur Kenntnis. 4890V

Darmstadt, den 15. August 1934.

Abteilung le (Landwirtschaft) im hessischen Staatsminifterium.

Gez.: Dr. Wagner.

Berlin, den 24. Juli 1934.

Vergessen Sie bitte nicht

bei Ihren Einkäufen

Sejctilfiaus Graf

Ankauf volljähriger Truppendienstpferde im Herbst 1934.

1. Zum Ankauf von volljährigen Reit- und Zug­pferden sollen im Freistaat Hessen die nachverzeich­neten öffentlichen Märkte abgehalten werden:

am 17. September 1934, 9.00: Alzey in Rhein- Hessen),

am 18. September 1934, 9.00: Darmstadt,

am 20. September 1934, 9.00: Friedberg (Ober-

Hessen),

am 21. September 1934, 9.00: Alsfeld (Oberhessen).

2. Beim Ankauf werden die Anforderungen zu­grundegelegt, die für den Remonteankauf maß­gebend sind. Da die Pferde für den sofortigen Trup­pengebrauch erforderlich sind, wird allgemein ein scharfer Maßstab angelegt werden.

Es werden nur Pferde angekauft im Alter von 4XA bis zu 14 Jahren und in einer Größe von 1,56 bis 1,65 m Stockmaß (ohne Eisen gemessen). Füllen­scheine sind erwünscht, jedoch nicht unbedingt er­forderlich. Schimmel und tragende Stuten sind vom Ankauf ausgeschlossen.

3. Die angekauften Pferde werden sofort abge­nommen und den Truppenteilen unmittelbar über­wiesen. Die Bezahlung erfolgt gegen Quittung mit­tels Schecks.

4. Pferde mit Hauptmängeln, die gesetzlich den Kauf rückgängig machen, sind vom Verkäufer gegen Erstattung des Kaufpreises, der Besorderungs- und sonstigen Kosten zurückzunehmen, desgleichen solche Pferde, die sich binnen 45 Tagen nach dem Ankaufs­tage als Klophengfte erweisen oder Stuten, deren Trächtigkeit nachträglich festgestellt wird. Da dies häufig erst in vorgeschrittener Entwicklungsstufe möglich sein wird, muß vor dem Verkauf gedeckter Stuten gewarnt werden.

Die gesetzliche Gewährfrist wird für periodische Augenentzünduna (innere Augenentzündung, Mond- blindheit) und Rotz auf 28 Tage, für Kehlkopf- pfeifen (Rohren) auf 21 Tage verlängert. Mit Rück­sicht auf die Zurücknahme für den Verkäufer ent­stehenden Unkosten wird empfohlen, die Pferde vor dem Verkauf besonders auf Kehlkopfpfeifen ein­gehend zu untersuchen.

Zur Anzeige eines Hauptmangels eines Pferdes an den Verkäufer nach § 485 BGB. ist nicht nur die Remontierungskommifsion berechtigt, die den Kauf abgeschlossen hat, sondern auch jede andere Stelle der Heeresverwaltung, also auch der Trup­penteil, dem das Pferd überwiesen ist.

5. Verkäufer, die Pferde vorführen, die nicht ihr Eigentum sind, müssen sich gehörig ausweisen können.

6. Der Verkäufer ist verpflichtet, jedem verkauften Pferde eine neue starke rindslederne Trense mit glattem, starkem, einfach gebrochenem Gebiß und eine neue Kopfhalfter von Leder oder Hanf mit zwei mindestens 2 m langen Stricken unentgeltlich mitzugeben.

7. Die Verkäufer werden ersucht, die Schweife der Pferde nicht übermäßig zu beschneiden und die Scbwanzrübe nicht zu verkürzen.

Der Reichswehrrninisier.

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4. Verbrauchsgegenständen (Reinigungsmateria­lien, Seifenflocken usw.),

5. Rauchwaren

soll im Wege des öffentlichen Anerbietens für das Halbjahr vom 1. Oktober 1934 bis 31. März 1935 Zur Lieferung vergeben werden. Die in Anlage A ?ono$Va^cs öcr hessischen Ministerien vom 16. Juni 1893, das Verdingungswesen betreffend, enthaltenen Bedingungen für die Bewerbung um Arbeiten und Lieferungen sowie die hiesigen Lieferungsbedingun­gen liegen nur vom 29. bis 31. August 1934, vor- mittags von 9 bis 12 Uhr, bei uns offen.

Die Angebotsformulare können gegen Erstattung der Selbstkosten von uns bezogen werden.

und versehen mit der Angebot zu der am 23. August 1934 ausgeschriebenen Lieferung" bis zum Eroffnunqs- termln: 4879D

Donnerstag, den 13. September 1934 vormittags 10 Uhr

hierher einzureichen. In den Angeboten sind die Bedingungen anzuerkennen.

Die einzureichenden Warenmuster müssen getrennt von den Angeboten verpackt und mit der Aufschrift Muster zum Ausschreiben vom 23. August 1934" versehen fein.

Gießen, den 23. August 1934.

Direktion der Landes-Heil- und Pflegeanstalt bei Gießen.

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